DAK – Unternehmen Misswirtschaft

29. Januar 2010

Vielleicht hat jemand gestern den dreist anmutenden Auftritt des DAK Präsidenten Herbert Rebscher bei busch@n-tv gesehen – falls nicht, lässt sich der Beitrag hier bei n-tv online abrufen.

In einer Krankenkassenlandschaft, die quasi keinen Wettbewerb zulässt (nahezu alle Leistungen sind gesetzlich vorgeschrieben), stellt sich die DAK an vorderste Front, um ihren Mitgliedern nun unsoziale Zusatzbeiträge (96 € / Jahr) abzuknöpfen.

Zugegeben: für die “Asozialität” der Beiträge kann die Kasse nichts: unser Gesetzgeber hat beschlossen, diese Zusatzbeiträge ausschließlich auf die Beitragszahler abzuwälzen, statt wie bisher auch Arbeitgeber mit knapp der Hälfte zu beteiligen. Damit müssen also auch Hartz4-Empfänger, selbst versicherte Studenten und andere einkommensschwache Wirtschaftssubjekte zahlen!

Als kleinen Vorgeschmack auf die von der FDP geplante “Kopfpauschale” kommt 2010 auf DAK-versicherte Studenten also schonmal eine Beitragserhöhung von über 12% zu (bisheriger Beitrag: 64,66 € / Monat).

Wer ein bisschen recherchiert, findet schnell heraus, dass die DAK selbst zu marktähnlichen Zeiten (also bis 2008) stets zu den teuersten Kassen zählte. Im Jahr 2006 “glänzte” sie beispielsweise damit, ihren Versicherten 14,5% des Bruttolohns (Arbeitgeber- & Arbeitnehmeranteil) abzunehmen, während andere Kassen mit 12,6% auskamen.

Dann beleuchten wir doch mal die von Herrn Rebscher angesprochenen Qualitätsunterschiede genauer:

  • die DAK unterhält etwa 900 Geschäftsstellen in ganz Deutschland
    (davon profitiere ich als Versicherter aber kaum bis gar nicht, da mir maximal eine nutzt und wichtige Entscheidungen meist nur von der Zentrale gefällt werden können)
  • die Hotline ist weder kostenlos (noch per Festnetznummer erreichbar)
  • und für die Gestaltung der Homepage (Krankenkassendeutsch: Onlinefiliale) wird ganz offensichtlich auch nicht viel Geld ausgegeben:

  • und nicht zuletzt zahlt man dem Vorsitzenden des Verwaltungsrates das zweithöchste Gehalt der Branche
Beim direkten Vergleich der Geschäftsberichte (2008) zweiter Krankenkassen (HKK und DAK) sieht man, dass
  • die DAK mehr als 35% höhere Verwaltungskosten je Mitglied (!) ausweist und dennoch
  • 2008 einen Überschuss von etwa 24 Millionen Euro erwirtschaftet hat

Und diese – seine – Krankenkasse will Herr Rebscher ernsthaft als Opfer des Systems darstellen?

Was sagt das DAK Versicherten – wie mir? Sofort wechseln!

Warum?
  1. Versicherte bekommen quasi überall die gleichen Leistungen
  2. Wechseln geht wirklich einfach: mit Einführung der Zusatzbeiträge steht jedem DAK Kunden ein Sonderkündigungsrecht zu. Ein formloses Kündigungsschreiben an die alte Kasse genügt.
  3. Gut wirtschaftende Kassen garantieren ihren Mitgliedern nicht nur den Verzicht auf Zusatzbeiträge, sondern zahlen gar Prämien am Jahresende – unabhängig von den in Anspruch genommenen Leistungen (z.B. 60€ / Jahr bei der HKK)
Links:

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Rotel Hifi

Toshiba T110 Test + Linux Tipps

6. Januar 2010

Da ich im Dezember ohne MacBook Air gen München fliegen musste (warum lässt sich hier nachlesen), habe ich Ersatz beschafft.

