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Am 30. Januar startet BlackBerry 10

22. Januar 2013 Keine Kommentare

phonesIch möchte mich an dieser Stelle nicht dem Chor der “BlackBerry ist tot.” Sänger anschließen. Der kanadische Hersteller RIM hat seit jeher einiges richtig gemacht. Mit keinem anderen Gerät kann und konnte man so schnell und effizient kommunizieren. Mit wenigen Tastendrücken war alles erledigt, oft bevor man mit anderen mobile Betriebssystemen die entsprechenden Apps gestartet hatte. Man vergleiche dazu auch meinen Artikel von der CeBIT 2011.

Doch das Betriebssystem wirkte einfach altbacken, gerade im Vergleich zu den Full-Touch-Devices der anderen Hersteller. Die App-Auswahl war eher mau, oft teuer und von mäßiger Qualität. Für viele User darüber hinaus ein no-go: die Geräte mussten sich über einen speziellen und in Deutschland in der Regel nur gegen Aufpreis erhältlichen Datentarif (BIS) mit dem Internet verbinden. Ein “normaler” Internet-Tarif, wie in allen Smartphone Tarifen enthalten, reichte zwar zum Surfen, ermöglichte aber keine Kommunikation per E-Mail oder dem Instant Messenger BBM. Während ich der Firmenlösung (BES) ihre Daseinsberechtigung nicht absprechen möchte, werden mir Informatiker wohl zustimmen, dass die BIS-Vorteile Verschlüsselung und Komprimierung heutzutage keine mehr sind: Beim BIS laufen alle Nachrichten über einen zentralen Server (auf den Regierungen auf Wunsch Zugriff erhalten), die Verbindung dorthin ist verschlüsselt. Wenn nun das BIS Rechenzentrum Probleme hat (mehrfach auch in Europa geschehen), kommen gar keine Mails mehr an. Und sicherer als eine SSL-verschlüsselte End-to-End Verbindung zum selbst-gehosteten E-Mail-Server ist das natürlich auch nicht. Das zweite BIS-Verkaufsargument, nämlich die starke Kompression, zieht heutzutage bei schnellen Verbindungen, riesigen Inklusiv-Volumina und/oder Flatrates auch nicht mehr wirklich.

Ende 2010 begann RIM Experimente mit einem neuen Betriebssystem, basierend auf der Firmenübernahme von QNX, Hersteller eines RTOS, das unter anderem in Autos, Kraftwerken & Co zum Einsatz kommt. Erstes Produkt war Tablet OS, installiert auf dem eher mäßig erfolgreichen PlayBook 7″ Tablet. Leider, denn spätestens mit dem Update auf OS 2.0 wurde auch die zuvor schimpfende Presse besänftigt. Aber es war zugegebenermaßen auch nicht sonderlich klug von BlackBerry, das Gerät anfangs “unfertig” ohne eigenständige PIM (E-Mail, Kalender, Kontakte) Apps auszuliefern… Aber nicht nur das: die verfügbaren Apps waren (in Ermangelung von UI Guidelines) oft unschön anzusehen und die Anzahl mit wenigen tausend mehr als überschaubar. Viel schlimmer war: es fehlten die “Großen”.

Zwei Jahre später – Januar 2013

BlackBerry WorldThorsten Heins (von den Nordamerikanischen Fans oft einfach nur “Thor” genannt) hat vor einem Jahr das Ruder beim RIM übernommen. Der deutsche Manager wirkt an der Firmenspitze sympathisch, vielleicht gerade weil er nicht der geborene (Selbst-)Verkäufer ist. Seine Vorgänger, RIMs Firmengründer Jim Balsillie und Mike Lazaridis wirkten gerade zum Schluss etwas “festgefahren”.

Es kommt BlackBerry 10 und löst alle Vorgänger ab. BlackBerry 10 basiert auf QNX, macht aber vieles besser als Tablet OS und einiges besser als Google und Apple. Als App-Entwickler wurde mir seit Juni 2012 ein Entwicklungs-Gerät (Dev Alpha) zur Verfügung gestellt, mit dem sich etliche Features bereits testen ließen. Eine der von mit eingereichten Apps ist XRMT – eine Fernsteuerung für XBMC.

