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PayPal “Käuferschutz” bei Produktfälschungen via eBay

1. November 2010 11 Kommentare

Der eine oder andere mag es bei Twitter gelesen haben: auf dem Rückflug aus den USA hat ein Flugbegleiter von US Airways versehentlich meine Kopfhörer kaputt gemacht. Apropos: Heute, nach über 6 Wochen, kam der Scheck der Fluggesellschaft an.

Da ich mit den alten Kopfhörern sehr zufrieden war, sollten es nochmal die gleichen werden: Sennheiser CX400 II Precision. Einen ganz netten Testbericht zum In-Ear Kopfhörer gibt es z.B. hier. Aufgrund des satten Klangs eignet er sich auch gut für Hörbücher (Download Hörbücher bei audible).

Laut Vergleichsseiten fangen die Preise der deutschen Shops so bei 45€ an (Amazon). Bei eBay fand ich jedoch auch ein günstiges Angebot aus England. “the-stripes” (aka Anthony Clarke aus Essex) heißt der Shop, der massenhaft Sennheiser unters Volk bringt. Bei 99,6% positiven Bewertungen (über 2500 insgesamt) muss man sich ja keine Gedanken machen – dachte ich.

Falsch gedacht! Dass das, was bei mir ankam, kein Original ist, erkennt jeder Laie sofort. Falsche Materialien, miese Verarbeitung (Fehler eingeschlossen), unterirdischer Klang. Hier ein paar Fotos der “Sennheiser”:

Äußerlich hätte man es der Verpackung wohl nicht angesehen, aber im Inneren stimmt fast nichts. Selbst die mitgelieferte Hülle wirkt billigst.

1. Verkäufer kontaktieren

Anthony zeigte sich schockiert. Allerdings schien die Antwortmail aus Textbausteinen zu bestehen, so schnell tippt kein Mensch. ;)

Ich solle die Kopfhörer auf eigene Kosten nach England retournieren. Das Geld bekäme ich nach einer Prüfung der Kopfhörer samt Versandkosten zurück. Öhm: NEIN! Weitere Diskussionen liefen ins Leere.

2. Sennheiser informieren

Der Einfachheit halber zitiere ich hier die Antwort des Sennheiser Kundendienstes:

Nach Europa kommen die asiatischen Fälschungen nahezu ausschließlich über Internetauktionsplattformen wie ebay. Äußerlich sind die Plagiate zunehmend nicht von unseren Originalen zu unterscheiden, sondern oft erst nach einer Demontage des Gerätes, weshalb wir davon absehen müssen, jedem Internetplattform-Kunden zu bestätigen, ob er definitiv eine Fälschung gekauft hat.

[...]

Für betrogene Käufer können wir leider nicht mehr tun, außer darauf hinzuweisen, dass wir den Verkauf von Sennheiser-Produkten auf Internetplattformen beobachten und je nach Einzelfallentscheidung auch rechtliche Schritte gegen den Verkäufer einleiten.

3. PayPal einschalten

“Wozu gibt es denn den PayPal Käuferschutz?” – dachte ich mir. Also den Fall bei PayPal gemeldet. Reaktion des Verkäufers: Widerspruch.

Zwei Tage später dann eine eMail von PayPal:

Wir brauchen von Ihnen den Nachweis eines unabhängigen Dritten, der bestätigt, dass die Ware nicht authentisch ist.

Und so gehen Sie vor:

1. Bitte wenden Sie sich an einen Händler, Sachverständigen, Gutachter oder eine andere unabhängige Organisation.
[...]
Ebenfalls gut zu wissen: Wir können Sie leider nicht für eine eventuelle Gebühr, die für das Gutachten anfällt, entschädigen.

Danke für Ihre Mitarbeit und Ihr Vertrauen in uns.

OK, ich als Geschädigter muss als auf meine Kosten ein Gutachten erstellen lassen. Händlerschutz sozusagen, aber das Dings hieß doch anders, oder? Lustiges Detail am Rande. In der eMail ist von 10 Tagen die Rede. Online sieht es mit den Fristen ein wenig anders aus: Bis zum 4.11. (3 Tage!) habe ich noch Zeit…

Ja, ich reiche ein unabhängiges Gutachten ein. Aber nicht wegen den paar Mücken, sondern um gegen solche Händler etwas zu unternehmen!

