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Archiv für die Kategorie ‘Home Entertainment’

Amazon Instant Video

21. März 2014 2 Kommentare

Amazon hat den bisher unter der Marke Lovefilm betriebenen Video-Streaming Dienst nun ins eigene Marken-Portfolio mit aufgenommen: künftig wird es als Amazon Instant Video vertrieben.

Amazon Prime Instant Video

Amazon Prime Instant Video

Was kann Amazon (Prime) Instant Video?

Amazon verspricht “unbegrenztes Streaming von Filmen und TV-Serien”. Konkret kann man auf rund 14.000 Titel zurück greifen, darunter natürlich kaum aktuelle Blockbuster, aber dennoch viele gute Serien und ältere Highlights. Insgesamt besteht das Angebot aus etwa 1.500 Filmen, den Rest stellen Folgen von Serien. Aus dieser Bibliothek kann man rund um die Uhr so viel man möchte ansehen. Die Funktionen, die man auf der Webseite und in den Apps (siehe “Auf welchen Geräten kann ich streamen”) findet sind übersichtlich: Es gibt eine recht zuverlässige Suchfunktion, eine Watchliste und die automatische Speicherung, wie weit man jeden Film oder jede Serie bereits gesehen hat, um später an der selben Stelle fortsetzen zu können.

Was kostet der Dienst?

  1. Bestehende Amazon Prime Mitglieder können den Dienst bis zum Ablauf ihres aktuellen Abonnements gratis nutzen, anschließend erhöht sich der jährliche Beitrag auf 49€.
  2. Neumitglieder steigen direkt mit 49€ im Jahr (umgerechnet gut 4€ im Monat) ein und erhalten neben dem Video-Streaming auch alle weiteren Vorteile der Prime Mitgliedschaft, unter anderem dem kostenlosen Premium-Versand sowie der Kindle-Leihbücherei.
  3. Studenten bekommen Amazon Prime zum vergünstigen Jahresbeitrag von 24€.

Auf welchen Geräten kann ich streamen?

  1. Auf jedem (aktuellen) PC oder Mac. Achtung: Das Portal setzt Microsoft Silverlight voraus, eine ressourcenintensive und in der Ausmusterung befindliche Technik von Microsoft (vergleichbar zu Adobe Flash).
  2. Apple iPad (+Mini) sowie iPhone
  3. Amazon Kindle Fire (die Kindles mit Farb-Touchscreen und modifiziertem Android)
  4. Spielekonsolen: XBox 360, Wii und Wii U, Sony Playstation 3 und 4
  5. Einige ausgewählte Smart-TVs und Heimentertainment Systeme (siehe Liste)

Was kann der Dienst (noch) nicht?

Diese Liste ist leider noch recht lang. Im Vergleich zum Wettbewerb fehlen noch etliche Features, die das Angebot von Amazon trotz des günstigen Abonnement-Preises wenig attraktiv erscheinen lassen. Was mich dabei besonders stört:

  • Die Nicht-Veröffentlichung der Android App (obwohl sie existiert und auf den eigenen Android-betriebenen Tablets läuft)
  • Keine Möglichkeit, Filme auf dem iPad temporär zur Offline-Nutzung (z.B. für Reisen) vorzuhalten (einzige Ausnahme sind die eben genannten, eigenen Tablets)
  • Fehlender Support für AirPlay (kabellose Übertragung der Inhalte auf den Fernseher) vom iPad
  • Filme und Serien liegen jeweils nur mit einer Tonspur (i.d.R. der deutschen) vor: auf Original-Ton kann man nicht einfach umschalten

Fazit

Ich finde den Ansatz von Amazon… ausbaufähig. Neben den fehlenden Features missfällt mir auch die Tatsache, dass deutlich mehr Inhalte verfügbar wären (zum Beispiel >10 Jahre alte Filme oder die aktuellsten Serien-Staffeln), die dann aber zusätzlich gekauft werden müssen, um streambar zu sein. Dem Video-Portal fehlt es schlicht am Coolness-Faktor, mit dem man damals in den Musikmarkt gestartet war (u.a. durch den Verzicht auf DRM).

