Amazon Instant Video

21. März 2014 2 Kommentare

Amazon hat den bisher unter der Marke Lovefilm betriebenen Video-Streaming Dienst nun ins eigene Marken-Portfolio mit aufgenommen: künftig wird es als Amazon Instant Video vertrieben.

Amazon Prime Instant Video

Amazon Prime Instant Video

Was kann Amazon (Prime) Instant Video?

Amazon verspricht “unbegrenztes Streaming von Filmen und TV-Serien”. Konkret kann man auf rund 14.000 Titel zurück greifen, darunter natürlich kaum aktuelle Blockbuster, aber dennoch viele gute Serien und ältere Highlights. Insgesamt besteht das Angebot aus etwa 1.500 Filmen, den Rest stellen Folgen von Serien. Aus dieser Bibliothek kann man rund um die Uhr so viel man möchte ansehen. Die Funktionen, die man auf der Webseite und in den Apps (siehe “Auf welchen Geräten kann ich streamen”) findet sind übersichtlich: Es gibt eine recht zuverlässige Suchfunktion, eine Watchliste und die automatische Speicherung, wie weit man jeden Film oder jede Serie bereits gesehen hat, um später an der selben Stelle fortsetzen zu können.

Was kostet der Dienst?

  1. Bestehende Amazon Prime Mitglieder können den Dienst bis zum Ablauf ihres aktuellen Abonnements gratis nutzen, anschließend erhöht sich der jährliche Beitrag auf 49€.
  2. Neumitglieder steigen direkt mit 49€ im Jahr (umgerechnet gut 4€ im Monat) ein und erhalten neben dem Video-Streaming auch alle weiteren Vorteile der Prime Mitgliedschaft, unter anderem dem kostenlosen Premium-Versand sowie der Kindle-Leihbücherei.
  3. Studenten bekommen Amazon Prime zum vergünstigen Jahresbeitrag von 24€.

Auf welchen Geräten kann ich streamen?

  1. Auf jedem (aktuellen) PC oder Mac. Achtung: Das Portal setzt Microsoft Silverlight voraus, eine ressourcenintensive und in der Ausmusterung befindliche Technik von Microsoft (vergleichbar zu Adobe Flash).
  2. Apple iPad (+Mini) sowie iPhone
  3. Amazon Kindle Fire (die Kindles mit Farb-Touchscreen und modifiziertem Android)
  4. Spielekonsolen: XBox 360, Wii und Wii U, Sony Playstation 3 und 4
  5. Einige ausgewählte Smart-TVs und Heimentertainment Systeme (siehe Liste)

Was kann der Dienst (noch) nicht?

Diese Liste ist leider noch recht lang. Im Vergleich zum Wettbewerb fehlen noch etliche Features, die das Angebot von Amazon trotz des günstigen Abonnement-Preises wenig attraktiv erscheinen lassen. Was mich dabei besonders stört:

  • Die Nicht-Veröffentlichung der Android App (obwohl sie existiert und auf den eigenen Android-betriebenen Tablets läuft)
  • Keine Möglichkeit, Filme auf dem iPad temporär zur Offline-Nutzung (z.B. für Reisen) vorzuhalten (einzige Ausnahme sind die eben genannten, eigenen Tablets)
  • Fehlender Support für AirPlay (kabellose Übertragung der Inhalte auf den Fernseher) vom iPad
  • Filme und Serien liegen jeweils nur mit einer Tonspur (i.d.R. der deutschen) vor: auf Original-Ton kann man nicht einfach umschalten

Fazit

Ich finde den Ansatz von Amazon… ausbaufähig. Neben den fehlenden Features missfällt mir auch die Tatsache, dass deutlich mehr Inhalte verfügbar wären (zum Beispiel >10 Jahre alte Filme oder die aktuellsten Serien-Staffeln), die dann aber zusätzlich gekauft werden müssen, um streambar zu sein. Dem Video-Portal fehlt es schlicht am Coolness-Faktor, mit dem man damals in den Musikmarkt gestartet war (u.a. durch den Verzicht auf DRM).

Amazon Prime Instant testen

Ich kann euch nur empfehlen, euch ein eigenes Bild zu machen und euch für den kostenlosen 30-Tage Test zu registrieren. Ihr müsst allerdings hier (Link folgen und durchklicken) wieder selbst kündigen, falls es euch nicht gefällt.

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Wiko Darkfull 5″ Android Smartphone im Test

21. Dezember 2013 Keine Kommentare

Und schon wieder ein Android Smartphone…

Wiko Darkfull

Diese Woche erreichte mich ein Paket mit dem kürzlich vorgestellten und seit wenigen Tagen erhältlichen Top-Modell Darkfull von Wiko, einem französischen Hersteller (mit chinesischem Partner im Rücken), der den deutschen Markt mit einem überzeugenden Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugen will, wie es in Heimatmarkt bereits gelungen ist: Wiko ist dort bei den Verkaufszahlen auf Platz 3 – hinter Samsung und Apple. Die Besonderheit aller Smartphones des Herstellers ist ein in Deutschland (leider) noch nicht sehr verbreitetes Features: Dual-SIM, also die Möglichkeit, zwei SIM-Karten gleichzeitig in einem Handy zu betreiben.

Inbetriebnahme und erster Eindruck

Die Verpackung kommt minimalistisch und elegant daher. Die transparente Kunststoffverpackung hat umschließt das Smartphone passgenau und erinnert in der Aufmachung an Apples iPod Linie. Neben dem Gerät findet sich in der Box auch noch folgendes Zubehör:

  • ein Netzteil (1000 mA),
  • ein In-Ear Headset mit Fachband-Kabel sowie Silikon-Stöpsel in 2 weiteren Größen,
  • ein Micro-USB Flachband-Kabel,
  • SIM-Karten-Adapter und einen “Schlüssel” zum Öffnen der seitlichen Einschübe sowie
  • der übliche Papierkram.

Die Rückseite des Darkfull ist aus Aluminium und fest verbaut. Ein Wechsel des 2000mAh starken Akkus ist somit leider nicht möglich.

Das mit Gorilla Glass geschützte Display ist von Kunststoff umrahmt, der etwa einen halben Zentimeter übersteht, um Kratzer zu verhindern. Zudem weiß das LCD direkt nach dem Einschalten zu begeistern: es ist hell, hat eine wahnsinnig hohe Pixeldichte (441 PPI – verglichen z.B. mit 326 PPI beim iPhone 5) und ist dabei extrem Blickwinkel-stabil.

Richtig angenehm überrascht war ich von der Software: Das Darkfull kommt mit einem nur minimal angepasstem Stock Android (Jellybean 4.2.1) und mit einer nur mäßigen Menge Bloatware daher. Bei meinem Modell waren drei Spiele sowie die Sicherheitslösung “TrustGo” vorinstalliert, die sich allesamt nicht deinstallieren ließen.

