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Zeitung zum Hören – myAudioNews

zeitungen.jpgViele Leser werden das Problem kennen: Natürlich würde man sich gerne auf dem Weg in die Arbeit oder Universität auf dem Laufenden halten, doch wie?

Ganz altmodisch mit riesiger Zeitung in der Hand?
Oder modern mit iPhone auf den Mobilportalen der Zeitungen – sofern Netzabdeckung gegeben ist?
Und Autofahrern ergeht es noch schlechter: sie sind auf die unlustigen Radiomoderatoren der Frühsendungen und deren Nachrichtenauswahl angewiesen.

myAudioNews.de

könnte hier der Lückenfüller werden und ich habe den Dienst für euch einige Tage getestet.

Als Quelle dienen drei hochqualitative Zeitungen (Süddeutsche, Handelsblatt und Frankfurter Allgemeine), deren Artikel von professionellen Sprechern vorgelesen werden. Als zahlender Abonnent darf man sich sein eigenes Programm zusammen stellen, indem man

  • Rubriken.pngRubriken (u.a. Politik, Wirtschaft, Sport) als “Soll”, “Kann” oder “Nein” markiert
  • Zeitungen ausschließt oder priorisiert
  • wählt, ob man lieber mehr Kurznachrichten oder stattdessen weniger, aber längere Artikel hört
  • redundante Artikel (aus mehreren Quellen zu einem Thema) ausschließt oder zulässt

Worüber man sich beim Anbieter noch Gedanken gemacht hat, ist die Verbreitung der Inhalte, denn die MP3-Dateien lassen sich nicht über den eigenen Benutzer-Account direkt herunterladen, sondern man kann auch wahlweise

  • eine tägliche eMail mit direkten Links zum Download bekommen
  • die persönliche Auswahl als Podcast für iTunes abonnieren (Sync mit iPod, iPhone)
  • über eine Festnetznummer abhören
  • per spezielle Software direkt auf den Blackberry und Windows Mobile Geräte laden

Die Inhalte stehen morgendlich ab 5 Uhr zur Verfügung!

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Was kostet der Spaß?

Single Medium: 9,90 € / Monat
= 20 Minuten Zeitung je Tag aus einer Zeitung nach Wahl.

Pressespiegel: 14,90 € / Monat
= 30 Minuten Zeitung je Tag aus allen drei Zeitungen.

Beide Angebote sind monatlich kündbar, auch bereits entrichtete Gebühren werden zurückerstattet.

Fazit

Leider nicht ganz günstig könnte myAudioNews dennoch eine interessante Option für Geschäftsleute werden, denn bequemer geht es nicht, sich während der Fahrt ins Büro über aktuelle Themen zu informieren. Auch als Ergänzung zu den Webportalen perfekt!
Was mir noch fehlt: zeitgemäßes Homepagedesign und eine native Anwendung für iPhone und iPod touch!

myAudioNews.png

Links

  1. Wolf
    28. August 2009, 18:23 | #1

    Danke für den Test! myAudioNews hatte ich mal beim Suchen nach so einem Dienst gefunden, war aber beim Preis von 15 Euro sogar vor dem Test zurückgeschreckt. Das ist jetzt nicht anders :-) aber immerhin weiss ich, dass ich etwas verpasse. Als Auto-Vielfahrer und deshalb regelmäßig Bayern 5-Hörer (was nach spätestens 30 min. langweilig wird) wäre dieser Service genau das, was ich suche.
    Aber es bleibt zu teuer. Das sind 180 Euro im Jahr. Niemals.

    Frage: Überall steht man bekäme mind. 30 Minuten, das klingt nach “im Regelfall mehr”. Die Fussnote besagt, dass es pro 5 Min mehr auch 2,5 Euro mehr kostet. Auf welchen Betrag und welche Minutenzahl kommt man denn, wenn man beispielsweise eine komplette Ausgabe abonnieren würde?

  2. 28. August 2009, 18:31 | #2

    @Wolf Ja, ganz billig ist der Spaß wie gesagt nicht, aber in Kombination mit den Webangeboten spart man sich dadurch ggf. ein reguläres Zeitungsabo, das deutlich teurer kommen würde.
    Ich habe im Kundenmenü keine Option gefunden, die 30 Minuten zu verlängern. Du kannst auch keine komplette Ausgabe runterladen, sondern die Artikel werden vom System gemäß deiner Vorgaben für dich zusammen gestellt. Bei mir waren es z.B. heute 11 MP3s mit einer Gesamtlänge von 30,2 Minuten.