Meine Anforderungen:

  • hohe Portabilität (10-13 Zoll)
  • geringes Gewicht (bis 1,5 kg)
  • guter Bildschirm (möglichst non-glossy, hohe Auflösung)
  • ausreichend Leistung für Eclipse und die Wiedergabe von 720p Filmen
  • und nicht zuletzt: gute Serviceoptionen

In diesem Bereich driften die Angebote weit auseinander. Auf der einen Seite gibt es den Premium-Sektor, z.B. lachte mich Lenovos X200s sehr an. Hier verzichtet man aber auf modernes Design und praktische Funktionen, wie eine Webcam, zugunsten von Business Features (Fingerabdruck Scanner, robustes Gehäuse). Leider ist aber der Preis in Deutschland happig (der Grundpreis liegt bei über 1600 Euro). Auf der andere Seite stehen Netbooks mit Atom Prozessor…

Nach einiger Recherche und dem Besuch von 3 Elektronikmärkten war der Kompromiss ein Toshiba T110. Auch wenn er nicht alle Punkte meiner Wunschliste erfüllt
- das Klavierlackgehäuse zieht Fingerabdrücke an
- das Display ist glossy
wird das Gerät zu einem sehr fairen Preis (um die 500 Euro) angeboten.

Dafür erhält man aber jede Menge Technik:

  • Intel Pentium Low Voltage (SU2700) Prozessor mit 1,3 GHz
  • 3 GB DDR3 RAM (800 MHz)
  • 250 GB Festplatte (5.400 rpm)
  • 11,6″ LED-backlit LCD Display im 16:9 Format
  • fantastische Auflösung (1366×768 Pixel)
  • GMA 4500M Grafikkarte
  • HDMI + VGA Ausgang (max. 1920×1200 Pixel)
  • guter Akku (Laufzeit unter Windows 7 etwa 6-7 Stunden, mit Ubuntu etwa 5, jeweils mit hellem Display und WLAN aktiviert)
  • WLAN 802.11b/g (leider kein n)
  • 5-in-1 Kartenleser (SD, Memory Stick (Pro), MMC, xD)
  • Windows 7 Home Premium vorinstalliert

Meine Einschätzung nach 3 Wochen: Die Tastatur ist gut, das Touchpad zu klein, aber okay. Das Display lässt sich mit maximaler Helligkeit trotz Spiegeleffekt aber ertragen.

Zurück zum Betriebssystem: Windows kann ich – egal wie gut die Benutzeroberfläche bei 7 auch gelungen ist – nicht mit meinem Gewissen vereinbaren. Die Installation von Ubuntu gelingt mit einigen Tricks, unterliegt aber folgenden Beschränkungen:

  • Das eingebaute Mikro wird von ALSA nicht erkannt
  • Die Displayhelligkeit lässt sich nicht regeln
  • Und Stromsparfunktionen sind Linux-typisch eher mau

Und jetzt noch ein Tipp, wie man Ubuntu (samt WLAN) vom USB Stick installiert bekommt:

  1. Unter Windows aktuelles BIOS Update von Toshiba herunterladen und installieren
  2. Ubuntu 9.10 (aktuelle Version, 32-Bit) herunterladen, Windows “USB Installer” herunterladen. USB Stick dann mit dem Tool erstellen.
  3. Computer herunterfahren, Neu starten und direkt per “ESC”-Taste ins BIOS Setup wechseln. Dort WLAN deaktivieren (sonst bricht Live CD mit einem Kernel Panic ab)
  4. BIOS-Einstellungen speichern, nach dem Neustart mit der “F2″-Taste den Boot Device Selector öffnen. Hier den USB Stick auswählen.
  5. Ubuntu normal installieren und einrichten. Achtung: Es steht nur LAN zur Verfügung, also ggf. Kabel bereithalten.

Jetzt kommt der (ziemlich dreckige) WLAN Fix:

  1. Windows XP Treiber für WLAN Karte hier bei Toshiba herunterladen. Im Terminal per

    sudo apt-get install ndiswrapper-common ndisgtk

    den ndis-Wrapper sowie die GUI dazu installieren.

  2. Den vermeintlich defekten Realtek Treiber sperren: dazu per

    sudo gedit /etc/modprobe.d/blacklist.conf

    die Blacklist laden und dort folgende Zeile ergänzen:

    blacklist rtl8187se

  3. Notebook herunterfahren, beim Neustart in die BIOS-Einstellungen wechseln, WLAN dort aktivieren, speichern, neu starten
  4. Unter “Systemverwaltung > Windows WLAN Treiber” nun den heruntergeladenen Windows Treiber installieren. Ab diesem Zeitpunkt funktioniert WLAN, doch leider ohne WPA(2)-Verschlüsselung
  5. Jetzt kommt der verblüffende Trick. Folgende Befehle im Terminal ausführen:

    sudo rmmod ndiswrapper;sudo modprobe rtl8187se

    Dadurch wird der ndis-Wrapper entladen und an dessen Stelle der “defekte” Treiber geladen. Voila: Alles funktioniert.