Das Unboxing könnt ihr euch hier ansehen:

Technische Daten und Leistung

Auf dem Papier kommt das Darkfull mit einer Ausstattung daher, die sich auch vor aktuellen Top-Modellen nicht verstecken muss:

  • 5 Zoll IPS Display mit FullHD Auflösung (1920×1080 Pixel)
  • Quad-Core Prozessor mit 1,5 GHz
  • 2 GB Arbeitsspeicher (RAM)
  • 16 GB interner Speicher (nicht erweiterbar), davon etwa 13GB zur freien Verfügung
  • eine 13 MP Autofokus Rückkamera (Videos bis 1080p) und eine 5 MP Frontkamera
  • zwei Micro-SIM-Karten Slots, die auch gleichzeitig aktiv sein können

Der verbaute Chipsatz von MediaTek (MT6589T) kann es leistungstechnisch nicht ganz mit dem aktuellen Spitzenreiter im SoC-Markt, dem Snapdragon 800, aufnehmen. In den Benchmarks liegt es etwa im Bereich der Top-Smartphones vom letzten Jahr, jedoch weit entfernt von Boliden wie dem Galaxy S4 oder gar Note 3.

Im täglichen Gebrauch läuft die Software sehr stabil und flüssig. Ich konnte keine Abstürze und nur ganz selten mal minimale Ruckler (direkt nach dem Wechsel in eine andere App) feststellen. Bei der Nutzung der geläufigen Apps (und von 3D Spielen) stößt man mit dem Darkfull jedenfalls an keine Leistungsgrenzen.

Dual SIM

Der Einsatz von zwei SIM Karten kann ganz unterschiedliche Zwecke erfüllen, die Umsetzung im Darkfull besteht aus zwei gleichwertigen Slots, die es erlauben, mit beiden Karten gleichzeitig erreichbar zu sein, zu telefonieren und Daten zu nutzen (3G, also HSDPA+, aber lediglich auf einer gleichzeitig) . Es lässt sich mittels der App “Sim-Management” jeweils eine SIM-Karte als Standard vorwählen für:

  • Sprachanrufe
  • Videoanrufe (hat das schon jemals einer meiner Leser in Deutschland genutzt?)
  • SMS/MMS
  • Datenverbindung (Internet)

Alternativ entscheidet man sich vor jedem Anruf oder jeder SMS manuell für eine der beiden Karten.

Folgende Szenarios sind dabei in meinen Augen besonders prädestiniert für ein Dual SIM Smartphone:

  1. Urlaub: Auch wenn wir innerhalb der EU wohl bald von Roaminggebühren befreit werden, ist es in Drittländern immer noch fast unbezahlbar, mit dem deutschen Vertrag ins Internet zu gehen. Mit einer zusätzlichen Prepaid-SIM, z.B. für die USA, kann man auch im Urlaub günstig E-Mails lesen und surfen während man gleichzeitig unter der deutschen Nummer erreichbar bleibt.
  2. Dienstnummer: Viele Arbeitnehmer kennen das Problem: der Arbeitgeber stellt eine SIM-Karte zur Verfügung, die aber in der Regel nur für dienstliche Telefonate genutzt werden darf und/oder keine Internet-Option beinhaltet. Künftig reicht es dennoch, nur ein Telefon dabei zu haben.
  3. Günstige Datentarife: Wer sich regelmäßig auf Schnäppchen-Seiten herumtreibt, wird feststellen, dass es reine Datentarife mit großem Inklusivvolumen (3 oder 5 GB) teilweise für wenige Euro Grundgebühr als Aktionsangebot gibt. Ein solcher Tarif in Kombination mit einer günstigen Prepaid-Karte zum Telefonieren (z.B. vom eigenen DSL- oder Kabel-Anbieter) kann helfen, monatlich bis zu 20€ zu sparen – bei gleichen Inklusiv-Leistungen.

Meine Befürchtungen bezüglich der Akkulaufzeit, immerhin ist der Kommunikationschip einer der großen Energiefresser von Smartphones, hat sich nicht bewahrheitet. Selbst mit zwei aktiven Karten und intensiver Nutzung hält das Darkfull problemlos einen Tag durch. Für viele Normalnutzer dürften es sogar zwei Tage sein.

Die Kamera

Ganze dreizehn Megapixel hat Wiko dem Darkfull spendiert. Was auf dem Papier nach viel klingt, sorgt aber nur bei guten Lichtverhältnissen für schöne Bilder. Vor Bildrauschen ist man jedoch auch bei vollem Sonnenschein nicht gewappnet. Videos in Full HD werden hingegen recht ansehnlich.

Hier findet ihr zwei Test-Bilder in Original-Auflösung:

Wiko Darkfull Testbild 1Wiko Darkfull Testbild 2

Was gefällt

  • Das superscharfe und Blickwinkel-stabile IPS Display mit Full HD Auflösung
  • Die gute Verarbeitung und gelungene Materialauswahl mit angenehmer Haptik
  • Ein beinahe unverändertes Android (Jelly Bean)
  • Volle Unterstützung für zwei SIM Karten
  • Die brauchbare Akkulaufzeit von einem oder zwei Tagen, je nach Nutzungsverhalten
  • Ein derzeit wohl ungeschlagenes Preis-Leistungs-Verhältnis

Was nicht gefällt

  • Der Speicher ist leider nicht per MicroSD-Karte erweiterbar
  • Kein NFC
  • Kein LTE (in Anbetracht der Kosten für LTE-fähige Tarife derzeit wohl verschmerzbar)
  • Kein direkter Videoausgang (Micro-HDMI oder MHL), sondern nur Miracast
  • Das WLAN funkt nur im 2,4GHz Band (b/g/n), nicht jedoch auf 5 GHz (a/n/ac)
  • Der Akku ist nicht wechselbar, sondern fest verbaut

Mein Fazit

So viel Smartphone für unter 300 Euro bieten nicht viele Telefone. Wer neben dem FullHD-Display auch den Komfort einer zweiten SIM-Karte nicht missen möchte, hat derzeit nicht viele Alternativen. Das Telefon, das Wiko hier vorgelegt hat, weiß aber durchaus nicht nur mit dem Preis zu begeistern: Verarbeitung, Material und auch die Software sind nur im Detail zu verbessern.

Nach meinem Alltagstest fällt es mir weiterhin schwer zu glauben, für wie wenig Geld man Ende 2013 bereits ein gutes Smartphone bekommt.

Links

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Samsung Galaxy Note III im Test

26. November 2013 Keine Kommentare

Inbetriebnahme und erster Eindruck

Das Note 3 ist groß. Zu groß für einige der Jacken-Taschen, in denen ich sonst meine Smartphones umhertrage, aber klein genug für meine Jeans – für eine Damenhandtasche wohl genau das richtige…

Zum Testen habe ich seit etwa drei Wochen die 32 GB LTE Variante des Samsung Galaxy Note 3 (SM-N9005) in Benutzung. Das passende Zubehör hatte ich ja bereits vorgestellt: die Galaxy Gear Smartwatch.

