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Motorrad Navigation mit Android und PC

22. Juni 2014 Keine Kommentare

Zuerst einmal muss ich vorweg schicken, dass die Navigation mit einem Android Smartphone oder Tablet nicht das Gelbe vom Ei ist. Weniger in Bezug auf die Software (Tipps hierzu weiter unten) als vielmehr wegen den technischen Rahmenbedingungen. Allen voran:

  1. Stabile Anbringung des Gerätes im Sichtbereich
  2. Ablesbarkeit des Displays
  3. Akkulaufzeit (bei hoher Displayhelligkeit und eingeschaltetem GPS)

Habt ihr euch zu diesen Punkten Gedanken gemacht und eine passable Lösung gefunden (z.B. Lenkradhalterung mit Sonnenschutz in Kombination mit einer USB-Bord-Steckdose) stellt sich direkt im Anschluss die Frage nach brauchbarer Software: zum einen eine mobile App, zum anderen vielleicht aber auch eine Software zum Planen motorradtauglicher Touren. Mit letzterem fange ich an:

1. Tourenplanung am Rechner

Für mich ist oft der – Karten-technisch leider schon Staub ansetzende – MOTORRAD Tourenplaner 2008/2009 Ausgangspunkt einer Routenberechnung. Leider gibt es keine neuere Version. Immerhin bekommt man den Jahrgang 2008/2009 bei Amazon recht günstig. Für Mac-User heißt es: Augen zu und durch – die Software läuft nur unter Windows, ist es aber wert, VMware Fusion, Parallels oder VirtualBox anzuwerfen.

MOTORRAD Routenplaner MOTORRAD Routenplaner

Neben Funktionen wie “Autobahnen meiden” gibt es hier speziell auf Zweiräder angepasste Optionen wie “Landschaftlich schöne Strecken bevorzugen” oder die Berücksichtigung von (temporären) Streckensperrungen für Motorräder.

Auf der Karte werden besonders attraktive Streckenabschnitte grün hervorgehoben (siehe Screenshot). So klickt man sich einen netten Kurs binnen Minuten zusammen. Alternativ beinhaltet das Paket bereits eine Sammlung fertiger Routen, die geladen und angepasst werden können. Besonders interessant finde ich jedoch das Feature “Rundtour”, bei dem ein Start-/Zielpunkt sowie die Streckenlänge vorgegeben werden. Die Anwendung schlägt einem dann Rundtouren vor und bewertet sie nach folgenden Faktoren:

  • Außerorts
  • Am See oder Fluss
  • Durch Wälder
  • Schön kurvig
  • Auf und ab

Damit es weiter geht, muss die mit dem Tourenplaner erstellte Route wie folgt exportiert werden: Datei > Export > Wegbeschreibung > GPS eXchange Format (GPX).

MOTORRAD Routenplaner Export

 

2. Touren verwalten und tunen

Diesen Schritt kann man sich eventuell sparen. Ich möchte ihn dennoch nicht unerwähnt lassen: Garmin BaseCamp (Download Mac, Download Windows) ist eine kostenlose Software zur Verwaltung von Routen, Tracks und Wegpunkten. Wer also bequem mehrere Touren verwalten, in Ordnern ablegen und auch bequem auf Garmin-kompatible Geräte kopieren möchte, ist mit dem kostenlosen BaseCamp gut bedient.

Garmin BaseCamp Garmin BaseCamp

“Tunen” deshalb, weil man mit der Garmin-App - sofern das nötige Kartenmaterial (kostenpflichtig bzw. OpenStreetMap) installiert ist – aktuellere Straßenpläne zur Verfügung hat und ggf. sofort sieht, ob die in Schritt 1 geplante Route überhaupt noch durchführbar ist.

Ich empfehle, die Routing-Einstellungen für die Aktivität “Motorrad” auf “Kurvenreiche Straßen” zu setzen (funktioniert ggf. nur mit Garmin-eigenem Kartenmaterial).

Der Export erfolgt anschließend über: Datei > Exportieren: “Routenname” > Format: GPX v1.1.

BaseCamp Export

 

3. Route umwandeln

Die Navigations-App (siehe Abschnitt 4) kann leider nicht das standardisierte GPX-Format verarbeiten. Deshalb müssen die Routen vor Nutzung noch kurz konvertiert werden. Ein einfaches und empfehlenswertes Werkzeug ist RouteConverter (unter Open Source Lizenz), das kostenlos für Windows und Mac OS herunter geladen werden kann.