  6. Wer zu faul ist, diesen Trick bei jedem Neustart erneut ausführen, bastelt sich ein Bash-Script und lässt es per RC bei jedem Start laden.

Bei Fragen oder Tipps zu Linux auf diesem Gerät einfach melden!

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Samsung-Handys

Passwortmanagement mit LastPass

5. Januar 2010

Keine Frage, 1Password ist eine klasse Lösung. Allerdings mit einigen Nachteilen: Der Hersteller hält der Apple Plattform strikt die Treue. Will heißen: 1Password gibt es nur für OS X, iPhone + iPod touch.
Wer nun in der Arbeit Windows, zu Hause vielleicht Linux und unterwegs ein MacBook nutzt, schaut in die Röhre. Bis jetzt.

Seit einigen Wochen nutze ich nun LastPass als neuen Passwortmanager. Vom Funktionsumfang nehmen sich die beiden Produkte kaum etwas, der wichtigste Unterschied ist die Plattform: LastPass läuft “in der Cloud” als webbasierter Dienst.
Auf diesen webbasierten Dienst können dann unzählige Clients zugreifen, zum Beispiel

  • Extensions für Firefox, Safari, Google Chrome, Internet Explorer
  • Entschlüsselungssoftware “LastPass Sesame” (Premium)
  • Clients für iPhone, Blackberry, Windows Mobile, Android und Symbian S60 (Premium)

Sehr praktisch: der Datenbestand ist überall synchron.

Es gibt zwei Arten der Mitgliedschaft bei LastPass: die kostenfreie, die einem aber dennoch alle grundsätzlichen Funktionen bietet und eine Premium Variante, die darüber hinaus weitere Clients (Mobiltelefone, PCs) bietet und auf Werbung verzichtet. LastPass Premium kostet 12 $ / Jahr (etwa 8,60 €). So viel ist mir dieser praktische Service wert!

Um den Umstieg einfacher zu gestalten bietet der Dienst zahlreiche Importfunktionen, darunter Filter für:

  • Firefox Passwortmanager
  • 1Password
  • eWallet
  • KeePass
  • MyPasswordSafe
  • SplashID

P.S.: Alle Passwörter werden stets clientseitig verschlüsselt, bevor sie an den Dienst übertragen werden. Wer sich näher mit der eingesetzten Technik (“salted” hashing, etc.) auseinander setzen möchte, findet in den FAQ weitere Infos.

Links

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Dein günstiges Linux Mediacenter – Teil I

2. Januar 2010

Seit einiger Zeit bastle ich nun schon am “optimalen HTPC” als Nachfolger für meinen Apple TV. In dieser dreiteiligen Serie erfahrt ihr, wie ihr für unter 400 Euro (alles inklusive!) mit ein bisschen Linux-Erfahrung ebenfalls zum bezahlbaren Mediacenter kommt.

Die drei Teile:

Teil I: Beschaffung
Teil II: Linux einrichten
Teil III: Software installieren & anpassen

Zuerst einmal möchte ich die Ziele abstecken:

  • Wiedergabe von Filmen unterschiedlichsten Formats in 720p / 1080p (HD ready / Full HD)
  • Live-TV mit Pausefunktion + Aufnahmemöglichkeit
  • Abspielen von DVDs
  • Fotoverwaltung + Diashows
  • Bequeme Musikverwaltung
  • Steuerung der Anlage wahlweise über Fernbedienung, Handy und Computer
  • Bequemer Downloadmanager
  • Webinterface, damit die wichtigsten Funktionen auch von Unterwegs aus zugänglich sind

Entschieden habe ich mich – nach einigem hin und her – für den
ASROCK Ion 330 als Basis
Für rund 280 Euro (z.B. 279 zzgl. Versand bei HoH) erhält man jede Menge Technik:

  • Dual Core Atom (2x 1,6 GHz)
  • 2 GB RAM
  • ION Chipset mit nVidia GeForce (On Board)
  • HDMI Out, optisches SP/DIF Out
  • 6x USB, Gigabit LAN
  • Multiformat-DVD-Brenner

Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten, aber das Gehäuse ist klein, aus Metall sowie in den Farben schwarz und weiß erhältlich. Wer möchte, versteckt ihn – wie ich – hinter einer Stehleuchte. Und die Wiedergabe von 720p Material in ordentlicher Bitrate belastet den Prozessor nur zu knapp 20%.