Galaxy Note 3 Rückseite Note 3 vs Kindle Paperwhite Note 3 zu groß für Jeans

Nach dem Auspacken gilt es, eine microSIM und – sofern gewünscht – eine microSD-Karte sowie den mitgelieferten 3.200 mAh Akku einzulegen. Man packte mir zusätzlich auch ein S View Cover ins Paket, das die originale Rückseite komplett ersetzt und neben der reinen Schutzfunktion zusätzlich auch ein kleines Akku-sparendes Infofenster auf der Vorderseite bietet. Zusätzlich erlaubt sie, das Note 3 kabellos per Induktion zu laden – ein passendes Ladegerät natürlich voraus gesetzt.

Das Originalcover hat eine Lederoptik, ist aber wie der Rest der Telefons aus Kunststoff. Ja: auch der metallfarbene Rahmen ist aus Plastik Polycarbonat. Leider ist die Verarbeitung meines Geräts nicht perfekt: Rund um das Gorilla Glass, das die Vorderseite gegen Kratzer schützen soll, klafft ein Spalt, der groß genug ist, um Staubkörner aufzunehmen und leider auch nicht genau im Gerät zentriert ist. Bei mir ist der rechte Spalt zum Beispiel spürbar breiter als der linke.

Direkt nach dem Start strahlt einen Samsungs TouchWiz Oberfläche an, deren größter Fan ich nicht bin. Sie wurde mit dem Ziel geschaffen, die Android Nutzung möglichst einfach zu machen – manche bösen Zungen sprechen gar von einer Kopie der iOS Usability. Zum Glück lässt sich TouchWiz ohne Probleme und Hacks gegen alternative Launcher austauschen. In meinem Fall ist das Nova Launcher (siehe Screenshots), der eine Stock Android ähnliche Oberfläche bietet. Aber nicht nur beim Launcher nerven die von Samsung vor-installierten Anwendungen: so spammte unter anderem der Samsung App Store regelmäßig mit Push-Notifications zu App-Angeboten.

Technische Daten und Leistung

Note 3 FullHD Schrift

Die technischen Daten wissen zu begeistern. Nur eine Hand voll Smartphones kann mit ähnlich beeindruckenden Zahlen aufwarten. Der Full HD Bildschirm ist ein wahrer Augenschmaus und das wahrscheinlich beste Handy-Display, das man derzeit am Markt finden kann. Dazu kommen ein Quad-Core Prozessor und ganze drei Gigabyte RAM, aber auch sonst muss sich das Note 3 nicht verstecken:

  • 5,7 Zoll Super-AMOLED Bildschirm mit 1920×1080 Pixel Auflösung (Full HD)
  • Interner Speicher: 16, 32 oder 64 GB, aufrüstbar per microSD-Steckplatz
  • GSM, GPRS, EDGE, UMTS, HSDPA, LTE (alle deutschen Frequenzen) per Micro-SIM
  • Snapdragen 800 Chipset mit 2.3 GHz Quadcore Prozessor und Adreno 330 Grafik
  • Android 4.3 Jelly Bean (Upgrade auf 4.4 angekündigt)
  • 13 Megapixel Autofokus Kamera mit LED Blitz nach hinten (unterstützt 4K Videoaufnahmen), 2 Megapixel Kamera nach vorne
  • WLAN: 802.11 a/b/g/n/ac sowie Wi-Fi Direct
  • Bluetooth 4.0 mit den gängigen Profilen und NFC
  • Sonstige Sensoren: Gesichts-Abstand, Accelerometer, Gyroskop, Kompass, Barometer, Thermometer, Luftfeuchtigkeitsmesser
  • 3200 mAh Li-Ion Akku
  • Abmessungen: 151,2 x 79,2 x 8,3 mm, Gewicht: 168 Gramm

Bei den Benchmarks gab es ja leichte “Verstimmungen” in den Medien (z.B. bei heise), da Samsung offenbar bestimmte Apps, die der Leistungsmessung dienen, gezielt bevorzugt behandelt hat, um Traumwerte zu erreichen. Wie sich aber unter anderem bei c’t Labs nachlesen lässt, schneidet das Note 3 auch ohne derlei Tricksereien ganz vorne ab.

Und tatsächlich: ein dermaßen flüssiges und angenehmes Android habe ich bisher noch nicht erlebt. Keine Ruckler, keine Verzögerungen beim Wechseln zwischen Apps, sondern ein absolut flüssiges Benutzererlebnis, wie man es sonst nur von iOS kennt.

Diese Leistung hat natürlich ihren Preis: so viel 3200 mAh auf dem Papier auch sind: bei starker Nutzung und ständig gekoppelten Bluetooth-Geräten muss das Note täglich an die Steckdose. Bei normaler Nutzung sind auch zwei Tage möglich.

Stifteingabe per S Pen

Ob ein Smartphone mit Stift tatsächlich Sinn macht, war eine meiner brennensten Fragen bevor ich das Note 3 in die Finger bekam. Nach zwei Wochen in der Praxis kann ich bestätigen, dass ich den Stift quasi täglich in Benutzung habe. Die Möglichkeiten, die Samsung eingebaut hat, sind vielfältig und einige der nützlichsten sind die folgenden:

Direkt aus dem S-Pen Menü verfügbar sind Aktionsmemo, Screenshot-Notiz, Scrapbooker und S Pen-Fenster.

S-Pen Menü S Pen-Fenster Galaxy Note 3 - S Pen Galaxy Note 3 - Aktionsmemo

Aktionsmemo: diese Funktion öffnet ein neues Post-It direkt über den aktuell geöffneten Apps, wo man beliebige Inhalte skizzieren oder niederschreiben kann. Schreibt man dort eine Telefonnummer, eine Anschrift oder eine Internetadresse, kann man dank der ziemlichen präzisen Schrifterkennung direkt einen Anruf tätigen, Google Maps öffnen oder den Browser starten.
Screenshot Notiz: nimmt den aktuellen Bildschirminhalt als Foto auf und erlaubt es, Notizen hinzuzufügen. Diese lassen sich dann bequem verschicken, zum Beispiel per WhatsApp oder BBM.
S Pen-Fenster ist Multitasking wie es sein sollte. Egal, welche App gerade im Vordergrund läuft: mit dem S Pen-Fenster kann man darüber ein weiteres Mini-Fenster legen und darin zum Beispiel einen Taschenrechner, Webbrowser oder WhatsApp laufen lassen. Das Fenster lässt sich in Größe und Position jederzeit verändern.

Schön: alle Funktionen lassen sich auch mit alternativem Launcher problemlos nutzen.

Die Kamera

Note 3 Kamera Note 3 Christkindlmarkt Note 3 Christkindlmarkt Note 3 Christkindlmarkt

Ganze 13 Megapixel hat die zentral auf der Rückseite des Note positionierte Kamera. Direkt darunter befindet sich ein LED-Blitz für Aufnahmen unter schlechten Lichtverhältnissen.

Die Fotos oben wurden auf dem Münchner Christkindlmarkt unter denkbar schlechten Lichtverhältnissen “aus der Hüfte” ohne Blitz geschossen und können sich durchaus sehen lassen. Die Qualität von 150€ Kompakt-Knipsen ist hier endlich überschritten.

Aber auch bei den Videos leistet sich das Note 3 keinen Patzer. 1080p Full HD Videos in makelloser Qualität sind kein Problem. Doch die Optik leistet mehr: selbst 4K Video-Aufnahmen (3.840 x 2.160 Pixel) sind möglich – wenn auch derzeit mangels bezahlbarer 4K TVs kaum sinnvoll.