Die Arbeitsschritte sind dabei die folgenden:

  1. Datei > Öffnen > .gpx Datei laden
  2. Sicherstellen, dass sowohl bei “Positionsliste” als auch bei “Typ” jeweils “Route” (nicht Track!) gewählt ist
  3. Datei > Speichern als > File Format: CoPilot 9 (*.trp)

RouteConverter RouteConverter Optionen

 

4. Android Navigation

Navigieren können viele Apps – teilweise sogar kostenlos. Für den Einsatz am Motorrad stelle ich allerdings folgende Mindestanforderungen:

  1. Offline Karten und Routing
  2. Erweiterte Routingmöglichkeiten (mindestens: Straßentypen bevorzugen/meiden)
  3. Touren-Planung und Verwaltung

Das schränkt das Angebot merklich ein. Nach etlichen Tests nutze ich deshalb CoPilot (bei Google Play für 25,99€). So sieht das ganze aus:

 CoPilot Navigation CoPilot Fahrzeugoptionen CoPilot Straßentypen CoPilot Landstraßen

 

Die Screenshots zeigen die Navigationsansicht, die individuellen Fahrzeugoptionen “Motorrad” mit den hinterlegten Einstellungen für die einzelnen Straßentypen. Am Beispiel “Landstraßen” werden die fünf Werte (zwischen “äußerst meiden” und “äußerst bevorzugen”) gezeigt.

Als nächster Schritt soll die eben erzeugte TRP-Datei importiert werden. Am einfachsten geht das, wenn das Handy oder Tablet an den Rechner angeschlossen wird. Man kopiert dann die TRP Datei in folgenden, bereits existierenden, Ordner auf dem Mobilgerät:

/sdcard/com.alk.copilot{...}/EU/save

Der Import wird dann wie folgt (siehe Screenshots) gestartet: Menü > Meine Route > Optionen > Laden > TRP-Datei wählen.

CoPilot Route Laden CoPilot Routenliste CoPilot Routenplanung CoPilot Routenübersicht

Einfach berechnen lassen und schon kann es los gehen. Ich wünsche eine allzeit gute Fahrt!

Tipp: man kann die Route auch bequem bearbeiten, wenn man schon unterwegs ist. Notwendig kann das z.B. werden, wenn man einen Wegpunkt aufgrund einer Baustelle nicht erreichen kann oder schlicht ein Zwischenziel überspringen möchte. Um ein Zwischenziel zu löschen, tippt man in der Routenplanung auf den Options-Button zu einem Eintrag (oben stehen die nächsten Wegpunkte, bereits abgefahrene verschwinden automatisch und müssen somit nicht beachtet werden). Im sich öffnenden Popup (“Ziel bearbeiten”) den roten Button drücken (siehe Screenshot) und schon ist das Zwischenziel aus der Routenberechnung entfernt.

CoPilot Ziel bearbeiten

 

Habt ihr Fragen oder Anregungen zur Motorrad-Navigation? Immer her damit!

Outdoor-Navi im Test: Falk IBEX 40

21. August 2011 Keine Kommentare

Beinahe antik kommt es mir vor, mein Garmin 76S, das mir die letzten Jahre stets treue Dienste geleistet hat. Aber zwischen all den funkelnden und farbenfrohen Smartphones und Tablets wirkt der robuste GPS Empfänger wie aus einem falschen Jahrzehnt. Ein neues soll her. Kleiner, besser, Farbdisplay sowieso…

Bevor so mancher Leser jetzt “HALT!” ruft und anmerkt: mein Smartphone hat nen ganz tollen GPS Receiver eingebaut, werfe ich ein: Handys sind derzeit kein adäquater Ersatz. Weder von der Präzision (Stichwort WAAS/EGNOS), noch von der Empfangsleistung (z.B. Im Wald). Von den zur Verfügung stehenden Karten völlig zu schweigen, solange es keine vergleichbaren Karten-Apps (offline nutzbare topographische, nautische, routbare Straßenkarten, Luftbilder sowie OSM) gibt.

