
Worauf ich mich am meisten gefreut hab, wurde leider nicht erwähnt: Details zu Snow Leopard (OS X 10.6).
Zuerst die Software. Ich erwähne allerdings nur die Punkte, die ich nicht für sinnnfreies Gedöns (neue Vorlagen, Animationen und ähnlichen Schnickschnack) halte:
1. iLife ’09
iPhoto hat die marktüblichen (Picasa) Funktionen: Gesichtserkennung und Geotagging nachgereicht bekommen.
iMovie sieht überarbeitet und endlich nutzbar aus. So, wie iMovie ’08 wohl ursprünglich hätte aussehen sollen.
Garageband bietet nun virtuellen Musikunterricht. Eine neue und kreative Idee.
Der Spaß kostet 79€.
2. iWork ’09
Pages bekommt einen Vollbildmodus und einen Gliederungsmodus spendiert. Endlich sind auch Serienbriefe möglich.
Numbers hat vor allem im Funktionsumfang (Formeln und Grafiken) zugelegt. Außerdem lassen sich in Pages verwendete Tabellen mit dem Originaldokument verlinken (ala MS Office).
Keynote lässt sich per (kostenpflichtiger) iPhone App steuern.
iWork.com ist ein zukünftig kostenpflichtiges und abgespecktes Google Docs zur Kollaboration, allerdings um die Möglichkeit beraubt, Dokumente auch online zu bearbeiten.
Kritik: Warum wird iWork.com nicht in MobileMe integriert? Der Speicherplatz wäre ja vorhanden und die Dokumente idealerweise schon auf der iDisk.
Und jede neue “Version” von iWork, die in erster Linie dazu dient, Pages, Numers und Keynote endlich als ernstzunehmende Konkurrenz zu Microsoft Office aufzustellen, lässt sich Apple fürstlich (79€ pro Jahr) bezahlen.
3. iTunes
(Fast) alle Titel sind nun “iTunes Plus“, das heißt DRM-frei und mit 256 kb/s codiert. Dafür behalten die Plattenlabel es sich vor, aktuelle Titel auch für mehr als die gewohnten 0,99$/€ an den Mann oder die Frau zu bringen.
iPhone 3G Telefonierer lässt man nun auch per UMTS-Verbindung im Store einkaufen.
Nun zur Hardware:
Wie von vielen erwartet wurde auch das neue MacBook Pro 17″ auf “unibody”, also dem aus wenigen Teilen gefertigen Alukörper, umgestellt. Das Gerät ist gleichzeitig das erste Apple Notebook, das auf Wunsch auch ohne glossy Display (non-glare) geliefert wird. Diese Option kostet allerdings satte 45€ Aufpreis. Apropos Preis: In Deutschland sind in der Standardkonfiguration für 2499 € weder Adapterkabel für den Bildschirm noch eine Fernbedienung enthalten. Den für mich entscheidenden (siehe Erfahrungsbericht) Todesstoß verpasst Apple dem Gerät allerdings durch den fest verbauten Akku. Da hätten noch so viele “Spezialisten” auf der Bühne über platzsparende Akku-Technik referieren können: Ich verzichte zugunsten eines Wechselakkus lieber auf 5 oder 10 Minuten Laufzeit.
Und jetzt liebe Fanboys: Hackt auf mich ein.