Was gefällt

  • das große, brilliante Super-AMOLED Display
  • die wirklich sehr gute Kamera
  • der Prozessor, der für eine absolut reibungslose Erfahrung sorgt
  • eine Hardwareausstattung, die auch sonst kaum Wünsche offen lässt
  • die clevere Integration des S Pen in vielen Anwedungsszenarien
  • eine Akku-Laufzeit, die mit zwei Tagen (bei normaler Nutzung) durchaus als gut bezeichnet werden kann

Was nicht gefällt

  • Samsungs nicht deinstallierbare Zwangs-Apps, TouchWiz und Werbung durch den App Store
  • das Gehäuse aus Kunststoff mutet – im Vergleich zu Smartphones wie dem iPhone oder HTC One – billig an und ist (in meinem Fall) auch leider nicht perfekt verarbeitet mit Spalten, die groß genug für Staub sind
  • die “Kriminalisierung” von Rootern und Custom-ROM Nutzern durch Samsung Knox mit eFUSE und Garantieverlust, wo doch Custom ROMs bei Samsung oft die einzige Möglichkeit sind, nach Erscheinen eines Nachfolgemodells an größere OS Updates zu kommen

Mein Fazit

Samsung ist mit dem Galaxy Note 3 ein großer Wurf gelungen. Sicher ist es einigen Nutzern schlicht zu groß – das hat auch mein Feedback bei Kollegen und Freunden gezeigt – aber für andere ist es ein Gerät, das mit dem großen Display zusätzliche Geräte (z.B. einen eBook-Reader oder gar ein kleines Tablet) unnötig macht. Zum derzeitigen Preis (Cashback-Aktion) erhält man schlicht ein Paket mit verdammt guter Preis-Leistung. Wer sich von der Größe und den Eigenheiten des Herstellers nicht abschrecken lässt, liegt beim Note 3 also genau richtig.

Samsung Galaxy Gear im Test

18. November 2013 Keine Kommentare

Wie versprochen dreht sich heute alles um Samsungs Galaxy Gear. Ich muss vorab gestehen: ich stehe auf Swartwatches – herkömmliche Uhren trage ich nur noch selten. Bis zuletzt hatte ich regelmäßig einen iPod nano der sechsten Generation (2010) am Handgelenk. Ob Samsung die drei Jahre zusätzlicher Entwicklungszeit seit Veröffentlichung des “Uhr-Nanos” genutzt hat, erfahrt ihr hier:

Inbetriebnahme

Galaxy Note 3 und GearZuerst gilt es, die Uhr mit einem kompatiblen Smartphone (derzeit drei Modelle: Galaxy S4, Galaxy Note 3 und Note 10 2014 Edition) zu koppeln. Das funktioniert relativ einfach per NFC, heißt: Telefon ans Dock der Uhr halten und den Anweisungen Folge leisten.

Konkret wird auf dem Telefon die Anwendung “Gear Manager” installiert, mit der sich die Uhr anschließend auch konfiguriert und gesucht werden kann. Hier lässt sich festlegen, welche Notifications auf der Uhr angezeigt werden sollen, eine überschaubare Anzahl von Apps aus Samsungs App Store installieren und ein Ziffernblatt wählen.

Frisch konfiguriert wirkt Samsungs Gear an meinem (Herren) Arm nicht überdimensioniert und lässt sich auch sehr angenehm tragen. An schlanken Frauenarmen könnte sie aber verloren aussehen…

Das Display ist in der Regel schwarz und lässt sich somit, im Gegensatz zu den Smartwatches von Qualcomm (Mirasol Display) oder Pebble (E-Ink), nicht ohne weiteres ablesen. Um die Nutzung trotzdem bequem zu halten, nutzt die Uhr den eingebauten Beschleunigungssensor, um das Display automatisch per Drehung des Handgelenks aufzuwecken. Das funktioniert meistens wie gewünscht, aber zusätzlich auch bei etlichen Bewegungen in Situationen, zu denen man die Uhr gar nicht betrachten wollte.

Man navigiert zwischen den Anwendungen per Swipe-Gesten. Ein Fingerwisch von oben nach unten entspricht dem “Zurück”-Button von Android, das Menü ist horizontal angeordnet und lässt sich mit links/rechts Swipes durchsuchen.

Funktionen

Galaxy Gear Uhr mit Wetter

Die vorhersehbarste Funktion in diesem Format ist vermutlich eine Uhr. Es gibt diverse vorinstallierte Ziffernblätter: digitale wie analoge, teilweise auch mit zusätzlich eingeblendeten Informaitonen wie dem aktuellen Wetter oder anstehenden Kalendereinträgen. Zusäzlich findet man Stoppuhr und Timer im Menü.

Gear: GMail, BBM, Nachrichten Samsung Galaxy Gear GMail Notification

Im Mittelpunkt vieler anderer Smartwatches stehen Notifications, also die Möglichkeit, Neuigkeiten des Telefons, also beispielsweise eingegangene E-Mails, SMS und Facebook-Nachrichten, auf dem kleinen Display der Uhr anzuzeigen. Im Auslieferungszustand war der Funktionsumfang dieses Modells bezüglich Notifications sehr stark eingeschränkt. Viele der interessantesten Android Apps (z.B. GMail, WhatsApp, BBM, …) wurden überhaupt nicht unterstützt. Zum Glück hat Samsung zeitnah ein Update hinterher geschickt (Version V700XXUAMK7), die es erlaubt, wirklich jede Benachrichtigung auch auf der Uhr anzuzeigen – mitsamt Text (oder einer Vorschau des Inhalts).

Galaxy Gear 1,9 MP Kamera

Ein ganz besonderes Feature der Gear ist die eingebaute Kamera mit 1,9 Megapixeln. Nicht viel verglichen zum Beispiel mit den 13 Megapixeln der Galaxy Note 3 – aber genug für kleine Schnappschüsse aus dem Handgelenk oder kurze HD-Videos (720p) mit bis zu 15 Sekunden. Die Qualität ist nicht überragend, aber bei ausreichend Licht entstehen Aufnahmen wie die folgenden:

 

 

Galaxy Gear: Skoda Armaturen Samsung Galaxy Gear: Strand Samsung Galaxy Gear bei Gegenlicht

Galaxy Gear Telefonfunktionen Galaxy Gear S-Voice

Die Gear hat ein paar zusätzliche Gimmicks wie S-Voice, einen sprachgesteuerten Assistenten (vergleichbar mit Apples Siri), allerdings funktional sehr eingeschränkt. Ausserdem sind ein Schrittzähler sowie einige Telefon-Funktionen mit an Bord. Ja, man kann dank eingebautem Mikrofon und Lautsprecher tatsächlich auch direkt mit der Uhr telefonieren, allerdings wirkt das auf der Straße oder im Büro reichlich nerdig.