Um das Mediencenter zu steuern, bevorzugen viele Heimkino-Enthusiasten eine Fernbedienung. Ich habe mich für ein günstiges Modell aus China “PC Remote Controller” (umgerechnet etwa 6 Euro inklusive Versand bei Focalprice) entschieden, das ohne Treiber auskommt und stattdessen Maus und Tastatur simuliert. Die FB funktioniert klasse, sobald die Tasten einmal den richtigen Programmen zugeordnet sind.

Was nun noch fehlt, ist/sind TV-Receiver. Je nach Empfang (Kabel, Satellit, Antenne) und Technik (analog oder digital) sind unterschiedliche Geräte nötig. Ich habe hier eine Kombination aus analogem Kabelempfang und DVB-T eingerichtet. Dafür setze ich meine alte Terratec Cinergy T2 (DVB-T) und einen EyeTV Hybrid ein. Aber das nur, weil sie eben schon da waren. Euer vorhandener DVB-T-Stick wird höchstwahrscheinlich ebenfalls unterstützt.
Tipps bezüglich der von Linux unterstützten USB-Empfänger findet im hier im VDR Wiki!

Zum Schluss: das Kabelzeug. Ihr benötigt auf jeden Fall noch ein HDMI-Kabel zum Fernseher. Lasst euch hier von keinem Händler Unsinn bezüglich der Kabelqualität bzw. völlig überteuerter “Premium-Kabel” erzählen, denn HDMI ist ein digitales Signal. Entweder die Information (0/1) kommt an oder eben nicht. So ein 2m-Kabel (Amazon Basics, 5,45 Euro) reicht in jedem Fall.
Da mein Receiver noch aus einer Zeit ohne HDMI stammt, konnte ich die mancherorts beschriebenen Probleme mit 5.1 over HDMI nicht testen. Meine Lösung mit zusätzlichem optischem Toslink-Kabel (Amazon Basics, 2m, 8,95 Euro) funktioniert zuverlässig.

Als Vorbereitung auf Teil II empfehle ich jetzt schon den Download von Ubuntu 9.04 64-Bit (manche ION 330 bereiten Probleme mit der aktuellen Version 9.10).

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Apple “Care” bei Jessen Lenz Rostock

29. Dezember 2009

Ein netter Leser hatte mich bei meinem letzten Ärgernis mit Apple (geplatzter Akku) auf den Apple Servicepartner in Rostock – Jessen Lenz aufmerksam gemacht.

Nur eine Woche später kam ich dank meines Zeitnotebooks (MB Air) in den zweifelhaften Genuss, genau diesen authorisierten Servicepartner zu testen. Woran kränkelte das Air?

  • der Lüfter hat nach einiger Zeit nervende (Schleif-)Geräusche von sich gegeben
  • das Scharnier am Display wies von Anfang an den Air-Serienfehler (Apple Support Artikel) auf, bot also immer weniger Festigkeit. Resultat: ein wackelnder / zufallender Monitor.

Natürlich kommen solche “Problemchen” in einem Notebookleben vor und eine generell schlechte Qualität würde ich Apple auch nicht unterstellen.

Traurig ist aber – mal wieder – der Service. Für 250 Euro gibt es im Apple Care Protection Plan einfach keine nennenswerte Leistung. Für deutlich weniger Aufpreis gibt es bei anderen Herstellern 3 Jahre Next-Day Vor-Ort (z.B. Toshiba 3 J, 172 Euro).
Hier also meine aktuelle Reparaturhistorie:

  • 10.12.2009 vormittags Anruf bei Apple Care, nette Mitarbeiterin, zwei Reparaturnummern bekommen
  • 10.12.2009 mittags Habe das Gerät bei Jessen Lenz in der Lagerstraße vorbei gebracht. Aussage: “Vielleicht schaffen wir das sogar bis zum kommenden Dienstag (15.12.)”
  • 13.12.2009 mir raucht ärgerlicherweise meine Time Machine Festplatte ab
  • 16.12.2009 Ich rufe bei Jessen Lenz an. Aussage: “Gerät ist schon repariert, aber noch nicht von Apple freigegeben.”
  • 21.12.2009 Ich rufe erneut bei Jessen Lenz an. Aussage: “Ist immer noch nicht freigegeben.” Das Angebot, meine Kreditkartendaten als Sicherheit zu hinterlegen, damit ich das Notebook über Weihnachten mit nach München nehmen kann, wurde ausgeschlagen. Noch schlimmer: ich bat darum, mir wenigstens meine wichtigsten Daten auf einen USB Stick sichern zu dürfen. Antwort: “Dafür holen wir das Gerät nicht aus unserem Lager”.
  • 29.12.2009 Erneuter Anruf meinerseits: ein Band erzählt mir, dass das Büro erst ab 11.01.2010 wieder besetzt sei.

[UPDATE vom 1.1.2010]

  • 01.01.2010 Bekomme – trotz Neujahr – telefonisch die Info, dass Apple den Ersatzteil-Status freigegeben hat. Am 4. Januar kann ich mir das Gerät abholen.

[/UPDATE]

[UPDATE 4.1.2010]

  • 04.01.2010 Wow! Habe das Notebook endlich zurück. Jetzt ab zu eBay damit!

[/UPDATE]

Ursächlich für diese extreme Verzögerung ist laut Jessen Lenz eine kleine Delle an der linken Seite des Monitors:

Widersprüchlich dazu sagt der Reparaturstatus auf apple.com, dass mein Gerät schon seit 15.12. zum Abholen bereit ist:

Wer gerade seine Thesis über TQM schreibt, jetzt aufpassen, denn genau so müssen Reparaturen laufen:

  • Reparaturzeit länger als einen Monat
  • proaktive Kundenkommunikation vermeiden
  • und ja nicht im Sinne des Kunden handeln

Was mich brennend interessiert: was machen mittelständische Firmen, die mit Apple Rechnern arbeiten müssen? Ersatzgeräte oder zugesicherte Reparatur-/Antwortzeiten (also das was man als professionellen Support bezeichnen könnte) gibt es ja beim angebissenen Apfel nicht! Also immer Ersatzgeräte im Lager halten!?

P.S.: Bevor mich Fanboys in den Kommentaren belehren: mir ist durchaus bewusst, dass Reparaturen besser verlaufen können und es auch zuvorkommende Service Partner gibt. Allen Münchnern empfehle ich z.B. dringend den (ggf. weiten) Weg nach Isen zu Agelero IT-Systeme bzw. direkt in den Apple Store. Aber: in Rostock gibt es keine Alternative!

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bigger.cc als neues Abmahnopfer? [updated]

12. Dezember 2009

Seit Anfang Oktober bin ich mit einigen “Spaßprojekten” Kunde bei ServCity. Meine Erfahrungen mit Qualität und Kundenservice hatte ich an anderer Stelle bereits verbloggt.

Dank Googles Algorithmen taucht dieser Artikel bei der Suche nach ServCity mittlerweile auf der ersten Trefferseite auf. Das reicht der Firma aus Lemgo offenbar, um mir nun offen mit einer anwaltlichen Abmahnung zu drohen:

Abmahnung

Da mein Artikel ausschließlich auf (belegbaren) Fakten basiert, räume ich – trotz der oft nicht nachvollziehbaren Rechtssprechung – meinem Provider keine großen Chancen ein. Gerne weise ich an dieser Stelle auch auf der Streisand Effekt hin, den schon andere Unternehmen (z.B. Jack Wolfskin oder PearC) in letzter Zeit zu spüren bekamen.

[UPDATE]

Abmahnung2Offenbar habe ich nun doch nicht mehr bis Montag Zeit. Arbeitet da ein fleißiger Rechtsanwalt auch am Samstag?

[/UPDATE]

[UPDATE2]

Es geht ja doch! Gestern Abennd kam noch eine Kündigung von der ServCity Buchhaltung mit Kündigungstermin 1.4.2010. Unbequeme, weil bloggende, Kunden zu gehen, kann ich immerhin _irgendwie_ nachvollziehen. Auch wenn der Text natürlich Nonsense ist:

Sehr geehrte(r) Herr Sebastian Stiffel,
Hiermit bestaetigen wir Ihre Kuendigung des Vertrages zum Ende der Laufzeit.
Kuendigungstermin: 01.04.2010
[...]
Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfuegung und hoffen auf Ihre
Zufriedenheit
.

