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Videos für Apple TV konvertieren II (Elgato Turbo264 HD)

21. Juni 2009 18 Kommentare

turbo264HD.jpgVor einem halben Jahr hatte ich bereits einen Artikel verfasst, wo ich verschiedene Methoden vorstellte, MKV (Matroska Container und H264 mit “zu hohen” Bitraten) in Apple TV kompatible M4V Container umzuwandeln. Als Softwareempfehlung sprach ich damals für VisualHub (wird leider nicht mehr weiter entwickelt) und HandBrake (verschluckt sich an manchen Videos) aus.

Als Elgato den HD-fähigen Nachfolger ihres Turbo.264 Hardware-Encoder-Sticks vorgestellt hat, war klar: das Gerät muss zumindest angetestet werden. Und trotz Amazons problemlosem Rücktrittsrecht habe ich mich entschlossen, dieses Stück Hardware zu behalten!

Was bekomme ich

Im Lieferumfang ist neben dem Stick, der wie ein alter, zu dick geratener Speicherstick aussieht, ein wenig bedrucktes Papier und die Installations-CD samt Seriennummer auf der Rückseite.

Die Software hat es in sich: Sie besticht mit einer simplen Oberfläche, die den meisten meiner Anforderungen (Auswahl des Audiotracks, wobei Dolby Digital 5.1 wahlweise beibehalten wird und nur ein Geräte-Profil, beispielsweise Apple TV, gewählt wird) gerecht wird. Wer tiefer einsteigen möchte, kann sich in den Einstellungen auch mit Details wie Overscan, Interlacing-Modus oder Entropie-Codierung spielen.

Bild 2.png

Was leistet diese Lösung?

Im Gegensatz zu den reinen Softwarelösungen, die bei so manchem Video einfach abstürzen oder teilweise die Audiospur vermurksen, habe ich mit dem Stick noch keine Probleme entdecken können. Sämtliche Videos, die HandBrake zur Verzweiflung gebracht haben, liefen einwandfrei durch.

Natürlich muss auch die erzielte Geschwindigkeit verglichen werden. Für einen Film (100 Minuten, MKV) benötigte mein MacBook Pro (erste Generation) mit HandBrake etwa 6 Stunden. Elgatos Turbo.264 HD vollbringt das gleiche Werk in guten 2 Stunden.

Bild 1.pngBild 5.png

Aber auch für andere Szenarien, z.B. den Schnitt von Urlaubsvideos, ist Elgato gerüstet: Denn Exporte aus iMovie, QuickTime Pro, Final Cut Pro und EyeTV werden ebenfalls beschleunigt.

Was muss ich dafür auf den Tisch legen?

Die UVP liegt bei 149€, Amazon verlangt 136€ inklusive Versand.

Videos für Apple TV konvertieren [updated]

29. Dezember 2008 6 Kommentare

Oder: Wie ich MKV am besten in M4V (H264 MPEG-4) umwandle.

ffmpegx.jpgJeder, der sich in einer ähnlichen Situation befindet und häufiger MKV (Matroska) Container mit h264 Video (und “zu hohen” Bitraten) und AC3 Audio vorfindet, steht vor der Qual der Wahl beim Konverter. Bis gestern kannte ich nur die folgenden Programme:

  • Quicktime Pro (+ Perian) für 30€
    Pros: konvertiert stabil jedes Perian-lesbare Format für vordefinierte Profile (z.B. iPod, iPhone, Apple TV)
    Cons: sehr langsam (teilweise >12 Stunden für einen Film), exportiert immer nur die erste Audiospur, relativ teuer
  • VisualHub (leider vom Hersteller eingestellt, davor Shareware für 24 US$)
    Pros: sehr schneller und stabiler Konvertierer
    Cons: Weiterentwicklung eingestellt, Nachfolge-Opensource-Projekt erst in Planung, exportiert nur die erste Audiospur
  • HandBrake (Open Source, kostenlos)
    Pros: kostenlos, viele Optionen und Voreinstellungen, schnell, Audiospur(en) wählbar (also z.B. auch Deutsch + Englisch), Kapitelunterstützung
    Cons: manche Videos lassen sich nicht umwandeln und führen zum Absturz

Also war mein erster Versuch beim Konvertieren stets HandBrake. Wenn es abstürzte (im Schnitt bei jedem vierten Film), musste ich auf VisualHub wechseln und hoffen, dass Deutsch die erste Audiospur ist. Ansonsten war Handarbeit mit MKVextract und anderen halbgaren Tools angesagt.

Doch nun zu meiner Entdeckung:

  • ffmpegX (Shareware, 15 US$)
    Pros: unendlich viele Optionen, stabil, relativ schnell, 1 Audiospur wählbar
    Cons: unendlich viele Optionen

Damit ist ffmpegX meine Alternative zu Handbrake beim Konvertieren von MKV zu H264! Die vergleichbare Geschwindigkeit und bessere Stabilität lassen sowohl den Preis von 15 Dollar als auch die etwas kompliziertere Bedienung verschmerzen.

Über weitere Tipps zum Thema würde ich mich in den Kommentaren freuen.

[Update]

1. ffmpegX ist leider nicht die Lösung für alle Videoprobleme! Je nach Aufbau der MKV Datei hinterlässt er statt einer gemuxten Videodatei die einzelnen Spuren, teilweise sogar leer.

2. Arne hat mir eine ganz nette Python-basierte Lösung gezeigt, die aber leider nicht mit mehr als einer Tonspur (vor allem ärgerlich, wenn Deutsch nicht die Erste ist) umgehen kann und das Video-Ausgangsmaterial nicht anfasst. Dadurch ist sie zwar unglaublich schnell, aber die Bitraten sind in vielen Szenen für die Apple TV Box zu hoch.

3. Neuer Test: MKVtools (Shareware, 10 US$): Von der GUI von allen getesteten Programmen absoluter Spitzenreiter: Preset für Apple TV vorhanden, Bitrate lässt sich anpassen und die Video- und Audiospuren lassen sich einzeln aus-/abwählen. Ich bin auf die Ergebnisse gespannt und werde natürlich berichten.

mkvtools

[/Update]

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