Galaxy Gear Apps

Ausserdem laufen auf dem Gerät nachinstallierbare Apps aus dem App Store (Gear). Zu den interessanteren Anwendungen zählt eine Art Evernote “light”, das mit dem Handgelenkt aufgenommene Tondateien und Fotos direkt im eigenen Notizbuch ablegen lässt. Die App CamDictionary nutzt die Uhr-Kamera, um Wörter zu erkennen und live zu übersetzen. Vivino erkennt Weinflaschen am Etikett und liefert dann Details zum Inhalt der Flasche. Insgesamt kann man das Angebot aber sowohl in Bezug auf die Quantität als auch auf die Qualität wohlwollend als optimierbar bezeichnen.

Was gefällt

  • Verarbeitung und Material
    (Samsung-untypisch glänzt hier tatsächlich echtes Metall)
  • das scharfe, große und reflektionsarme Display
  • Aufwecken per Handbewegung
  • Menü und Gestensteuerung, sobald man sich daran gewöhnt hat
  • die eingebaute Kamera
  • Schrittzähler (Fitness)
  • die Funktionen “Gerät finden” (Handy piept) und “Gear finden” (Uhr piept)
  • eine Akkulaufzeit von zwei bis drei Tagen bei intensiver Nutzung

Was nicht gefällt

  • gar nicht smart ohne verbundenes Handy
  • fehlender Audioausgang (Musik beim Training)
  • die seperate Dockingstation, ohne die sich die Uhr nicht laden lässt
  • nur wenige Handys werden unterstützt
  • “App” Auswahl und Qualität eher lachhaft (dank fehlendem SDK)
  • das Bauart-bedingte nicht tauschbare Kunststoff-Armband (nicht Anzug-tauglich)

Technische Daten

Was steckt unter der Haube? Interessanterweise Handy-Hardware, wie sie vor gar nicht allzu langer Zeit auch in Android Smartphones verbaut war:

  • 800 MHz Single-Core Prozessor
  • 512 MB RAM
  • 4 GB interner Speicherplatz (nicht erweiterbar)
  • 1.63″ Super-AMOLED Display mit einer Auflösung von 320 x 320 Pixeln
  • Kamera mit 1,9 Megapixeln (und 720p “HD ready” Videoaufnahmen bis zu 15 Sekunden)
  • Bluetooth 4.0
  • Accelerometer, Gyroskop
  • 315 mAh Akku (nicht wechselbar)
  • Abmessungen: 36.8 x 56.6 x 11.1 mm
  • Gewicht: 73.8g

Mein Fazit

Samsung hat mit dem aktuellen Gear-Modell ein ausbaufähiges Konzept vorgestellt, das mit einen größeren App-Auswahl und Qualität bestimmt deutlich interessanter wird. Für Gadget-Fanatiker, Sport-Enthusiasten und Samsung-Fanboys ist die Uhr schon jetzt ein must-have. Allen anderen empfehle ich etwas Geduld. Mit dem letzten Update hat Samsung gezeigt, dass man sich die Anregungen der Nutzer zu Herzen nimmt. Mir ist sie in der derzeiten Verfassung (November 2013) keine 300€ wert, sondern ich hätte diesen “Second Screen” gerne als Zugabe zu einem High End Smartphone.

Samsung Galaxy Note 3 und Gear: Unboxing und erster Eindruck

14. November 2013 Keine Kommentare

Heute kam ein Paket an, auf dessen Inhalt ich sehr gespannt war. Konkret geht es um das aktuelle Samsung Flagschiff, nämlich das “Phablet” Galaxy Note 3 samt passendem Accessoire: dem Galaxy Gear. Diesen Test ermöglichte trnd in Kooperation mit Samsung Deutschland. Vielen Dank dafür schon an dieser Stelle.

Unboxing

Samsung

Ehrlich gesagt hatte ich mir von der Gestaltung und Haptik der Verpackung bei Geräten dieser Preisklasse mehr erwartet, immerhin brennt sich der erste Eindruck ein und entscheidet gewissenmaßen über die spätere Sympathie mit. Sowohl das Note 3 als auch das Gear kommen in einem Karton in Holzoptik daher. Ein Schelm, wer bei diesem Anblick an die kitschigen US-Kombis mit Holz-Applikationen (“Woodie”) denken muss.Mit dieser Gestaltung hat Samsung meinen Geschmack nicht getroffen, aber daran will ich mich nicht weiter aufhängen. Im Inneren geht es ordentlich und pragmatisch zu. mit angenehm wenig Plastik-Müll.

Galaxy Note 3 Verpackung

Inhalt der Boxen

Galaxy Note 3 PackungsinhaltIm Karton zum Galaxy Note 3 findet sich:

  • das Telefon (Modellbezeichnung SM-N9005),
  • ein Akku (3.200 mAh),
  • ein USB-Wandladegerät (Ausgangsleistung: 5V/2A),
  • ein Micro USB 3.0 Kabel zum Laden und Verbinden mit dem Rechner,
  • ein In-Ear-Kopfhörer mit Mikrofon und Kabel-Steuerung (plus alternative Ohrstöpsel),
  • Ersatzminen für den S-Pen und ein Werkzeug zum leichteren Wechseln und
  • eine Kurzanleitung.

In der deutlich kleineren Packung des Galaxy Gear liegt:

  • die Smartwatch (V700),
  • ein Ladegerät mit Micro USB (2.0) Ausgang,
  • ein Ladedock (das mit dem Ladegerät verbunden wird) und
  • der übliche Papierkram.

Zusätzlich legte man noch ein S View Cover bei.

Erster Eindruck

Wow! Das Note 3 ist riesig – und daran muss man sich bei der Benutzung erst einmal gewöhnen. Einhändig unkonzentriert nebenbei einen Text schreiben ist erst mal schwieriger als bisher (BlackBerry, iPhone & Co). Auch in der Hosentasche macht sich die Größe bemerkbar. Aber: das Telefon passt in (m)eine Jeans und ist dabei angenehm leicht. Auch an der Verarbeitung gibt es nichts auszusetzen.

Passend zur “Woodie”-Verpackung sind auch die verwendeten Materialien. Was am Note metallisch glänzt oder nach Leder aussieht ist weder Metall noch Leder, sondern jeweils Kunststoff. Das hat sicher seine Vorteile – insbesondere natürlich beim Gewicht und der Belastbarkeit -, hinterlässt bei mir aber einen leicht schalen Nachgeschmack.

Punkten kann Samsung mit den technischen Daten – und genau darum wird es den meisten Käufern gehen. Betriebssystem und die oft kritisierte Oberfläche TouchWiz laufen absolut flüssig und lassen sich auch durch nichts und niemanden aus der Ruhe bringen. Der Vierkern-Prozessor und ganze 3GB RAM machen es möglich. Hat man sich auf eine zweihändige Bedienung eingelassen, kann auch der Stift Sinn machen. Apropos S-Pen: der scheint nützlicher zu sein als erwartet.

Aber sowohl zum Note 3 als auch zum Galaxy Gear folgen demnächst detailliertere Berichte. Habt ihr Themen, auf die ich dabei besonders eingehen soll? Gerne in die Kommentare!

Galaxy Note 3 und Gear

Totgeburt sobooks?