Ich muss vorweg schicken, dass BlackBerry sich mit BB10 treu bleibt. Schnelle Kommunikation steht weiterhin im Mittelpunkt, denn egal wo man gerade im System steckt: die Nachrichtenzentrale (BlackBerry Hub) ist nie mehr als einen Swipe entfernt:

Sehr schön gelöst ist auch die virtuelle Tastatur. Während 2013 noch mindestens ein Modell mit Hardware-Keyboard folgt, wird das erste Telefon, vermutlich BlackBerry Z10 genannt, ein Full-Touch-Device – völlig ohne Knöpfe auf der Vorderseite – sein. Gerade weil BlackBerry-User aber an ein gutes Schreiberlebnis gewöhnt sind, wurde unter anderem Technologie von TouchType (Hersteller von SwiftKey) eingekauft, die ein schnelles Tippen ermöglicht – auch in mehreren Sprachen gleichzeitig ohne manuelles Umstellen.

Aber auch an den anderen Schrauben wurde mächtig gedreht: so erreicht der (Webkit-basierte) Browser einen Spitzenwert  bei den gängigen HTML5 Tests und schlägt bei der Geschwindigkeit zumindest die mobilen Kontrahenten. Die “App World” wurde in “BlackBerry World” umbenannt und soll neben Filme und Musik auch eine erstaunlich hohe Anzahl Apps enthalten. Angesagt sind zum Launch >70.000 Apps, darunter befinden sich 90% der Top-600 Apps anderer Plattformen.

Auch technisch ist man mit dem Z10 auf Höhe der Zeit angekommen: NFC (samt Mobile Payments), LTE, 1,5 GHz Dual-Core CPU, 2GB RAM, per MicroSD erweiterbarer Speicher (16 GB on-board).

Ein schönes (vermutlich gegen irgendwelche NDA-Bestimmungen verstoßendes – siehe die 4x abgeklebte Seriennummer) Video habe ich bei telekom-presse.at gefunden:

Ich bin jedenfalls gespannt, welche Überraschungen RIM nächste Woche aus dem Hut zaubert und natürlich auf die finale Hardware. Sofern die einen Bericht wert ist, lest ihr selbstverständlich hier darüber…

Tablet Shootout: Win8 vs iOS vs Android vs TabletOS

3. September 2012 Keine Kommentare

Kein Mensch braucht 4 Tablets. Naja, nur wenige. Entwickler und so…

Jedenfalls habe ich heute einen lange gehegten Plan umgesetzt und die vier Tablet Betriebssysteme mal im Direktvergleich gezeigt:

  • Android (4.0 auf einem HP Touchpad),
  • iOS (5.1.1 auf einem iPad, 3. Generation),
  • Tablet OS (auf einem BlackBerry PlayBook) und
  • Windows 8 Pro auf einem Intel Prototypen (ExoPC)

Absichtlich habe ich dabei keine Wertung vorgenommen, sondern zeige eher, dass für viele Szenarien das Betriebssystem eine eher untergeordnete Rolle spielt.

Hier das Video bei YouTube:

Wenn eurer Meinung nach ein wichtiger Aspekt fehlt oder ich ein spezielles Szenario auf den Geräten vergleichen soll, hinterlasst einfach einen Kommentar.

BlackBerry 8520 Prepaid (CallYa)

10. September 2011 Keine Kommentare

Dank trulco durfte ich in den letzten Tagen ein BlackBerry Curve 8520 in Kombination mit dem ersten (und derzeit einzigen) BlackBerry kompatiblen Prepaid Tarif Deutschlands testen.

Von trnd bekam ich zum Testen ein Starterpaket mit folgendem Inhalt zur Verfügung gestellt:

  • BlackBerry Curve 8520 (mit microUSB-Kabel, 2GB microSD-Karte, Ladegerät, Headset, Software, etc.)
  • CallYa SIM-Karte (Startguthaben inklusive)
  • Anleitungen und Infos zur Testaktion
Das Paket gibt es so auch direkt bei Vodafone für 169,99€ zu kaufen.