Amazon Prime Instant testen

Ich kann euch nur empfehlen, euch ein eigenes Bild zu machen und euch für den kostenlosen 30-Tage Test zu registrieren. Ihr müsst allerdings hier (Link folgen und durchklicken) wieder selbst kündigen, falls es euch nicht gefällt.

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Heimautomatisierung mit RWE SmartHome

7. Dezember 2012 Keine Kommentare

Eine schöne amerikanische Tradition, die in den letzten Jahren immer stärker auch zu uns rüber-schwappt, ist der Black Friday. Traditionell lassen sich an diesem Tag nach Thanksgiving besonders gute Schnäppchen machen.

Dieses Jahr war eins der von mir ergatterten Schnäppchen mein Einstieg in die Heimautomatisierung. RWE verkaufte an diesem “Smart Friday” genannten Tag das Starterset mit Basisstation und je einem Heizungsthermostat und einem Zwischenstecker für 99€ (statt 278,90€). Bei den Erweiterungs-Sets war drei zum Preis von einem angesagt.

Heimautomatisierung – worum geht es dabei eigentlich? Mir in erster Linie natürlich um die technische Spielerei. Entsprechende Lösungen erlauben es, Lampen, Heizungen und quasi beliebige elektrische Geräte mit dem Handy fernzusteuern. Oder eben “intelligent” zu automatisieren. Zum Beispiel indem man die Bad-Heizung nur zu bestimmten Stunden laufen lässt. Warum sollte es im Schlafzimmer den ganzen Tag warm sein, wenn ohnehin niemand zu Hause ist? Hier kommt also auch noch der Energiesparaspekt zum Tragen. Natürlich leisten die meisten Anlagen, RWE SmartHome eingeschlossen, viel mehr. Durch die Kombination mit weiteren Sensoren (Wandschaltern, Bewegungsmeldern, Tür- und Fenster-Sensoren, Rauchmeldern, Wandthermostaten, etc.) lässt sich der Komfort weiter steigern. Beispiele hierfür sind in Abhängigkeit von der Helligkeit automatisch öffnende und schließende Rolläden oder das durch Bewegung ausgelöste Ganglicht nachts. Aber natürlich sind auch Sicherheits-Szenarios möglich – SmartHome versendet auf Wunsch und gegen Aufpreis Kurznachrichten (SMS) und E-Mails.

Meine initiale Konfiguration

  • SmartHome Zentrale
  • 4 Heizungsthermostate (Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche, Bad)
  • 2 Zwischenstecker für diverse in der Wohnung verteilte (Steh-) Lampen
Bereits eingeplant ist die Erweiterung für ein weiteres Heizkörperthermostat, die Fernsteuerung weiterer Lampen und einige Wandschalter zur bequemen Auslösung von Aktionen.
  

Installation

Trotz kürzlicher Hausrenovierung habe ich mich mit Heizungen nie selbst auseinander gesetzt. Umso überraschter war ich über die Einfachheit des Vorgehens. Völlig ohne Werkzeug lässt sich das bisherige Thermostat durch das neue austauschen. Einfach das analoge im Uhrzeigersinn drehen (auf 0 stellen) und anschließend die metallene Schraube dahinter lösen. Der deutlich klobigere Ersatz wird dann an selbiger Stelle wieder angeschraubt. Je Heizkörper war das ein Aufwand von weniger als einer Minute.

Mit den Zwischensteckern verhält es sich ähnlich – diese werden einfach zwischen die Steckdose und den zu schaltenden Verbraucher geklemmt. Leider sind die Stecker arg groß bemessen und verschwenden so je nach Steckdosen-Situation zwei Plätze.