16. Oktober 2013 Keine Kommentare

sobooks? Wem noch nichts von diesem Projekt zu Ohren gekommen ist, hat vermutlich nichts verpasst.

sobooks - Sascha Lobo

Auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse wurde dieser neue Dienst vorgestellt. Vermutlich nicht zuletzt dank des stets laut krähenden Internet-Hahns Lobo, der hinter dem Projekt steht, sprangen diverse Medien mit Berichten an.

Die Idee “den elektronischen Buchmarkt ins Netzzeitalter zu hieven” [Lobo], hat das Projekt in meinen Augen aus diversen Gründen vergeigt. Doch warum eigentlich?

Zuerst einmal ist sobooks ein eher mäßig bestückter E-Book-Shop, der in Sachen Auswahl weit hinter den Mitbewerbern – wie zum Beispiel Amazon, Apple, Thalia und Buch.de – zurück bleibt. Aber die Anzahl der Bücher ist kein großer Kritikpunkt, hier lässt sich – Interesse der Verlage vorausgesetzt – leicht nacharbeiten.

Ich halte das Konzept (siehe Interview bei faz.net) an sich für eine Totgeburt und möchte das kurz begründen:

  1. Die gekauften Bücher lassen sich im Browser lesen
    Oder wie Lobo sich ausdrückt: “Bücher sind bei uns eine Webseite.”. Auf einem hintergrundbeleuchteten LCD lese ich vielleicht einige Dutzend Seiten wissenschaftlicher Paper, aber sicherlich keine Sachliteratur und noch viel unwahrscheinlicher: Balletristik.
    Die Inhalte sollen sich zwar laut Lobo auch exportieren (EPUB/PDF) und dann zum Beispiel mobil lesen lassen, aber dafür brauche ich kein sobooks: Das können die anderen auch.
  2. Diskussionen im Buch
    Wer wünscht sich denn kein Buch, dass voller Anmerkungen und Kommentare anderer Nutzer strotzt? Ich…
    Ja, wir reden hier vermutlich von Sachbüchern, denn wie schon ausgeführt: Balletristik ist ein No-Go für LCDs. Meine Vermutung ist, dass das Niveau der Buchdiskussionen sich relativ schnell auf Facebook-Niveau einpegeln wird und dazu führen wird, dass diese Funktion bei den meisten Nutzern deaktiviert bleibt. Ausserhalb der sobooks-Webseite gibt es die Kommentare natürlich nicht.
  3. Deep-Links ins Buch und Beliebtheitsmessung (“Was wird diskutiert”)
    Natürlich ist das keine wirklich neue Funktion. Auch bei Google Books kann man (eingeschränkt) auf bestimmte Seiten eines Buches verlinken, die dann vollständig angezeigt werden, sofern der Verlag dem zugestimmt hat. Beispiel: Wozu noch Journalismus – Seite 93.
    Wie wird bei Sachbüchern die Beliebtheit gemessen? Wähle ich mein Sachbuch aufgrund des Diskussionslevels eines Twitter-Shitstorms aus?

Lustig auch, wie er in manchen Medien über die “geschlossenen Konzepte” der Mitbewerber, insbesondere natürlich Amazon herzieht. Das ist aber nur teilweise wahr: Es stimmt, dass die meisten der bei Amazon gekauften Bücher einen Kopierschutz (DRM) haben, der zwar technisch einfach umgangen werden kann, was aber nicht in jedem Land legal ist. Falsch ist jedoch seine Aussage, Amazon kontrolliere, was auf Kunden auf ihrem Kindle lesen. Ohne Hacks kann wirklich jeder PC-Nutzer dort Bücher aus allen möglichen Quellen lesen (am einfachsten geht das mit Calibre).

Wie offen sobooks ist und ob ich dort auch Bücher aus anderen Quellen (z.B. selbst konvertierte Creative Commons oder gemeinfreie Werke) im Browser lesen können werde, wird sich zeigen, sobald das Projekt die geschlossene Betaphase verlassen hat. Vielleicht lebt sobooks ja als bessere Buchvorschau ausgewählter Verlage auf und bietet dann Kauf-Links zu Apple, Amazon & Co…

Was haltet ihr von dem Projekt? Könnt ihr euch vorstellen, längere Texte künftig am Notebook zu lesen?

Gadget: Pico Projector Rollei Innocube IC200T

12. April 2013 1 Kommentar

Rollei Innocube Pico BeamerDinge, die klein genug sind, um sie immer in der Tasche dabei zu haben, üben auf viele Menschen eine besondere Anziehungskraft aus – ich nehme mich da natürlich nicht aus.

Ein Gadget, das es seit Kurzem in meinen Messenger-Bag geschafft hat, ist ein winzig kleiner Beamer von Rollei. Die technischen Daten sind beeindruckend: das Gehäuse aus Aluminium ist würfelförmig und kommt mit einer Seitenlänge von nur etwa 4,5 Zentimetern aus. Neben dem Akku, der laut Hersteller 2 Stunden halten soll (einen Wert, den ich im Test nicht ganz erreichen konnte) ist in dem Gehäuse auch Platz für eine lichtstarke LED, die das Bild mit 35 ANSI Lumen an die Wand wirft, und einen Lautsprecher. Das Gerät wiegt nur 129 Gramm.

Lieferumfang, Anschlüsse & Adapter

Der Innocube IC200T verfügt über zwei Eingänge: Micro-USB zum Laden sowie Micro HDMI für die Übertragung von Bildsignalen. Um den Anschluss zu erleichtern, legt der Hersteller einen MHL-Adapter (für viele moderne Smartphones) sowie ein HDMI-auf-Micro HDMI Kabel bei, das zum Anschluss an viele Notebooks genutzt werden kann. Für MacBooks, iPads und Geräte mit Micro HDMI Ausgang müssen jeweils noch Adapter bzw. passende Kabel besorgt werden – sofern nicht bereits vorhanden.

Ansonsten ist neben dem Würfel als solches und obligatorischem “Papierkram” auch noch ein Ladegerät mit in der Box.

Rollei Innocube Lieferumfang

Nutzungsszenarien

Ich habe den Innocube derzeit überwiegend in zwei Szenarios im Einsatz: zum einen für die Uni – natürlich nicht für Vorlesungen, sondern für Gruppenbesprechungen und Lerngruppen. Dank des Pico Projektors verwandle ich beinahe jede Wand in eine Präsentations-Fläche für Unterlagen oder in ein Whiteboard, wenn auf dem Tablet skizziert wird. Denn sobald drei oder mehr Personen versammelt sind, ist ein (Notebook-) Bildschirm einfach keine brauchbare Lösung mehr.

Zum anderen kam er in letzter Zeit immer häufiger fürs Heimkino-Feeling im Schlafzimmer zum Tragen: Am Kopfende des Bettes platziert wirft der Rollei Projektor ein etwa 1,50m breites Bild an die Decke. Noch bequemer lässt sich die Lieblings-Serie kaum genießen, oder?

Rollei Innocube Pico Beamer iPad und Mini Projektor

Die VGA-Auflösung im 4:3 Format ist für beide Fälle ausreichend.

