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Dein günstiges Linux Mediacenter – Teil I

2. Januar 2010 9 Kommentare

Seit einiger Zeit bastle ich nun schon am “optimalen HTPC” als Nachfolger für meinen Apple TV. In dieser dreiteiligen Serie erfahrt ihr, wie ihr für unter 400 Euro (alles inklusive!) mit ein bisschen Linux-Erfahrung ebenfalls zum bezahlbaren Mediacenter kommt.

Die drei Teile:

Teil I: Beschaffung
Teil II: Linux einrichten
Teil III: Software installieren & anpassen

Zuerst einmal möchte ich die Ziele abstecken:

  • Wiedergabe von Filmen unterschiedlichsten Formats in 720p / 1080p (HD ready / Full HD)
  • Live-TV mit Pausefunktion + Aufnahmemöglichkeit
  • Abspielen von DVDs
  • Fotoverwaltung + Diashows
  • Bequeme Musikverwaltung
  • Steuerung der Anlage wahlweise über Fernbedienung, Handy und Computer
  • Bequemer Downloadmanager
  • Webinterface, damit die wichtigsten Funktionen auch von Unterwegs aus zugänglich sind

Entschieden habe ich mich – nach einigem hin und her – für den
ASROCK Ion 330 als Basis
Für rund 280 Euro (z.B. 279 zzgl. Versand bei HoH) erhält man jede Menge Technik:

  • Dual Core Atom (2x 1,6 GHz)
  • 2 GB RAM
  • ION Chipset mit nVidia GeForce (On Board)
  • HDMI Out, optisches SP/DIF Out
  • 6x USB, Gigabit LAN
  • Multiformat-DVD-Brenner

Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten, aber das Gehäuse ist klein, aus Metall sowie in den Farben schwarz und weiß erhältlich. Wer möchte, versteckt ihn – wie ich – hinter einer Stehleuchte. Und die Wiedergabe von 720p Material in ordentlicher Bitrate belastet den Prozessor nur zu knapp 20%.

Um das Mediencenter zu steuern, bevorzugen viele Heimkino-Enthusiasten eine Fernbedienung. Ich habe mich für ein günstiges Modell aus China “PC Remote Controller” (umgerechnet etwa 6 Euro inklusive Versand bei Focalprice) entschieden, das ohne Treiber auskommt und stattdessen Maus und Tastatur simuliert. Die FB funktioniert klasse, sobald die Tasten einmal den richtigen Programmen zugeordnet sind.

Was nun noch fehlt, ist/sind TV-Receiver. Je nach Empfang (Kabel, Satellit, Antenne) und Technik (analog oder digital) sind unterschiedliche Geräte nötig. Ich habe hier eine Kombination aus analogem Kabelempfang und DVB-T eingerichtet. Dafür setze ich meine alte Terratec Cinergy T2 (DVB-T) und einen EyeTV Hybrid ein. Aber das nur, weil sie eben schon da waren. Euer vorhandener DVB-T-Stick wird höchstwahrscheinlich ebenfalls unterstützt.
Tipps bezüglich der von Linux unterstützten USB-Empfänger findet im hier im VDR Wiki!

Zum Schluss: das Kabelzeug. Ihr benötigt auf jeden Fall noch ein HDMI-Kabel zum Fernseher. Lasst euch hier von keinem Händler Unsinn bezüglich der Kabelqualität bzw. völlig überteuerter “Premium-Kabel” erzählen, denn HDMI ist ein digitales Signal. Entweder die Information (0/1) kommt an oder eben nicht. So ein 2m-Kabel (Amazon Basics, 5,45 Euro) reicht in jedem Fall.
Da mein Receiver noch aus einer Zeit ohne HDMI stammt, konnte ich die mancherorts beschriebenen Probleme mit 5.1 over HDMI nicht testen. Meine Lösung mit zusätzlichem optischem Toslink-Kabel (Amazon Basics, 2m, 8,95 Euro) funktioniert zuverlässig.

Als Vorbereitung auf Teil II empfehle ich jetzt schon den Download von Ubuntu 9.04 64-Bit (manche ION 330 bereiten Probleme mit der aktuellen Version 9.10).

Piraten, Partei & Co [updated]

4. Juli 2009 Keine Kommentare

meinVZ / StudiVZ

Die Piratenpartei ist nun auch im StudiVZ als Edelprofil vertreten. “Die Linke” und Bündnis 90 / die Grünen sind mittlerweile an Anhängerzahlen überholt. Wie lange dauert es, bis wir auch den Rest übertreffen?

StudiVZ Wahlzentrale

Auch ich habe ein Edelprofil (das es mittlerweile auf Seite 2 der beliebtesten Politiker geschafft hat) zur Bundestagswahl 2009 angelegt. Wer mich “gut finden” möchte:

Videointerview

Ich wurde von NB Town’s WebTV Crew zum Videointerview geladen. Das Ergebnis ist nun (via YouTube) online:

Google Tricks

Sucht mal nach “Verräter Partei”…Bildschirmfoto am 2009-07-06 um 08.04.50.png

Videos für Apple TV konvertieren II (Elgato Turbo264 HD)

21. Juni 2009 19 Kommentare

turbo264HD.jpgVor einem halben Jahr hatte ich bereits einen Artikel verfasst, wo ich verschiedene Methoden vorstellte, MKV (Matroska Container und H264 mit “zu hohen” Bitraten) in Apple TV kompatible M4V Container umzuwandeln. Als Softwareempfehlung sprach ich damals für VisualHub (wird leider nicht mehr weiter entwickelt) und HandBrake (verschluckt sich an manchen Videos) aus.