Ich habe anschließend die Erstkonfiguration vorgenommen. Das funktioniert nur per Silverlight (sic!) Browser-Plugin, ist aber ziemlich simpel: Die voreingestellten Räume kann man nach Belieben bearbeiten und dann Raum für Raum die SmartHome-Komponenten in den Suchmodus versetzen (einfach kurz den Knopf drücken). Zu guter Letzt lassen sich Profile anlegen, zum Beispiel zeitbasierte, die sich darum kümmern, welche Temperatur in welchem Raum zu welcher Zeit herrschen soll (ggf. auch für jeden Wochentag gesondert). Auch Ereignis-basierte Profile sind möglich, die durch “Auslöser” (z.B. Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Bewegung) betätigt werden. Für “Profis” gibt es Logik-Profile, die komplexere Steuerungsabläufe erlauben.

 

Steuerung

Neben Silverlight im Browser gibt es zur reinen Steuerung auch eine HTML5-Version, die alle modernen Handys zur Wohnungs-Fernbedienung macht. Speziell und ausschließlich für das iPad gibt es auch eine App, die allerdings nicht viel mehr als ein Wrapper um die HTML5-Seite zu sein scheint.

Fazit

RWE SmartHome ist eine Einsteiger-freundliche Lösung, die sich leicht installieren und einrichten lässt. Die Preise der Hardware sind im Großen und Ganzen okay. Im Laufe einiger Jahre kann man die Anschaffungskosten vermutlich durch Einsparungen bei den Elektro- und Gas/Öl-Rechnungen und den zusätzlichen Komfort rechtfertigen.

Nachbessern muss der Hersteller allerdings noch beim Kundenservice: Auf meine drei Anfragen per E-Mail kam bisher ausser der automatischen Bestätigung keine Antwort zurück. Als Informatiker stößt mir die Silverlight-Oberfläche übel auf, ausserdem fehlt bisher die Möglichkeit, per Programmier-Interface (API) auch andere Sensoren (bspw. Arduino-Sensoren oder mein Smartphone) einbinden zu können.

Links

Kostenloses Blackberry Playbook für Entwickler

13. Januar 2011 1 Kommentar

Die Aktion ist nicht neu, da sich aber gestern die Bedingungen gelockert haben, weise ich euch trotzdem darauf hin:

RIM, der Blackberry-Hersteller, verschenkt an alle Entwickler, die bis zum 15. März 2011 (zuvor 1. Februar) eine App für das bald erscheinende Playbook einreichen, ein ebensolches Gerät. Wer mit “Playbook” nichts anfangen kann, dem helfe ich mit einer Video-Review von der CES 2011 auf die Sprünge:

Die technischen Daten sind recht knackig (Dual-Core 1 GHz CPU, 1 GB RAM, FullHD-Playback, 2 HD Kameras, 7″ Display mit 1024×600 Pixel Auflösung) und das Betriebssystem erinnert an das auf Multitasking getrimmte Palms WebOS. Eine interessante Kombination.

Warum RIM das macht? Mobile Plattformen definieren sich aktuell über die Anzahl und Qualität der im Marktplatz verfügbaren Anwendungen. Ein Gerät ohne nennenswerte Apps wird nicht gekauft, für ein Gerät ohne ausreichend Nutzer entwickelt niemand. Um diesem Henne-Ei-Problem zu entkommen, lockt der Hersteller hier schon vor Marktstart Entwickler ins eigene Lager.

Welche Voraussetzungen müsst ihr und eure App erfüllen?

  • je Entwickler gibt es nur ein Playbook – unabhängig davon, wie viele Apps eingereicht werden
  • die Anwendung – und alle ggf. nötigen Korrekturen – müssen bis 15. März 2011 im App World Vendor Portal eingereicht sein
  • eure App muss in irgendeiner Form auch für andere nützlich sein und muss über mehr als eine Funktion (Beispiel: ein Bild anzeigen) verfügen
  • Programmierkenntnisse in Flex/Actionscript (AIR SDK) oder Webtechnologien (WebWorks SDK) sind von Vorteil
  • ein Windows PC oder Mac ist momentan noch unabdingbar

Details zu den Aktionsbedingungen und Bedingungen des Marktplatzes.

