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USA Prepaid Tarif mit Daten

7. September 2011 9 Kommentare

Vor dem Problem stehen bestimmt viele: es soll einige Wochen (oder in meinem Fall Monate) in die USA gehen; iPhone oder Android Smartphone müssen natürlich mit. Vor Ort telefonieren und im Internet surfen ohne horrende Gebühren ist dabei oft mehr als ein nettes Gimmick.

Das mit den Gebühren schließt die Verwendung der deutschen SIM-Karte meist aus – zumindest ist mir kein Vertrag bekannt, der in den USA bezahlbare Telefonate und Internet enthält. Also muss eine neue US-amerikanische her. Doch das ist leichter gesagt als getan…

Denn anders als in der EU gibt es in den USA verschiedene konkurrierende Mobilfunkstandards, die aber untereinander teilweise nicht kompatibel sind. Deshalb hier zuerst eine kleine Übersicht der vier nationalen Funknetzbetreiber:

  • Verizon (CDMA2000)
  • Sprint (CDMA2000 / iDEN)
  • T-Mobile USA (GSM 1900 & UMTS 1700/2100)
  • AT&T (GSM 850/1900 & UMTS 850/1900)

Die beiden Erstgenannten kann man als Reisender außen vor lassen: CDMA und iDEN sind Standards, die ohne SIM-Karten funktionieren und somit für mitgebrachte Telefone unbrauchbar sind.

Mit einem Quadband-Smartphone kann man aber sowohl im Netz von T-Mobile USA als auch bei AT&T telefonieren und sogar surfen, allerdings maximal mit EDGE-Geschwindigkeit (~ 3x ISDN). Kompatibles (prüft euer Smartphone am besten vorher bei GSMarena auf kompatible 3G=UMTS Frequenzen) UMTS-Netz gibt es hingegen nur bei AT&T (in den USA exklusiver Vertragspartner der GSM iPhones).

Da “drüben” gerne mit Begriffen wie 3G, 4G oder “High Speed” um sich werfen, hier zur Sicherheit hier die tatsächlichen Geschwindigkeiten im Überblick:

  • GPRS: 53,6 kBit/s (1 MB: < 3 Minuten)
  • EDGE: 217,6 kBit/s (1 MB: < 1 Minute)
  • UMTS: 384 kBit/s (1 MB: < 30 Sekunden)
  • HS(D)PA: 7.372,8 kBit/s (1 MB: < 5 Sekunden)

Vorab sollte man sich allerdings über die – für deutsche Verhältnisse – miese Netzabdeckung im klaren sein. In Städten kämpft man oft mit Verbindungsabbrüchen, in ländlichen Gegenden gibt es vielerorts gar keinen Empfang. Hier gibt es Details zur Abdeckung von T-Mobile und AT&T (GoPhone auswählen) – im Gegensatz zu den Vertragstarifen dürfen Prepaid-Kunden nicht in Drittnetzen roamen.

AT&T Netzabdeckung USA

Prepaid Tarife (Telefonieren + Daten)

Sowohl T-Mobile und AT&T selbst als auch deren Reseller bieten interessante Prepaid-Tarife an. Hier ist meine persönliche Bestenliste (Stand Anfang September 2011):

  1. H2O Wireless $60 unlimited everything [Link]
    Netz: AT&T
    Kosten: 60$ / Monat
    Enthalten: unbegrenzt Telefonate (USA), 20$ Guthaben für internationale Telefonate, SMS (international), MMS (USA)
    Daten: unbegrenzt (3G)
  2. AT&T GoPhone $50 unlimted + data feature [Link]
    Netz: AT&T
    Kosten: 75$ / Monat (50$ + 25$ data)
    Enthalten: unbegrenzt Telefonate (USA), SMS (international)
    Daten: 500 MB (3G)
  3. SIMPLE Mobile $50 [Link]
    Netz: T-Mobile USA
    Kosten: 50$ / Monat
    Enthalten: unbegrenzt Telefonate (USA), SMS (international)
    Daten: unbegrenzt (max. EDGE)
  4. T-Mobile Monthly 4G Unlimited Talk, Text & Web [Link]
    Netz: T-Mobile USA
    Kosten: 50$ / Monat
    Enthalten: unbegrenzt Telefonate (USA), SMS (USA)
    Daten: unbegrenzt (max. EDGE)
Alle vier Tarife erlauben es euch, euer deutsches SIM-Lock-freies (Danke, Massi) iPhone oder Android Handy vollständig (Telefonate und Internet, E-Mail, Navigation & Co) in den USA zu nutzen. Von eurem Handymodell und Netz hängt es ab, welche Internetgeschwindigkeit zur Verfügung steht.

