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Outdoor-Navi im Test: Falk IBEX 40

21. August 2011 Keine Kommentare

Beinahe antik kommt es mir vor, mein Garmin 76S, das mir die letzten Jahre stets treue Dienste geleistet hat. Aber zwischen all den funkelnden und farbenfrohen Smartphones und Tablets wirkt der robuste GPS Empfänger wie aus einem falschen Jahrzehnt. Ein neues soll her. Kleiner, besser, Farbdisplay sowieso…

Bevor so mancher Leser jetzt “HALT!” ruft und anmerkt: mein Smartphone hat nen ganz tollen GPS Receiver eingebaut, werfe ich ein: Handys sind derzeit kein adäquater Ersatz. Weder von der Präzision (Stichwort WAAS/EGNOS), noch von der Empfangsleistung (z.B. Im Wald). Von den zur Verfügung stehenden Karten völlig zu schweigen, solange es keine vergleichbaren Karten-Apps (offline nutzbare topographische, nautische, routbare Straßenkarten, Luftbilder sowie OSM) gibt.

Also mache ich mich auf die Suche, durchstöbere Testberichte und Foren (allen voran die grüne Hölle) und versuche, Wahrheit von Beweihräucherung und Marketinggeschwafel zu unterscheiden. Doch es sieht wohl so aus, als bliebe mir nichts anderes übrig, als ein paar Geräte mal selbst zu testen. Im Gelände, beim Geocachen und auf dem Wasser.

Die Serie startet heute mit dem Falk IBEX 40 (Amazon-Preis ~480€). Falk, sonst eher für portable Auto-Navis bekannt, wagt sich mit der IBEX-Serie seit diesem Jahr auch auf das Terrain von Outdoor Receivern. Freundlicherweise wurde mir vom Hersteller ein Testgerät zur Verfügung gestellt.

Lieferumfang

  • Falk IBEX 40
  • USB-Datenkabel
  • EU-Ladegerät
  • magicmaps Tour Explorer Deutschland 25 auf neun (!) DVDs
  • Halteschalte und Fahrradhalterung
  • Kurzanleitung, etc.

Das Äußere

Falk Ibex nass Falk Ibex Seitenansicht Falk Ibex Profil

Der erste Eindruck: auf der Verpackung sieht es irgendwie kleiner aus. In meine ausgewachsenen Pranken passt es jedoch recht gut: ich kann das Gerät einhändig sicher halten und bedienen. So manche Frau hätte aber wohl ihre Probleme damit. Das Gehäuse ist sandwichartig aus verschiedenen Kunststoffschichten aufgebaut, die auch bei Nässe einen guten Grip gewährleisten.

Die Verarbeitung wirkt wertig, einzig die Rückabdeckung schließt bei mir nicht fugenfrei ab (was hoffentlich keinen Einfluss auf die allwettertauglichkeit gemäß IPX7 hat).

Technische Daten

  • Abmessungen: 11 x 7,8 x 2,5 cm
  • Gewicht (mit Li-Io Akku): 202 g
  • 3,5” (7,8 cm) Touchscreen mit 240×320 px Auflösung
  • 2 GB Speicher eingebaut
  • microSD(HC) Slot (max.16 GB)
  • Mini USB 2.0 Anschluss (Massenspeichermodus)
  • wasserdichtes Gehäuse (IPX7), aber nicht schwimmfähig
  • elektronischer Kompass und Barometer

Installation und Inbetriebnahme

Leider wollte mein IBEX nach dem Auspacken nicht sofort starten, sondern blieb im Bootscreen hängen. Bei der kostenpflichtigen technischen Hotline wurde mir mitgeteilt, dass es jetzt eine eigene IBEX Hotline gebe (01805/003233, ab 0,14€/Min.) und dort, wie man einen “Hard Reset” durchführt (beide Hardwaretasten etwa 5 Sekunden gleichzeitig gedrückt halten).

Der für Firmware-Updates notwendige “Falk Navi-Manager” ist der Verpackung nicht beigelegt, lässt sich aber hier herunterladen. Mit dieser Software lassen sich außerdem GPX-Dateien (mit Tracks, Wegpunkten und Routen) zwischen Computer und IBEX austauschen. Auch eine Synchronisation mit dem von Falk betriebenen POI-Portal 123poi.com ist möglich.