Wie funktioniert das grob?

  1. Tools runterladen (Achtung: der Flash Builder ist kostenpflichtig, kostenlose 30 Tage (FB 4) bzw 60 Tage (FB 4.5) Demoversion erhältlich)
  2. Einführung lesen (Windows / Mac) und ggf. Webcasts anschauen
  3. eigene App entwickeln
  4. beim Vendor Portal registrieren
  5. zum Notar gehen und Identität bestätigen lassen (hat mich 12,50€ gekostet und etwa 10 Minuten gedauert)
  6. App einreichen und warten
  7. über kostenloses Playbook freuen (Achtung: ggf. fallen Einfuhrabgaben – also Einfuhrumsatzsteuer und evtl. Zoll – an)

Ein guter Startpunkt ist diese Infoseite.

Meine Erfahrungen

Ich habe nach Weihnachten angefangen, mich intensiver mit Tablet OS zu beschäftigen und bin jetzt mit der dritten ActionScript-App fertig. Sagen wir es so: es gibt schlimmeres. Die Doku ist zwar noch nicht vollständig, einige qnx-Elemente verhalten sich noch nicht so, wie man das erwartet, aber im Forum findet man oft schnell eine Lösung oder bekommt einen Tipp.

Meinen justdict.com Client habe ich am 8. Januar eingereicht, seit dem 11. ist er “under review”.

Jetzt stürze ich mich noch auf das neue WebWorks SDK, womit ich hoffe, meine webOS Apps (z.B. myGeoTools) bequem portieren zu können. Die Anwendungen werde ich aber dann hier nochmal gesondert vorstellen.

Was sagt ihr zur Aktion? Interessant? Seid ihr dabei?

Android Tablet Archos 70

1. Januar 2011 1 Kommentar

Ein weiteres Gadget gab es diese Weihnachten geschenkt. Einen kleinen Testbericht will ich euch nicht vorenthalten.

Es handelt sich dabei um das Archos 70 Internet Tablet, das manche vielleicht schon auf der IFA 2010 im September zu Gesicht bekommen haben. Die vorweihnachtliche Lieferbarkeit war – gelinge gesagt – problematisch, aber das Glück mir hold.

Ein bisschen zur Technik: es handelt sich dabei um ein Gerät mit 7 Zoll Bildschirm. Verbaut hat Archos hier einen Multitouch-fähigen kapazitiven Touchscreen – ein deutlicher Fortschritt zu den alten resistiven (drucksensitiven) Bildschirmen und DAS Unterscheidungsmerkmal gegenüber den Billigheimern aus Fernost oder von 1&1. Aber auch die sonstige Ausstattung kann sich sehen lassen:

  • 8 GB (Flash) oder 250 GB (Festplatte) Speicherplatz
  • erweiterbar mit MicroSD Karten (max. 32 GB)
  • 1 GHz Cortex A8 Prozessor
  • WLAN 802.11 b/g/n
  • Bluetooth 2.1
  • Mini HDMI Ausgang
  • USB Host Modus: Anschluss von USB-Stick, Tastatur, etc.
  • Li-Polymer-Akku mit etlichen Stunden Laufzeit (siehe unten)
  • Android 2.2 “Froyo”

Das klingt gut, oder? Und erinnert ein wenig an die Spezifikationen des Samsung Galaxy Tab. Was unterscheidet die beiden Geräte?