Also mache ich mich auf die Suche, durchstöbere Testberichte und Foren (allen voran die grüne Hölle) und versuche, Wahrheit von Beweihräucherung und Marketinggeschwafel zu unterscheiden. Doch es sieht wohl so aus, als bliebe mir nichts anderes übrig, als ein paar Geräte mal selbst zu testen. Im Gelände, beim Geocachen und auf dem Wasser.

Die Serie startet heute mit dem Falk IBEX 40 (Amazon-Preis ~480€). Falk, sonst eher für portable Auto-Navis bekannt, wagt sich mit der IBEX-Serie seit diesem Jahr auch auf das Terrain von Outdoor Receivern. Freundlicherweise wurde mir vom Hersteller ein Testgerät zur Verfügung gestellt.

Lieferumfang

  • Falk IBEX 40
  • USB-Datenkabel
  • EU-Ladegerät
  • magicmaps Tour Explorer Deutschland 25 auf neun (!) DVDs
  • Halteschalte und Fahrradhalterung
  • Kurzanleitung, etc.

Das Äußere

Falk Ibex nass Falk Ibex Seitenansicht Falk Ibex Profil

Der erste Eindruck: auf der Verpackung sieht es irgendwie kleiner aus. In meine ausgewachsenen Pranken passt es jedoch recht gut: ich kann das Gerät einhändig sicher halten und bedienen. So manche Frau hätte aber wohl ihre Probleme damit. Das Gehäuse ist sandwichartig aus verschiedenen Kunststoffschichten aufgebaut, die auch bei Nässe einen guten Grip gewährleisten.

Die Verarbeitung wirkt wertig, einzig die Rückabdeckung schließt bei mir nicht fugenfrei ab (was hoffentlich keinen Einfluss auf die allwettertauglichkeit gemäß IPX7 hat).

Technische Daten

  • Abmessungen: 11 x 7,8 x 2,5 cm
  • Gewicht (mit Li-Io Akku): 202 g
  • 3,5” (7,8 cm) Touchscreen mit 240×320 px Auflösung
  • 2 GB Speicher eingebaut
  • microSD(HC) Slot (max.16 GB)
  • Mini USB 2.0 Anschluss (Massenspeichermodus)
  • wasserdichtes Gehäuse (IPX7), aber nicht schwimmfähig
  • elektronischer Kompass und Barometer

Installation und Inbetriebnahme

Leider wollte mein IBEX nach dem Auspacken nicht sofort starten, sondern blieb im Bootscreen hängen. Bei der kostenpflichtigen technischen Hotline wurde mir mitgeteilt, dass es jetzt eine eigene IBEX Hotline gebe (01805/003233, ab 0,14€/Min.) und dort, wie man einen “Hard Reset” durchführt (beide Hardwaretasten etwa 5 Sekunden gleichzeitig gedrückt halten).

Der für Firmware-Updates notwendige “Falk Navi-Manager” ist der Verpackung nicht beigelegt, lässt sich aber hier herunterladen. Mit dieser Software lassen sich außerdem GPX-Dateien (mit Tracks, Wegpunkten und Routen) zwischen Computer und IBEX austauschen. Auch eine Synchronisation mit dem von Falk betriebenen POI-Portal 123poi.com ist möglich.

Dem Topmodell IBEX 40 (der hardwareidentisch zum IBEX 30 ist) liegt zur Routenplanung der „magicmaps Tour Explorer Deutschland 25“ auf neun DVDs bei. Installiert man alle Bundesländer, landen über 50 GB Karten auf der Festplatte. Ziemlich viel, aber es handelt sich um topographische Rasterkarten, georeferenzierte Bilder – vergleichbar mit eingescannten Landkarten. Doch wie schlägt sich das Kartenmaterial in der Praxis?

Routenplanung am PC

Es treten an:

  • magicmaps Tour Explorer 5 (UVP: 199€)

gegen einen alten Bekannten (Garmin BaseCamp, kostenlos) mit folgenden Karten:

Stadt (Barnstorfer Wald, Rostock)

Alle drei Karten bieten Routing für Fußgänger und Fahrzeuge. Am übersichtlichsten wirkt meiner Meinung nach die Garmin Karte, den höchsten Grad an Details (samt Namen der Tiergehege) bietet das OpenStreetMap Projekt. Nicht unpraktisch sind die in magicmaps enthaltenen Luftaufnahmen.