Die Hardware: BlackBerry Curve 8520

Das Curve 8520 ist das derzeit günstigste Einsteigermodell des kanadischen Herstellers Research in Motion (RIM), wurde bereits im August 2009 veröffentlicht, hat aber schon das neue optische Trackpad statt dem Navigationsball, der die “Brombeeren” anno dazumal berühmt machte. Das Alter merkt man dem Smartphone aber dennoch bei den technischen Daten an:

  • Perfekte Hosentaschengröße: 109 x 60 x 13.9 mm
  • Schön leicht: 106 Gramm (mit Akku)
  • Akkulaufzeit: bei mir etwa 2 Tage bei durchschnittlicher Nutzung (E-Mail-Push, Facebook, Twitter, …)
  • Display mit (leider nur) 320 x 240 px Auflösung
  • QWERTZ-Tastatur
  • 2 Megapixel Kamera (Fotos max: 1600 x 1200 px, Videos max: 320 x 240 px), ohne LED-Licht oder -Blitz
  • 256 MB Speicherplatz (durch microSD-Karten erweiterbar, max. 32 GB; im Lieferumfang: eine 2 GB Karte)
  • 512 MHz Prozessor
  • Kommunikation/Daten:
    • Quad-Band GSM (GPRS, EDGE): 850 / 900 / 1800 / 1900 (aber leider kein UMTS!)
    • WLAN 802.11b/g
    • Bluetooth 2.0 (mit A2DP für Stereo-Audio Übertragung)

Wer – von der aktuelle Gigahertz-Jagd geblendet – jetzt ein lahmes oder ruckeliges Smartphone-Erlebnis erwartet, wird schnell eines Besseren belehrt – meist läuft alles sehr flott.

Die eingebaute 2 Megapixel Fixfokus Kamera reicht für Schnappschüsse aus, die Farben werden meist brauchbar wieder gegeben. Wer höhere Ansprüche hat, wird mit der geringen Auflösung und dem fehlenden Blitz (oder LED-Licht) wohl nicht glücklich.

Sehr schmerzlich finde ich jedoch, dass der Hersteller auf UMTS- und GPS-Module verzichtet hat. Das heißt: unterwegs reicht die Geschwindigkeit dank RIMs Kompressionstechnik zwar locker aus, um E-Mails und BBM-Nachrichten in Echtzeit zu empfangen und senden, aber surfen auf “normalen” Webseiten macht mit maximal 236 kbps nicht wirklich Spaß. Und mal eben auf einer Karte die eigene Position anzeigen lassen oder gar Navigation im Auto: Fehlanzeige.

Für Android oder iPhone Nutzer enttäuschend: die BlackBerry App Word, wo Curve Nutzer Anwendungen herunterladen können. Es ist nicht nur die Auswahl stark eingeschränkt, sondern vor allem meist kostenpflichtig und nicht immer qualitativ überzeugend.

Wo das kleine Kraftpaket hingegen auch iPhone 4 und das Samsung Galaxy S schlägt sind die textgestützten Kommunikationsdienste, vor allem E-Mail und SMS. Schneller war ich noch nie. Sehr gut gefällt mir auch der BBM (BlackBerry Messenger), den ich trotz nur weniger BBM Kontakte mittlerweile intensiver Nutze als SMS. Er ist:

  • schnell und einfach – wie eine SMS
  • mit Anhängen (Bilder, Audio, etc.) – wie eine MMS
  • automatische Zustell- und Lesebestätigung
  • kostenlos
  • und leider nur zwischen BlackBerry Usern…

iPhone 4 - BlackBerry Curve - Galaxy S

Der Tarif: CallYa Smartphone Fun (BlackBerry)

Eins vorab: ich bin seit etwa zwei Jahren Vertragskunde bei o2 (im Tarif o2 o online) und meine Rechnungen überschreiten trotz Datenflat selten 20 Euro. Der voreingestellte CallYa Tarif hingegen ist gar nicht nach meinem Geschmack. Zu kompliziert und für mein Nutzungsverhalten einfach völlig unpassend.