  • geringere Bildschirmauflösung beim Archos 70 – dadurch weniger scharf, aber bessere Unterstützung für viele Apps (Stichwort: schwarzen Rahmen ala iPad)
  • kein eingebautes UMTS-Modul – stattdessen Tethering über Bluetooth, USB oder WLAN (Alternative: MiFi)
  • kein eingebauter GPS-Receiver – Anbindung per Bluetooth möglich
  • das Archos kommt ohne vorinstallierten Android Market und Google Apps – ein Trick schafft hier schnell Abhilfe
  • dafür bekommt man ein “reines” Android ausgeliefert ohne die Samsung-typischen Verunstaltungen der Oberfläche und “KIES”-Pflicht für Firmwareupdates
  • Das Archos kommt mit eingebautem Standfuß – praktisch für den Schreibtisch und unterwegs

Den geringfügigen Größenunterschied kann man sich bei collate.us visualisieren lassen:

Hauptunterschied ist aber der Preis. Das Archos 70IT wandert für etwa 250 € über die virtuelle Ladentheke während man für das Galaxy Tab mehr als das Doppelte (aktuell knapp 600€) zahlen muss.

Leistungstechnisch liegen die beiden ebenfalls dicht zusammen, laut Quadrant Benchmark führt das Archos 70 mit einem Score von etwa 1300 gegenüber dem Galaxy Tab mit etwa 1100.

Usability

Die tatsächliche Nutzbarkeit und Geschwindigkeit lässt sich oft schwer in Worte fassen. Deshalb war ich so frei, ein kleines Video aufzunehmen. Entschuldigt die Qualität – der Oscar für die beste Kameraführung muss wohl noch ein wenig auf mich warten…

Zu sehen ist unter anderem der Homescreen, einige App-Launches, Google Maps 5 (mit Vektorgrafiken), der neue Google Market, “Bilderrahmen”, der Dateibrowser sowie Archos’ Musik-App.

Tipps für Archos 70 Nutzer

  1. Besorgt euch zu Beginn gleich eine ordentliche Tastatur: mit SwiftKey oder Swype lässt sich gleich viel schneller tippen.
  2. Besser konfigurierbar und schlanker als der default Launcher ist der kostenlose Zeam Launcher (im Market).
  3. Stichwort Tasche: aus China bekommt man hier eine passende Ledertasche (~ 7 € inkl. Versand) und hier eine passende Hülle (~ 3 € inkl. Versand) geliefert. Habe beide in Benutzung.
  4. Tablet-optimierte Apps: Dolphin Browser HD, Twidroyd und natürlich Angry Birds, das auf dem großen Bildschirm richtig Spaß macht.

Fazit

Archos ist mit dem Archos 70 ein tolles, erschwingliches Gerät gelungen. Eine Kaufempfehlung für Android-begeisterte Technikfreaks kann ich aussprechen, wer sich noch überzeugen will, findet wahrscheinlich im nächsten MediaMarkt ein A70 (oder das Schwestermodell Archos 101IT) ausgestellt.
Was mir hingegen nicht so gut gefällt ist die Anfälligkeit für Fingerabdrücke – sowohl auf dem Display als auch auf dem schwarzen Bereich darum – die hier über meine normale Aversion gegen glossy Bildschirme hinaus geht. Auch hat die aktuelle Firmwareversion noch kleinere Bugs (von der wohl nur Nutzer der inoffiziell verfügbaren GApps betroffen sind), um die sich Archos aber kümmern will. Einen Hersteller, der in Verbraucherforen aktiv ist, kann man eigentlich nicht genug loben…

Grooveshark – Spotify for the rest of us

15. November 2010 Keine Kommentare

Während wir Deutschen weiterhin auf die (Proxy-freie und legale) Nutzung Spotify warten dürfen, habe ich mich in ein ähnliches Angebot verguckt: Grooveshark.

Flash Startseite Flash Playback HTML 5 Preview

Die US-amerikanische Firma bietet quasi die gleiche Funktionalität nur ohne den ganzen “Mist” aussenrum. Grooveshark ist:

  • kostenlos
  • ohne Anmeldung sofort nutzbar
  • IP-Sperren-frei (keine Sperre für Deutschland)

Ja, ihr habt richtig gelesen! Einfach www.grooveshark.com öffnen, nach einem Track suchen und dann wahlweise automatisch ähnliche Songs hinzufügen lassen (“Radio”) oder die Lieblingssongs selbst aus dem Katalog heraussuchen. Man kann alle Vorschläge mit den bekannten Funktionen als gut oder schlecht (Titel wird sofort übersprungen) markieren. Angemeldete Nutzer können Songs auch favorisieren und die angelegten Playlisten dauerhaft speichern.