Magic Maps Topo

Magic Maps Topo

Magic Maps Luftbild

Magic Maps Luftbild

Garmin Topo

Garmin Topo

 

OpenStreetMap

OpenStreetMap

Berg (Taubenstein am Spitzingsee)

Hier wird es spannender. Abseits geteerter Straßen fällt magicmaps das Routing sichtlich schwerer. Wanderpfade werden nicht in die automatische Berechnung einbezogen. Anders als OSM bzw. Garmin. Dafür weiß die klassische Kartendarstellung im Gebirge zu gefallen. Aber urteilt am besten selbst:

Magic Maps im Gebirge

Magic Maps im Gebirge

MagicMaps vs Wanderwege

Magic Maps vs Wanderwege

Garmin mit Höhenprofil

Garmin mit Höhenprofil

OSM Wanderweg

OSM Wanderweg

Das gewählte Kartenmaterial wird zügig vom PC auf das IBEX überspielt. Wenn auch Probleme mit der Fehlermeldung “Es konnte kein Falk IBEX am PC gefunden werden…” habt, wählt einfach “Karte zum PC exportieren” und als Zielpfad “MapRegions” auf dem Gerät oder der eingelegten microSD Karte (ggf. Ordner anlegen).

In Benutzung

Falk IBEX Straßenkarte Falk IBEX Topo-Karte

Nach dem Einschalten (etwa 60 Sekunden bis das Navi bedienbar ist) frage ich mich als erstes, warum keine KFZ-Navigation möglich ist, denn das dafür nötige Kartenmaterial sowie brauchbare gesprochene Fahranweisungen sind vorhanden. Hier wurde offensichtlich über das Ziel (keine Kannibalisierung der KFZ-Navis) hinaus geschossen, denn praktisch ist es nicht, Ziele (z.B. einen Parkplatz als Ausgangspunkt der Tour) doppelt erfassen zu müssen.

Anschließend hat man die Wahl, ob die Karten in Straßenansicht oder als (je nach Zoomstufe leider ziemlich verschwommene) MagicMaps Topo dargestellt werden sollen. Im Stand springt die Richtung des Positionspfeils wild hin und her, setzt man sich in Bewegung stabilisiert sich die Ansicht.

Die Navigation kann am Gerät für Radfahrer und Fußgänger erfolgen, leider sind nur wenige spezielle Fußgängerwege (getestet in mehreren Parks) enthalten. Die detaillierten Wanderkarten von MagicMaps sind nicht für die Routenberechnung nutzbar. Im Fahrrad-Modus wurde mir trotz direkter Nähe zu einer “nationalen Fahrradroute” (OpenCycleMap) stattdessen eine etwas kürzere Route entlang einer stark befahrenen Bundesstraße berechnet.

Das Überspielen von Geocaching.com Pocketqueries funktioniert, bietet aber logischerweise nicht den gewohnten Komfort (Filter nach Schwierigkeit, bequemer Multi-Support, Hints, etc.).

Fazit

Nach einigen Woche im Einsatz konnte ich mir eine differenzierte Meinung bilden. Leider kann ich keine Kaufempfehlung aussprechen. Kurz lässt sich das wie folgt zusammen fassen:

Das gefällt:

  • Größe des Displays
  • Einfachheit der Bedienung
  • Geschwindigkeit des Systems (nach dem Start)
  • Sprachansagen
  • wahlweise Einbeziehung öffentlicher Verkehrsmittel (Bus und Bahn)
  • mitgelieferte Magic Maps Software

Das gefällt nicht:

  • vergleichsweise hohe Anschaffungskosten
  • Akkulaufzeit
  • Preise (!) und Verfügbarkeit von Kartenmaterial (mehr als die unten genannten gibt es nicht)
    • verfügbare Vektorkarten (zum Routing): Österreich (160€), Schweiz (270€), Südtirol (100€), Mallorca (120€)
    • verfügbare Rasterkarten (Topo u.a. mit Wanderwegen): Schweiz 25 (3 Bundles zu je 180€), Südtirol 50 (40€), Österreich 50 (50€)
  • PC Software und Dateiformate

Wunschzettel:

  • bequemer Import von OpenStreetMap Karten
  • Geocaching Unterstützung
    • Wegpunkt-Navigation sollte nicht 20m vor dem Ziel enden
    • “Paperless-Caching” (bessere Unterstützung der GPX-Dateien aus Pocket Queries)
  • (einfache) KFZ-Navigation

Jetzt hängt es stark von eurem Nutzungsverhalten ab, ob ihr mit den Nachteilen zurecht kommt (oder kommen wollt) oder lieber auf meinen nächsten Testbericht wartet. Eins darf ich schon vorweg nehmen: es geht weiter mit einem Garmin.