  • Grundgebühr 12,48€ (2,49€ + 9,99€)
  • Darin enthalten: BlackBerry Dienste Flat (E-Mail, BBM, IM) + Internet (Drosselung ab 200 MB)
  • Je Gespräch zu Vodafone (Inland): 29 Cent
  • SMS zu Vodafone (Inland): 1. SMS/Tag: 29 Cent, 2.-100. SMS/Tag: kostenlos, ab der 101. SMS/Tag: 19 Cent
  • Je Gespräch ins Festnetz (Inland): 29 Cent
  • Je Minute in anderen Handynetze: 29 Cent
  • SMS in die anderen Handynetze: 19 Cent

Wer denkt sich denn so einen Tarif aus? Wo Preise in drei verschiedenen Abrechnungseinheiten ausgedrückt werden: €/Gesprächsminute, €/Gespräch und € für die erste SMS und dann ab der 101. wieder, jeweils unterschieden nach Netz. Ich will mir ehrlich gesagt nicht vor jeder Interaktion mit meinem Handy überlegen, welche Kosten denn dieses Mal auf mich zukommen bzw. welche Freunde im Vodafone Netz unterwegs sind (dank Rufnummernportierung ist das ja auch nicht einfach zu erkennen)…

Eventuell aufgrund eines Fehlers (denn laut der uninformierten CallYa Hotline in Kairo, Ägypten [sic!] wäre diese Kombination gar nicht möglich) kann man mit der auf dem Curve vorinstallierten “Mein CallYa”-App in die Tarifoption Smartphone Fun wechseln, die für die (wohl) gleiche Grundgebühr nicht nur eine SMS-Flat in alle Netze, sondern auch sonst einfache und günstige Konditionen bietet (9 Cent pro SMS und Gesprächsminute in alle inländischen Netze) bietet.

@Vodafone: hier bitte unbedingt nachbessern! Sowohl was die unübersichtlichen Tarife und -optionen angeht als auch Schulung der Hotline-Mitarbeiter. Ich bin ehrlich gesagt sehr froh, während der Testphase nichts aus eigener Tasche zahlen zu müssen…

Die Netzabdeckung war bisher durchwegs gut – selbst in neuen Gebäuden, wo o2 teilweise Probleme hat. Leider hat Vodafone aber viele Funkmasten direkt von GPRS auf UMTS umgerüstet und die Brückentechnik EDGE übersprungen. Dort surft man dann mit maximal 53,6 kBit/s.
Zwei Rechenbeispiele: die Anzeige einer kleinen Webseite (200 KB) dauert so über eine halbe Minute. Und eine Beispiel-App aus der App World mit 2 MB mehr als fünf Minuten…

Links

  1. CallYa Prepaid Tarif
  2. BlackBerry Curve 8520
  3. BlackBerry Messenger

BlackBerry PlayBook – die erste Woche

4. Mai 2011 Keine Kommentare

Seit fast einer Woche ist das neue BlackBerry PlayBook jetzt bei mir. Das ist der richtige Zeitpunkt, ein erstes Fazit zu ziehen.

Ich bin seit Dezember 2010 Tablet Nutzer (Archos 70 IT- ein Android 2.2 Tablet) und habe mich damals schon bewusst für ein Modell mit sieben Zoll entschieden. Es ist für mich der praktischere Formfaktor. Eine Größe, bei der man nicht nachdenken muss, ob man das Gerät jetzt mitnimmt oder nicht, denn es passt in jede Tasche.

Um solche Größenvergleiche zu visualieren, habe ich vor einiger Zeit ja collate.us ins Leben gerufen (Achtung: moderner Webbrowser erforderlich):

Zwischen dem Archos und dem PlayBook liegen Welten. Was sechs Monate in der Halbleiterwelt alles ändern können. Nicht nur die deutlich besseren technischen Daten (Dual Core statt Single Core 1GHz ARM CPU, 1 GB statt 256 MB RAM), sondern auch die Verarbeitung des RIM-Gerätes wissen zu begeistern.