Prepaid Tarife (Nur Daten)

Hier sieht es etwas magerer aus. Natürlich lassen sich die vorgenannten Tarife auch im UMTS-Stick oder -Modul nutzen, aber wozu für eine ungenutzte Telefonflat bezahlen? Deshalb hier reine Datentarife:

  1. H2O Broadband $50 [Link]
    Netz: AT&T
    Kosten: 50$ / 5 GB
  2. H2O Broadband $30 [Link]
    Netz: AT&T
    Kosten: 30 $ /  300 MB

H2O Wireless SIM vorab aktivieren

Einige Händler, z.B. bei eBay verschicken die SIM-Karten günstig auch nach Deutschland – ich habe für zwei Stück inklusive Versand nur etwa 3 € bezahlt. Die Lieferung kam zwei Wochen nach der Bestellung an. Wer direkt nach seiner Ankunft lossurfen oder -telefonieren will, lässt sich ein Starterset in die Heimat liefern und aktiviert es kurz vor Abreise online.

Alternativ gibt es die H2o Starterkits auch bei Best Buy und 7-Eleven für etwa 10$.

Vorwahl wählen bei H2O Wireless

Wenn ihr weitere interessante Angebote kennt: immer her damit. Ich erweitere diese Liste gerne!

Links:

Nie wieder Expedia.de

28. März 2011 2 Kommentare

Tolle Geschichten kann man erleben, wenn man bei Firmen bucht, die ihren Firmensitz außerhalb der EU haben. So auch beim bekannten Reiseportal Expedia.de.

Was ist passiert?

Ich wollte im Februar einen Flug von Rostock nach München buchen (wer mich kennt oder mir gar bei Twitter folgt kennt meine Hasstiraden über die Deutsche Bahn samt “Publikum” vielleicht). Während ich die Flüge normalerweise direkt auf lufthansa.de buche, kam mir dieses Mal ein Gutschein gerade recht. Ein Bekannter sandte mir den Code für einen Voucher, der wohl den Preis aller Click & Mix Reisen um 70 Euro senkt.
Click & Mix? Das heißt noch schnell eine billige Absteige für eine Nacht dazu gebucht – die Differenz macht dann den Flugpreis günstiger.

Gesagt getan:
Daten eingegeben, Flüge und Unterkunft ausgesucht. Angezeigter Preis: 178,80 €.
Dann: Gutschein eingelöst. Neuer Preis: 108,80 €.
Und direkt per MasterCard bezahlt.
Wenige Minuten später: eine Reisebestätigung per eMail mit ausgewiesenem Betrag von 108,80 €.

Ab hier wird es lustig
Denn einige Tage später bucht die Lufthansa (nicht Expedia!) 146,03 € von meiner Kreditkarte ab.

Dabei kann es sich nur um einen Irrtum handeln – dachte ich. Ein kurzer Anruf bei der Expedia Hotline (030 / 20164021) verspricht mir schnelle Klärung und vor allem: die Erstattung der Differenz.
Ich rufe nach etwa einer Woche nochmal an, da sich niemand gemeldet hat und auch keine Gutschrift erfolgte. Sinngemäß: "wir haben das vorgemerkt, weil mehrere Leute mit dem Gutschein hatten, und erstatten Ihnen den Betrag demnächst".

Als ich drei Wochen nach meiner Flugbuchung immer noch nichts gehört hatte, beschwerte ich mich per eMail. Hier die dreiste Antwort – von der Rechtschreibung mal ganz abgesehen:

Sehr geehrter Herr Stiffel,

vielen Dank für Ihr Schreiben an Expedia bezüglich Ihres 70 Euro Gutscheins.

Ihr 70 Euro Gutschein ist an einen Mindestbuchungswert von 500 Euro gebunden.

Leider wurde aufgrund eines kurzfristigen Fehlers der Gutscheincode akzeptiert obwohl Ihre Buchung die Konditionen nicht erfüllt.
Daher wurde der Fluganteil in Höhe von ]€146,03 Ihrer Kreditkarte belastet, dieser Betrag ist nicht Rabattfähig.

Der Reisepreis ohne Rabatt wurde Ihnen während der Buchung angezeigt , leider haben Sie die zu diesem Gutschein gehörenden Konditionen überlesen.

Wir können aus diesem Grund keine weitere Erstattungen gewährleisten.

[...]

Bitte lesen Sie dazu noch einmal die beigfügten Gutscheinbedingungen.

Mit freundlichen Grüßen

M. Lehmann
Kundenservice
Ihr Expedia.de Team
Reisen. Wie, wann, wohin Du willst.
www.expedia.de
E-Mail: service@expedia.de

Expedia.de ist ein Reisevermittlungs-Service der Expedia Inc., 333 108th Avenue NE Bellevue, WA 98004, USA. Diese E-Mail wurde Ihnen im Auftrag und Namen der Expedia Inc. durch die TRX Germany GmbH zugesandt.
TRX Germany GmbH Am Borsigturm 13 13507 Berlin Amtsgericht Charlottenburg HRB 80161 Geschäftsführer: Shane Hammond, David Cathcart.
Bei Buchung einer Click &amp; Mix-Reise ist Ihr Reiseveranstalter die Travelscape LLC, USA.

