Archiv

Artikel Tagged ‘WLAN’

Dropbox im eigenen Netzwerk mit PogoPlug

30. Dezember 2010 8 Kommentare

Der PogoPlug ist ein Gadget, das ich mir selbst zu Weihnachten gegönnt habe. Er hat einen NSLU2 im Heimnetzwerk abgelöst, der bisher dafür verantwortlich war, mehrere USB-Festplatten für alle anderen Geräte freizugeben.

Weil der PogoPlug einiges mehr kann als ein reiner NAS-Server und ich bisher sehr zufrieden bin, stelle ich euch das Konzept hier näher vor: dieser Kasten bringt eure Daten ins Internet. Es ist eine interessante Mischung aus NAS und Dropbox mit einigen Vorteilen: die Daten sind in eurem Wohnzimmer oder Büro (statt auf ausländischen Servern) und der Speicherplatz lässt sich jederzeit günstig erweitern – Folgekosten nach dem Kauf gibt es nicht.

1.) Setup

Der Hersteller CloudEngines verspricht, die komplette Einrichtung sei in 60 Sekunden zu machen. Das kann ich bestätigen: es ist wirklich kinderleicht:

  • Gerät auspacken, Strom, Netzwerkkabel und USB-Festplatten anschließen
  • Auf dem Computer my.pogoplug.com/activate öffnen und den 6 bebilderten Schritten folgen
  • eMail-Adresse bestätigen
  • Fertig.

Der komplette Prozess kommt ohne Fachchinesisch aus – keine IP-Adressen, keine Routerkonfiguration, nichts dergleichen. Der Pogoplug hat insgesamt vier USB Schnittstellen (eine vorne, drei hinten), kommt aber auch mit mehr Geräten (via USB-Hub) zurecht.

2.) Einstellungen

Nach der Einrichtung öffnet sich die Seite My Pogoplug (Deutsch: “Eigenes Pogoplug”) im Browser, wo sich der pinke Kasten inital konfigurieren lässt. Zum Beispiel lässt sich in den “Medieneinstellungen” verwalten, ob für MP3s Metadaten (Albumcover, Künstler, Liedtitel) verwaltet und für Videos Vorschaubilder und ggf. 10 Sekunden Vorschauclips gerendert werden sollen.

In der aktuellen Firmware neu dazugekommen ist die entfernte Druckfunktion. Eine eMail an print@mypogoplug.com reicht aus, um angehängte Inhalte auf freigegebenen Netzwerkdruckern auszudrucken – unabhängig davon, wo man gerade ist.

Mit dem Feature “Aktives Kopieren” lassen sich Daten sichern. Diese Sicherheitsmaßnahme funktioniert unter anderem:

  • von einem Ordner in einen anderen
  • von einer USB-Festplatte auf eine andere
  • von einem Client (lokaler Ordner) auf einen Pogoplug
  • von einem Pogoplug auf einen anderen Pogoplug

Natürlich ist das kein vollwertiger Ersatz für ein RAID-System, aber für den Heimgebrauch reicht es in vielen Fällen aus.

3.) Daten übertragen & wiedergeben

Hier findet der Nutzer Clients für die drei großen PC-Plattformen (Windows, Mac OS X und Linux, 32 und 64 Bit) zum Download. Je nach Plattform integriert sich der Client mehr oder weniger elegant ins System (für Linux steht z.B. “nur” ein Kommandozeilenbefehl zum Mounten zur Verfügung). Der so verbundene Speicher ist dann nicht nur im lokalen Netzwerk verfügbar, sondern auch unterwegs – ohne Konfiguration (vgl. Selbstbaulösungen mit DynDNS, VPN, etc.) – verfügbar.

Streaming-Medienplayer (z.B. WLAN-Radios, Boxee Box, XBMC auf Apple TV, Playstation 3, XBox 360, u.a.) werden im lokalen Netzwerk vom integrierten UPnP Server gespeist.

Aber auch an die mobilen Nutzer wurde gedacht. Es gibt kostenlose Apps für:

  • Apple iPhone
  • Android
  • Blackberry
  • Palm webOS

Diese Apps können nicht nur Dateien runter- und hochladen, sondern erlauben es auch, Medieninhalte zu streamen. Bequemer geht kaum.

Und nicht zuletzt das geniale Webinterface, das alle wichtigen Funktionen von jedem Rechner der Welt aus verfügbar hält – inklusive HTML5 Video und Audio.