[/UPDATE2]

Was sagen denn meine juristisch bewanderten Leser dazu? Oder Blog-Kollegen, die ähnliches erlebt haben?

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Offener Abschiedsbrief an Apple [updated]

5. Dezember 2009

sadapple.jpgEigentlich wollte ich in diesem Artikel nur eine weitere Episode der Ärgernisse mit meinem MacBook Pro beschreiben. Eine Episode, die ihr vorzeitiges Ende in einer Strafanzeige gegen Apple genommen hätte.

Der eine oder andere Leser erinnert sich vielleicht an die Qualität meines MacBook Pros – immerhin hatte ich ja an anderer Stelle schon darüber berichtet. Seit heute steht fest, dass ich wohl in diesem Leben kein Apple Produkt mehr kaufen werde. Warum?

Zur Vorgeschichte

Heute früh sehe ich, dass mein MBP irgendwie komisch dasteht – anders als sonst. Dann habe ich das Gerät vorsichtig umgedreht und schockierendes entdeckt:

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Ja, der Akku hat sich ausgedehnt. Von Explosionsspuren zum Glück nichts zu sehen. Hier noch einige Detailansichten:

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Apple “Care”

Da es sich hier offensichtlich um einen Materialfehler handelt – immerhin ist der Akku noch keine 1,5 Jahre alt – versuchte ich, schnell jemanden ans Telefon zu bekommen, um mein Problem zu schildern und einen Tauschakku zu erhalten. Samstag ist dafür wohl nicht der richtige Tag, denn erst nach 44 Minuten (zu je 14 Cent / Minute) hatte ich jemanden an der anderen Seite.

Dann allerdings der Brüller: “Ihr Akku ist nicht explodiert.”, diese Ausdehnung sei ein “normales Verhalten am Ende der Lebenserwartung”. Apropos Lebenserwartung: die liegt gemäß Hotline bei 300 Zyklen, also einem guten Jahr bei notebook-typischer Nutzung.

  • Tauschakku? Nein.
  • Verständnis für meine Verärgerung? Nein.
  • Bezüglich des (kleinen) Kratzers auf meinem Glas-Schreibtisch wurde der Fall aber immerhin eskaliert.

Und wenn mich der Kundenservice einer Firma (ja, ich habe mich auch zum Vorgesetzten durchstellen lassen) so verärgert, dass ich direkt im Anschluss am liebsten zur nächsten Polizeidienststelle fahren möchte, um Strafanzeige zu stellen, läuft etwas falsch.

Abschied

Mein erster Mac war ein weißes iBook G4 im Jahr 2003. Es folgten PowerMac, PowerBook, MacBook Pro, Mac Mini und zuletzt ein MacBook Air. Dazu unzähliges Zubehör wie Displays, Peripherie, iPhones und Software.
Doch das ist nicht alles: nicht zuletzt dank meiner Lobeshymnen auf das gute Zusammenspiel zwischen Soft- und Hardware und dem Support aus einer Hand konnte ich viele Freunde vom Mac überzeugen. Mindestens 10 PC User sind so mittlerweile zu begeisterten Macianern geworden, so wie ich einst einer war.

Doch das ist jetzt vorbei. Nach 6 Jahren endet diese Romanze, denn ich werde einer Firma, die ihre Kunden so mies behandelt, nicht weiter mein Geld hinterher werfen. Adieu, Cupertino.

notebooks.jpg

PS: Und zum Glück läuft OS X ja nicht mehr nur auf Geräten mit Apfel-Logo…

PPS: Mein MacBook Pro gibt es demnächst auf eBay zu erstehen.

[UPDATE]

Der Apple Executive Support hat sich vorhin (9.12. vormittags) auf mein Fax hin gemeldet und sich für das Verhalten der Supporthotline und meine Unannehmlichkeiten entschuldigt. Für weitere Rückfragen hinterließ mir die Dame ihren Namen und ihre (kostenlose) Telefonnummer. Die versprochene eMail “Bestellung von Komponenten zur Selbstinstallation” mit kostenlosem Ersatzakku liegt mir mittlerweile vor. Die Wut aus meinem Bauch hat merklich nachgelassen, ein fahler Nachgeschmack bleibt aber: Warum muss man so “drastische” Maßnahmen ergreifen, bis sich was tut?