  3. Wolf
    28. August 2009, 21:33 | #3

    Hm. Danke für die Info.

    Deutlich teurer kommt mich das E-Paper-Abo der Süddeutschen Zeitung übrigens nicht. Dort sind es 9,90 Euro/Monat, entspricht also genau dem Preis des Abos einer einzelnen Zeitschrift (z.Bsp. SZ) bei myAudioNews.
    Man könnte es auch anders formulieren: Für den gleichen Preis eines E-Paper-Abos erhalte ich die Möglichkeit die Inhalte selbst zusammenzustellen und statt lesen zu müssen, hören zu können.
    Für “nur” 5 Euro mehr sogar die Chance, Informationen aus verschiedene Medien (SZ, Handelsblatt, FAZ) zu erhalten.

    Aber auch 120 Euro sind viel. Möglicherweise jammere ich auf zu hohem Niveau, das mag ich nicht abstreiten, vielleicht habe ich zu hohe Erwartungen, aber irgendwie scheue ich mich dann doch, diesen Betrag auszugeben. Scheinbar reicht mir das Radio als Quelle.

    Selbstkritik: Erbärmlich, wenn ich mir überlege wie ich ohne zu Zögern as mehrfache eines Jahresbetrags füt elektronische Gadgets ausgebe… *schäm* :-)

  4. Seitenreiter
    29. August 2009, 08:43 | #4

    Die Frage ist, muss ich mich permenent mit Informationen zudröhnen? Ich mein dann mach ich halt auf dem Weg zur Uni nix anderes als Fahrrad fahren und bissel grübeln. Klar bin ich seit dem Studium echt in einem Informationsdefizit weil mir schlicht die Zeit fehlt aber hey 90% der Infos haben eh keinen direkten Einfluss….

  5. 29. August 2009, 08:49 | #5

    @Seitenreiter Spannende Frage… Ich hab auf dem Weg zur ersten Vorlesung des Tages sowieso meistens Kopfhörer im Ohr und höre Podcasts. Liegt entweder daran, dass ich ein Media-Junkies bin oder daran, dass ich für mein politisches Engagement auch regelmäßig aktuelle Informationen brauche.

  6. Wolf
    29. August 2009, 09:28 | #6

    @Seitenreiter Die Frage ist, muss ich mich permenent mit Informationen zudröhnen?

    Wer redet denn von muss? Der Eine fährt Fahrrad, der Andere hört Musik, der Dritte pfeift fröhlich vor sich hin und ich höre halt nun mal gerne Nachrichten.

    Dieser Blogeintrag betrachtet eine neue Möglichkeit, Nachrichten zu konsumieren. Niemand unterstellt das man das machen müsste.
    Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass Deine Frage auf eine Rechtfertigung abzielt, nachdem Du das, was ich gerne tue als “zudröhnen” bezeichnest, also negativ interpretierst. Warum sollte ich mich rechtfertigen? Und warum sollte ich mich jetzt nicht umgekehrt über Dein Dahinradeln und Grübeln lustig machen, vielleicht mit dem Wort “Dröge”?

    Ich gebe Dir übrigens Recht: Ein Großteil der Nachrichten ist nicht wirklich relevant für mein tägliches Leben.
    Aber ich habe auch den Eindruck, dass durch viele Informationsschnipsel ein für mich fast unüberschaubares, großes stimmiges Bild entsteht, das mir so ein bisschen die Welt erklärt. In anderen Worten: Diese Infoschnipsel sind wie Puzzleteile, die mir zusammen mit dem was in der Vergangenheit schon an Info dar war verflochten eine Möglichkeit geben, Abzuschätzen wie sich die Welt entwickeln könnte.
    Wie gesagt, was dem Einen seine Musik oder Grübeleien sind mir die Infos aus den verschiedensten Quellen. Ich bin eh gespannt, wie lange es sich noch lohnt, klassische Zeitungen zu lesen.

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