Für faire 3$ im Monat wird man VIP-Mitglied. Dafür erhält man zum Beispiel:

  • native mobile Clients für iPhone (Cydia), Android, webOS und Blackberry
  • den Grooveshark Desktop (Adobe Air)
  • last.fm Scrobbling
  • und (Highlight): man kann die HTML5 Preview der Seite schon jetzt nutzen

Zu schön um wahr zu sein? Entgegen anderslautender Diskussionen im deutschen Raum scheint die Seite legal zu sein – siehe Wikipedia (EN).

Deshalb mein Tipp: einfach testen! (Und dann hier bedanken, falls es euch gefällt ;) )

Dein günstiges Linux Mediacenter – Teil I

2. Januar 2010 9 Kommentare

Seit einiger Zeit bastle ich nun schon am “optimalen HTPC” als Nachfolger für meinen Apple TV. In dieser dreiteiligen Serie erfahrt ihr, wie ihr für unter 400 Euro (alles inklusive!) mit ein bisschen Linux-Erfahrung ebenfalls zum bezahlbaren Mediacenter kommt.

Die drei Teile:

Teil I: Beschaffung
Teil II: Linux einrichten
Teil III: Software installieren & anpassen

Zuerst einmal möchte ich die Ziele abstecken:

  • Wiedergabe von Filmen unterschiedlichsten Formats in 720p / 1080p (HD ready / Full HD)
  • Live-TV mit Pausefunktion + Aufnahmemöglichkeit
  • Abspielen von DVDs
  • Fotoverwaltung + Diashows
  • Bequeme Musikverwaltung
  • Steuerung der Anlage wahlweise über Fernbedienung, Handy und Computer
  • Bequemer Downloadmanager
  • Webinterface, damit die wichtigsten Funktionen auch von Unterwegs aus zugänglich sind

Entschieden habe ich mich – nach einigem hin und her – für den
ASROCK Ion 330 als Basis
Für rund 280 Euro (z.B. 279 zzgl. Versand bei HoH) erhält man jede Menge Technik:

  • Dual Core Atom (2x 1,6 GHz)
  • 2 GB RAM
  • ION Chipset mit nVidia GeForce (On Board)
  • HDMI Out, optisches SP/DIF Out
  • 6x USB, Gigabit LAN
  • Multiformat-DVD-Brenner

Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten, aber das Gehäuse ist klein, aus Metall sowie in den Farben schwarz und weiß erhältlich. Wer möchte, versteckt ihn – wie ich – hinter einer Stehleuchte. Und die Wiedergabe von 720p Material in ordentlicher Bitrate belastet den Prozessor nur zu knapp 20%.

Um das Mediencenter zu steuern, bevorzugen viele Heimkino-Enthusiasten eine Fernbedienung. Ich habe mich für ein günstiges Modell aus China “PC Remote Controller” (umgerechnet etwa 6 Euro inklusive Versand bei Focalprice) entschieden, das ohne Treiber auskommt und stattdessen Maus und Tastatur simuliert. Die FB funktioniert klasse, sobald die Tasten einmal den richtigen Programmen zugeordnet sind.

Was nun noch fehlt, ist/sind TV-Receiver. Je nach Empfang (Kabel, Satellit, Antenne) und Technik (analog oder digital) sind unterschiedliche Geräte nötig. Ich habe hier eine Kombination aus analogem Kabelempfang und DVB-T eingerichtet. Dafür setze ich meine alte Terratec Cinergy T2 (DVB-T) und einen EyeTV Hybrid ein. Aber das nur, weil sie eben schon da waren. Euer vorhandener DVB-T-Stick wird höchstwahrscheinlich ebenfalls unterstützt.
Tipps bezüglich der von Linux unterstützten USB-Empfänger findet im hier im VDR Wiki!