Im Einsatz

Hat man im Raum für gedämpftes Licht gesorgt, kann es losgehen. Direkte Sonneneintrahlung verträgt sich erwartungsgemäß nicht mit einem Beamer – Texte lassen sich jedoch (abhängig von der Distanz zur Wand) bereits bei Bewölkung gut ablesen. Für einen Film empfehle ich jedoch, die Rollos runter zu lassen, damit schwarze Szenen dann auch tatsächlich schwarz sind. Ganz ohne Lüfter kommt der Innocube nicht aus – bei normalen Umgebungsgeräuschen nimmt man ihn kaum wahr, in leisen Filmszenen möglicherweise schon.

Die folgende Abbildung zeigt den Innocube IC200T im Einsatz bei gemäßigtem Tageslicht (8 Uhr morgens, bewölkt) mit angeschlossenem Smartphone. Natürlich ist das Szenario mit der Rauhfasertapete denkbar schlecht geeignet, aber die Lichtstärke wird dennoch ersichtlich.

Rollei Pico Projekt bei Tageslicht

Letztlich muss ich konstatieren, dass dieses kleine Gerät eine große Bereicherung für meine Technik-Sammlung ist. Der Mehrwert ergibt sich aus den winzigen Abmessungen und dem kaum spürbaren Gewicht, die es erlauben, den Beamer jeden Tag griffbereit dabei zu haben.

Links

Übrigens veranstaltet Rollei auf Facebook auch diverse Gewinnspiele. Wer sich also für Fotografie oder das Drehen von Sport-/Actionfilmen interessiert, sollte sich diese Links näher ansehen.

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Am 30. Januar startet BlackBerry 10

22. Januar 2013 Keine Kommentare

phonesIch möchte mich an dieser Stelle nicht dem Chor der “BlackBerry ist tot.” Sänger anschließen. Der kanadische Hersteller RIM hat seit jeher einiges richtig gemacht. Mit keinem anderen Gerät kann und konnte man so schnell und effizient kommunizieren. Mit wenigen Tastendrücken war alles erledigt, oft bevor man mit anderen mobile Betriebssystemen die entsprechenden Apps gestartet hatte. Man vergleiche dazu auch meinen Artikel von der CeBIT 2011.

Doch das Betriebssystem wirkte einfach altbacken, gerade im Vergleich zu den Full-Touch-Devices der anderen Hersteller. Die App-Auswahl war eher mau, oft teuer und von mäßiger Qualität. Für viele User darüber hinaus ein no-go: die Geräte mussten sich über einen speziellen und in Deutschland in der Regel nur gegen Aufpreis erhältlichen Datentarif (BIS) mit dem Internet verbinden. Ein “normaler” Internet-Tarif, wie in allen Smartphone Tarifen enthalten, reichte zwar zum Surfen, ermöglichte aber keine Kommunikation per E-Mail oder dem Instant Messenger BBM. Während ich der Firmenlösung (BES) ihre Daseinsberechtigung nicht absprechen möchte, werden mir Informatiker wohl zustimmen, dass die BIS-Vorteile Verschlüsselung und Komprimierung heutzutage keine mehr sind: Beim BIS laufen alle Nachrichten über einen zentralen Server (auf den Regierungen auf Wunsch Zugriff erhalten), die Verbindung dorthin ist verschlüsselt. Wenn nun das BIS Rechenzentrum Probleme hat (mehrfach auch in Europa geschehen), kommen gar keine Mails mehr an. Und sicherer als eine SSL-verschlüsselte End-to-End Verbindung zum selbst-gehosteten E-Mail-Server ist das natürlich auch nicht. Das zweite BIS-Verkaufsargument, nämlich die starke Kompression, zieht heutzutage bei schnellen Verbindungen, riesigen Inklusiv-Volumina und/oder Flatrates auch nicht mehr wirklich.

Ende 2010 begann RIM Experimente mit einem neuen Betriebssystem, basierend auf der Firmenübernahme von QNX, Hersteller eines RTOS, das unter anderem in Autos, Kraftwerken & Co zum Einsatz kommt. Erstes Produkt war Tablet OS, installiert auf dem eher mäßig erfolgreichen PlayBook 7″ Tablet. Leider, denn spätestens mit dem Update auf OS 2.0 wurde auch die zuvor schimpfende Presse besänftigt. Aber es war zugegebenermaßen auch nicht sonderlich klug von BlackBerry, das Gerät anfangs “unfertig” ohne eigenständige PIM (E-Mail, Kalender, Kontakte) Apps auszuliefern… Aber nicht nur das: die verfügbaren Apps waren (in Ermangelung von UI Guidelines) oft unschön anzusehen und die Anzahl mit wenigen tausend mehr als überschaubar. Viel schlimmer war: es fehlten die “Großen”.

Zwei Jahre später – Januar 2013

BlackBerry WorldThorsten Heins (von den Nordamerikanischen Fans oft einfach nur “Thor” genannt) hat vor einem Jahr das Ruder beim RIM übernommen. Der deutsche Manager wirkt an der Firmenspitze sympathisch, vielleicht gerade weil er nicht der geborene (Selbst-)Verkäufer ist. Seine Vorgänger, RIMs Firmengründer Jim Balsillie und Mike Lazaridis wirkten gerade zum Schluss etwas “festgefahren”.

Es kommt BlackBerry 10 und löst alle Vorgänger ab. BlackBerry 10 basiert auf QNX, macht aber vieles besser als Tablet OS und einiges besser als Google und Apple. Als App-Entwickler wurde mir seit Juni 2012 ein Entwicklungs-Gerät (Dev Alpha) zur Verfügung gestellt, mit dem sich etliche Features bereits testen ließen. Eine der von mit eingereichten Apps ist XRMT – eine Fernsteuerung für XBMC.

Ich muss vorweg schicken, dass BlackBerry sich mit BB10 treu bleibt. Schnelle Kommunikation steht weiterhin im Mittelpunkt, denn egal wo man gerade im System steckt: die Nachrichtenzentrale (BlackBerry Hub) ist nie mehr als einen Swipe entfernt:

Sehr schön gelöst ist auch die virtuelle Tastatur. Während 2013 noch mindestens ein Modell mit Hardware-Keyboard folgt, wird das erste Telefon, vermutlich BlackBerry Z10 genannt, ein Full-Touch-Device – völlig ohne Knöpfe auf der Vorderseite – sein. Gerade weil BlackBerry-User aber an ein gutes Schreiberlebnis gewöhnt sind, wurde unter anderem Technologie von TouchType (Hersteller von SwiftKey) eingekauft, die ein schnelles Tippen ermöglicht – auch in mehreren Sprachen gleichzeitig ohne manuelles Umstellen.

Aber auch an den anderen Schrauben wurde mächtig gedreht: so erreicht der (Webkit-basierte) Browser einen Spitzenwert  bei den gängigen HTML5 Tests und schlägt bei der Geschwindigkeit zumindest die mobilen Kontrahenten. Die “App World” wurde in “BlackBerry World” umbenannt und soll neben Filme und Musik auch eine erstaunlich hohe Anzahl Apps enthalten. Angesagt sind zum Launch >70.000 Apps, darunter befinden sich 90% der Top-600 Apps anderer Plattformen.

