Aus dem Urlaub melde ich mich mit einem kurzen Artikel zurück, wie man in unserem Nachbarland günstig mobil online gehen kann. Wer noch auf der Suche nach einer passenden UMTS-Karte ist, findet hier einen aktuellen Tipp für günstige UMTS-Karten.
Roaming
Zum Abrufen von eMails kommt man oft mit der eigenen, auch sonst genutzten Sim-Karte aus. Denn dank EU Regulierung zahlt man nur noch 19 Cent je 100 Kilobyte übertragener Daten. Ein Megabyte kostet also 1,90 Euro. Diese Möglichkeit besteht mit auch mit Prepaidkarten wie blau.de, o2 o oder Simyo.
Wer ein bisschen mehr braucht, sollte sich bei Vodafone umsehen: Websessions International heißt das Zauberwort. Für 14,95 Euro kann man mit jeder deutschen Vodafone SIM-Karte im EU-Ausland 24 Stunden lang bis zu 50 MB (in Worten: fünfzig) “versurfen”. Um Websessions zu nutzen, einfach den APN (Zugangspunkt) auf events.vodafone.de umstellen (detaillierte Anleitung hier). Zahlen kann man wahlweise per CallNow Code, Guthaben auf der SIM-Karte oder per Kreditkarte.
Ausländische SIM-Karten
Die in meinen Augen bessere Variante stellen ausländische Anbieter dar. Die beiden österreichische Anbieter, die auch UMTS Tarife auf Prepaid Basis anbieten, stelle ich samt Tarif hier kurz vor:
Yesss diskont-surfen
- Preise
– Starterkit (SIM-Karte + 500 MB Guthaben): 9,90 Euro
– 2 GB Daten: 20 Euro
- erhältlich online oder in jeder Hofer-Filiale
- Zugangsdaten
APN: web.yesss.at
Benutzername: - frei lassen -
Passwort: - frei lassen -
Mobilkom A1 B.FREE Breitband
- Preise
– Starterkit (SIM-Karte + 1 GB Guthaben): 19,90 Euro
– 1,5 GB Daten: 20 Euro
- erhältlich online oder in A1 Shops
- Zugangsdaten
APN: A1.net
Benutzername: ppp@A1plus.at
Passwort: ppp
Wichtig: Man sollte (vor allem in den Bergen) vorab testen, ob am eigenen Aufenthaltsort Netzabdeckung des gewünschten Anbieters gegeben ist
(Tipp: Yesss verwendet das Netz von Orange und wird auf dem Handydisplay als “one” bzw. “Orange A” angezeigt).
Die SIM-Karten müssen nicht vorab registriert oder aktiviert werden, sondern sind sofort einsatzbereit. Ein Traum für Datenschützer!
Bei Aldi wurde dieses Paket noch nicht aktiv beworben, also fix zur Kasse und nachgefragt…
Kosten:
UMTS Modem: 59,99 EUR
Starter-Set: 12,99 EUR (inkl. 10 EUR Guthaben)
Zusätzliches Guthaben: 15,00 EUR Karte
= 87,98 EUR
Die SIM-Karte muss anschließend per Fax, Telefon oder Internet aktiviert werden. Diese Vorgang dauert bis zu 6 Stunden.
Tipp: Wem es nur um einen günstigen Stick geht, der ist wahrscheinlich mit dem simlockfreien(!) Vodafone Websessions Stick (<30€) besser aufgehoben. Auch damit funktioniert die Medion Mobile SIM-Karte…
Zur Software (Verbindungsassistent) unter OS X:


So sehen Prepaid- und SMS-Menü und die OS X Systemeinstellungen / Netzwerk aus:



Wie die Screenshots zeigen stand leider während des Tests maximal EDGE Geschwindigkeit zur Verfügung. Schade: Amazon.de benötigte etwa 3 Minuten bis zum vollständigen Aufbau der Seite.
Hier die Codes für die Nutzung mit anderen Endgeräten (danke leoperne):
- Status Monatsflat: *123#
- Buchung: *121*004#
- Stornierung: *122#

Über Ursula von der Leyens (umgesetzte) Pläne einer undemokratischen und intransparenten Internetfilterung habe ich ja schon berichtet. Wer kurzfristig etwas dagegen tun möchte, biegt einfach die DNS Server Einstellungen auf einen ausländischen Anbieter um. Da diese “milde” Art der Filterung aber bestimmt bald von der “Great Firewall” (lizenziert von der Volksrepublik China) abgelöst wird, sollte jeder, dem etwas an seinen Grundrechten liegt, jetzt etwas anderes tun:
offizielle ePetition “Internet – Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten”
jetzt digital UNTERSCHREIBEN
Gefunden via Café Digital.
Da die “alten Medien” sehr positiv darüber berichtet haben, dass ihr neuer Konkurrent Internet nun gefiltert wird, hier meine Meinung:
Die im folgenden genannten fünf Provider zensieren den Internetzugang ihrer Kunden ohne gesetzliche Grundlage oder Notwendigkeit für den User völlig intransparent. Die gesperrten Seiten werden von keinem Richter und keiner anderen vertrauenswürdigen Instanz geprüft! Die Liste der gesperrten Webseiten ist nicht öffentlich einsehbar.

Wer Kunde bei einem dieser Provider ist, sollte von seinem Sonderkündigungsrecht gebrauch machen und damit sein Interesse an demokratischen Grundwerten (“Eine Zensur findet nicht statt”, Art. 5, Abs. 1, Grundgesetz) bekennen.
- Deutsche Telekom / T-Online
- Vodafone / Arcor
- Telefonica / O2
- Hansenet / Alice
- Kabel Deutschland
Natürlich ist KiPo ekelhaft und zu verurteilen! Aber diese Zensur ist nicht nur leicht zu umgehen, sondern ruft auch Neider hervor. Die Content-Mafia (Musik- und Filmkonzerne) sowie der Verfassungsschutz sind bestimmt nicht weit, wenn es um Websperren ohne Kontrollinstanz geht.
Willkommen in der Volksrepublik China Deutschland!
KategorienPolitik, World Wide Web Tags: Alice, Arcor, Grundgesetz, illegal, Internetprovider, Kabel Deutschland, O2, Provider, T-Online, Verfassung, Volksrepublik, zensieren, Zensur