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Artikel Tagged ‘vServer’

Server Monitoring mit serverstate.de

23. Februar 2011 Keine Kommentare

Blog Marketing Dies ist ein durch hallimash vermittelter, honorierter Eintrag

Etliche meiner Leser werden das Problem (hoffentlich nicht) kennen: Serverausfälle. Ein schlecht konfiguriertes Updateskript oder ein Hardwaredefekt im Rechenzentrum kann schon mal die eigene Webseite lahmlegen. Der eine oder andere erinnert sich vielleicht sogar noch an meine Erfahrungen mit ServCity

Bei privaten Seiten – wie diesem Blog – ist das ärgerlich. Wer mit seiner Webseite aber Geld verdient oder seinen Partnern gar vertraglich eine Mindestverfügbarkeit zugesichert hat, wird um professionelle Serverüberwachung kaum herumkommen. Serverseitig löst man die Überwachung ja häufig mit Tools wie Nagios. Was aber, wenn der Server – wie im obigen Szenario angedeutet – keine Verbindung zum Internet hat.

Hier kommt serverstate.de ins Spiel. Der Anbieter prüft in regelmäßigen Abständen, ob eine Verbindung zum eigenen Server möglich ist. Falls nicht, wird eine eMail (kostenlos) oder SMS (15 Cent) an voreingestellte Empfänger versandt. Was genau geprüft wird, lässt sich in der Konfiguration haargenau einstellen.

Das richtige Highlight ist jedoch das flexible Abrechnungsmodell. So gibt es keine monatliche Pauschale, sondern man zahlt je getätigter Prüfung 0,0001 €. Daraus ergibt sich je nach Intervall folgender Preis:

  • minütlich: 4,32 € / Monat
  • alle 5 Minuten: 0,85 € / Monat
  • stündlich: 0,07 € / Monat

Meiner Meinung nach ist das mehr als erschwinglich. Anfangs bekommt jeder Nutzer eine zweiwöchige, kostenlose Testphase, die automatisch endet, wenn man kein Geld auflädt.

Zum Angebot.

ServCity: Alter Wein in neuen Schläuchen

11. April 2010 25 Kommentare

Eigentlich zu traurig, um wahr zu sein, aber die “unendliche Leidensgeschichte” mit ServCity geht weiter. Siehe:

Mittlerweile wurde die von Herrn Marek Zarei geführte Firma, die sich in diversen Forenbeiträgen und Blogartikeln einen zweifelhaften Ruf erarbeitet hat, veräußert. (Der Statistik wegen: die Uptime der Server lag im Februar 2010 laut WHL bei lediglich 91,6%)

Laut Impressum wird ServCity nun von der “Core Internet GmbH” in Darmstadt (yellowgrey.de) betrieben. Geschäftsführer ist Pascal Malladi-Rao.

Trotz Übernahme der Server, Leistungen und Kunden scheint man sich nicht an schriftliche Vereinbarungen der ehemaligen Inhabers halten zu wollen. Mir liegt (wie im Artikel beschrieben) eine Kündigung durch ServCity vor, ausgestellt im Dezember 2009, unterschrieben durch den damals Berechtigten Herrn Zarei persönlich, Kündigungstermin: 01.04.2010.

Das hält die Firma aber nicht davon ab, mir am 1. April eine Rechnung über weitere 6 Monate “Dienstleistung” zuzusenden. Ich informiere ServCity über ihren Fehler unter Verweis auf das mir vorliegende Kündigungsschreiben.

ServCity Kündigung

Aus der Antwort zitiere ich hier:

Sehr geehrter Herr Stiffel,
wie Sie vielleicht der Signatur dieser und der vorherigen E-Mail, plus dem
E-Mail bzw. Postrundschreiben entnommen haben, hat sich der Betreiber des
Labels servcity geändert.
Im Übrigen sind Äußerungen wie Saftladen ein Leckerbissen für jeden Anwalt.
Wie dem auch sei, wir werden das Ticket nun bearbeiten und schließen.

Man fühlt sich also für die Handlungen der ServCity KG nicht verantwortlich?!

Achso. Und heute kam die erste Zahlungserinnerung per eMail. Was denken die juristisch bewanderten Leser unter euch? Reicht das für eine Strafanzeige wegen Betruges aus?
Ich werde das Gefühl nicht los, dass diese Geschichte noch eine ganze Weile weiter geht. Updates gibt es natürlich hier.

[UPDATE]
Erste Mahnung flatterte am heutigen 14. Mai in meinen elektronischen Briefkasten. Eins muss man ServCity lassen: dreist sind sie ja.

ServCity.de – vServer im Selbsttest

5. Oktober 2009 179 Kommentare

Der eine oder andere wird wissen, dass ich neben Uni und Hiwi Job noch an ein paar Webdiensten bastle, z.B. an

Gerade sind alle offline. Warum? Weiterlesen:

Diese kleinen Projekte sind bis vor kurzem auf einem Dell Poweredge gelaufen, der in meinem Büro als Testserver steht. Dank Standleitung von Kabel Deutschland war auch die Verfügbarkeit kein Thema.

