Gadget: Pico Projector Rollei Innocube IC200T

12. April 2013 Keine Kommentare

Rollei Innocube Pico BeamerDinge, die klein genug sind, um sie immer in der Tasche dabei zu haben, üben auf viele Menschen eine besondere Anziehungskraft aus – ich nehme mich da natürlich nicht aus.

Ein Gadget, das es seit Kurzem in meinen Messenger-Bag geschafft hat, ist ein winzig kleiner Beamer von Rollei. Die technischen Daten sind beeindruckend: das Gehäuse aus Aluminium ist würfelförmig und kommt mit einer Seitenlänge von nur etwa 4,5 Zentimetern aus. Neben dem Akku, der laut Hersteller 2 Stunden halten soll (einen Wert, den ich im Test nicht ganz erreichen konnte) ist in dem Gehäuse auch Platz für eine lichtstarke LED, die das Bild mit 35 ANSI Lumen an die Wand wirft, und einen Lautsprecher. Das Gerät wiegt nur 129 Gramm.

Lieferumfang, Anschlüsse & Adapter

Der Innocube IC200T verfügt über zwei Eingänge: Micro-USB zum Laden sowie Micro HDMI für die Übertragung von Bildsignalen. Um den Anschluss zu erleichtern, legt der Hersteller einen MHL-Adapter (für viele moderne Smartphones) sowie ein HDMI-auf-Micro HDMI Kabel bei, das zum Anschluss an viele Notebooks genutzt werden kann. Für MacBooks, iPads und Geräte mit Micro HDMI Ausgang müssen jeweils noch Adapter bzw. passende Kabel besorgt werden – sofern nicht bereits vorhanden.

Ansonsten ist neben dem Würfel als solches und obligatorischem “Papierkram” auch noch ein Ladegerät mit in der Box.

Rollei Innocube Lieferumfang

Nutzungsszenarien

Ich habe den Innocube derzeit überwiegend in zwei Szenarios im Einsatz: zum einen für die Uni – natürlich nicht für Vorlesungen, sondern für Gruppenbesprechungen und Lerngruppen. Dank des Pico Projektors verwandle ich beinahe jede Wand in eine Präsentations-Fläche für Unterlagen oder in ein Whiteboard, wenn auf dem Tablet skizziert wird. Denn sobald drei oder mehr Personen versammelt sind, ist ein (Notebook-) Bildschirm einfach keine brauchbare Lösung mehr.

Zum anderen kam er in letzter Zeit immer häufiger fürs Heimkino-Feeling im Schlafzimmer zum Tragen: Am Kopfende des Bettes platziert wirft der Rollei Projektor ein etwa 1,50m breites Bild an die Decke. Noch bequemer lässt sich die Lieblings-Serie kaum genießen, oder?

Rollei Innocube Pico Beamer iPad und Mini Projektor

Die VGA-Auflösung im 4:3 Format ist für beide Fälle ausreichend.

Im Einsatz

Hat man im Raum für gedämpftes Licht gesorgt, kann es losgehen. Direkte Sonneneintrahlung verträgt sich erwartungsgemäß nicht mit einem Beamer – Texte lassen sich jedoch (abhängig von der Distanz zur Wand) bereits bei Bewölkung gut ablesen. Für einen Film empfehle ich jedoch, die Rollos runter zu lassen, damit schwarze Szenen dann auch tatsächlich schwarz sind. Ganz ohne Lüfter kommt der Innocube nicht aus – bei normalen Umgebungsgeräuschen nimmt man ihn kaum wahr, in leisen Filmszenen möglicherweise schon.

Die folgende Abbildung zeigt den Innocube IC200T im Einsatz bei gemäßigtem Tageslicht (8 Uhr morgens, bewölkt) mit angeschlossenem Smartphone. Natürlich ist das Szenario mit der Rauhfasertapete denkbar schlecht geeignet, aber die Lichtstärke wird dennoch ersichtlich.

Rollei Pico Projekt bei Tageslicht

Letztlich muss ich konstatieren, dass dieses kleine Gerät eine große Bereicherung für meine Technik-Sammlung ist. Der Mehrwert ergibt sich aus den winzigen Abmessungen und dem kaum spürbaren Gewicht, die es erlauben, den Beamer jeden Tag griffbereit dabei zu haben.

Links

Übrigens veranstaltet Rollei auf Facebook auch diverse Gewinnspiele. Wer sich also für Fotografie oder das Drehen von Sport-/Actionfilmen interessiert, sollte sich diese Links näher ansehen.

Blog Marketing Blog-Marketing ad by hallimash

Am 30. Januar startet BlackBerry 10

22. Januar 2013 Keine Kommentare

phonesIch möchte mich an dieser Stelle nicht dem Chor der “BlackBerry ist tot.” Sänger anschließen. Der kanadische Hersteller RIM hat seit jeher einiges richtig gemacht. Mit keinem anderen Gerät kann und konnte man so schnell und effizient kommunizieren. Mit wenigen Tastendrücken war alles erledigt, oft bevor man mit anderen mobile Betriebssystemen die entsprechenden Apps gestartet hatte. Man vergleiche dazu auch meinen Artikel von der CeBIT 2011.

