Ein netter Leser hatte mich bei meinem letzten Ärgernis mit Apple (geplatzter Akku) auf den Apple Servicepartner in Rostock – Jessen Lenz aufmerksam gemacht.
Nur eine Woche später kam ich dank meines Zeitnotebooks (MB Air) in den zweifelhaften Genuss, genau diesen authorisierten Servicepartner zu testen. Woran kränkelte das Air?
- der Lüfter hat nach einiger Zeit nervende (Schleif-)Geräusche von sich gegeben
- das Scharnier am Display wies von Anfang an den Air-Serienfehler (Apple Support Artikel) auf, bot also immer weniger Festigkeit. Resultat: ein wackelnder / zufallender Monitor.
Natürlich kommen solche “Problemchen” in einem Notebookleben vor und eine generell schlechte Qualität würde ich Apple auch nicht unterstellen.
Traurig ist aber – mal wieder – der Service. Für 250 Euro gibt es im Apple Care Protection Plan einfach keine nennenswerte Leistung. Für deutlich weniger Aufpreis gibt es bei anderen Herstellern 3 Jahre Next-Day Vor-Ort (z.B. Toshiba 3 J, 172 Euro).
Hier also meine aktuelle Reparaturhistorie:
- 10.12.2009 vormittags Anruf bei Apple Care, nette Mitarbeiterin, zwei Reparaturnummern bekommen
- 10.12.2009 mittags Habe das Gerät bei Jessen Lenz in der Lagerstraße vorbei gebracht. Aussage: “Vielleicht schaffen wir das sogar bis zum kommenden Dienstag (15.12.)”
- 13.12.2009 mir raucht ärgerlicherweise meine Time Machine Festplatte ab
- 16.12.2009 Ich rufe bei Jessen Lenz an. Aussage: “Gerät ist schon repariert, aber noch nicht von Apple freigegeben.”
- 21.12.2009 Ich rufe erneut bei Jessen Lenz an. Aussage: “Ist immer noch nicht freigegeben.” Das Angebot, meine Kreditkartendaten als Sicherheit zu hinterlegen, damit ich das Notebook über Weihnachten mit nach München nehmen kann, wurde ausgeschlagen. Noch schlimmer: ich bat darum, mir wenigstens meine wichtigsten Daten auf einen USB Stick sichern zu dürfen. Antwort: “Dafür holen wir das Gerät nicht aus unserem Lager”.
- 29.12.2009 Erneuter Anruf meinerseits: ein Band erzählt mir, dass das Büro erst ab 11.01.2010 wieder besetzt sei.
[UPDATE vom 1.1.2010]
- 01.01.2010 Bekomme – trotz Neujahr – telefonisch die Info, dass Apple den Ersatzteil-Status freigegeben hat. Am 4. Januar kann ich mir das Gerät abholen.
[/UPDATE]
[UPDATE 4.1.2010]
- 04.01.2010 Wow! Habe das Notebook endlich zurück. Jetzt ab zu eBay damit!
[/UPDATE]
Ursächlich für diese extreme Verzögerung ist laut Jessen Lenz eine kleine Delle an der linken Seite des Monitors:

Widersprüchlich dazu sagt der Reparaturstatus auf apple.com, dass mein Gerät schon seit 15.12. zum Abholen bereit ist:

Wer gerade seine Thesis über TQM schreibt, jetzt aufpassen, denn genau so müssen Reparaturen laufen:
- Reparaturzeit länger als einen Monat
- proaktive Kundenkommunikation vermeiden
- und ja nicht im Sinne des Kunden handeln
Was mich brennend interessiert: was machen mittelständische Firmen, die mit Apple Rechnern arbeiten müssen? Ersatzgeräte oder zugesicherte Reparatur-/Antwortzeiten (also das was man als professionellen Support bezeichnen könnte) gibt es ja beim angebissenen Apfel nicht! Also immer Ersatzgeräte im Lager halten!?
P.S.: Bevor mich Fanboys in den Kommentaren belehren: mir ist durchaus bewusst, dass Reparaturen besser verlaufen können und es auch zuvorkommende Service Partner gibt. Allen Münchnern empfehle ich z.B. dringend den (ggf. weiten) Weg nach Isen zu Agelero IT-Systeme bzw. direkt in den Apple Store. Aber: in Rostock gibt es keine Alternative!
KategorienNotebooks & PCs Tags: Apple, Apple Care, Applecare, Garantie, Gewährleistung, Jessen Lenz, Kundenservice, MacBook, Notebook, Reparatur, Rostock, Service, Service Partner, Servicepartner
[UPDATE]
Es geht in die Schlussphase… Wer mitbieten möchte, hat heute nur noch bis 17:35 Uhr Gelegenheit dazu.
Kleines Schmankerl für bigger.cc Leser: Wer in der Kaufabwicklung das Stichwort “bigger.cc” verwendet, bekommt zusätzlich gratis noch
- 2 Apple Aufkleber sowie
- anfänglicher “Softwaresupport” via eMail und
- eine SD-Karte mit Treibern, Anleitungen und Links
dazu. Fragen zum Angebot? Einfach stellen!
[/UPDATE]
Mein MacEee hat nach einigem Hin- und Her (Stichwort: “Copyrightschulung”) doch seinen Weg zu eBay gefunden.
Wer mitsteigern möchte, findet die Auktion HIER.
Das grenzt schon an Wahnsinn: Apple hat alleine in den Notebookgenerationen der letzten fünf Jahre ganze fünf verschiedene Bildschirmanschlüsse verbaut. Darunter 4 nicht standardisierte. Um euch (und meinem letzten eBay-Verkäufer) zukünftige Probleme mit den teils schwer zu unterscheidenden Formaten zu ersparen habe ich alle Anschlüsse in Kombination mit den zugehörigen Geräten hier zusammen getragen:

1. Mini-VGA
Verbaut z.B. in:
- iBook G3 (ab Mai 2002)
- iBook G4
- iMac G4 (Stehlampe)
- iMac G5 (bis Oktober 2005)
- eMac

2. Mini-DVI
Verbaut z.B. in:
- MacBook (white)
- iMac (ab 2006)

3. DVI
Verbaut z.B. in:
- MacBook Pro (bis Anfang 2008)
- Mac Mini (bis 2008)

4. Micro-DVI
Ausschließlich verbaut im
- MacBook Air (1. Generation)

5. Mini Displayport
Verbaut z.B. in:
- MacBook (unibody)
- MacBook Pro (unibody)
- iMac (seit 2009)
- Mac Mini (seit 2009)
- MacBook Air (2. Generation)
KategorienNotebooks & PCs Tags: Adapter, Anschluss, Apple, Display, Displayport, DVI, MacBook, MacBook Air, Micro DVI, Mini Displayport, Mini DVI, Mini VGA, Monitor, VGA
Mein Schweiß scheint besonders korrosionsfördernd zu sein: Denn sowohl mein PowerBook als auch mein MacBook Pro (beide aus Alu) haben nach etwa einem Jahr angefangen, schwarze Flecken zu zeigen (siehe Bild). Und obwohl die neuen Unibody-Geräte mittlerweile nicht mehr aus mit Aluminium besprühtem(?) Plastik bestehen, möchte ich meinem Air das nicht antun.
Mein Ansatz: Moshi PalmGuard. Bestellt bei eBay für 15€ + VSK. Diese “Aufkleber” ahmen die Originalfarbe nach und werden auf die Handballenauflage, das Touchpad und die zugehörige Taste geklebt. Der Hersteller verspricht, dass alle Teile rückstandslos zu entfernen sind und das Notebook während der Anwendung vor Kratzern und Korrosion geschützt ist. Der PalmGuard ist verfügbar für
- MacBook Pro 15″ / 17″
- MacBook Air
- MacBook white / black (Plastik)
- MacBook unibody
Ich bin allgemein kein Fan von (Schutz- / Glossy- / Antigloss-)folien. Elektronische Geräte stellen für mich Gebrauchsgegenstände dar, die nach einigen Jahren in den Ruhestand geschickt werden (= verschenkt oder eBay). Für dieses spezielle Schweiß-/Materialproblem habe ich mit dem PalmGuard aber eine angemessene Antwort gefunden. Das Montieren ging erstaunlich einfach: keine Blasenbildung und die gute Passform kamen mir zugute. Die Haptik leidet ein wenig: die Oberfläche außerhalb des Trackpads wird etwas rauher und weniger metallen. Die Zeigerbewegung war anfangs noch etwas hakelig, was sich aber nach einigen Minuten Betrieb gelegt hat.
Hier noch ein Bild, aufgenommen bei fiesem Seitenlicht:

So ist das MacBook Air sexy:

Aber im Schreibtischeinsatz mit externem Monitor, Ethernet-Adapter (leider notwendig), externer Festplatte sowie Tastatur und Maus dran sieht es leider nicht mehr ganz so sexy aus:

Erinnerungen an diese IBM Parodie werden wach…
Wer auf die Originalverpackung verzichten kann und für eine satte Ersparnis auch auf eine ältere Gerätegeneration zurück greift, wird derzeit womöglich in Apples Refurbished Store fündig. Interessante Kommentare zu Erfahrungen mit diesen Geräten finden sich bei Apfelquak.
Ich habe hier zwei “Rosinen” für euch herausgepickt:
MacBook Air ausverkauft
1. Generation, 64GB SSD, 1,8 GHz
die aktuelle Air Serie startet bei 1699€, Einführungspreis dieser Ausführung: 2.868€
Refurbished jetzt nur 1199€
oder ein
MacBook Pro 15″ ausverkauft
2,4 GHz
das gleiche Modell kostet derzeit 1.799€
Refurbished jetzt nur 1.529€
Insgesamt hat Apple derzeit viele Angebote drin. Reinschauen lohnt sich!