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Discount Urlaub Mallorca

17. November 2009

Als Student ist man ja glücklicherweise nicht an Ferienzeiten gebunden, sondern kann auch mal über ein verlängertes Wochenende Sonderangebote wahrnehmen. Die nachfolgende Rechnung gibt den Preis pro Person bei 2 Personen wieder.

1. Flug – Ryanair

Dank mydealz.de entgeht uns kaum ein Schnäppchen auf dem Flugticketmarkt. Wir haben für den Flug Lübeck -> Palma de Mallorca und zurück 15,99 € gezahlt. Um diesen günstigen Preis zu erreichen waren aber ein paar Tricks nötig:

  • man darf nur mit Handgepäck reisen (bei 4 Tagen wohl kein Problem)
  • max. 1 Handgepackstück (10 kg) je Passagier
  • die Buchung muss per VISA Electron Karte erfolgen, sonst werden deftige Gebühren fällig (Tipp: virtuelle Kreditkarte bei EntroPay)

Für diesen Preis darf man natürlich nicht viel erwarten. Auf dem Hinflug störten betrunkene Ballermann-Reisende die Dauerwerbesendung der Stewards und Stewardessen. Komfort? Fehlanzeige. Im Flughafen Lübeck warten Fluggäste des Billigfliegers in einer zeltartigen Konstruktion mit knirschendem Holzfußboden auf die – verspätete – Ankunft der Maschine. In der Boing 737-800 dann freie Sitzplatzwahl in der Holzklasse: Beinfreiheit ist nicht gegeben, Werbung an den Gepäckfächern, die Sitze lassen sich nicht verstellen.

Nach 2,5 Stunden ist der Spuk vorbei und in Anbetracht des Preises darf man wohl nicht meckern.
Hinweis: Das Parken am Flughafen kostet für 4 Tage 29 €, also 14,50 € pro Person.

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2. Mietwagen – Sixt

Unseren Mietwagen haben wir nicht beim günstigsten Anbieter gemietet, was wohl an meiner durchweg positiven Erfahrung mit dem Pullacher Anbieter liegt. Für 78,00 € (also 39,00 € / Person) hatten wir uns einen Smart mit folgenden Leistungen gebucht:

  • unbegrenzte Kilometer inklusive
  • Vollkaskoversicherung OHNE Selbstbeteiligung
  • Diebstahlversicherung
  • 2 Fahrer inklusive
  • und sämtlicher Steuern und Gebühren

Wie so häufig bei Sixt hat man uns am Schalter kostenlos eine Kategorie upgegraded. Wir wählten aus drei Fahrzeugen dann den VW Polo.

Die Straßen auf Mallorca sind bis auf wenige Ausnahmen sehr gut ausgebaut. Fahren macht (vielleicht nur außerhalb der Hauptsaison) wirklich Spaß, oft kamen uns kilometerweit keine Autos entgegen. Obwohl jedem Mieter eine Straßenkarte gratis überreicht wird, hatte ich mein Android Handy vorsorglich mit Navigationssoftware (CoPilot Live) ausgestattet.

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3. Hotel – Hotelopia

Zugegeben: auch hier hätte man mit einer kurzfristigeren Buchung noch günstiger übernachten können. Aber auch unser Angebot war in Ordnung. Für 59 € / Person gab es:

  • ein Doppelzimmer in einem lieblosen
  • 3 Sterne Beton-Touristen-Bunker in Magalluf
  • nur wenige andere (spanische) Hotelgäste
  • Halbpension mit Frühstück und Abendessen in Buffetform
  • gratis Tischwein zum Abendessen

Unser Zimmer war sauber und hatte Meerblick, der Fernseher (mit rbb als einzigem deutschen Sender) war winzig. Aber wir wollten das Wochenende ja auch nicht im Hotel verbringen.

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4. Tipps

Besonders günstig sind in Spanien Apotheken : zwar nicht ganz auf US-Niveau, aber mit etwa 3,50 € für eine 20er Packung Bayer Aspirin fast 50% günstiger als in Deutschland. Auch sind hier manche Arzneimittel frei verkäuflich, die es in Deutschland nur auf Rezept gibt, beispielsweise die Anti-Baby-Pille.