Einen direkten Vergleich vom Browser (samt Flash), PDFs, App World vs Android Market und eMail habe ich in diesem (ruckeligen) Video festgehalten:

Was im Video so nicht gezeigt wird:

Der Bildschirm ist großartig und muss nicht nicht vor dem iPad 2 verstecken. Ganz im Gegenteil: die Pixeldichte ist mit 182 ppi deutlich über dem iPad Niveau mit 132ppi. Weil der schwarze Rahmen um das Display auch touch-sensitiv ist, konnte RIM eine sehr intuitive Steuerung mit Gesten einführen. HPs webOS lässt grüßen, wobei das bald erscheinende HP TouchPad ohne Gestensteuerung auskommen muss.

Das PlayBook hat den besten Browser, den ich je auf einem mobilen Gerät gesehen habe. Alles sehr “smooth” und neben HTML5 wird auch Flash ordentlich (tatsächlich sogar stabiler und schneller als auf meinem PC) unterstützt.

Result: 100/100 Scored 258 + 9 Bonus Points Result 2348.6 ms

Multitasking ist annähernd perfekt umgesetzt. Wahlweise laufen Anwendungen im Hintergrund weiter oder werden bei Benutzung einer anderen App pausiert. Oli hat Multitasking kürzlich auf die Spitze getrieben: 1080p Video Playback, Need for Speed und ein geöffneter Browser samt Flash-Inhalten parallel. Das gesamte System ließ sich weiterhin butterweich bedienen.

Hauptnachteil: Die Zahl der Anwendungen in der BlackBerry App World ist noch stark eingeschränkt – laut offiziellen Angaben waren es 3000 Anwendungen zum Marktstart. Das ist mehr als die 48 nativen Honeycomb Apps (Stand Mitte April), aber natürlich deutlich weniger als für iOS verfügbar ist. Besonders hervorheben möchte ich Facebook sowie Video Chat.

Habt ihr Fragen? Soll ich bestimmte Dinge vor dem deutschen Marktstart (im Juni) genauer beleuchten? Ab in die Kommentare damit!

Die Evolution am Handymarkt [CeBIT 2011]

3. März 2011 1 Kommentar

Eine Revolution im Mobilfunktmarkt wie die Jahre zuvor gab es 2011 auf der CeBIT nicht zu sehen. Die Hersteller waren dennoch fleißig, ihre Produkte mit neuen Features wie NFC (Near Field Communications = Kurzstreckenfunk: eine Technik, die künftig drahtlose Bezahlvorgänge vereinfachen könnte) oder 3D Kameras auszustatten.

Erster Hersteller auf meinem Messerundgang war Microsoft. Windows Phone 7 läuft ja bislang eher schleppend an. Das Interesse hielt sich auch am – ansonsten sehr gut besuchten – Microsoft-Stand zurück. Anstehen musste man jedenfalls nicht, um mit einem der ausgestellten WP7 Handys spielen zu können.

Apropos Windows Phone 7: Der neue Haus- und Hoflieferant Nokia war ebenfalls mit einem Stand vertreten, wenn auch in einer anderen Halle. Zu sehen gab es – wie erwartet – aber die “alten” Modelle mit Symbian^3.

Nebenan gab es bei Sony Ericsson das Xperia Play zu begutachten. Wer eine PSP-ähnliche Erfahrung vermutet, wird wohl enttäuscht werden. Die Ladezeiten und Grafik blieben bei meinem Test hinter der “richtigen” Spielekonsole zurück. Spaß macht es aber trotzdem und ich hoffe, dass dieses Gerät neue Impulse für die Spielebranche setzt, ihre Titel künftig auch für Android zu portieren.

Samsung hatte die Vorabversion ihres neuen Top-Modells Galaxy S 2 ausgestellt. Hut ab: So viel Technik in ein so kompaktes und leichtes Gehäuse packt sonst derzeit keiner. Wer sich an den Samsung-üblichen Softwareanpassungen (u.a. Touchwiz und KIES) nicht stört, findet mit dem S 2 einen perfekten Begleiter für unterwegs.

Überrascht hat mich BlackBerry. Nein, außer dem PlayBook gab es keine neuen Geräte zu sehen. Bisher hatte ich die Business-Telefone eher als “antik” belächelt, aber nach einigen Minuten Praxistest ließ sich das Bold (ohne Touchscreen) mit dem Trackpad mindestens genauso schnell bedienen wie das Handy, das ich täglich nutze. Auch das Spitzenmodell Torch mit Touchscreen und ausziehbarer Tastatur wusste zu gefallen.