Doch das Betriebssystem wirkte einfach altbacken, gerade im Vergleich zu den Full-Touch-Devices der anderen Hersteller. Die App-Auswahl war eher mau, oft teuer und von mäßiger Qualität. Für viele User darüber hinaus ein no-go: die Geräte mussten sich über einen speziellen und in Deutschland in der Regel nur gegen Aufpreis erhältlichen Datentarif (BIS) mit dem Internet verbinden. Ein “normaler” Internet-Tarif, wie in allen Smartphone Tarifen enthalten, reichte zwar zum Surfen, ermöglichte aber keine Kommunikation per E-Mail oder dem Instant Messenger BBM. Während ich der Firmenlösung (BES) ihre Daseinsberechtigung nicht absprechen möchte, werden mir Informatiker wohl zustimmen, dass die BIS-Vorteile Verschlüsselung und Komprimierung heutzutage keine mehr sind: Beim BIS laufen alle Nachrichten über einen zentralen Server (auf den Regierungen auf Wunsch Zugriff erhalten), die Verbindung dorthin ist verschlüsselt. Wenn nun das BIS Rechenzentrum Probleme hat (mehrfach auch in Europa geschehen), kommen gar keine Mails mehr an. Und sicherer als eine SSL-verschlüsselte End-to-End Verbindung zum selbst-gehosteten E-Mail-Server ist das natürlich auch nicht. Das zweite BIS-Verkaufsargument, nämlich die starke Kompression, zieht heutzutage bei schnellen Verbindungen, riesigen Inklusiv-Volumina und/oder Flatrates auch nicht mehr wirklich.

Ende 2010 begann RIM Experimente mit einem neuen Betriebssystem, basierend auf der Firmenübernahme von QNX, Hersteller eines RTOS, das unter anderem in Autos, Kraftwerken & Co zum Einsatz kommt. Erstes Produkt war Tablet OS, installiert auf dem eher mäßig erfolgreichen PlayBook 7″ Tablet. Leider, denn spätestens mit dem Update auf OS 2.0 wurde auch die zuvor schimpfende Presse besänftigt. Aber es war zugegebenermaßen auch nicht sonderlich klug von BlackBerry, das Gerät anfangs “unfertig” ohne eigenständige PIM (E-Mail, Kalender, Kontakte) Apps auszuliefern… Aber nicht nur das: die verfügbaren Apps waren (in Ermangelung von UI Guidelines) oft unschön anzusehen und die Anzahl mit wenigen tausend mehr als überschaubar. Viel schlimmer war: es fehlten die “Großen”.

Zwei Jahre später – Januar 2013

BlackBerry WorldThorsten Heins (von den Nordamerikanischen Fans oft einfach nur “Thor” genannt) hat vor einem Jahr das Ruder beim RIM übernommen. Der deutsche Manager wirkt an der Firmenspitze sympathisch, vielleicht gerade weil er nicht der geborene (Selbst-)Verkäufer ist. Seine Vorgänger, RIMs Firmengründer Jim Balsillie und Mike Lazaridis wirkten gerade zum Schluss etwas “festgefahren”.

Es kommt BlackBerry 10 und löst alle Vorgänger ab. BlackBerry 10 basiert auf QNX, macht aber vieles besser als Tablet OS und einiges besser als Google und Apple. Als App-Entwickler wurde mir seit Juni 2012 ein Entwicklungs-Gerät (Dev Alpha) zur Verfügung gestellt, mit dem sich etliche Features bereits testen ließen. Eine der von mit eingereichten Apps ist XRMT – eine Fernsteuerung für XBMC.

Ich muss vorweg schicken, dass BlackBerry sich mit BB10 treu bleibt. Schnelle Kommunikation steht weiterhin im Mittelpunkt, denn egal wo man gerade im System steckt: die Nachrichtenzentrale (BlackBerry Hub) ist nie mehr als einen Swipe entfernt:

Sehr schön gelöst ist auch die virtuelle Tastatur. Während 2013 noch mindestens ein Modell mit Hardware-Keyboard folgt, wird das erste Telefon, vermutlich BlackBerry Z10 genannt, ein Full-Touch-Device – völlig ohne Knöpfe auf der Vorderseite – sein. Gerade weil BlackBerry-User aber an ein gutes Schreiberlebnis gewöhnt sind, wurde unter anderem Technologie von TouchType (Hersteller von SwiftKey) eingekauft, die ein schnelles Tippen ermöglicht – auch in mehreren Sprachen gleichzeitig ohne manuelles Umstellen.

Aber auch an den anderen Schrauben wurde mächtig gedreht: so erreicht der (Webkit-basierte) Browser einen Spitzenwert  bei den gängigen HTML5 Tests und schlägt bei der Geschwindigkeit zumindest die mobilen Kontrahenten. Die “App World” wurde in “BlackBerry World” umbenannt und soll neben Filme und Musik auch eine erstaunlich hohe Anzahl Apps enthalten. Angesagt sind zum Launch >70.000 Apps, darunter befinden sich 90% der Top-600 Apps anderer Plattformen.

Auch technisch ist man mit dem Z10 auf Höhe der Zeit angekommen: NFC (samt Mobile Payments), LTE, 1,5 GHz Dual-Core CPU, 2GB RAM, per MicroSD erweiterbarer Speicher (16 GB on-board).

Ein schönes (vermutlich gegen irgendwelche NDA-Bestimmungen verstoßendes – siehe die 4x abgeklebte Seriennummer) Video habe ich bei telekom-presse.at gefunden:

Ich bin jedenfalls gespannt, welche Überraschungen RIM nächste Woche aus dem Hut zaubert und natürlich auf die finale Hardware. Sofern die einen Bericht wert ist, lest ihr selbstverständlich hier darüber…

MFT Therapist San Francisco: Katie Cofer

Heimautomatisierung mit RWE SmartHome

7. Dezember 2012 Keine Kommentare

Eine schöne amerikanische Tradition, die in den letzten Jahren immer stärker auch zu uns rüber-schwappt, ist der Black Friday. Traditionell lassen sich an diesem Tag nach Thanksgiving besonders gute Schnäppchen machen.

Dieses Jahr war eins der von mir ergatterten Schnäppchen mein Einstieg in die Heimautomatisierung. RWE verkaufte an diesem “Smart Friday” genannten Tag das Starterset mit Basisstation und je einem Heizungsthermostat und einem Zwischenstecker für 99€ (statt 278,90€). Bei den Erweiterungs-Sets war drei zum Preis von einem angesagt.