Essen sollte man vorzugsweise nicht in den touristisch erschlossenen Orten an der Küste. Günstig und (vor allem) gut wird es in der Inselmitte, wo auch die Einheimischen einkehren. Wenn die Speisekarte mehrsprachig ist und Fotos der Speisen aushängen, weiß man: hier nicht essen.

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Fazit

Ein fantastisches Wochenende, das uns mit blauem Himmel und sommerlichen Temperaturen um die 25 °C mitten im November ein wenig das Rostocker Grau vergessen ließ. Und für 4 Tage insgesamt weniger als 150€ (p.P.) ist mehr als fair!

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[Werbung] Sport online buchen mit Easysport.de

9. November 2009

Blog Marketing Dies ist ein durch hallimash vermittelter, honorierter Eintrag

Kölner haben es gut. Nicht nur im Karneval und wegen ihrem Dom. Sondern auch, weil das Onlinesportportal Easysport.de in Köln (+ Umland) gestartet ist. Nur hier können Sportler ihre liebsten Sportplätze, Kurse und auch Trainer rund um die Uhr online buchen.

Keine Rolle spielt dabei die Sportart: Badminton, Fußball, Tennis, u.v.m. sind im Angebot enthalten.

Das Buchen funktioniert bei EASYSPORT sehr einfach:

Bildschirmfoto 2009-11-09 um 20.54.42.png
1. Ort, Datum, Zeit und Sportart auswählen
Bildschirmfoto 2009-11-09 um 20.55.59.png
2. Sportanlage auswählen und ggf. Bewertungen lesen
Bildschirmfoto 2009-11-09 um 21.05.26.png
3. Persönliche Daten ergänzen, gezahlt wird in der Regel vor Ort

Besonders gut gefallen hat mir die Möglichkeit, Bewertungen abgeben bzw. vorab lesen zu können. Auch die von Easysport Bestpreisgarantie ist klasse: Man zahlt unter keinen Umständen mehr als bei Buchung vor Ort. Ganz im Gegenteil: Registriert man sich, bekommt man für jede Buchung einen Gutschein von 5%.

Fazit: Ausprobieren! “Kölns größter Sportplatz” EASYSPORT ist gratis und bietet Sportlern einen echten Mehrwert.

Link:

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Homepagestatistiken mit Piwik

1. November 2009

PiwikLogo.pngJeder kennt die datenschutzrechtlichen Probleme, die der Einsatz von Google Analytics mit sich bringt. Bis dato gab es ja prinzipiell nur 3 Methoden, seine Besucher besser kennen zu lernen:

Jede Methode hat seine Vor- und Nachteile. Während bei Logdateianalysen oft nicht den genauen Verlauf eines Besuchers durch die eigene Präsenz nachvollziehen kann und einige interessante Daten (z.B. Bildschirmauflösung) fehlen, sind Trackingservices häufig kostenpflichtig und laufen über fremde Server.

Um mir künftig spezielle “Google-Klauseln” in meinen Datenschutzbedingungen zu sparen, bin ich Bens Tipp gefolgt und habe

Piwik

testweise für einige Projekte installiert (u.a. an-droid.net und dieser Blog). Piwik ist eine Webanalyse Software, die unter Open Source (GPL) veröffentlicht wurde und derzeit in Version 0.4.5 vorliegt. Trotz der niedrigen Versionsnummer läuft Piwik recht stabil und zeigt nach etwa 2 Tagen im Einsatz gute Ergebnisse. Besonders hervorheben möchte ich folgende Merkmale:

  • geringe Anforderungen (PHP 5.1 + mySQL), also auch für Shared Hosting geeignet
  • Profifunktionen: Ziele definieren, Gewinn je Besucher / Keyword, Langzeitauswertungen
  • vollständig anpassbare Oberfläche (Widget basiert)
  • Echtzeit Auswertung (inklusive “Live” Besucher)

Ein paar Screenshots meiner Installation:

Piwik1.png
Übersicht mit Widgets
Piwik2.png
Beliebteste Seiten

Fazit

Ich werde Piwik jetzt erstmal für einige Wochen parallel laufen lassen und dann entscheiden, ob es Google Analytics mittelfristig ersetzen kann. Ein interessantes Projekt ist es allemal!
Links

Meine Frage: Wie analysiert ihr die Besucher eures Blogs / eurer Homepage?

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