Frage an meine Leser: hattet ihr schon vergleichbaren Ärger mit eBay und Paypal?

Wer nicht auf das Dev Team warten kann…

18. Juni 2009 Keine Kommentare

…und denkt, jetzt wäre der richtige Zeitpunkt, sich ein iPhone 3GS zuzulegen, sollte schnell ein Bahn- oder Flugticket nach Italien kaufen!

Bei TIM (www.tim.it) bekommt man auch das neue Gerät wieder ohne Vertrag und ohne SIM-Lock für

  • 619€ (16 GB Version)
  • 719€ (32 GB Version)

iPhone3GS.png

Wer auf die neuen Funktionen (wie den elektronischen Kompass und HSDPA) verzichten kann, bekommt derzeit bei eBay neuwertige Geräte aus der 3G Serie für 300-350 €. Das beste daran: nicht nur der Preis ist so günstig wie nie, sondern mit Ultrasn0w wurde auch ein Unlock für alle 3G Geräte angekündigt.

P.S.: Das Firmwareupdate für iPhone 2G, 3G und 3GS (und iPod Touch) steht seit gestern Abend auch über Apples Server zum Download bereit.

Apple Care – bezahlbarer Service

17. Juni 2009 7 Kommentare
applecare.jpg

Wer im Apple Store Deutschland diese oft nützliche Garantieverlängerung kauft, wird ordentlich zur Kasse gebeten:

  • MacBook / Air: 249€
  • MacBook Pro: 349€

Das sind Preise, wo ich es wohl eher auf den Hardware-Notfall ankommen lassen würde… Wer sich allerdings bei bei eBay.com (US) umschaut, findet schnell verlockende Angebote:

  • MacBook / Air: 125$ = ca. 90€
  • MacBook Pro: 170$ = ca. 125€

Bis gestern war ich mir nicht sicher, ob die US-Seriennummern in Deutschland auch reibungslos funktionieren würden.
Jetzt habe ich die Gewissheit: Es klappt! Dazu muss einfach im Apple Care Selfservice die Seriennummer des eigenen Gerätes sowie die Seriennummer aus den Staaten eingetragen werden: 2 Jahre Garantieverlängerung für etwas über 90€.

[MacEee] Versteigerung bei eBay [updated]

24. Mai 2009 6 Kommentare

[UPDATE]

Es geht in die Schlussphase… Wer mitbieten möchte, hat heute nur noch bis 17:35 Uhr Gelegenheit dazu.
Kleines Schmankerl für bigger.cc Leser: Wer in der Kaufabwicklung das Stichwort “bigger.cc” verwendet, bekommt zusätzlich gratis noch

  • 2 Apple Aufkleber sowie
  • anfänglicher “Softwaresupport” via eMail und
  • eine SD-Karte mit Treibern, Anleitungen und Links

dazu. Fragen zum Angebot? Einfach stellen!

[/UPDATE]

Mein MacEee hat nach einigem Hin- und Her (Stichwort: “Copyrightschulung”) doch seinen Weg zu eBay gefunden.

maceee.jpg maceeeeee-1242978385-57.jpg.jpeg

Wer mitsteigern möchte, findet die Auktion HIER.

R.I.P. eBay

18. April 2009 1 Kommentar

Datum des Artikels: 1. April 2011

Wie gerne erinnern wir uns noch an früher zurück…

ebaylogo.jpg

Dieses einst größte Auktionshaus im Internet. Wie praktisch es war, als es noch seinen Zweck erfüllt hat:

  • private Käufe und Verkäufe
  • günstig und übersichtlich

abzuwickeln.

Als man – statt alles zum Elektroschrott zu bringen – selbst für die unmöglichsten Dinge noch einen Abnehmer fand. Auch wenn es nur ein bis zwei Euro waren.