Heimautomatisierung – worum geht es dabei eigentlich? Mir in erster Linie natürlich um die technische Spielerei. Entsprechende Lösungen erlauben es, Lampen, Heizungen und quasi beliebige elektrische Geräte mit dem Handy fernzusteuern. Oder eben “intelligent” zu automatisieren. Zum Beispiel indem man die Bad-Heizung nur zu bestimmten Stunden laufen lässt. Warum sollte es im Schlafzimmer den ganzen Tag warm sein, wenn ohnehin niemand zu Hause ist? Hier kommt also auch noch der Energiesparaspekt zum Tragen. Natürlich leisten die meisten Anlagen, RWE SmartHome eingeschlossen, viel mehr. Durch die Kombination mit weiteren Sensoren (Wandschaltern, Bewegungsmeldern, Tür- und Fenster-Sensoren, Rauchmeldern, Wandthermostaten, etc.) lässt sich der Komfort weiter steigern. Beispiele hierfür sind in Abhängigkeit von der Helligkeit automatisch öffnende und schließende Rolläden oder das durch Bewegung ausgelöste Ganglicht nachts. Aber natürlich sind auch Sicherheits-Szenarios möglich – SmartHome versendet auf Wunsch und gegen Aufpreis Kurznachrichten (SMS) und E-Mails.

Meine initiale Konfiguration

  • SmartHome Zentrale
  • 4 Heizungsthermostate (Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche, Bad)
  • 2 Zwischenstecker für diverse in der Wohnung verteilte (Steh-) Lampen
Bereits eingeplant ist die Erweiterung für ein weiteres Heizkörperthermostat, die Fernsteuerung weiterer Lampen und einige Wandschalter zur bequemen Auslösung von Aktionen.
  

Installation

Trotz kürzlicher Hausrenovierung habe ich mich mit Heizungen nie selbst auseinander gesetzt. Umso überraschter war ich über die Einfachheit des Vorgehens. Völlig ohne Werkzeug lässt sich das bisherige Thermostat durch das neue austauschen. Einfach das analoge im Uhrzeigersinn drehen (auf 0 stellen) und anschließend die metallene Schraube dahinter lösen. Der deutlich klobigere Ersatz wird dann an selbiger Stelle wieder angeschraubt. Je Heizkörper war das ein Aufwand von weniger als einer Minute.

Mit den Zwischensteckern verhält es sich ähnlich – diese werden einfach zwischen die Steckdose und den zu schaltenden Verbraucher geklemmt. Leider sind die Stecker arg groß bemessen und verschwenden so je nach Steckdosen-Situation zwei Plätze.

Ich habe anschließend die Erstkonfiguration vorgenommen. Das funktioniert nur per Silverlight (sic!) Browser-Plugin, ist aber ziemlich simpel: Die voreingestellten Räume kann man nach Belieben bearbeiten und dann Raum für Raum die SmartHome-Komponenten in den Suchmodus versetzen (einfach kurz den Knopf drücken). Zu guter Letzt lassen sich Profile anlegen, zum Beispiel zeitbasierte, die sich darum kümmern, welche Temperatur in welchem Raum zu welcher Zeit herrschen soll (ggf. auch für jeden Wochentag gesondert). Auch Ereignis-basierte Profile sind möglich, die durch “Auslöser” (z.B. Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Bewegung) betätigt werden. Für “Profis” gibt es Logik-Profile, die komplexere Steuerungsabläufe erlauben.

 

Steuerung

Neben Silverlight im Browser gibt es zur reinen Steuerung auch eine HTML5-Version, die alle modernen Handys zur Wohnungs-Fernbedienung macht. Speziell und ausschließlich für das iPad gibt es auch eine App, die allerdings nicht viel mehr als ein Wrapper um die HTML5-Seite zu sein scheint.

Fazit

RWE SmartHome ist eine Einsteiger-freundliche Lösung, die sich leicht installieren und einrichten lässt. Die Preise der Hardware sind im Großen und Ganzen okay. Im Laufe einiger Jahre kann man die Anschaffungskosten vermutlich durch Einsparungen bei den Elektro- und Gas/Öl-Rechnungen und den zusätzlichen Komfort rechtfertigen.

Nachbessern muss der Hersteller allerdings noch beim Kundenservice: Auf meine drei Anfragen per E-Mail kam bisher ausser der automatischen Bestätigung keine Antwort zurück. Als Informatiker stößt mir die Silverlight-Oberfläche übel auf, ausserdem fehlt bisher die Möglichkeit, per Programmier-Interface (API) auch andere Sensoren (bspw. Arduino-Sensoren oder mein Smartphone) einbinden zu können.

Links

Tablet Shootout: Win8 vs iOS vs Android vs TabletOS

3. September 2012 Keine Kommentare

Kein Mensch braucht 4 Tablets. Naja, nur wenige. Entwickler und so…

Jedenfalls habe ich heute einen lange gehegten Plan umgesetzt und die vier Tablet Betriebssysteme mal im Direktvergleich gezeigt:

  • Android (4.0 auf einem HP Touchpad),
  • iOS (5.1.1 auf einem iPad, 3. Generation),
  • Tablet OS (auf einem BlackBerry PlayBook) und
  • Windows 8 Pro auf einem Intel Prototypen (ExoPC)

Absichtlich habe ich dabei keine Wertung vorgenommen, sondern zeige eher, dass für viele Szenarien das Betriebssystem eine eher untergeordnete Rolle spielt.

Hier das Video bei YouTube:

Wenn eurer Meinung nach ein wichtiger Aspekt fehlt oder ich ein spezielles Szenario auf den Geräten vergleichen soll, hinterlasst einfach einen Kommentar.

Online-Shopping – jetzt auch Brillen? Mein Erfahrungsbericht.