Weder dem Gutscheincode als solches noch der Buchungsseite waren die Konditionen des Vouchers zu entnehmen. Mit meiner Bestellung habe ich einen anderen Preis bestätigt als den, der letztendlich abgebucht wurde. Deshalb ist hier laut deutschem Recht hier wohl kein Vertrag zustande gekommen. Ob mir eine Rückbuchung via MasterCard gegenüber Lufthansa zusteht, hätte man juristisch prüfen müssen (Dreiecksgeschäft).
Nur zu gerne hätte ich Strafanzeige gegen Expedia erstattet, da das Verfahren für Beträge unter 50 € gar nicht erst eröffnet wird – vom ausländischen Firmensitz völlig zu schweigen -, habe ich mir den Aufwand gespart und meine Lektion gelernt: künftig wird wieder im Binnenraum gebucht. Vielleicht werde ich mir nächstes Mal aber einen anderen Anbieter raussuchen. Ich habe von Freunden gehört, dass ITS sehr seriös sein soll und auch günstige Angebote im Bereich Balearen anbietet. Ein Urlaub auf Mallorca wäre doch mal was tolles. Aber Expedia…nein danke.

Dazu fällt mir eigentlich nur eines ein:
Expedia. Reisen. Wie, wann, wohin Du willst, aber zu x-beliebigen Preisen.

Apple Care – bezahlbarer Service

17. Juni 2009 7 Kommentare
applecare.jpg

Wer im Apple Store Deutschland diese oft nützliche Garantieverlängerung kauft, wird ordentlich zur Kasse gebeten:

  • MacBook / Air: 249€
  • MacBook Pro: 349€

Das sind Preise, wo ich es wohl eher auf den Hardware-Notfall ankommen lassen würde… Wer sich allerdings bei bei eBay.com (US) umschaut, findet schnell verlockende Angebote:

  • MacBook / Air: 125$ = ca. 90€
  • MacBook Pro: 170$ = ca. 125€

Bis gestern war ich mir nicht sicher, ob die US-Seriennummern in Deutschland auch reibungslos funktionieren würden.
Jetzt habe ich die Gewissheit: Es klappt! Dazu muss einfach im Apple Care Selfservice die Seriennummer des eigenen Gerätes sowie die Seriennummer aus den Staaten eingetragen werden: 2 Jahre Garantieverlängerung für etwas über 90€.

Boston Part I

24. April 2009 3 Kommentare

Guten Morgen Deutschland!

Der Jetlag ermöglicht es, um 5 Uhr Ortszeit Artikel zu schreiben und solche Bilder aus dem Hotelzimmer aufzunehmen…

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1. Flug

CIMG0961.jpgWir haben einen unglaublich günstigen Flug (130€ p.P., hin- und zurück, inkl. Steuern und Gebühren) bekommen und sind auch nur deswegen so kurzfristig geflogen. Bei den sonst billigsten USA-Flügen (ca. 350€) lohnt sich ein verlängertes Wochenende kaum…

Wer schonmal mit einer British Airways Boeing747 (Jumbo) interkontinental geflogen und sich denkt: schlimmer kann es nicht mehr werden liegt damit genau richtig. Dieses Mal sind wir mit Northwestern Airlines (nwa) geflogen und alles hat gepasst. Im Gegensatz zu BA waren keine Sitze defekt, die Innenverkleidung hing nicht herunter, die Stewardessen waren ausgesprochen freundlich und die Verpflegung war sowohl reichlich als auch lecker.

2. Hotel

CIMG0964.jpgWir haben uns für das Courtyard Boston Tremont Hotel entschieden. Zum einen lassen sich aufgrund der zentralen Lage die wichtigsten Sights per pedes erreichen und für alle anderen Fälle liegt die Subway nur einen Steinwurf entfernt.

Die Zimmer sind für amerikanische Verhältnisse zwar klein, da wir aber nicht vorhaben, den ganzen Tag im Hotel zu verbringen, stört uns das nicht.

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Dafür sind sie ausgestattet mit riesigem, extrem bequemen King Size Bed, LCD-TV, free wired high-speed Internet access und einer Kaffeemaschine und genügen somit unseren studentischen Ansprüchen.

3. Stadt

Hierzu folgt noch ein seperater Eintrag… Bis jetzt: Wir sind ohne Umschweife vom Flughafen mit der U-Bahn zum Hotel gefahren und haben ein paar Stunden geschlafen. Der darauf folgende Ausflug in die Stadt war den nötigsten Einkäufen gewidmet: Apple Store Boston (Ethernet Adapter für mein Air), CVS Pharmacy (Postkarten, Batterien und Stromadapter) und einem Pizzaladen. Endlich wieder ordentliches Essen…

P.S.: Mittlerweile ist auch hier die Sonne aufgegangen. Aktueller Ausblick aus dem Fenster:

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