Auch technisch ist man mit dem Z10 auf Höhe der Zeit angekommen: NFC (samt Mobile Payments), LTE, 1,5 GHz Dual-Core CPU, 2GB RAM, per MicroSD erweiterbarer Speicher (16 GB on-board).

Ein schönes (vermutlich gegen irgendwelche NDA-Bestimmungen verstoßendes – siehe die 4x abgeklebte Seriennummer) Video habe ich bei telekom-presse.at gefunden:

Ich bin jedenfalls gespannt, welche Überraschungen RIM nächste Woche aus dem Hut zaubert und natürlich auf die finale Hardware. Sofern die einen Bericht wert ist, lest ihr selbstverständlich hier darüber…

Heimautomatisierung mit RWE SmartHome

7. Dezember 2012 Keine Kommentare

Eine schöne amerikanische Tradition, die in den letzten Jahren immer stärker auch zu uns rüber-schwappt, ist der Black Friday. Traditionell lassen sich an diesem Tag nach Thanksgiving besonders gute Schnäppchen machen.

Dieses Jahr war eins der von mir ergatterten Schnäppchen mein Einstieg in die Heimautomatisierung. RWE verkaufte an diesem “Smart Friday” genannten Tag das Starterset mit Basisstation und je einem Heizungsthermostat und einem Zwischenstecker für 99€ (statt 278,90€). Bei den Erweiterungs-Sets war drei zum Preis von einem angesagt.

Heimautomatisierung – worum geht es dabei eigentlich? Mir in erster Linie natürlich um die technische Spielerei. Entsprechende Lösungen erlauben es, Lampen, Heizungen und quasi beliebige elektrische Geräte mit dem Handy fernzusteuern. Oder eben “intelligent” zu automatisieren. Zum Beispiel indem man die Bad-Heizung nur zu bestimmten Stunden laufen lässt. Warum sollte es im Schlafzimmer den ganzen Tag warm sein, wenn ohnehin niemand zu Hause ist? Hier kommt also auch noch der Energiesparaspekt zum Tragen. Natürlich leisten die meisten Anlagen, RWE SmartHome eingeschlossen, viel mehr. Durch die Kombination mit weiteren Sensoren (Wandschaltern, Bewegungsmeldern, Tür- und Fenster-Sensoren, Rauchmeldern, Wandthermostaten, etc.) lässt sich der Komfort weiter steigern. Beispiele hierfür sind in Abhängigkeit von der Helligkeit automatisch öffnende und schließende Rolläden oder das durch Bewegung ausgelöste Ganglicht nachts. Aber natürlich sind auch Sicherheits-Szenarios möglich – SmartHome versendet auf Wunsch und gegen Aufpreis Kurznachrichten (SMS) und E-Mails.

Meine initiale Konfiguration

  • SmartHome Zentrale
  • 4 Heizungsthermostate (Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche, Bad)
  • 2 Zwischenstecker für diverse in der Wohnung verteilte (Steh-) Lampen
Bereits eingeplant ist die Erweiterung für ein weiteres Heizkörperthermostat, die Fernsteuerung weiterer Lampen und einige Wandschalter zur bequemen Auslösung von Aktionen.
  

Installation

Trotz kürzlicher Hausrenovierung habe ich mich mit Heizungen nie selbst auseinander gesetzt. Umso überraschter war ich über die Einfachheit des Vorgehens. Völlig ohne Werkzeug lässt sich das bisherige Thermostat durch das neue austauschen. Einfach das analoge im Uhrzeigersinn drehen (auf 0 stellen) und anschließend die metallene Schraube dahinter lösen. Der deutlich klobigere Ersatz wird dann an selbiger Stelle wieder angeschraubt. Je Heizkörper war das ein Aufwand von weniger als einer Minute.

Mit den Zwischensteckern verhält es sich ähnlich – diese werden einfach zwischen die Steckdose und den zu schaltenden Verbraucher geklemmt. Leider sind die Stecker arg groß bemessen und verschwenden so je nach Steckdosen-Situation zwei Plätze.

Ich habe anschließend die Erstkonfiguration vorgenommen. Das funktioniert nur per Silverlight (sic!) Browser-Plugin, ist aber ziemlich simpel: Die voreingestellten Räume kann man nach Belieben bearbeiten und dann Raum für Raum die SmartHome-Komponenten in den Suchmodus versetzen (einfach kurz den Knopf drücken). Zu guter Letzt lassen sich Profile anlegen, zum Beispiel zeitbasierte, die sich darum kümmern, welche Temperatur in welchem Raum zu welcher Zeit herrschen soll (ggf. auch für jeden Wochentag gesondert). Auch Ereignis-basierte Profile sind möglich, die durch “Auslöser” (z.B. Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Bewegung) betätigt werden. Für “Profis” gibt es Logik-Profile, die komplexere Steuerungsabläufe erlauben.

 

Steuerung

Neben Silverlight im Browser gibt es zur reinen Steuerung auch eine HTML5-Version, die alle modernen Handys zur Wohnungs-Fernbedienung macht. Speziell und ausschließlich für das iPad gibt es auch eine App, die allerdings nicht viel mehr als ein Wrapper um die HTML5-Seite zu sein scheint.

Fazit

RWE SmartHome ist eine Einsteiger-freundliche Lösung, die sich leicht installieren und einrichten lässt. Die Preise der Hardware sind im Großen und Ganzen okay. Im Laufe einiger Jahre kann man die Anschaffungskosten vermutlich durch Einsparungen bei den Elektro- und Gas/Öl-Rechnungen und den zusätzlichen Komfort rechtfertigen.

Nachbessern muss der Hersteller allerdings noch beim Kundenservice: Auf meine drei Anfragen per E-Mail kam bisher ausser der automatischen Bestätigung keine Antwort zurück. Als Informatiker stößt mir die Silverlight-Oberfläche übel auf, ausserdem fehlt bisher die Möglichkeit, per Programmier-Interface (API) auch andere Sensoren (bspw. Arduino-Sensoren oder mein Smartphone) einbinden zu können.

Links

Tablet Shootout: Win8 vs iOS vs Android vs TabletOS

3. September 2012 Keine Kommentare

Kein Mensch braucht 4 Tablets. Naja, nur wenige. Entwickler und so…

Jedenfalls habe ich heute einen lange gehegten Plan umgesetzt und die vier Tablet Betriebssysteme mal im Direktvergleich gezeigt:

  • Android (4.0 auf einem HP Touchpad),
  • iOS (5.1.1 auf einem iPad, 3. Generation),
  • Tablet OS (auf einem BlackBerry PlayBook) und
  • Windows 8 Pro auf einem Intel Prototypen (ExoPC)

Absichtlich habe ich dabei keine Wertung vorgenommen, sondern zeige eher, dass für viele Szenarien das Betriebssystem eine eher untergeordnete Rolle spielt.

Hier das Video bei YouTube:

Wenn eurer Meinung nach ein wichtiger Aspekt fehlt oder ich ein spezielles Szenario auf den Geräten vergleichen soll, hinterlasst einfach einen Kommentar.