Links

iPhone Navigation mit CoPilot live 8

10. Oktober 2009 1 Kommentar

Nach einer herzlich geführten Diskussion über den Sinn oder Unsinn von Navigationssoftware fürs Handy habe ich die aktuelle Version von CoPilot live selbst im Praxistest probenavigiert.

Wer die Lösung von TomTom kennt, weiß, warum ich bisher nicht vom Handy-Navi-Konzept überzeugt war: 70€ für die D-A-CH Software + 100€ für die “TomTom Car Kit” getaufte Halterung macht in Summe 170€. Für dieses Geld bekomme ich alternativ ein gutes Stand-Alone Gerät mit größerem Display, besseren Lautsprechern und Bluetooth Freisprecheinrichtung…

Die Lösung von ALK Technologies hingegen kostet nur einen Bruchteil, nämlich 34€ für die D-A-CH Version. Wer iPhone Halterung und KFZ-Ladekabel bei Focalprice direkt in China bestellt, zahlt für beides zusammen inklusive Versand etwa 6€. Macht zusammen weniger als 40€!

CoPilot live 8

Was erhält man für diesen Preis? Erstaunlicherweise eine ausgereifte offline Navigationslösung mit aktuellem Kartenmaterial. Direkt aus dem App Store geladen macht es sich das Programm auf gut 400MB Speicher bequem. Der Start geht schnell von statten (etwa 9 Sekunden auf einem iPhone 3G), die schicke Optik der 3D Ansicht und die einfach gehaltene Benutzeroberfläche wissen zu gefallen. Selbst während der Fahrt lassen sich die riesigen Knöpfe bequem bedienen (natürlich nur vom Beifahrer).

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Erster Start, Menüführung, Zielauswahl

Die Berechnung einer Route quer durch die Bundesrepublik (von Rostock ins Münchener Umland) dauert nur 10 Sekunden. Wer dann startet, findet eine Navigationsansicht vor, die alle notwendigen Informationen übersichtlich anzeigt. Viele Optionen lassen sie an die eigenen Vorstellungen anpassen.

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Navigation in Hoch- und Querformat sowie Farbeinstellungen.

Optionsvielfalt

Wer sich ein wenig durch die Menüs hangelt, findet viele gute Funktionen. Zum Beispiel “Pannendienst”, wo die aktuelle Straße samt Hausnummer, GPS Koordinaten und die Nummer des nationalen Autoclubs eingeblendet werden. Oder “Live Wetter“, das über UMTS einen Wetterbericht für den aktuellen Standort oder das Ziel anzeigen kann. “Live Verkehr” als Ersatz für TMC ist leider noch nicht freigeschaltet und “Benzinpreise” hat noch keine Daten für Deutsche Tankstellen. Besonders positiv hervorheben möchte ich den Fahrspurassistent (nicht nur für die Autobahn), den eingebauten Radarwarner (“Sicherheitsalarm”) und konfigurierbare Geschwindigkeitswarnungen, um auch kein Problem mit mobilen Messungen zu bekommen.

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Fazit

Günstiger gibt es nicht, besser geht es kaum. Selbst der direkte Vergleich mit meinem Medion Navigationssystem endete in einem Remis. Mir fehlen aber derzeit Verkehrsmeldungen (kosten in den USA 19,99$ / Jahr, sind für Europa leider noch nicht verfügbar).