21. August 2012 Keine Kommentare

Sebastian Stiffel PortraitNachdem meine alte Brille noch aus Münchner Zeiten stammt und auf meiner Großbaustelle zu viel Schaden genommen hat, sollte eine neue her.

Also bin ich hochmotiviert an einem Freitag Mittag in die nahe gelegene Apollo Filiale marschiert. Ein Mitarbeiter war mir bei der Auswahl der Gestelle behilflich, wenn auch nicht über-motiviert. Zum Beispiel verneinte er meine Rückfrage, ob das gewünschte Gestell auch in anderen Farben als giftgrün verfügbar sei, was sich später als falsch herausstellte.

Da es auf die zweite Brille (aka Sonnenbrille) einen ordentlichen Rabatt geben sollte, suchte ich mir also auch noch eine Sonnenbrille aus.

Dann kurz die Augen vermessen: Den Hauptteil der Messungen übernimmt ja heutzutage ein Computer, der vollautomatisch Ergebnisse ausspuckt. Danach noch im Nebenraum mit einem monströsen Gerät die Ergebnisse überprüfen/verfeinern. Alles in allem dauerte der Vorgang keine 10 Minuten.

Mit dem Resultat und meinen Wunsch-(Marken-)Gestellen vor sich, fängt der Verkäufer an, wie wild im Computer rumzutippen. Es geht um die Auswahl der Gläser. Nach einem Informationsgespräch über Gläserqualitäten, -dicken und -veredelungen entscheide ich mich für die dünnsten verfügbaren Marken”gläser” aus Kunststoff (1,67er Brechungsindex).

Der Preis, der dann auf dem Bildschirm erscheint, ist so hoch, dass ich ihn schon verdrängt habe. Nach einigen Tricks, z.B. mir eine (nicht vorhandene) ADAC Mitgliedschaft anzurechnen, kommt ein Endpreis von ca. 850€ heraus. Meiner Meinung nach besonders frech: zuzüglich knapp 10€ für den Sehtest.

Das bin ich nicht bereit zu zahlen. Also kurz die Modellnummern und Messwerte abfotografiert und nett verabschiedet.

Also online…

SmartBuyGlasses LogoIm Internet tummeln sich ja mittlerweile diverse Online-Optiker. Am bekanntesten wohl der Berliner Anbieter Mister Spex. Eine Übersicht der gängisten Anbieter hat BrillenOnline.org. Nach einem “schnellen” Preisvergleich entschied ich mich für die Bestellung bei SmartBuyGlasses, einem Anbieter aus Hong Kong.

Dort gab es mein Gestell in 6 Farben. Und schickere Alternativen für Sonnenbrillen. Ich wählte nach Eingabe meiner Daten - Sphäre, Zylinder, Achse und Augenabstand für beide Augen getrennt - die Markengläser (Essilor High Index 1,67), wobei die sonst gerne als Extra verkauften Veredelungen (Härtung, Entspiegelung, UV-Schutz) in jedem Fall bereits inklusive sind. Der Versand ist kostenlos und beide Brillen kosteten mich zusammen hier weniger als 400€ - versandkostenfrei.

Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Die Brillen, deren Fassung sich schon im SmartBuyGlasses Lager befand, wurde mir nach 10 Tagen zugestellt. Die andere dauerte ein paar Tage länger. Im Paket befand sich jeweils neben der Brille und allem Originalzubehör (Karton, Etui, Reinigungstuch, ungeschliffene Verkaufsgläser) des Gestellherstellers auch ein nettes Pflegeset (samt Mini-Schraubenziehern für ggf. nötige Anpassungen).

Electric Sonnenbrille SmartBuyGlasses Zubehör

Wäre ich nicht zufrieden gewesen, hätte ich die Brillen innerhalb von 100 Tagen zurück schicken können. Der Shop bietet zusätzlich eine 24 Monate Garantie.

Campus Party Europe mit “interessanten” Teilnahmebedingungen

28. Juli 2012 Keine Kommentare

Campus Party Europe BerlinDas großspurig als “biggest electronic entertainment event in the world” beworbene Event kommt vom 21. bis 26. August erstmals nach Deutschland. Berlin Tempelhof, um genau zu sein.

Das ist schön.

Weniger schön finde ich die Teilnahmebedingungen (Terms & Conditions), die statt der angekündigten “truly unique environment” bei den meisten Geeks eher für Missfallen sorgen dürften.

Ein paar Highlights gefällig?

  1. Echtnamenspflicht, sonst kein Einlass (§8, 4)
  2. Foto Upload erforderlich für Camping Area (§4, 1)
  3. kein Konsum oder Transport von Alkohol auf dem gesamten Gelände (§9, 1)
  4. keine Zigaretten (Transport oder Konsum) auf dem Gelände (§9, 1)
  5. kein Betreten des Geländes “under the influence of alcohol” (§9, 1)
  6. maximal ein Notebook oder ein Desktop Rechner je Teilnehmer. Diese Geräte müssen zur Sicherheit auch vom Veranstalter mit Tags versehen werden, sonst darf man das Gelände nicht mehr damit verlassen. (§8, 5)
  7. Registration Badge und Personalausweis (o.ä.) müssen ständig offen getragen bzw. mitgeführt werden (§9, 1)
    Und mein persönliches Highlight ist in §6, 2: “Therefore, it is forbidden for participants to use, promote, provide, sell, use, among others, any pornography [...].”. Die Nutzung wurde in einem Satz gleich zwei Mal verboten. ^^

Neben dem happigen Eintrittspreis (192€ inkl. Camp Unterkunft [*]) empfinde ich auch das optionale Catering (3 Mahlzeiten am Tag) mit 160€ als überteuert. Knapp 11€ je Mahlzeit (wenn man das Frühstück Mahlzeit nennen möchte) sind für Berliner Verhältnisse IMHO unangebracht.