Dem Topmodell IBEX 40 (der hardwareidentisch zum IBEX 30 ist) liegt zur Routenplanung der „magicmaps Tour Explorer Deutschland 25“ auf neun DVDs bei. Installiert man alle Bundesländer, landen über 50 GB Karten auf der Festplatte. Ziemlich viel, aber es handelt sich um topographische Rasterkarten, georeferenzierte Bilder – vergleichbar mit eingescannten Landkarten. Doch wie schlägt sich das Kartenmaterial in der Praxis?

Routenplanung am PC

Es treten an:

  • magicmaps Tour Explorer 5 (UVP: 199€)

gegen einen alten Bekannten (Garmin BaseCamp, kostenlos) mit folgenden Karten:

Stadt (Barnstorfer Wald, Rostock)

Alle drei Karten bieten Routing für Fußgänger und Fahrzeuge. Am übersichtlichsten wirkt meiner Meinung nach die Garmin Karte, den höchsten Grad an Details (samt Namen der Tiergehege) bietet das OpenStreetMap Projekt. Nicht unpraktisch sind die in magicmaps enthaltenen Luftaufnahmen.

Magic Maps Topo

Magic Maps Topo

Magic Maps Luftbild

Magic Maps Luftbild

Garmin Topo

Garmin Topo

 

OpenStreetMap

OpenStreetMap

Berg (Taubenstein am Spitzingsee)

Hier wird es spannender. Abseits geteerter Straßen fällt magicmaps das Routing sichtlich schwerer. Wanderpfade werden nicht in die automatische Berechnung einbezogen. Anders als OSM bzw. Garmin. Dafür weiß die klassische Kartendarstellung im Gebirge zu gefallen. Aber urteilt am besten selbst:

Magic Maps im Gebirge

Magic Maps im Gebirge

MagicMaps vs Wanderwege

Magic Maps vs Wanderwege

Garmin mit Höhenprofil

Garmin mit Höhenprofil

OSM Wanderweg

OSM Wanderweg

Das gewählte Kartenmaterial wird zügig vom PC auf das IBEX überspielt. Wenn auch Probleme mit der Fehlermeldung “Es konnte kein Falk IBEX am PC gefunden werden…” habt, wählt einfach “Karte zum PC exportieren” und als Zielpfad “MapRegions” auf dem Gerät oder der eingelegten microSD Karte (ggf. Ordner anlegen).

In Benutzung

Falk IBEX Straßenkarte Falk IBEX Topo-Karte

Nach dem Einschalten (etwa 60 Sekunden bis das Navi bedienbar ist) frage ich mich als erstes, warum keine KFZ-Navigation möglich ist, denn das dafür nötige Kartenmaterial sowie brauchbare gesprochene Fahranweisungen sind vorhanden. Hier wurde offensichtlich über das Ziel (keine Kannibalisierung der KFZ-Navis) hinaus geschossen, denn praktisch ist es nicht, Ziele (z.B. einen Parkplatz als Ausgangspunkt der Tour) doppelt erfassen zu müssen.

Anschließend hat man die Wahl, ob die Karten in Straßenansicht oder als (je nach Zoomstufe leider ziemlich verschwommene) MagicMaps Topo dargestellt werden sollen. Im Stand springt die Richtung des Positionspfeils wild hin und her, setzt man sich in Bewegung stabilisiert sich die Ansicht.

Die Navigation kann am Gerät für Radfahrer und Fußgänger erfolgen, leider sind nur wenige spezielle Fußgängerwege (getestet in mehreren Parks) enthalten. Die detaillierten Wanderkarten von MagicMaps sind nicht für die Routenberechnung nutzbar. Im Fahrrad-Modus wurde mir trotz direkter Nähe zu einer “nationalen Fahrradroute” (OpenCycleMap) stattdessen eine etwas kürzere Route entlang einer stark befahrenen Bundesstraße berechnet.

Das Überspielen von Geocaching.com Pocketqueries funktioniert, bietet aber logischerweise nicht den gewohnten Komfort (Filter nach Schwierigkeit, bequemer Multi-Support, Hints, etc.).