Doch ich werde langsam alt und das Ding ist mir für den Dauereinsatz unter der Schreibtischleuchte einfach zu laut geworden. Also habe ich mich im Netz ein bisschen nach bezahlbaren virtuellen Servern (vServern) umgesehen und dabei die wirklich günstigen Angebote von ServCity.de gefunden. Der von mir auserwählte Tarif “Business” enthält laut Anbieter für monatlich 8,99 Euro

  • 50 GB HDD (RAID 1 gespiegelt)
  • eine Traffic Flatrate
  • 850 MB RAM garantiert (max. 4096 MB)
  • 1 IP-Adresse
  • 1 .de-Domain

Meine Odyssee Erfahrungen mit ServCity

Die Kurzfassung

Bestellt, bezahlt (PayPal), alles – trotz mäßiger Geschwindigkeit – eingerichtet. Doch schlimmer: der Server war ab dem 2. Tag gar nicht mehr nutzbar, denn die virtuelle Festplatte lief ohne meine Einwirkung so voll, dass sich u.a. mySQL nicht mehr starten ließ.
Angekündigte Reparaturzeit: 3 Tage! Der Kunden”service” verweigerte mir anschließend noch mein Rücktrittsrecht gemäß Fernabsatzgesetz.serverput.jpg

Die lange Version

Donnerstag, 01.10.2009 – 15:12
“Ein wirklich verlockender Preis.” Gedacht, bestellt und direkt per PayPal für 6 Monate im Voraus bezahlt.

Freitag, 02.10.2009 – 13:37
Leider immer noch keine Zugangsdaten erhalten. Beschwerde an den Support gemailt und habe tatsächlich kurz darauf die Zugangsdaten erhalten.

Samstag, 03.10.2009 – ganztags
Debian ist konfiguriert, alles läuft irgendwie suboptimal und langsam…

Sonntag, 04.10.2009 – gegen 10 Uhr
Der Server ist nicht mehr erreichbar. Nicht per Browser, nicht per SSH. Laut “VServer Control Panel” ist aber alles in Ordnung: also abwarten und Tee trinken.

Sonntag, 04.10.2009 – ein paar Stunden später
Der Server ist immer noch nicht erreichbar. Tippe mein Problem via Live!Zilla und hoffe auf schnelle Hilfe.

Sonntag, 04.10.2009 – noch später
Server immer noch down, keine Antwort. Dann probiere ich eben die per Mail mitgeteilte ICQ Nummer zur Kontaktaufnahme aus. Keine Reaktion. VServer mit dem Control Panel neugestartet. SSH Zugriff geht wieder: “df” sagt 100% der Platte voll. “ls” sagt, dass nur 7 Dateien überhaupt größer als 10 MB sind. eMail an die info-Adresse!

Sonntag, 04.10.2009 – 21:29
Endlich: eMail vom Support

Zu diesem Problem/Thema, haben Sie bereits eine E-Mail Newsletter erhalten.

Öhm. Nein. Habe ich nicht.

Erneute Antwort:

[...] da nicht alle Kunden mit dem Problem betroffen sind, können wir eine Kurzfristige Lösung nicht anbieten. [...] Das Problem mit dem Kernel ist unter anderem die Festplatten Kapazität an einzelnen Virtuellen Maschinen, welche wir beheben werden. [...]

[...] Das Festplatten Problem, dauert nicht bis Donnerstag an, dieser wird bereits am Dienstag behoben sein. [...]

Bereits am Dienstag = in drei Tagen. Das ist natürlich schlecht. Ich trete also gemäß Fernabsatzgesetz vom Vertrag zurück. Statt sich für entstandene Unannehmlichkeiten zu entschuldigen, windet sich ServCity in falsch ausgelegten Paragraphen des BGB, z.B.:

  • §312b: Ups, aber ich bin doch gar kein Unternehmer, sondern handle als Privatperson
  • §312d Absatz 3: Gilt laut Gesetzestext natürlich nur, wenn beide Geschäftspartner ihre Vereinbarung vollständig erfüllt haben. Das hat der Provider aber offensichtlich nicht.

Dabei war die Widerrufsbelehrung in meinem Bestellvorgang alles andere als wasserdicht (man beachte die quasi nicht vorhandene Rechtschreibung sowie fehlenden Sätze):

Bildschirmfoto 2009-10-05 um 13.50.38.png

Montag, 05.10.2009
Auch einiges Hin und Her mit dem Geschäftsführer von ServCity, Herrn Marek Zarei, brachte keine Lösung: man besteht auf Erfüllung des Vertrages meinerseits. Mir scheint, ich bin der einzige “anspruchsvolle” Kunde auf diesem Planeten. Und ich werde das Gefühl nicht los, dass sich noch Anwälte um diesen Mist kümmern müssen.

Fazit

Ach, das Fazit spare ich mir heute lieber. ;)
Habt ihr auch Erfahrungen mit ServCity gemacht? Welche anderen vServer Anbieter sind nicht nur bezahlbar, sondern auch empfehlenswert?