
Es ist selten geworden, dass mich ein Kinotrailer überzeugen kann, Snacks und Softdrinks in einem Cineplex Center statt auf der heimischen Couch zu konsumieren.
Wer sich dann aber den folgenden Screenshot (CineStar Rostock) ansieht, wird vielleicht verstehen, warum ich jetzt doch lieber ein paar Wochen warte, bis der Film für 10€ im Regal oder – noch besser – für meinen Apple TV im iTunes Store steht.

Eigentlich ist mit 8,20 € meine Schmerzgrenze in anbetracht der schier endlosen Zwangswerbung schon überschritten. Aber dem Onlinekäufer (der dadurch dem Kinobetreiber potentiell Personalkosten einspart) noch eine “Systemgebühr” zuzumuten, grenzt in meinen Augen an mutwillige Geschäftsschädigung.
Zum Vergleich: mein Lieblingskino im Münchner Raum schafft es, den gleichen Film für 5,50 € – inkl. Onlinereservierung aber ohne Werbung – anzubieten…
Seit 1. November 2008 sollte die neue EU Verordnung bezüglich der Transparenz von Ticketpreisen gelten. Ein Selbstversuch.
Ein Flug von München nach Rostock. Germanwings.

24€ Flugpreis klingen super. Weiter unten kommen noch 78,72€ Steuern und Gebühren dazu.
In Summe: 102,72€. Klingt immer noch okay.
Natürlich habe ich einen Koffer dabei. Macht 5,95€ extra. Auf eine Sitzplatzreservierung (ebenfalls 5,95€) verzichte ich. Ebenso auf die verschiedenen Versicherungsangebote.
Bezahlen kann man so kurzfristig (ab 10 Tage vor Abflug) natürlich nur noch per Kreditkarte. Das kostet 9,52€ “Transaktionsgebühr”.
Als insgesamt knapp 120€. Wie war das noch gleich mit den Endpreisen?
Als mündiger Verbraucher habe ich dann das Browsertab geschlossen und bei airberlin gebucht.
KategorienLeben & lassen, Sonstiges Tags: airberlin, Betrug, Billigflieger, EU, fliegen, Germanwings, München, Rostock, Ticket, Tickets, Transaktionsgebühr, unbekannt
Es ist schon eine Schande: Als gebürtiger Münchener den ersten deutschen Apple Store erst knapp 4 Monate nach Eröffnung zu besuchen… Glücklicherweise konnte ich diesen Missstand in meinem aktuellen Kurzurlaub beseitigen.

Was sofort auffällt: Besser als erwartet ist es dem Hersteller gelungen, das amerikanische Servicekonzept auf den alten Kontinent zu holen. Unzählige freundliche Angestellte lassen die Erinnerungen an die “Servicewüste Gravis” (Münchener Macuser wissen, wovon ich spreche) vergessen.
Mitarbeiter mit orangen T-Shirts (Concierges) weisen den Weg, die türkis gekleideten Beschäftigten beraten und zücken ihre Kreditkartenleser. Wie in den anderen Stores auch kann man alle Geräte testen und auch im Internet surfen. So wirkt der ganze Laden nicht wie ein Elektronikmarkt, sondern wie der Showroom eines Modelabels.
Leider kommt der typischen freischwebenden Glastreppe in der Ecke nicht ausreichend Bedeutung zu. Kein Vergleich zum Cube in NYC, aber allemal besuchenswert.
Wer selbst vorbei schauen möchte: Rosenstraße 1 – 80331 München. Am besten mit der S-Bahn zum Marienplatz fahren und den Ausgang beim Kaufhof verwenden.