Als Elgato den HD-fähigen Nachfolger ihres Turbo.264 Hardware-Encoder-Sticks vorgestellt hat, war klar: das Gerät muss zumindest angetestet werden. Und trotz Amazons problemlosem Rücktrittsrecht habe ich mich entschlossen, dieses Stück Hardware zu behalten!

Was bekomme ich

Im Lieferumfang ist neben dem Stick, der wie ein alter, zu dick geratener Speicherstick aussieht, ein wenig bedrucktes Papier und die Installations-CD samt Seriennummer auf der Rückseite.

Die Software hat es in sich: Sie besticht mit einer simplen Oberfläche, die den meisten meiner Anforderungen (Auswahl des Audiotracks, wobei Dolby Digital 5.1 wahlweise beibehalten wird und nur ein Geräte-Profil, beispielsweise Apple TV, gewählt wird) gerecht wird. Wer tiefer einsteigen möchte, kann sich in den Einstellungen auch mit Details wie Overscan, Interlacing-Modus oder Entropie-Codierung spielen.

Bild 2.png

Was leistet diese Lösung?

Im Gegensatz zu den reinen Softwarelösungen, die bei so manchem Video einfach abstürzen oder teilweise die Audiospur vermurksen, habe ich mit dem Stick noch keine Probleme entdecken können. Sämtliche Videos, die HandBrake zur Verzweiflung gebracht haben, liefen einwandfrei durch.

Natürlich muss auch die erzielte Geschwindigkeit verglichen werden. Für einen Film (100 Minuten, MKV) benötigte mein MacBook Pro (erste Generation) mit HandBrake etwa 6 Stunden. Elgatos Turbo.264 HD vollbringt das gleiche Werk in guten 2 Stunden.

Bild 1.pngBild 5.png

Aber auch für andere Szenarien, z.B. den Schnitt von Urlaubsvideos, ist Elgato gerüstet: Denn Exporte aus iMovie, QuickTime Pro, Final Cut Pro und EyeTV werden ebenfalls beschleunigt.

Was muss ich dafür auf den Tisch legen?

Die UVP liegt bei 149€, Amazon verlangt 136€ inklusive Versand.

Dezente Werbung sieht anders aus [updated]

13. März 2009 5 Kommentare

Ich hatte mich aus Solidarität zu Contentprovidern und Webplattformen entschlossen, keine Werbeblocker, wie beispielsweise das Adblock Plus Plugin für Firefox oder Safari AdBlock mehr einzusetzen.

An kontextsensitive, textbasierte Anzeigen habe ich mich gewöhnt. Wahrscheinlich würden sie mir mittlerweile auf manchen Seiten sogar fehlen ;)

Aber Flash-”Feuerwerke”, wie sie lokalisten (Pro7 / Sat1) heute abfeuert, ändern meine Einstellung grundlegend (auch wenn es sich dabei um Apple Werbung handelt!):

lokalistenwerbung.jpg
Das Objekt ist ein 850×300 Pixel großes Video samt Ton.

Was ist eure Meinung zum Thema (Flash-)Werbung auf Webseiten? Habt ihr einen Blocker installiert? Welcher ist performant und gut?

[UPDATE]

Nach 2 Tagen und unzähligen erbosten Kommentaren im Feedback Bereich hat der Anbieter heute auf normale Werbung zurück gerudert:

lokisnormal.jpg

[/UPDATE]

iTunes Store: “Setzen – 6″ [updated 2]

2. Januar 2009 2 Kommentare

Das ist mein ganz eigenes Motto für Apples “Geschenk”-Aktion.

Katy Perry – das Geschenk des Tages – war Gestern ab 21 Uhr nicht mehr zu haben. Selbst wenn man den “Kaufen”-Button für 3,49€ (!) drückte, wurde man darauf hingewiesen, dass ein Kauf derzeit nicht möglich sei, weil aktuell etwas am Artikel geändert wird.

its1.jpg

Nicht, dass ich ein besonderer Katy Perry Fan wäre… Rein aus Interesse musste ich den Fehler dennoch auf 2 anderen Notebooks und mit dem iTunes-Store-Account meiner Freundin reproduzieren…

Auf den heutigen Gratis-Download – Videos von Jason Mraz – hatte ich mich allerdings wirklich gefreut. Aber der “Geschenke”-Link führt wieder geradewegs zu einem kostenpflichtigen Download:

 

Bild 2.png

Der Button für 2,49€ hat zumindest funktioniert. ;)

Ich freue mich schon ausserordentlich auf den Dialog mit einem eifrigen iTS-Mitarbeiter. Was meint ihr: Werden sie den Betrag erstatten? Hat schon jemand Erfahrungen mit Reklamationen gesammelt?

