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Die neue LED LENSER X21R im Test

“Puh, was ist denn jetzt los?” So oder so ähnlich wird wohl jeder reagieren, wenn man die riesige Taschenlampe zückt und einschaltet. LED LENSER wagt sich hier auf ganz neues Terrain und meine Erfahrungen mit dem neuen Spitzenmodell gebe ich euch jetzt weiter.

Allgemeines

Hersteller der X21R ist die deutsche Firma Zweibrüder Optoelectronics. Sie ist seit Mitte Dezember 2011 im Handel verfügbar und wird zu Preisen um etwa 420 Euro (Stand Februar 2012) gehandelt.

Lieferumfang

Im stabilen und robust wirkenden Koffer befinden sich neben der eigentlich Leuchte X21R:

  • ein etwas klobiger Akku
  • eine stabile Ladehalterung (ermöglicht die Montage an der Wand – Dübel und Schrauben liegen bei) zzgl. Netzteil
  • Trageriemen nebst gummierten Manschetten zur Befestigung an der Lampe
  • SmartCard (nicht unwichtig bei so vielen Funktionen) zur Erklärung aller verschiedenen Lichtmodi

Technische Daten

Jetzt geht es ein wenig ans Eingemachte. Was leistet der High Performance Scheinwerfer?

  • 7x High End Power LEDs
  • 412 mm (41,2 cm) lang
  • 1440 g (1,4 kg) Gesamtgewicht
  • bis zu 1600 Lumen Leuchtkraft
  • 4x DNiMH Batterien (im Akkuschlauch verbaut)
  • 7 Std. durchschnittliche Leuchtdauer (bei minimaler Helligkeit)
  • Leuchtweite von bis zu 600 Metern

Smart Light Technology

Wer sich jetzt fragt, was “schlaues Licht” oder “intelligentes Licht” (Smart Light Technology) bedeutet, liest einfach weiter.

  • Grundlage: es ist ein computeroptimierter Microcontroller verbaut, der sich anhand dreier verschiedener Lichtprogramme an die Anforderungen des Benutzers anpasst. Die drei Programme sind:
    1. Professional (qualifizierte Nutzung einer Taschenlampe, z.B. Geocaching)
      Modi: Power, Low Power, Dim, Blink, S.O.S.
    2. Easy (normale Taschenlampennutzung)
      Modi: Low Power, Dim
    3. Defence (Sicherheitsmodus, z.B. für Nachtwächter)
      Modi: Power, Strobe
  • Bedient wird das ganze über einen einzigen Schalter zur Kontrolle aller Programme und Lichtmodi.
  • Einsatzszenarien der verschiedenen Lichtmodi:
    1. Defence Strobe (schnell blinkendes Licht, schmerzend bzw. tränend in den Augen, gut gegen Angreifer)
    2. Power (lang anhaltendes Licht)
    3. Low Power (automatisch regulierte Dimmung)
    4. S.O.S. (Notsignal)
    5. Dim (Dimmung auf 15 % seiner ursprünglichen Helligkeit, energiesparend)
    6. Blink (langsam blinkendes Licht)
    7. Boost (greller Lichtstrahl)

X-Lens System

Eine der Neuheiten (zumindest für mich) ist das X-Lens System. Trick dieses Systems ist es, die Lichtkegel mehrerer Linsen zu synchronisieren, also ihre Leuchtkraft zu bündeln. Bei der X21R werden alle 7 LEDs zu einem scharfen Lichtkreis kombiniert, der sich von der Helligkeit auch nicht hinter Autoscheinwerfern vergleichen muss.

 

 

Stromzufuhr

Das Ladesystem besteht aus einer magnetische Ladebuchse, die einen anwendungsfreundlichen Ladevorgang ermöglicht, da das bei vielen anderen Modellen übliche, umständliches Entnehmen des Akkus entfällt. Verschleißfreie Magnetkontakte sorgen für eine problemlose Ladung und dem Schutz vor Verschmutzung.

Zu diesem Konzept tragen auch vergoldete Kontakte zum Akkufach bei, die bessere Leitungsfähigkeit und weniger Verschleiß bedeuten. Ich kenne so hochwertige Verarbeitung sonst nur von High-End Audio-Equipment.

Etwa fünf Minuten vor Ende der Akkuleistung wird durch mehrmaliges kurzes Blinken dessen baldiges Ableben angezeigt: “Bring mich zur Steckdose”.

Die 12-eckige Form des Lichtkopfes und Akkufaches soll ein unerwünschtes Wegrollen verhindern, was im Außeneinsatz (unebene flächen) aber eher mäßig funktioniert.