Habt auch ihr noch lustigen Inhalt gefunden? Ich freue mich auf Kommentare…

[*] Glücklicherweise habe ich zwei Tickets gewonnen und darf mich über diesen Punkt eigentlich nicht beschweren…

Die neue LED LENSER X21R im Test

19. Februar 2012 4 Kommentare

“Puh, was ist denn jetzt los?” So oder so ähnlich wird wohl jeder reagieren, wenn man die riesige Taschenlampe zückt und einschaltet. LED LENSER wagt sich hier auf ganz neues Terrain und meine Erfahrungen mit dem neuen Spitzenmodell gebe ich euch jetzt weiter.

Allgemeines

Hersteller der X21R ist die deutsche Firma Zweibrüder Optoelectronics. Sie ist seit Mitte Dezember 2011 im Handel verfügbar und wird zu Preisen um etwa 420 Euro (Stand Februar 2012) gehandelt.

Lieferumfang

Im stabilen und robust wirkenden Koffer befinden sich neben der eigentlich Leuchte X21R:

  • ein etwas klobiger Akku
  • eine stabile Ladehalterung (ermöglicht die Montage an der Wand – Dübel und Schrauben liegen bei) zzgl. Netzteil
  • Trageriemen nebst gummierten Manschetten zur Befestigung an der Lampe
  • SmartCard (nicht unwichtig bei so vielen Funktionen) zur Erklärung aller verschiedenen Lichtmodi

Technische Daten

Jetzt geht es ein wenig ans Eingemachte. Was leistet der High Performance Scheinwerfer?

  • 7x High End Power LEDs
  • 412 mm (41,2 cm) lang
  • 1440 g (1,4 kg) Gesamtgewicht
  • bis zu 1600 Lumen Leuchtkraft
  • 4x DNiMH Batterien (im Akkuschlauch verbaut)
  • 7 Std. durchschnittliche Leuchtdauer (bei minimaler Helligkeit)
  • Leuchtweite von bis zu 600 Metern

Smart Light Technology

Wer sich jetzt fragt, was “schlaues Licht” oder “intelligentes Licht” (Smart Light Technology) bedeutet, liest einfach weiter.

  • Grundlage: es ist ein computeroptimierter Microcontroller verbaut, der sich anhand dreier verschiedener Lichtprogramme an die Anforderungen des Benutzers anpasst. Die drei Programme sind:
    1. Professional (qualifizierte Nutzung einer Taschenlampe, z.B. Geocaching)
      Modi: Power, Low Power, Dim, Blink, S.O.S.
    2. Easy (normale Taschenlampennutzung)
      Modi: Low Power, Dim
    3. Defence (Sicherheitsmodus, z.B. für Nachtwächter)
      Modi: Power, Strobe
  • Bedient wird das ganze über einen einzigen Schalter zur Kontrolle aller Programme und Lichtmodi.
  • Einsatzszenarien der verschiedenen Lichtmodi:
    1. Defence Strobe (schnell blinkendes Licht, schmerzend bzw. tränend in den Augen, gut gegen Angreifer)
    2. Power (lang anhaltendes Licht)
    3. Low Power (automatisch regulierte Dimmung)
    4. S.O.S. (Notsignal)
    5. Dim (Dimmung auf 15 % seiner ursprünglichen Helligkeit, energiesparend)
    6. Blink (langsam blinkendes Licht)
    7. Boost (greller Lichtstrahl)

X-Lens System

Eine der Neuheiten (zumindest für mich) ist das X-Lens System. Trick dieses Systems ist es, die Lichtkegel mehrerer Linsen zu synchronisieren, also ihre Leuchtkraft zu bündeln. Bei der X21R werden alle 7 LEDs zu einem scharfen Lichtkreis kombiniert, der sich von der Helligkeit auch nicht hinter Autoscheinwerfern vergleichen muss.

 

 

Stromzufuhr

Das Ladesystem besteht aus einer magnetische Ladebuchse, die einen anwendungsfreundlichen Ladevorgang ermöglicht, da das bei vielen anderen Modellen übliche, umständliches Entnehmen des Akkus entfällt. Verschleißfreie Magnetkontakte sorgen für eine problemlose Ladung und dem Schutz vor Verschmutzung.

Zu diesem Konzept tragen auch vergoldete Kontakte zum Akkufach bei, die bessere Leitungsfähigkeit und weniger Verschleiß bedeuten. Ich kenne so hochwertige Verarbeitung sonst nur von High-End Audio-Equipment.

Etwa fünf Minuten vor Ende der Akkuleistung wird durch mehrmaliges kurzes Blinken dessen baldiges Ableben angezeigt: “Bring mich zur Steckdose”.

Die 12-eckige Form des Lichtkopfes und Akkufaches soll ein unerwünschtes Wegrollen verhindern, was im Außeneinsatz (unebene flächen) aber eher mäßig funktioniert.

Einsatzszenarien

Für die X21R gibt es viele Einsatzszenarien: als ambitionierter Hobbyfotograf weiß ich 1600 Lumen Leuchtkraft durchaus zu schätzen. Denn damit bekomme ich auch weiter entfernte Objekte ordentlich ausgeleuchtet. Bei Langzeitbelichtungen ergeben sich wunderbare Möglichkeiten der Lichtmalerei. Leider hat das Rostocker Wetter in den letzten Tagen keine ausgiebigen Fototouren zugelassen, aber ich trage ein X21R beleuchtetes Leuchtturm-Motiv nach…

Aber auch andere Einsätze erfordern viel Licht: Sicherheitsdienste, Feuerwehren, Rettungsdienste. Immer dann, wenn Größe und Gewicht eher nebensächlich sind, kommt diese LED Lenser groß raus.