[Update]

Hallo Sebastian,

Die Bestellung, in der dieser Artikel enthalten ist, wird zur Zeit bearbeitet. Ihre Anfrage ist zur Wiedervorlage markiert und ich werde mich nit Ihnen in Verbindung setzen, sobald weitere Informationen zu Ihrer Bestellung zur Verfügung stehen. Bitte beachten Sie, dass die Bearbeitung bis zu 3 Tage nach dem Kaufdatum in Anspruch nehmen kann. Vielen Dank für Ihre Geduld!

Mit freundlichen Grüßen,

Silke
iTunes Store Kundendienst

Den Rechtschreibfehler verzeihe ich Apple natürlich großzügigerweise. Aber WAS ist mit “Weitere Informationen zur Bestellung” in 3 Tagen gemeint?

[/Update]

[Update 2]

Und die Geschichte hat doch ein gutes Ende genommen. Apples Antwort vom 2.1.:

Sehr geehrter Herr Stiffel,

es tut mir leid dass es bei diesen Videos zu dieser Fehlbuchung gekommen ist.

Wir haben Ihnen diesen Kaufpreis von 2.49€ rückerstattet. Die Überweisung sollte in ca. 7 bis 10 Geschäftstagen vollzogen sein.

Wir streben danach Ihre Erfahrung mit dem iTunes Store angenehmer zu bereiten.
Gerne stehe ich Ihnen in dieser Angelegenheit weiter als Ansprechpartner zur Verfügung! Antworten Sie in diesem Fall bitte direkt auf diese Email.

Mit freundlichen Grüßen

[/Update 2]

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Videos für Apple TV konvertieren [updated]

29. Dezember 2008 6 Kommentare

Oder: Wie ich MKV am besten in M4V (H264 MPEG-4) umwandle.

ffmpegx.jpgJeder, der sich in einer ähnlichen Situation befindet und häufiger MKV (Matroska) Container mit h264 Video (und “zu hohen” Bitraten) und AC3 Audio vorfindet, steht vor der Qual der Wahl beim Konverter. Bis gestern kannte ich nur die folgenden Programme:

  • Quicktime Pro (+ Perian) für 30€
    Pros: konvertiert stabil jedes Perian-lesbare Format für vordefinierte Profile (z.B. iPod, iPhone, Apple TV)
    Cons: sehr langsam (teilweise >12 Stunden für einen Film), exportiert immer nur die erste Audiospur, relativ teuer
  • VisualHub (leider vom Hersteller eingestellt, davor Shareware für 24 US$)
    Pros: sehr schneller und stabiler Konvertierer
    Cons: Weiterentwicklung eingestellt, Nachfolge-Opensource-Projekt erst in Planung, exportiert nur die erste Audiospur
  • HandBrake (Open Source, kostenlos)
    Pros: kostenlos, viele Optionen und Voreinstellungen, schnell, Audiospur(en) wählbar (also z.B. auch Deutsch + Englisch), Kapitelunterstützung
    Cons: manche Videos lassen sich nicht umwandeln und führen zum Absturz

Also war mein erster Versuch beim Konvertieren stets HandBrake. Wenn es abstürzte (im Schnitt bei jedem vierten Film), musste ich auf VisualHub wechseln und hoffen, dass Deutsch die erste Audiospur ist. Ansonsten war Handarbeit mit MKVextract und anderen halbgaren Tools angesagt.

Doch nun zu meiner Entdeckung:

  • ffmpegX (Shareware, 15 US$)
    Pros: unendlich viele Optionen, stabil, relativ schnell, 1 Audiospur wählbar
    Cons: unendlich viele Optionen

Damit ist ffmpegX meine Alternative zu Handbrake beim Konvertieren von MKV zu H264! Die vergleichbare Geschwindigkeit und bessere Stabilität lassen sowohl den Preis von 15 Dollar als auch die etwas kompliziertere Bedienung verschmerzen.

Über weitere Tipps zum Thema würde ich mich in den Kommentaren freuen.

[Update]

1. ffmpegX ist leider nicht die Lösung für alle Videoprobleme! Je nach Aufbau der MKV Datei hinterlässt er statt einer gemuxten Videodatei die einzelnen Spuren, teilweise sogar leer.

2. Arne hat mir eine ganz nette Python-basierte Lösung gezeigt, die aber leider nicht mit mehr als einer Tonspur (vor allem ärgerlich, wenn Deutsch nicht die Erste ist) umgehen kann und das Video-Ausgangsmaterial nicht anfasst. Dadurch ist sie zwar unglaublich schnell, aber die Bitraten sind in vielen Szenen für die Apple TV Box zu hoch.

3. Neuer Test: MKVtools (Shareware, 10 US$): Von der GUI von allen getesteten Programmen absoluter Spitzenreiter: Preset für Apple TV vorhanden, Bitrate lässt sich anpassen und die Video- und Audiospuren lassen sich einzeln aus-/abwählen. Ich bin auf die Ergebnisse gespannt und werde natürlich berichten.

mkvtools

[/Update]

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