Einsatzszenarien

Für die X21R gibt es viele Einsatzszenarien: als ambitionierter Hobbyfotograf weiß ich 1600 Lumen Leuchtkraft durchaus zu schätzen. Denn damit bekomme ich auch weiter entfernte Objekte ordentlich ausgeleuchtet. Bei Langzeitbelichtungen ergeben sich wunderbare Möglichkeiten der Lichtmalerei. Leider hat das Rostocker Wetter in den letzten Tagen keine ausgiebigen Fototouren zugelassen, aber ich trage ein X21R beleuchtetes Leuchtturm-Motiv nach…

Aber auch andere Einsätze erfordern viel Licht: Sicherheitsdienste, Feuerwehren, Rettungsdienste. Immer dann, wenn Größe und Gewicht eher nebensächlich sind, kommt diese LED Lenser groß raus.

Mein Fazit

Die Taschenlampe besteht aus hochwertigen Materialen und sieht edel aus, dabei ist sie griffig und liegt trotz oder gerade wegen ihres Gewichts gut in der Hand. Genau dieses Gewicht wird zum Problem, wenn man sie wirklich für längere Zeit aktiv als Taschenlampe einsetzen möchte: hier bietet sich der Einsatz des Umhängegurts an.

Ich denke, sie würde sich gut zur Verteidigung eignen, um potentiellen Angreifern “ordentlich eins über die Rübe ziehen zu können”, in meiner Tasche macht sie der Led Lenser M7R aber keine Konkurrenz, denn als “Immer-dabei-Lampe” ist sie einfach zu lang bzw. klobig; sie beansprucht zu viel Stauraum.

Bei der X21R handelt es sich um eine qualitativ hochwertige Taschenlampe mit extrem hellen Licht. Aufgrund der enormen Größe und des hohen Gewichts sehe ich für den privaten Gebrauch nur wenige Einsatzszenarien und spreche meine Empfehlung daher professionellen Anwendern (Fotografen, Sicherheitsdiensten, etc.) aus.

Links

Blog Marketing Blog-Marketing ad by hallimash

  1. 6. August 2012, 18:19 | #1

    Viel MarketingBlub um eine sicherlich gute und robuste “Taschenlampe” zum Preis eines “Laptops” zu verkaufen.
    Das X-Lens System nutzt jede Taschenlampe mit mehr als einer Lichtquelle (auch die für 5€).
    Da wird auch nicht wirklich was Synchronisiert, die 7 LEDs liegen einfach nur flach auf der Platine auf. Durch ihren Abstand von ca. 1cm untereinander differiert der Abstand der 7 einzelnen Lichtkegel unabhängig von der Entfernung auch nur um ca. 1cm.
    Ab ein paar Metern sieht man da nix mehr.

    “ein computeroptimierter Microcontroller” was? Jeder Microcontroller wird mit Computern entworfen und schlussendlich auch Programmiert. Audi wirbt ja jetzt auch nicht mit rundlaufenden Rädern.
    Blinkende LEDs sehe ich inzwischen schon in Kinderschuhen, ist übrigens ein gemeinübliches “Hello World” wenn man anfängt Microcontroller wie den Arduino zu programmieren.
    Wenn man das Ding hackt kann man der Taschenlampe ja vielleicht beibringen Goethes Faust zu morsen.

  2. 8. Januar 2013, 21:53 | #2

    Wenn man keine Ahnung hat sollte man einfach mal den Mund halten.
    Ich kann dieses negativ gelalle von Led Lenser Gegnern nicht mehr hören.
    Jaja die Leds liegen platt auf der Platine. damit hast du zwar recht, trotzdem hast du das System nicht verstanden. den nicht die Led bringt den strahl zustande, sondern die patentierten Reflektorlinsen. Und diese sind so berechnet das es einen Mega Leuchtstrahl ergibt, der bis zu 800m weit leuchtet.
    Es gibt kein anderes effektives Fokussystem … niemand kann Licht so steuern wie Led Lenser.
    Aber Du bist ja noch beim Microcontroller über den Du Dich witzig machen musst.
    Du arme amerikanische MagLite Wurst.

  3. 8. Januar 2013, 22:33 | #3

    MagLite?!? Auch sowas brauche ich nicht.
    Wenn meine 5€ Knipse die 800m 600m nicht ausreicht, gehe ich einfach näher ran.
    Egal, es ist nur eine Taschenlampe.
    Du steigerst dich da irgendwie zu weit rein, man könnte fast meinen du wirst von denen bezahlt.

    Ups.

  4. 8. Januar 2013, 22:33 | #4

    MagLite?!? Auch sowas brauche ich nicht.
    Wenn meine 5€ Knipse die 600m nicht ausreicht, gehe ich einfach näher ran.
    Egal, es ist nur eine Taschenlampe.
    Du steigerst dich da irgendwie zu weit rein, man könnte fast meinen du wirst von denen bezahlt.

    Ups.

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