LG schickt zwei neue Boliden ins Rennen. Beide unter dem Label Optimus, beide mit Zweikern-Prozessor und eingebautem HDMI Ausgang. Hauptunterschied ist die Kamera: Im Optimus P990 Speed kommt eine 8 Megapixel Kamera mit FullHD Video zum Einsatz, beim P920 3D sind es zwei 5 Megapixel Kameras, die gemeinsam 3D Filme aufzeichnen können. Nicht nur aufzeichnen kann das letztgenannte Modell, sondern das Display kann auch ohne Brille oder andere Hilfsmittel dreisimensionale Inhalte (Filme, aber auch Spiele) wiedergeben.

Kein Handy zeigt o2, aber den Prototypen eines Automaten mit zukunftsweisender Bezahltechnik: Per Anruf (künftig auch NFC) lässt sich bequem bargeldlos bezahlen. Dazu ruft man momentan die auf dem Automaten aufgedruckte Telefonnummer an, Sekunden später darf man das gewünschte Produkt wählen. Es folgt eine abschließende Bestätigungs-SMS.

Nicht ausgestellt hat leider HP/Palm. Es folgt noch ein allgemeines Fazit mit Highlights der CeBIT 2011, die weder mit Tablets noch Mobiltelefonen zu tun haben.

Kostenloses Blackberry Playbook für Entwickler

13. Januar 2011 1 Kommentar

Die Aktion ist nicht neu, da sich aber gestern die Bedingungen gelockert haben, weise ich euch trotzdem darauf hin:

RIM, der Blackberry-Hersteller, verschenkt an alle Entwickler, die bis zum 15. März 2011 (zuvor 1. Februar) eine App für das bald erscheinende Playbook einreichen, ein ebensolches Gerät. Wer mit “Playbook” nichts anfangen kann, dem helfe ich mit einer Video-Review von der CES 2011 auf die Sprünge:

Die technischen Daten sind recht knackig (Dual-Core 1 GHz CPU, 1 GB RAM, FullHD-Playback, 2 HD Kameras, 7″ Display mit 1024×600 Pixel Auflösung) und das Betriebssystem erinnert an das auf Multitasking getrimmte Palms WebOS. Eine interessante Kombination.

Warum RIM das macht? Mobile Plattformen definieren sich aktuell über die Anzahl und Qualität der im Marktplatz verfügbaren Anwendungen. Ein Gerät ohne nennenswerte Apps wird nicht gekauft, für ein Gerät ohne ausreichend Nutzer entwickelt niemand. Um diesem Henne-Ei-Problem zu entkommen, lockt der Hersteller hier schon vor Marktstart Entwickler ins eigene Lager.

Welche Voraussetzungen müsst ihr und eure App erfüllen?

  • je Entwickler gibt es nur ein Playbook – unabhängig davon, wie viele Apps eingereicht werden
  • die Anwendung – und alle ggf. nötigen Korrekturen – müssen bis 15. März 2011 im App World Vendor Portal eingereicht sein
  • eure App muss in irgendeiner Form auch für andere nützlich sein und muss über mehr als eine Funktion (Beispiel: ein Bild anzeigen) verfügen
  • Programmierkenntnisse in Flex/Actionscript (AIR SDK) oder Webtechnologien (WebWorks SDK) sind von Vorteil
  • ein Windows PC oder Mac ist momentan noch unabdingbar

Details zu den Aktionsbedingungen und Bedingungen des Marktplatzes.

Wie funktioniert das grob?

  1. Tools runterladen (Achtung: der Flash Builder ist kostenpflichtig, kostenlose 30 Tage (FB 4) bzw 60 Tage (FB 4.5) Demoversion erhältlich)
  2. Einführung lesen (Windows / Mac) und ggf. Webcasts anschauen
  3. eigene App entwickeln
  4. beim Vendor Portal registrieren
  5. zum Notar gehen und Identität bestätigen lassen (hat mich 12,50€ gekostet und etwa 10 Minuten gedauert)
  6. App einreichen und warten
  7. über kostenloses Playbook freuen (Achtung: ggf. fallen Einfuhrabgaben – also Einfuhrumsatzsteuer und evtl. Zoll – an)

Ein guter Startpunkt ist diese Infoseite.