Mein Fazit

Die Taschenlampe besteht aus hochwertigen Materialen und sieht edel aus, dabei ist sie griffig und liegt trotz oder gerade wegen ihres Gewichts gut in der Hand. Genau dieses Gewicht wird zum Problem, wenn man sie wirklich für längere Zeit aktiv als Taschenlampe einsetzen möchte: hier bietet sich der Einsatz des Umhängegurts an.

Ich denke, sie würde sich gut zur Verteidigung eignen, um potentiellen Angreifern “ordentlich eins über die Rübe ziehen zu können”, in meiner Tasche macht sie der Led Lenser M7R aber keine Konkurrenz, denn als “Immer-dabei-Lampe” ist sie einfach zu lang bzw. klobig; sie beansprucht zu viel Stauraum.

Bei der X21R handelt es sich um eine qualitativ hochwertige Taschenlampe mit extrem hellen Licht. Aufgrund der enormen Größe und des hohen Gewichts sehe ich für den privaten Gebrauch nur wenige Einsatzszenarien und spreche meine Empfehlung daher professionellen Anwendern (Fotografen, Sicherheitsdiensten, etc.) aus.

Links

Blog Marketing Blog-Marketing ad by hallimash

BlackBerry 8520 Prepaid (CallYa)

10. September 2011 Keine Kommentare

Dank trulco durfte ich in den letzten Tagen ein BlackBerry Curve 8520 in Kombination mit dem ersten (und derzeit einzigen) BlackBerry kompatiblen Prepaid Tarif Deutschlands testen.

Von trnd bekam ich zum Testen ein Starterpaket mit folgendem Inhalt zur Verfügung gestellt:

  • BlackBerry Curve 8520 (mit microUSB-Kabel, 2GB microSD-Karte, Ladegerät, Headset, Software, etc.)
  • CallYa SIM-Karte (Startguthaben inklusive)
  • Anleitungen und Infos zur Testaktion
Das Paket gibt es so auch direkt bei Vodafone für 169,99€ zu kaufen.

Die Hardware: BlackBerry Curve 8520

Das Curve 8520 ist das derzeit günstigste Einsteigermodell des kanadischen Herstellers Research in Motion (RIM), wurde bereits im August 2009 veröffentlicht, hat aber schon das neue optische Trackpad statt dem Navigationsball, der die “Brombeeren” anno dazumal berühmt machte. Das Alter merkt man dem Smartphone aber dennoch bei den technischen Daten an:

  • Perfekte Hosentaschengröße: 109 x 60 x 13.9 mm
  • Schön leicht: 106 Gramm (mit Akku)
  • Akkulaufzeit: bei mir etwa 2 Tage bei durchschnittlicher Nutzung (E-Mail-Push, Facebook, Twitter, …)
  • Display mit (leider nur) 320 x 240 px Auflösung
  • QWERTZ-Tastatur
  • 2 Megapixel Kamera (Fotos max: 1600 x 1200 px, Videos max: 320 x 240 px), ohne LED-Licht oder -Blitz
  • 256 MB Speicherplatz (durch microSD-Karten erweiterbar, max. 32 GB; im Lieferumfang: eine 2 GB Karte)
  • 512 MHz Prozessor
  • Kommunikation/Daten:
    • Quad-Band GSM (GPRS, EDGE): 850 / 900 / 1800 / 1900 (aber leider kein UMTS!)
    • WLAN 802.11b/g
    • Bluetooth 2.0 (mit A2DP für Stereo-Audio Übertragung)

Wer – von der aktuelle Gigahertz-Jagd geblendet – jetzt ein lahmes oder ruckeliges Smartphone-Erlebnis erwartet, wird schnell eines Besseren belehrt – meist läuft alles sehr flott.

Die eingebaute 2 Megapixel Fixfokus Kamera reicht für Schnappschüsse aus, die Farben werden meist brauchbar wieder gegeben. Wer höhere Ansprüche hat, wird mit der geringen Auflösung und dem fehlenden Blitz (oder LED-Licht) wohl nicht glücklich.

Sehr schmerzlich finde ich jedoch, dass der Hersteller auf UMTS- und GPS-Module verzichtet hat. Das heißt: unterwegs reicht die Geschwindigkeit dank RIMs Kompressionstechnik zwar locker aus, um E-Mails und BBM-Nachrichten in Echtzeit zu empfangen und senden, aber surfen auf “normalen” Webseiten macht mit maximal 236 kbps nicht wirklich Spaß. Und mal eben auf einer Karte die eigene Position anzeigen lassen oder gar Navigation im Auto: Fehlanzeige.

Für Android oder iPhone Nutzer enttäuschend: die BlackBerry App Word, wo Curve Nutzer Anwendungen herunterladen können. Es ist nicht nur die Auswahl stark eingeschränkt, sondern vor allem meist kostenpflichtig und nicht immer qualitativ überzeugend.

Wo das kleine Kraftpaket hingegen auch iPhone 4 und das Samsung Galaxy S schlägt sind die textgestützten Kommunikationsdienste, vor allem E-Mail und SMS. Schneller war ich noch nie. Sehr gut gefällt mir auch der BBM (BlackBerry Messenger), den ich trotz nur weniger BBM Kontakte mittlerweile intensiver Nutze als SMS. Er ist:

  • schnell und einfach – wie eine SMS
  • mit Anhängen (Bilder, Audio, etc.) – wie eine MMS
  • automatische Zustell- und Lesebestätigung
  • kostenlos
  • und leider nur zwischen BlackBerry Usern…

iPhone 4 - BlackBerry Curve - Galaxy S

Der Tarif: CallYa Smartphone Fun (BlackBerry)

Eins vorab: ich bin seit etwa zwei Jahren Vertragskunde bei o2 (im Tarif o2 o online) und meine Rechnungen überschreiten trotz Datenflat selten 20 Euro. Der voreingestellte CallYa Tarif hingegen ist gar nicht nach meinem Geschmack. Zu kompliziert und für mein Nutzungsverhalten einfach völlig unpassend.