Fazit

Nach einigen Woche im Einsatz konnte ich mir eine differenzierte Meinung bilden. Leider kann ich keine Kaufempfehlung aussprechen. Kurz lässt sich das wie folgt zusammen fassen:

Das gefällt:

  • Größe des Displays
  • Einfachheit der Bedienung
  • Geschwindigkeit des Systems (nach dem Start)
  • Sprachansagen
  • wahlweise Einbeziehung öffentlicher Verkehrsmittel (Bus und Bahn)
  • mitgelieferte Magic Maps Software

Das gefällt nicht:

  • vergleichsweise hohe Anschaffungskosten
  • Akkulaufzeit
  • Preise (!) und Verfügbarkeit von Kartenmaterial (mehr als die unten genannten gibt es nicht)
    • verfügbare Vektorkarten (zum Routing): Österreich (160€), Schweiz (270€), Südtirol (100€), Mallorca (120€)
    • verfügbare Rasterkarten (Topo u.a. mit Wanderwegen): Schweiz 25 (3 Bundles zu je 180€), Südtirol 50 (40€), Österreich 50 (50€)
  • PC Software und Dateiformate

Wunschzettel:

  • bequemer Import von OpenStreetMap Karten
  • Geocaching Unterstützung
    • Wegpunkt-Navigation sollte nicht 20m vor dem Ziel enden
    • “Paperless-Caching” (bessere Unterstützung der GPX-Dateien aus Pocket Queries)
  • (einfache) KFZ-Navigation

Jetzt hängt es stark von eurem Nutzungsverhalten ab, ob ihr mit den Nachteilen zurecht kommt (oder kommen wollt) oder lieber auf meinen nächsten Testbericht wartet. Eins darf ich schon vorweg nehmen: es geht weiter mit einem Garmin.

Links

Studieren in Rostock

13. August 2009 6 Kommentare

CIMG0470.jpgMit ordentlich räumlicher Distanz schreibe ich diesen lange geplanten Artikel zum Studium in Rostock aus dem Urlaub.
Er behandelt, was mich – als gebürtigen Münchner – dazu gebracht hat, ans andere Ende Deutschlands zu ziehen; was mir dort gefällt und was anderswo besser ist! Vielleicht hilft das ja euch bei der Auswahl einer Universität weiter.
Wer die “Über mich” Seite noch nicht gelesen hat: Ich studiere Wirtschaftsinformatik an der Uni Rostock.

Pro

1. Für Studenten vielleicht einer der wichtigsten Punkte überhaupt: Wohnen. In Rostock sind die Mieten sehr günstig und WGs leicht zu finden, da von den insgesamt 200.000 Einwohnern Rostocks etwa 15.000 Studenten sind. Ein Beispiel: Im Ortsteil Evershagen zahlen wir für eine 60qm 3-Zimmer Wohnung warm inkl. Internet- und Telefonflatrate etwa 420 Euro.

2. Auch bei den Bedingungen für Studenten hat man sich sichtlich Mühe gegeben:

CIMG0478.jpgSo gibt es:

  • keine Studiengebühren in Mecklenburg-Vorpommern
  • kostenlose Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel (ist im Semesterbeitrag enthalten)
  • im Gegensatz zu München beispielsweise verkehren die öffentlichen Verkehrsmittel in Rostock regelmäßig rund um die Uhr (teilweise in Form von Nachtbussen)
  • viele Gebäude, die gerade modernisiert oder neu gebaut (Wirtschaftswissenschaften, 2 Mensen, Bibliothek)
  • Baustellen für neue Gebäude: z.B. Informatik und Physik
  • keine überfüllten Hörsäle (selbst bei den BWLern)
  • in allen Uni-Gebäuden (für Studenten kostenloses) WLAN
  • ausgezeichnetes Mensa-Essen

CIMG0946.jpg3. Die Lage Rostocks mag dem einen oder anderen ebenfalls verlockend erscheinen. MV wirbt auf dem Portal www.studieren-mit-meerwert.de mit “Lernen, wo andere Urlaub machen”, aber auch ich profitiere oft davon, dass das Meer in wenigen Minuten zu erreichen ist. Von unserer Wohnung aus per Fahrrad in etwa 25 Minuten, vom Hauptbahnhof in Rostock mit der S-Bahn in 20 Minuten. Nicht nur für entspanntes Lernen mit Meerrauschen eignet sich die Nähe: auch Strandparties wirken entspannend.

Wer in eine “richtige Stadt” fahren möchte, erreicht die Metropolen Hamburg und Berlin mit der Bahn in etwa 2,5 Stunden. Das Mecklenburg-Vorpommern Ticket der Bahn, das bis einschließlich Hamburg gilt, kostet für fünf Personen 26€, für eine Person 18€. Nach Berlin gibt es eine günstige Privatbahn.

Contra

1. Die Universität schneidet in Hochschulrankings selten als Spitzenreiter ab und ist auch keine “Elite-Universität” wie die Münchner Hochschulen. Außerdem stammen die Gebäude von so manchem Fachbereich aus DDR-Zeiten und sind sanierungsbedürftig. (Anm.: Die Sanierungsarbeiten haben vielerorts schon begonnen)

2. Leider ist Rostock auch einfach weit weg! Der lokale Flughafen Rostock-Laage bedient im Winter nur 3 Destinationen (München, Stuttgart und Köln), im Sommer kommen ein paar Urlaubsziele (Türkei, Griechenland) dazu.