Meine Erfahrungen

Ich habe nach Weihnachten angefangen, mich intensiver mit Tablet OS zu beschäftigen und bin jetzt mit der dritten ActionScript-App fertig. Sagen wir es so: es gibt schlimmeres. Die Doku ist zwar noch nicht vollständig, einige qnx-Elemente verhalten sich noch nicht so, wie man das erwartet, aber im Forum findet man oft schnell eine Lösung oder bekommt einen Tipp.

Meinen justdict.com Client habe ich am 8. Januar eingereicht, seit dem 11. ist er “under review”.

Jetzt stürze ich mich noch auf das neue WebWorks SDK, womit ich hoffe, meine webOS Apps (z.B. myGeoTools) bequem portieren zu können. Die Anwendungen werde ich aber dann hier nochmal gesondert vorstellen.

Was sagt ihr zur Aktion? Interessant? Seid ihr dabei?

Grooveshark – Spotify for the rest of us

15. November 2010 Keine Kommentare

Während wir Deutschen weiterhin auf die (Proxy-freie und legale) Nutzung Spotify warten dürfen, habe ich mich in ein ähnliches Angebot verguckt: Grooveshark.

Flash Startseite Flash Playback HTML 5 Preview

Die US-amerikanische Firma bietet quasi die gleiche Funktionalität nur ohne den ganzen “Mist” aussenrum. Grooveshark ist:

  • kostenlos
  • ohne Anmeldung sofort nutzbar
  • IP-Sperren-frei (keine Sperre für Deutschland)

Ja, ihr habt richtig gelesen! Einfach www.grooveshark.com öffnen, nach einem Track suchen und dann wahlweise automatisch ähnliche Songs hinzufügen lassen (“Radio”) oder die Lieblingssongs selbst aus dem Katalog heraussuchen. Man kann alle Vorschläge mit den bekannten Funktionen als gut oder schlecht (Titel wird sofort übersprungen) markieren. Angemeldete Nutzer können Songs auch favorisieren und die angelegten Playlisten dauerhaft speichern.

Für faire 3$ im Monat wird man VIP-Mitglied. Dafür erhält man zum Beispiel:

  • native mobile Clients für iPhone (Cydia), Android, webOS und Blackberry
  • den Grooveshark Desktop (Adobe Air)
  • last.fm Scrobbling
  • und (Highlight): man kann die HTML5 Preview der Seite schon jetzt nutzen

Zu schön um wahr zu sein? Entgegen anderslautender Diskussionen im deutschen Raum scheint die Seite legal zu sein – siehe Wikipedia (EN).

Deshalb mein Tipp: einfach testen! (Und dann hier bedanken, falls es euch gefällt ;) )

doubleTwist – die iTunes Alternative

7. Oktober 2009 2 Kommentare

doubletwistlogo.jpg

Die gerade eben veröffentlichte Version von doubleTwist setzt den genialen Ansatz fort: Eine einzige schlanke Oberfläche, um die eigene Musiksammlung, Fotobibliothek und digitale Videothek mit nahezu beliebigen Endgeräten zu synchronisieren. Laut Homepage unterstützt die sowohl für Windows als auch für Mac OS X verfügbare Software momentan unter anderem:

  • Blackberry
    • Curve
    • Pearl
    • Storm
    • Bold
  • Android

    • HTC G1, Magic, Hero und Tattoo
    • Samsung Galaxy
  • Nokia
    • N-Serie, z.B. N95
    • E-Serie, z.B. E61i, E62
    • 5800 XPress Music
  • Sony Ericsson (Walkman und Cybershot Serie)
  • Palm Pre
  • Sony PSP
  • LG (Viewty und Shine)

supportedDevices.jpg

Your iTunes library on any device.
In seconds.

In der Windows Version werden außerdem iPods und Windows Mobile Geräte unterstützt. Die komplette Liste gibt es hier. Notwenige Konvertierungen nimmt doubleTwist dabei je nach Zielplattform on-the-fly vor. Und so sieht das ganze mit meinem G1 aus:

doubletwist1.jpg doubletwist2.jpg doubletwist3.jpg

Die Oberfläche ist wirklich gut gelungen. Auch bei der Geschwindigkeit dürfte sich Apple von Jon gerne eine Scheibe abschneiden.