  • Grundgebühr 12,48€ (2,49€ + 9,99€)
  • Darin enthalten: BlackBerry Dienste Flat (E-Mail, BBM, IM) + Internet (Drosselung ab 200 MB)
  • Je Gespräch zu Vodafone (Inland): 29 Cent
  • SMS zu Vodafone (Inland): 1. SMS/Tag: 29 Cent, 2.-100. SMS/Tag: kostenlos, ab der 101. SMS/Tag: 19 Cent
  • Je Gespräch ins Festnetz (Inland): 29 Cent
  • Je Minute in anderen Handynetze: 29 Cent
  • SMS in die anderen Handynetze: 19 Cent

Wer denkt sich denn so einen Tarif aus? Wo Preise in drei verschiedenen Abrechnungseinheiten ausgedrückt werden: €/Gesprächsminute, €/Gespräch und € für die erste SMS und dann ab der 101. wieder, jeweils unterschieden nach Netz. Ich will mir ehrlich gesagt nicht vor jeder Interaktion mit meinem Handy überlegen, welche Kosten denn dieses Mal auf mich zukommen bzw. welche Freunde im Vodafone Netz unterwegs sind (dank Rufnummernportierung ist das ja auch nicht einfach zu erkennen)…

Eventuell aufgrund eines Fehlers (denn laut der uninformierten CallYa Hotline in Kairo, Ägypten [sic!] wäre diese Kombination gar nicht möglich) kann man mit der auf dem Curve vorinstallierten “Mein CallYa”-App in die Tarifoption Smartphone Fun wechseln, die für die (wohl) gleiche Grundgebühr nicht nur eine SMS-Flat in alle Netze, sondern auch sonst einfache und günstige Konditionen bietet (9 Cent pro SMS und Gesprächsminute in alle inländischen Netze) bietet.

@Vodafone: hier bitte unbedingt nachbessern! Sowohl was die unübersichtlichen Tarife und -optionen angeht als auch Schulung der Hotline-Mitarbeiter. Ich bin ehrlich gesagt sehr froh, während der Testphase nichts aus eigener Tasche zahlen zu müssen…

Die Netzabdeckung war bisher durchwegs gut – selbst in neuen Gebäuden, wo o2 teilweise Probleme hat. Leider hat Vodafone aber viele Funkmasten direkt von GPRS auf UMTS umgerüstet und die Brückentechnik EDGE übersprungen. Dort surft man dann mit maximal 53,6 kBit/s.
Zwei Rechenbeispiele: die Anzeige einer kleinen Webseite (200 KB) dauert so über eine halbe Minute. Und eine Beispiel-App aus der App World mit 2 MB mehr als fünf Minuten…

Links

  1. CallYa Prepaid Tarif
  2. BlackBerry Curve 8520
  3. BlackBerry Messenger

USA Prepaid Tarif mit Daten

7. September 2011 15 Kommentare

Vor dem Problem stehen bestimmt viele: es soll einige Wochen (oder in meinem Fall Monate) in die USA gehen; iPhone oder Android Smartphone müssen natürlich mit. Vor Ort telefonieren und im Internet surfen ohne horrende Gebühren ist dabei oft mehr als ein nettes Gimmick.

Das mit den Gebühren schließt die Verwendung der deutschen SIM-Karte meist aus – zumindest ist mir kein Vertrag bekannt, der in den USA bezahlbare Telefonate und Internet enthält. Also muss eine neue US-amerikanische her. Doch das ist leichter gesagt als getan…

Denn anders als in der EU gibt es in den USA verschiedene konkurrierende Mobilfunkstandards, die aber untereinander teilweise nicht kompatibel sind. Deshalb hier zuerst eine kleine Übersicht der vier nationalen Funknetzbetreiber:

  • Verizon (CDMA2000)
  • Sprint (CDMA2000 / iDEN)
  • T-Mobile USA (GSM 1900 & UMTS 1700/2100)
  • AT&T (GSM 850/1900 & UMTS 850/1900)

Die beiden Erstgenannten kann man als Reisender außen vor lassen: CDMA und iDEN sind Standards, die ohne SIM-Karten funktionieren und somit für mitgebrachte Telefone unbrauchbar sind.

Mit einem Quadband-Smartphone kann man aber sowohl im Netz von T-Mobile USA als auch bei AT&T telefonieren und sogar surfen, allerdings maximal mit EDGE-Geschwindigkeit (~ 3x ISDN). Kompatibles (prüft euer Smartphone am besten vorher bei GSMarena auf kompatible 3G=UMTS Frequenzen) UMTS-Netz gibt es hingegen nur bei AT&T (in den USA exklusiver Vertragspartner der GSM iPhones).

Da “drüben” gerne mit Begriffen wie 3G, 4G oder “High Speed” um sich werfen, hier zur Sicherheit hier die tatsächlichen Geschwindigkeiten im Überblick:

  • GPRS: 53,6 kBit/s (1 MB: < 3 Minuten)
  • EDGE: 217,6 kBit/s (1 MB: < 1 Minute)
  • UMTS: 384 kBit/s (1 MB: < 30 Sekunden)
  • HS(D)PA: 7.372,8 kBit/s (1 MB: < 5 Sekunden)

Vorab sollte man sich allerdings über die – für deutsche Verhältnisse – miese Netzabdeckung im klaren sein. In Städten kämpft man oft mit Verbindungsabbrüchen, in ländlichen Gegenden gibt es vielerorts gar keinen Empfang. Hier gibt es Details zur Abdeckung von T-Mobile und AT&T (GoPhone auswählen) – im Gegensatz zu den Vertragstarifen dürfen Prepaid-Kunden nicht in Drittnetzen roamen.