CIMG0467.jpgAuch die Bahnanbindung ist suboptimal, da man fast immer in Berlin oder Hamburg umsteigen muss, um in den Genuss einer ICE-Fahrt zu kommen. Hier die beispielhafte Fahrzeit in ein paar Städte:

  • München: 8,5 Stunden
  • Stuttgart: 8 Stunden
  • Frankfurt / Main: 6,5 Stunden
  • Köln: 6 Stunden

Tipps

1. Wo wohnen?

CIMG0523.jpga) Eigene Wohnung / WG
Viele Studenten wohnen in der KTV, der Kröpeliner Tor Vorstadt, wo nebst alten Häusern viele Kneipen locken. Wer es günstiger (oder näher zum Meer gelegen haben möchte), kann auch ins ruhige Komponistenviertel, nach Reutershagen oder in die westlich der Warnow gelegenen Neubaugebiete (= Plattenbausiedlungen) ziehen. Evershagen und Lütten Klein (mit großem Einkaufszentrum, Kino, etc.) kann ich hier empfehlen.
Nicht empfehlen kann ich Lichtenhagen, Dierkow und Toitenwinkel.

b) Studentenwohnheim
Halte ich in Rostock für wenig sinnvoll, außer man tut sich schwer, Leute kennen zu lernen. Denn die Mieten sind nicht wesentlich günstiger als bei einer selbst initiierten WG.

2. Welcher Vermieter?

Wer we der beim Studentenwerk (siehe Studentenwohnheim) noch bei privaten Vermietern (KTV) sein Glück gefunden hat, kann sich in Rostock bei den Wohnungsgenossenschaften umsehen. Hier einige WGs mit Wertung:

CIMG0748.jpg3. Wo baden?

Der Strand direkt in Warnemünde (beim Leuchtturm und Teehaus) ist nichts für Einheimische. Hier tümmeln sich vor allem Touristen wie die Sardinen am Strand. Einige hundert Meter weiter Richtung Westen am Strand entlang (auf Höhe der Jugendherberge, Bus-Haltestelle “Warnemünde Strand”) findet man einen weniger stark frequentierten Strandabschnitt, wo (neben FKK) auch Grillen erlaubt ist.
Der andere bei Studenten besonders beliebte Strandabschnitt liegt östlich der Warnow-Mündung bei Markgrafenheide.

4. Fortbewegung

Rostock ist flach. Also perfekt, um mit dem Fahrrad erobert zu werden. Sowohl in der S-Bahn als auch in der Straßenbahn können Fahrräder (für Studenten sogar kostenlos) mitgenommen werden.

Hat jemand Lust, rechtzeitig vor Beginn des neuen Semsters im Oktober, seine Universität & Stadt in Form eines Gastartikels hier vorzustellen?

Das 29€ Outdoor-GPS

16. Januar 2009 6 Kommentare

Heute hat mich nicht nur mein neues Fahrrad erreicht, sondern auch ein kleines Päckchen aus China. Inhalt: Mein Outdoor Navigationsgerät, das ich kürzlich für umgerechnet etwa 29€ plus Versand (Gesamtpreis unter 34€) aus China via eBay bestellt habe. Tipp: ZWEI Geräte sind hier noch verfügbar (Der Verkäufer nimmt einen Preisvorschlag von 35$ an)

DSC_0109.jpg

Es handelt sich um ein iFinder Go2 der hier recht unbekannten Marke Lowrance in der US-Version. Im Gegensatz zu “normalen” Auto-Navigationsgeräten hat das Go nur sehr rudimentäre Karten (große Gewässer, Großstädte und Länder) für Europa implementiert. Dadurch ist eine automatische Routenberechnung natürlich nicht möglich.

DSC_0107.jpg Das widerspricht aber auch dem primären Zweck des Gerätes: Der Outdoor-Einsatz auf dem Fahrrad, beim Bergsteigen, im Segelboot, beim Suchen von Geocaches o.ä. Die hierfür passenden Routen findet man in keinem 08-15-Navi, sondern stellt sich die Routen vorab zusammen. An dieser Stelle möchte ich erneut auf TrailRunner aufmerksam machen, eine geniale Software, um Routen am Mac unter Zuhilfenahme unterschiedlichen Kartenmaterials anzulegen. Viele Windows-User schwören auf EasyGPS.