Apropos: hinter diesem Projekt steht maßgeblich Jon Lech Johansen (aka DVD Jon), der nicht nur mit DeCSS den DVD Kopierschutz außer Gefecht setzte, sondern auch oft genug Apples Kopierschutz mit (jeweils kurzfristigem) Erfolg angegriffen hat.

Das spannendste neue Feature in Version 1.0b9 ist wohl der integrierte Amazon MP3 Store. Leider muss momentan eine Anschrift in den USA im Amazon Account gespeichert sein. Außerdem lassen sich jetzt auch komplette Playlisten per Drag’n’Drop überspielen. Die Listen werden auf Wunsch aus iTunes übernommen.

amazon1.png amazon3.png playlists.png

Mir fehlt noch

  • Musik und Fotos vom Gerät auf den Mac sichern
  • Zwang zur Registrierung eines Accounts macht (derzeit) keinen Sinn
  • vollautomatische Synchronisierung (ist wohl in der Windows Version bereits enthalten)

Zum Download!

Zeitung zum Hören – myAudioNews

28. August 2009 6 Kommentare

zeitungen.jpgViele Leser werden das Problem kennen: Natürlich würde man sich gerne auf dem Weg in die Arbeit oder Universität auf dem Laufenden halten, doch wie?

Ganz altmodisch mit riesiger Zeitung in der Hand?
Oder modern mit iPhone auf den Mobilportalen der Zeitungen – sofern Netzabdeckung gegeben ist?
Und Autofahrern ergeht es noch schlechter: sie sind auf die unlustigen Radiomoderatoren der Frühsendungen und deren Nachrichtenauswahl angewiesen.

myAudioNews.de

könnte hier der Lückenfüller werden und ich habe den Dienst für euch einige Tage getestet.

Als Quelle dienen drei hochqualitative Zeitungen (Süddeutsche, Handelsblatt und Frankfurter Allgemeine), deren Artikel von professionellen Sprechern vorgelesen werden. Als zahlender Abonnent darf man sich sein eigenes Programm zusammen stellen, indem man

  • Rubriken.pngRubriken (u.a. Politik, Wirtschaft, Sport) als “Soll”, “Kann” oder “Nein” markiert
  • Zeitungen ausschließt oder priorisiert
  • wählt, ob man lieber mehr Kurznachrichten oder stattdessen weniger, aber längere Artikel hört
  • redundante Artikel (aus mehreren Quellen zu einem Thema) ausschließt oder zulässt

Worüber man sich beim Anbieter noch Gedanken gemacht hat, ist die Verbreitung der Inhalte, denn die MP3-Dateien lassen sich nicht über den eigenen Benutzer-Account direkt herunterladen, sondern man kann auch wahlweise

  • eine tägliche eMail mit direkten Links zum Download bekommen
  • die persönliche Auswahl als Podcast für iTunes abonnieren (Sync mit iPod, iPhone)
  • über eine Festnetznummer abhören
  • per spezielle Software direkt auf den Blackberry und Windows Mobile Geräte laden

Die Inhalte stehen morgendlich ab 5 Uhr zur Verfügung!

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Was kostet der Spaß?

Single Medium: 9,90 € / Monat
= 20 Minuten Zeitung je Tag aus einer Zeitung nach Wahl.

Pressespiegel: 14,90 € / Monat
= 30 Minuten Zeitung je Tag aus allen drei Zeitungen.

Beide Angebote sind monatlich kündbar, auch bereits entrichtete Gebühren werden zurückerstattet.

Fazit

Leider nicht ganz günstig könnte myAudioNews dennoch eine interessante Option für Geschäftsleute werden, denn bequemer geht es nicht, sich während der Fahrt ins Büro über aktuelle Themen zu informieren. Auch als Ergänzung zu den Webportalen perfekt!
Was mir noch fehlt: zeitgemäßes Homepagedesign und eine native Anwendung für iPhone und iPod touch!

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Links