AT&T Netzabdeckung USA

Prepaid Tarife (Telefonieren + Daten)

Sowohl T-Mobile und AT&T selbst als auch deren Reseller bieten interessante Prepaid-Tarife an. Hier ist meine persönliche Bestenliste (Stand Anfang September 2011):

  1. H2O Wireless $60 unlimited everything [Link]
    Netz: AT&T
    Kosten: 60$ / Monat
    Enthalten: unbegrenzt Telefonate (USA), 20$ Guthaben für internationale Telefonate, SMS (international), MMS (USA)
    Daten: unbegrenzt (3G)
  2. AT&T GoPhone $50 unlimted + data feature [Link]
    Netz: AT&T
    Kosten: 75$ / Monat (50$ + 25$ data)
    Enthalten: unbegrenzt Telefonate (USA), SMS (international)
    Daten: 500 MB (3G)
  3. SIMPLE Mobile $50 [Link]
    Netz: T-Mobile USA
    Kosten: 50$ / Monat
    Enthalten: unbegrenzt Telefonate (USA), SMS (international)
    Daten: unbegrenzt (max. EDGE)
  4. T-Mobile Monthly 4G Unlimited Talk, Text & Web [Link]
    Netz: T-Mobile USA
    Kosten: 50$ / Monat
    Enthalten: unbegrenzt Telefonate (USA), SMS (USA)
    Daten: unbegrenzt (max. EDGE)
Alle vier Tarife erlauben es euch, euer deutsches SIM-Lock-freies (Danke, Massi) iPhone oder Android Handy vollständig (Telefonate und Internet, E-Mail, Navigation & Co) in den USA zu nutzen. Von eurem Handymodell und Netz hängt es ab, welche Internetgeschwindigkeit zur Verfügung steht.

Prepaid Tarife (Nur Daten)

Hier sieht es etwas magerer aus. Natürlich lassen sich die vorgenannten Tarife auch im UMTS-Stick oder -Modul nutzen, aber wozu für eine ungenutzte Telefonflat bezahlen? Deshalb hier reine Datentarife:

  1. H2O Broadband $50 [Link]
    Netz: AT&T
    Kosten: 50$ / 5 GB
  2. H2O Broadband $30 [Link]
    Netz: AT&T
    Kosten: 30 $ /  300 MB

H2O Wireless SIM vorab aktivieren

Einige Händler, z.B. bei eBay verschicken die SIM-Karten günstig auch nach Deutschland – ich habe für zwei Stück inklusive Versand nur etwa 3 € bezahlt. Die Lieferung kam zwei Wochen nach der Bestellung an. Wer direkt nach seiner Ankunft lossurfen oder -telefonieren will, lässt sich ein Starterset in die Heimat liefern und aktiviert es kurz vor Abreise online.

Alternativ gibt es die H2o Starterkits auch bei Best Buy und 7-Eleven für etwa 10$.

Vorwahl wählen bei H2O Wireless

Wenn ihr weitere interessante Angebote kennt: immer her damit. Ich erweitere diese Liste gerne!

Links:

Lebensmittel online shoppen bei EDEKA

27. August 2011 1 Kommentar

Heute haben wir zum zweiten Mal unseren Wochenend-Einkauf erledigt ohne auch nur das Haus verlassen zu müssen. Möglich macht das die neue EDEKA-Filiale in Rostock, die für das Einzugsgebiet Rostock und Waren (an der Müritz) unter www.dein-edeka.de auch einen Onlineshop anbietet.

Bestellt werden kann das komplette Sortiment, also auch frisches Obst, Gemüse und andere gekühlte bzw. gefrorene Lebensmittel.

Die Liefermodalitäten

Für Berufstätige ist sicherlich die Selbstabholung interessant. Kostenpunkt für die Kommissionierung: 1,50€.
Wer es bequemer mag, lässt sich die Ware nach Hause liefern. Der Service wird – unabhängig vom Stockwerk – mit 3,95€ berechnet.

Geliefert wird je nach Wohngebiet an wechselnden Tagen (jeweils Mo/Mi/Fr bzw. Do/Do/Sa in drei Schichten: 11-14, 15:30-19 und 20:30-22Uhr) mit speziellen Kühlfahrzeugen. EDEKA braucht mindestens zwei Stunden Vorlaufzeit, um die Bestellung in den nächsten Auslieferungszeitraum zu bekommen. Eine spätere Lieferung ist aber natürlich ebenfalls möglich.

Gezahlt wird entweder während des Bestellprozesses per Kreditkarte (MasterCard oder Visa) oder direkt beim Fahrer in bar oder mit EC-Karte.

Die Besonderheiten

Leider hat der Supermarkt kein aktuell gehaltenes Warenwirtschaftssystem. So kann es vorkommen, dass bestellte (und ggf. schon bezahlte) Artikel nicht lieferbar sind. Wer möchte, kann angeben, dass dann gleichwertige Ersatzartikel geliefert werden sollen. Das war bei unserer ersten Bestellung ein getauschter Joghurt (Almighurt Fantasie Blutorange statt Fantasie Cranberry). Bei der zweiten gab es (nach telefonischer Rückfrage) frische statt Aufback-Semmeln. Geänderte Artikel werden auch explizit auf der Rechnung erwähnt.

Ein anderes, typisch deutsches, Einkaufsproblem ist Leergut mit Pfand. Ist man registrierter EDEKA-Kunde (sonst kein Registrierungszwang), nimmt der Fahrer Flaschen, Dosen und was sonst noch so mit Pfand belegt ist mit. Der Betrag wird dem eigenen Kundenkonto für die nächste Bestellung gutgeschrieben.

Fazit

Absolut praktisch. Für faule Studenten, Berufstätige und ältere Menschen die bequemste Möglichkeit, sich mit Lebensmitteln und Haushaltsbedarf zu versorgen. Mein persönliches Highlight sind jedoch die kostenlosen Einkaufstüten