Anfang 2009 entschied sich die Geschäftsleitung jedoch dazu, das Handeln für private Nutzer Schritt für Schritt immer unattraktiver zu gestalten, was den langsamen Tod des Auktionsgedankens nach sich zog. So wurde beispielsweise für 26 wichtige Kategorien festgelegt, dass innerdeutsch keine Versandkosten mehr berechnet werden dürfen. Wer geht schon das Risiko ein, bei einem Abverkauf Verlust zu machen? Oder anders herum: Kalkulierte man das Porto in den Angebotspreis mit ein, war dafür anschließend die volle Verkaufsprovision zu zahlen.

Diese “Professionalisierung” führte nicht zu dem vom Management gewünschten Effekt, mit anderen Plattformen (wie z.B. Amazon) konkurrieren zu können. Im Gegenteil: Das ausbleiben der oft attraktiveren Privatauktionen bescherte dem Internetriesen einen massiven Verlust an Nutzern.

Lachender Dritter: Auf dem vor 2 Jahren international gestarteten, werbefinanzierten Dienst “Google Marktplatz” (Google Marketplace) beta wurden 2010 von über 100 Millionen angemeldeten Mitgliedern bereits knapp zwei Milliarden Artikel versteigert.

googlemarkt.jpg

Studentenschreibtisch

15. April 2009 5 Kommentare

Ich war über das Osterwochenende ein wenig aufräumen und Dinge im Keller verstauen. Die Ergebnisse meiner Aufräumaktion findet ihr auch bei eBay: Studio Display, ADC-Adapter, Stereo-Receiver (wurde durch eine kompakte 2.1 Anlage ersetzt)

Jetzt gefällt mir mein Arbeitsplatz irgendwie besser…

DSC_0003.jpg

20″ Cinema Display, daran mein altes MacBook Pro mit Tastatur und Wacom Intuos 3.
Daneben das “beste Telefon der Welt” (iPhone 2G) und das “Uni-Notebook” Air.

Peripherietechnisch habe ich einen CanoScan LIDE 70 sowie Dell Farblaser (beide im Netzwerk freigegeben) dran hängen.

PayPal Ärgernisse [updated]

20. März 2009 13 Kommentare

Ja zugegeben: PayPal ist wirklich praktisch. eBay Schnäppchen und Einkäufe bei chinesischen Händlern bezahle ich wann immer möglich sicher bei der eBay Tochter.

Picture 1.png

Schon öfter haben heise online und c’t Magazin TV über die Probleme mit dem Zahlungsdienstleister (neuerdings ja auch Bank) berichtet. Jetzt hat es auch mich erwischt:

19. Mrz 2009: Wir haben den Grund zur Annahme, dass ein Dritter auf Ihr Konto zugegriffen hat. Wir haben den Zugriff auf persönliche PayPal-Kontofunktionen für den Fall beschränkt, dass durch einen nicht autorisierten Dritten auf Ihr Konto zugegriffen wurde. Uns ist bewusst, dass der eingeschränkte Zugriff Nachteile mit sich bringt, der Schutz Ihres Kontos ist jedoch unser Hauptanliegen.

Okay, das klingt erstmal plausibel. Immerhin habe ich an einem Tag über 100€ an ausländische Händler transferiert. Aber: Als Konsequenz wurde mir das Konto gesperrt und ich muss folgende Schritte zwingend durchführen, bis die getätigten Bestellungen freigegeben werden:

  • Adressnachweis (= gescannter Personalausweis, Bankauszug, Kreditkartenabrechung, etc. an PayPal einreichen)!
  • Passwort ändern
  • Sicherheitsfragen ändern
  • Telefonnummer aktualisieren
  • Zahlung genehmigen

Alles in allem ein ziemlich umständliches Prozedere. Bis der Anbieter meine eingereichten Scans bearbeitet hat, muss ich auf “Geld senden oder anfordern”, “Geld vom PayPal Konto abbuchen” und “Konto schließen” verzichten.

[UPDATE]

Was hat sich getan? PayPal hat mein Konto wieder frei geschaltet, allerdings auch alle Beträge von meinem Konto eingezogen. Soweit ja nicht verwerflich, aber: an die Verkäufer wird das Geld wohl nicht weitergeleitet:

paypalstatusNur: ich kann keine Maßnahme ergreifen. Der Händler mit den Dollarbeträgen hat die Bestellung mittlerweile storniert. Was nun? [/UPDATE]

Nun meine Frage: Wie sind eure Erfahrungen mit PayPal?