Link

iFinder GPS Datenkabel im Eigenbau

23. Januar 2009 8 Kommentare

gpskabel.jpgWie versprochen stelle ich jetzt eine Mini-Bastelanleitung für ein Lowrance iFinder Go2 Datenkabel online, denn mein USB auf Seriell Adapter ist gestern aus China eingetroffen:

Das solltest du zur Hand haben:

  • überzähliges RS-232 (9 Pin) Kabel (z.B. von alter Computermaus, Nullmodem-Kabel, etc.)
  • nicht mehr benötigte Plastikkarte (z.B. alte Mitgliedskarte)
  • Lötkolben, Lötzinn, ein paar Drahtreste
  • Multimeter
  • Schere

Nun zum Vorgehen:

  1. GPS-Stecker
    Schneide aus der alten Plastikkarte ein etwa 25 mm langes und 18,5 mm breites Stück aus der Chipkarte. Danach noch etwas fein tunen, bis der Stecker in den Schlitz passt und dort auch fest sitzt. Zuletzt musst du noch einen etwa 1,5 mm breiten und 8 mm langen Schlitz ausschneiden, da der iFinder zwischen Pin 3 und 4 eine kleine Erhöhung hat.
  2. Verkabelung
    verbindung1.jpg Trennt die Maus bzw. die nicht mehr benötigte Seite vom Kabel, so dass nur noch der weibl. Stecker auf der einen und ein “nacktes” Kabel auf der anderen Seite übrig bleiben. Du benötigst in den weiteren Schritten nur noch die Kontakte 2, 3 und 5. Lege alle Adern auf der nackten Seite auf ca. 5 Zentimetern frei. Finde dann mit Hilfe des Multimeters heraus, welche Adern den Kontakten 2, 3 und 5 entsprechen. Die restlichen Adern kannst du kappen.
  3. Lötstation
    gpscable.jpg Nun geht es darum, drei Kontakte auf der Karte zu erzeugen. Dazu biegst du kurze Drahtstücke in eine kleine U-Form (etwa 3 mm breit) und erhitzt diese mit dem Lötkolben. Sie sind dann heiß genug, um sie mit Hilfe einer Zange durch die Chipkarte zu drücken. Die überstehenden Kontakte auf der Oberseite leicht verdrehen und einen kleinen Tropfen Lötzinn auf die verdrehten Drahtenden. Dann lötest du gemäß Abbildung die drei Drähte an.
  4. Fertig!

Leider gibt es für meinen chinesischen 1$ USB auf Seriell Adapter keinen (mir bekannten) Mac OS X Treiber, weshalb ich softwaretechnisch derzeit an Windows gebunden bin. In der virtuelle Maschine mit W2k lassen sich jetzt Wegpunkte auf den iFinder hochladen und meine aktuellen Koordinaten auslesen. GPSU (GPS Utility) in der Freeware Version überträgt dabei die aus TrailRunner exportierten Wegpunkte.

wingps.jpg

Das 29€ Outdoor-GPS

16. Januar 2009 6 Kommentare

Heute hat mich nicht nur mein neues Fahrrad erreicht, sondern auch ein kleines Päckchen aus China. Inhalt: Mein Outdoor Navigationsgerät, das ich kürzlich für umgerechnet etwa 29€ plus Versand (Gesamtpreis unter 34€) aus China via eBay bestellt habe. Tipp: ZWEI Geräte sind hier noch verfügbar (Der Verkäufer nimmt einen Preisvorschlag von 35$ an)

DSC_0109.jpg

Es handelt sich um ein iFinder Go2 der hier recht unbekannten Marke Lowrance in der US-Version. Im Gegensatz zu “normalen” Auto-Navigationsgeräten hat das Go nur sehr rudimentäre Karten (große Gewässer, Großstädte und Länder) für Europa implementiert. Dadurch ist eine automatische Routenberechnung natürlich nicht möglich.

DSC_0107.jpg Das widerspricht aber auch dem primären Zweck des Gerätes: Der Outdoor-Einsatz auf dem Fahrrad, beim Bergsteigen, im Segelboot, beim Suchen von Geocaches o.ä. Die hierfür passenden Routen findet man in keinem 08-15-Navi, sondern stellt sich die Routen vorab zusammen. An dieser Stelle möchte ich erneut auf TrailRunner aufmerksam machen, eine geniale Software, um Routen am Mac unter Zuhilfenahme unterschiedlichen Kartenmaterials anzulegen. Viele Windows-User schwören auf EasyGPS.