4.) Daten teilen und freigeben

Einzelne Dateien, Ordner, aber auch Diashows oder Drucker können anderen Nutzern freigegeben werden (Lesezugriff).
Darüber hinaus kann man auch Änderungen an Dateien und Ordnern per Twitter, Facebook, MySpace, als RSS-Feed oder eMail-Abo veröffentlichen lassen. Auch wenn mir spontan kein Szenario dafür einfällt: irgendjemand braucht das bestimmt. ;)

5.) Fazit

Ein tolles Gerät. Durch und durch. Zu dem Preis (UVP: 99€ – Straßenpreis meist deutlich darunter) erhält man jede Menge Leistung. Apropos Leistung: die Leistungsaufnahme liegt selbst unter “Volllast” unter 4W.
Etwas schade ist, dass sich mit der normalen Version nur ein Benutzer anlegen lässt. Rechtemanagement ist erst ab der Pro-Version integriert. Wem der Pogoplug schnell zu langweilig wird, kommt – ganz offiziell – als Root per SSH aufs Gerät (Linux-Kernel) und eigene Anpassungen vornehmen oder gleich eine alternative Firmware (OpenPogo / Plugbox Linux) aufspielen.
Und das beste zum Schluss: wer sich an der Gehäusefarbe stört: den Pogoplug gibt es zum einen auch in grau (leider selten), zum anderen lässt sich der pinke Gehäuseteil einfach entfernen.

Kaufen bei Amazon:

Vodafone + Web 2.0 = #fail

16. Juli 2009 1 Kommentar

yodafone2.jpgVodafone möchte nun hip werden und um die “Generation Upload” werben. Ich hätte wohl eher den Ausdruck “Generation iPhone” verwendet, aber da hätte man wohl nur dem Konkurrenten T-Mobile in die Hände gespielt.

Neuer Slogan “Es ist deine Zeit”

Doch irgendwie hat die zuständige Werbeagentur “Scholz & Friends” das soziale Web unterschätzt. Oder die Vorbereitungszeit war zu knapp? Bei einer per Webstream übertragenen Pressekonferenz konnten nur wenige Zuschauer überzeugt werden. Von was überhaupt?

  • Phrasendrescher Lobo als Vorzeige-Blogger? Mitnichten. (Und darüber hinaus mit einem Blackberry statt seinem iPhone?)
  • Neue Tarife? Fehlanzeige. Es bleibt beim alten: Teuer und limitiert. Von VoIP, Instant Messaging und Vertragslaufzeiten nicht zu sprechen
  • Dafür war Vodafone ganz vorne mit dabei, um für unsere Familienministerin die Beine breit zu machen Websperren freiwillig zu installieren

Yodafone: Deine Zeit es ist

Weiterlesen zum Thema z.B. bei:

Gut passt auch dieses Yodafone Plakat:

17516753.jpg

Vodafone reagiert mittlerweile vorbildlich auf Kritik: Wer z.B. klare Worte wie in diesem Artikel im StudiVZ / MeinVZ Profil von Vodafone Deutschland äußert, wird nicht nur wegzensiert, sondern auch gleich vollständig vom Profil ausgesperrt.

Auch auf die von Frau Carmen Hillebrand zugesicherte Stellungnahme bezüglich des Surfsticks, der einfach nicht kommen wollte warte ich seit Wochen…

WLAN Bridging mit Airport Extreme/Express

6. April 2009 Keine Kommentare

airportextreme.jpgLetztens musste ich mich so sehr über die Limitierung des WDS Standards auf die längst geknackte WEP-”Verschlüssselung” ärgern, dass ich schon kurz davor war, ein Kabel quer durch die Wohnung zu verlegen.

Um dem Problem Herr zu werden habe ich – auf den Tipp meiner Kollegen hin – zuerst meinen alten “La Fonera” Router mit der DD-WRT Firmware geflasht und so zum vollwertigen Netzwerkgerät umgewandelt. Eine gute Anleitung dazu gibt es hier. Leider hatte ich auch hier keinen Erfolg mit WPA2.

Aber ich war ja bis gestern in München und dachte mir: Warum nicht die Genius Bar testen? Und siehe da: Apple hat eine Lösung gefunden. Sie ist zwar mit meinem alten (54 MBit) Airport Express nicht mehr kompatibel, aber mit dessen 802.11n Nachfolger. Jetzt lassen sich die Apple Geräte auch ohne WDS zusammenschließen:

oldexpress.jpg newexpress.jpg
das alte 802.11b/g Gerät im Vergleich mit dem Nachfolger

Dazu muss beim Airport Extreme bei “Erweiterung des Netzwerkes” ein Haken gesetzt sein sein:

erweiterung.jpg

Beim neuen Express unter “Drahtlos” den Modus “Ein drahtloses Netzwerk erweitern” auswählen. Dann nur noch einen Computer oder ein Switch/Hub an die Ethernet-Schnittstelle klemmen: fertig.

sitediagram.jpg

KategorienTechnik Tags: , , , , , , ,

[iPhone] Skype App + Jailbreak FIX [updated]

31. März 2009 2 Kommentare

Die gestrige Ankündigung hat die Herzen vieler Skype-Fans höher schlagen lassen. Heute ist es soweit: Die native Skype App fürs iPhone ist da! Frei von Werbung und nervigen Statusnachrichten (ala Fring):

photo1.jpg photo2.jpg photo3.jpg photo4.jpg photo5.jpg

Nach kurzer Testphase mein Urteil: Der Wurf ist gelungen! Die Anwendung ist flüssig und iPhone-like. Weder die Sprachqualität noch sonstige Features müssen einen Vergleich mit anderen Chat- oder VoIP Programmen fürchten. Einziger Nachteil: Das ganze funktioniert nur über WLAN, nicht jedoch im UMTS-Netz. Das ist gerade für Nutzer mit Daten-Flatrate ärgerlich.