Fast alle Testberichte stimmen überein, dass das Gerät im Einsteigersegment ein unschlagbares Preis-Leistungsverhältnis (Neupreis in Deutschland liegt bei 90-120€) aufweist. Gelobt wird vor allem die Genauigkeit und Empfangsstärke (ich habe im Wohnzimmer recht flott einen 3D-Fix! bekommen). Aber auch das geringe Gewicht und die Laufzeit mit zwei normalen AA-Batterien oder Akkus beeindrucken: 50 Stunden ohne, 20 Stunden mit mittlerer Beleuchtung. (Diese Zeiten wurden von Benutzern und nicht dem Hersteller angegeben)

Ich habe heute den Doppeltest vorgenommen: Fahrrad + GPS und war von beiden positiv überrascht.

Bekannte Nachteile: Keine offizielle Unterstützung für Datentransfers zwischen PC/Mac und iFinder Go. Aber hier kann Abhilfe geschaffen werden: Findige Tüftler haben die PIN-Belegung auf der Rückseite veröffentlicht, was mich auf die Idee brachte, ein serielles Kabel für 0€ selbst zu basteln:

DSC_0111.jpg
Ich warte noch auf die Lieferung des “USB zu Seriell”-Adapters, um die Funktionalität (auch und vor allem am Mac) zu prüfen, dann stelle ich eine Bastel- und Installationsanleitung online.

Outdoorspaß mit Trailrunner

4. Januar 2009 7 Kommentare

TrailRunner.jpgEs kommt wirklich selten vor, dass ich eine Software durch die Bank empfehlen kann. In den Kommentaren bei aptgetupdate hat Kay einen Blick auf TrailRunner empfohlen und ich muss wirklich sagen: Danke.

Was ist TrailRunner? Eine Donationware und wahrscheinlich DIE Revolution für alle Draußen-Sportler und Mac-Nutzer.
Echte Geeks trainieren doch mit Gadgets, sonst würde Sport keinen Spaß machen, richtig? Und genau hier setzt das Programm an: Kompatibel mit Nike+ Sport Kit, iPhone/iTouch, vielen Garmin und Magellan GPS-Receivern erlaubt es, Trainingsrouten anzulegen, einen Trainingsplan anzulegen und Tagebuch zu führen.

TR-big.jpg

Wirklich gut gelungen ist die Kartenansicht. Hier lassen sich längere Radtouren am Mac planen und sie dient auch als Routenplaner für Wanderer und Läufer. Folgende Hintergrundkarten sind eingebaut:

  • Straßen
  • Luftbild
  • Wandern (topografische Karte der Landesvermessungsämter)
  • Oberfläche (Google Maps topografische Ansicht)
  • Open Cycle Map (Fahrradwege)
TR1.png TR2.png TR3.jpg TR4.jpg

Anhand der dargestellten Informationen, z.B. Fahrradwege lassen sich dann wiederverwendbare Streckenabschnitte leicht zusammen klicken. Man bastelt mit den gegebenen Karten seine eigene personalisierte Karte mit optimalen Wegen, zum Beispiel Mountainbike-Touren durch den Wald.

Diese Wege (im Programm Streckenabschnitte genannt) lassen sich anschließend zu Routen zusammenfassen und als Grundlage für Trainings mit dem Nike+ Sport Kit oder Garmin Forerunner verwenden. Wer TrailRunner als Fahrradroutenplaner am Mac gebraucht, kann sich die Wegpunkte der gesamten Route als GPX oder Garmin-TCX Datei exportieren lassen und direkt ans Gerät überspielen.

Ohne Satellitennavigation auf dem richtigen Weg zu bleiben funktioniert mit TrailRunner auch: Man lässt sich die Route als iPod nano Karte exportieren, die unterwegs über die Fotofunktion abzurufen ist und wie folgt aussieht:

MTB Tour 1-02.jpg MTB Tour 1-05.jpg MTB Tour 1-04.jpg MTB Tour 1-03.jpg

Wer gerne neues entdeckt: eine Schnittstelle zu GPSies.com findet automatisch von anderen Nutzern angelegte Routen in der Nähe und zeigt diese an bzw. importiert sie.

Alle Funktionen hier zu erwähnen sprengt den Rahmen. Die wichtigsten sollten genannt worden sein und ich empfehle jedem dringend, es mal selbst zu probieren und bei Gefallen auch an den Programmierer zu spenden.

Link: TrailRunner