Fast alle Testberichte stimmen überein, dass das Gerät im Einsteigersegment ein unschlagbares Preis-Leistungsverhältnis (Neupreis in Deutschland liegt bei 90-120€) aufweist. Gelobt wird vor allem die Genauigkeit und Empfangsstärke (ich habe im Wohnzimmer recht flott einen 3D-Fix! bekommen). Aber auch das geringe Gewicht und die Laufzeit mit zwei normalen AA-Batterien oder Akkus beeindrucken: 50 Stunden ohne, 20 Stunden mit mittlerer Beleuchtung. (Diese Zeiten wurden von Benutzern und nicht dem Hersteller angegeben)

Ich habe heute den Doppeltest vorgenommen: Fahrrad + GPS und war von beiden positiv überrascht.

Bekannte Nachteile: Keine offizielle Unterstützung für Datentransfers zwischen PC/Mac und iFinder Go. Aber hier kann Abhilfe geschaffen werden: Findige Tüftler haben die PIN-Belegung auf der Rückseite veröffentlicht, was mich auf die Idee brachte, ein serielles Kabel für 0€ selbst zu basteln:

DSC_0111.jpg
Ich warte noch auf die Lieferung des “USB zu Seriell”-Adapters, um die Funktionalität (auch und vor allem am Mac) zu prüfen, dann stelle ich eine Bastel- und Installationsanleitung online.

Outdoorspaß mit Trailrunner

4. Januar 2009 7 Kommentare

TrailRunner.jpgEs kommt wirklich selten vor, dass ich eine Software durch die Bank empfehlen kann. In den Kommentaren bei aptgetupdate hat Kay einen Blick auf TrailRunner empfohlen und ich muss wirklich sagen: Danke.

Was ist TrailRunner? Eine Donationware und wahrscheinlich DIE Revolution für alle Draußen-Sportler und Mac-Nutzer.
Echte Geeks trainieren doch mit Gadgets, sonst würde Sport keinen Spaß machen, richtig? Und genau hier setzt das Programm an: Kompatibel mit Nike+ Sport Kit, iPhone/iTouch, vielen Garmin und Magellan GPS-Receivern erlaubt es, Trainingsrouten anzulegen, einen Trainingsplan anzulegen und Tagebuch zu führen.

TR-big.jpg

Wirklich gut gelungen ist die Kartenansicht. Hier lassen sich längere Radtouren am Mac planen und sie dient auch als Routenplaner für Wanderer und Läufer. Folgende Hintergrundkarten sind eingebaut:

  • Straßen
  • Luftbild
  • Wandern (topografische Karte der Landesvermessungsämter)
  • Oberfläche (Google Maps topografische Ansicht)
  • Open Cycle Map (Fahrradwege)
TR1.png TR2.png TR3.jpg TR4.jpg

Anhand der dargestellten Informationen, z.B. Fahrradwege lassen sich dann wiederverwendbare Streckenabschnitte leicht zusammen klicken. Man bastelt mit den gegebenen Karten seine eigene personalisierte Karte mit optimalen Wegen, zum Beispiel Mountainbike-Touren durch den Wald.

Diese Wege (im Programm Streckenabschnitte genannt) lassen sich anschließend zu Routen zusammenfassen und als Grundlage für Trainings mit dem Nike+ Sport Kit oder Garmin Forerunner verwenden. Wer TrailRunner als Fahrradroutenplaner am Mac gebraucht, kann sich die Wegpunkte der gesamten Route als GPX oder Garmin-TCX Datei exportieren lassen und direkt ans Gerät überspielen.

Ohne Satellitennavigation auf dem richtigen Weg zu bleiben funktioniert mit TrailRunner auch: Man lässt sich die Route als iPod nano Karte exportieren, die unterwegs über die Fotofunktion abzurufen ist und wie folgt aussieht:

MTB Tour 1-02.jpg MTB Tour 1-05.jpg MTB Tour 1-04.jpg MTB Tour 1-03.jpg

Wer gerne neues entdeckt: eine Schnittstelle zu GPSies.com findet automatisch von anderen Nutzern angelegte Routen in der Nähe und zeigt diese an bzw. importiert sie.

Alle Funktionen hier zu erwähnen sprengt den Rahmen. Die wichtigsten sollten genannt worden sein und ich empfehle jedem dringend, es mal selbst zu probieren und bei Gefallen auch an den Programmierer zu spenden.

Link: TrailRunner