Fazit zum Android Developer Lab 2010 Berlin
Gestern war ich in Berlin. Google und die Hochschule Beuth hatten eingeladen zum deutschen Android Developer Lab 2010.

Foto by pixelfahnder

Fotos by Falko Richter
An sich eine gute Idee, doch haben mir zahlreiche Organisationsmissstände den Spaß verdorben.
Bevor ich mit dem Tagesprogramm anfange, gleich der erste Missstand: es gab keine offizielle Agenda. Auf der Anmeldungsseite waren nur 4 Google Mitarbeiter aufgelistet und der grobe Zeitrahmen angegeben (10-17 Uhr). Bei Xing fand man weitere (inoffizielle) Informationen zum Event, dort wurde die Hoffnung auf eine kleine Gingerbread (Android 3.0) Einführung geweckt.
Die Veranstaltung war ziemlich schnell ausgebucht, 300 Registrierte wurden zugelassen.
Wer mit der Hoffnung, Neues zu hören, nach Berlin fährt und dann nur über das “alte” OS 2.2 (Froyo) erfährt, ist wohl berechtigt enttäuscht. Konkrete Nachfragen nach neuen Features wurden billig gekontert: “What is Gingerbread?”.
Konkret durften wir 4 englischsprachigen Vorträgen lauschen:
- Einführung in die “neuen” Features von 2.2
- bessere User Interfaces für Android
- native Anwendungen (C/C++) für Android (NDK)
- wie man “epische” (epic) Anwendungen erzielt
Wer diese Punkte mit der Agenda für den Google Developer Day 2010 kommenden Dienstag in München abgleicht wird dramatische Überschneidungen finden. Ein Besuch beider Veranstaltungen ist damit für den einen oder anderen Teilnehmer mit unnötigem Aufwand und Kosten verbunden.
Das Mittagessen war auch irgendwie nicht das wahre. Den Teilnehmern wurde empfohlen, die nahe Mensa zu nutzen. Das Preis/Leistungsverhältnis war zumindest bei meiner Mahlzeit nicht gerechtfertigt. Hier hätte sich der Gastgeber ruhig um Sonderkonditionen oder seperate Verpflegung bemühen können. Zumindest ein Hinweis auf die nahe “Fressmeile” mit zahlreichen asiatischen und türkischen Schnellimbissen wäre angebracht gewesen.
Ein weiteres organisatorisches Highlight war ein kurz vor Veranstaltungsbeginn aufgetauchter Link auf der Anmeldeseite der Hochschule, der sich wie folgt las:
Google has a really exciting present for you, [...] but it did not make it to this event in time, but for christmas.
Wer sich Hoffnungen machte, wurde enttäuscht. Der Link wurde wieder offline genommen, eine Klarstellung erfolgte nicht.
Man darf hoffen, dass die Hochschule aus diesem – zweiten – Lab lernt. Ich jedenfalls werde mich nur noch bei vorheriger Veröffentlichung der Themen auf den Weg nach Berlin machen. Trotzdem danke an die Jungs von Google! Die hatten Abends wohl noch ihren Spaß in der C-Base…