Skype gibt es ab sofort kostenlos im offiziellen App Store.

[UPDATE 1, 2 + 3]

fscklog berichtet von Abstürzen bei gejailbreakten iPhones. Ich konnte das bei mir (v 2.2.1 jailbreaked iPhone 2G) nicht reproduzieren. Es wäre natürlich spannend zu wissen, in welcher Situation Skype abschmiert…

Der Verursacher: Schuld ist das Framework “Mobile Substrate”, das u.a. in Winterboard, Cyntact und Clippy zum Einsatz kommt.

Die Lösung: Saurik verdanken wir eine neue Version, in der das Problem zwar nicht gelöst wurde, aber elegant umgangen wird (alle Funktionen werden für die Skype App deaktiviert). Dazu einfach mit Cydia auf Version 0.9.2803-1 (oder aktueller) updaten.

[/UPDATE]

EEE 1000H – WLAN / Airport Karte tauschen

19. Dezember 2008 7 Kommentare

Wer plant auf seinem Asus EEE 1000H alternative Betriebssysteme z.B. Mac OS X zu betreiben, wird früher oder später mit dem Wireless Cardbus – Treiber von Ralink Ärger haben.

airport-1.jpgDeshalb habe ich mir aus China (eBay) eine Airport-kompatible WLAN-Karte bestellt. An dieser Stelle sei erwähnt, dass ich – entgegen anfänglicher Bedenken – bisher ausschließlich positive Erfahrungen mit Verkäufern aus China und Hong Kong machen durfte. Die Ware (Elektronik mit einem Warenwert von unter 30 Dollarn) kam in der Regel in weniger als sieben Tagen an bei Versandkosten, an denen sich selbst deutsche Händler ein Beispiel nehmen können.

Um anderen Ralink-”Fans” zu demonstrieren, wie leicht es uns Asus macht, die Karte selbst zu wechseln, hier eine kleine bebilderte Anleitung:

Vorbereitungen

  • Broadcom BCM94321MC basierte MiniPCI Karte kaufen (eBay-Suche)
  • Kreuzschlitz-Schraubenzieher bereit legen

1. Erden

Erde dich (am besten an einem Stück blanken Metall an einem Heizkörper), bevor du elektronische Bauteile berührst.

2. Strom weg

Trenne das Netzteil und nimm den Akku aus dem Gerät (nachdem du das Betriebssystem heruntergefahren hast).

airport-2.jpg3. Gehäuse öffnen

Wer sich hier schwer tut, kann ein paar Zeilen in meinem RAM Upgrade Artikel nachlesen.

 

airport-3.jpg

4. Alten Riegel entfernen

Ziehe gemäß der Abbildung zuerst die beiden Antennen-Stecker vorsichtig mit dem Finger ab und biege die Drähte weg. Danach schraubst du die beiden mit (2) gekennzeichneten Schrauben heraus. Dann lässt sich die Karte auf der Seite mit den Schrauben und Anschlüssen widerstandslos anheben und aus der Plastikhalterung ziehen.

Das Ergebnis sollte dann wie folgt aussehen:

airport-5.jpg

 

airport-6.jpg

5. Neue Karte einsetzen

Nun schiebst du die neue Broadcom Karte in die Halterung und befestigst sie mit den alten beiden Schrauben. Achte darauf, dass die beiden Antennen-Drähte nicht unter die Karte kommen.
Anschließend drückst du die Antennen-Stecker zurück auf die vorgesehenen Anschlüsse auf der Karte. Als Letztes muss das Gehäuse wieder geschlossen werden.

6. Im Betriebssystem

Nachdem du den Akku wieder eingesetzt und das Netzteil wieder angeschlossen hast, kannst du den Rechner wieder einschalten. Nutzt du Mac OS X sind nun noch folgende Schritte sinnvoll:

  • Starte im Apfelmenü die “Systemeinstellungen”
  • Wechsle in die “Netzwerk”-Einstellungen
  • Wähle auf der linken Seite den Eintrag “Ethernet” (nun mit Airport Symbol daneben) und klicke auf den Minus-Button darunter.
  • Nun füge mit dem Plus Button und der Auswahl “AirPort” eine neue WLAN-Verbindung mit dem Namen “AirPort” hinzu
  • Jetzt lässt sich die neue Verbindung wie an jedem Mac konfigurieren

Fertig. Das Ergebnis sollte folgendermaßen aussehen:

AirPort.png

KategorienTechnik Tags: , , , ,