Zum Schluss: das Kabelzeug. Ihr benötigt auf jeden Fall noch ein HDMI-Kabel zum Fernseher. Lasst euch hier von keinem Händler Unsinn bezüglich der Kabelqualität bzw. völlig überteuerter “Premium-Kabel” erzählen, denn HDMI ist ein digitales Signal. Entweder die Information (0/1) kommt an oder eben nicht. So ein 2m-Kabel (Amazon Basics, 5,45 Euro) reicht in jedem Fall.
Da mein Receiver noch aus einer Zeit ohne HDMI stammt, konnte ich die mancherorts beschriebenen Probleme mit 5.1 over HDMI nicht testen. Meine Lösung mit zusätzlichem optischem Toslink-Kabel (Amazon Basics, 2m, 8,95 Euro) funktioniert zuverlässig.

Als Vorbereitung auf Teil II empfehle ich jetzt schon den Download von Ubuntu 9.04 64-Bit (manche ION 330 bereiten Probleme mit der aktuellen Version 9.10).

[Howto] AppleTV 2.4 + nitoTV 0.7.6

29. Juni 2009 Keine Kommentare

Warum nicht den nun schon diverse Maleaktualisierten AppleTV, der auch schon einige Versionen von Perian, CouchSurfer und nitoTV ertragen musste, mal sauber neu aufsetzen? Gesagt. Getan.

iphone-os-24.jpg

Und so hat es bei mir funktioniert:

Zurücksetzen des Gerätes auf Werkseinstellungen

  • AppleTV einschalten
  • Auf der Fernbedienung (Apple Remote) die Menü und die Minus (-) Taste zusammen 6 Sekunden gedrückt halten
  • Neustart abwarten
  • Deutsch als Sprache auswählen (ziemlich weit unten)
  • “Auf Werkseinstellungen zurücksetzen”

Update auf OS 2.4

  • Das Gerät muss nach dem Reset neu konfiguriert werden
  • LAN / WLAN Verbindung neu einrichten
  • Einstellungen > Allgemein > Software aktualisieren

atvusb-creator.pngUSB Patchstick für Apple TV

  • Version für Windows / Mac OS X via Google Code downloaden
  • USB Stick einstecken, atvusb-creator starten
  • Bei Installation Options “XMBC/Boxee for Mac” abwählen
  • Wichtig: Als USB Target Device den USB Stick auswählen
  • “Create Using ->” drücken und etwa 10 Minuten Geduld haben
  • AppleTV Stromstecker ziehen, USB-Stick in den Port stecken, Strom wieder einstecken
  • Sobald die entsprechende Meldung auf dem Fernseher erscheint: USB-Stick abziehen, Gerät durch erneutes Trennen vom Stromnetz neu starten

nitoTV bekommen / Software Menu loswerden

  • Software Menu > 3rd Party Plugins > Update Software Menu
  • AppleTV neu starten (durch Trennen vom Stromnetz)
  • Software Menu > 3rd Party Plugins > Search for Updates
  • Software Menu > 3rd Party Plugins > Install nitoTV 0.7.6
  • Reboot Finder

Jetzt wird es ein wenig kniffeliger: Man muss per SSH vom Mac / Windoof Rechner aus auf AppleTV zugreifen (Benutzername und Passwort lauten “frontrow”) und folgende Befehle ausführen:

cd /System/Library/CoreServices/Finder.app/Contents/PlugIns/

sudo mv SoftwareMenu.frappliance SoftwareMenu.frappliance.old

  • nitoTV > Settings > Utilities > Reboot Finder
  • nitoTV > Settings > General > File Playback Mode: Quicktime
  • nitoTV > Settings > Install Software > Install Turbo’s Kextloader
  • nitoTV > Settings > Install Software > Smart Installer
  • nitoTV > Settings > Utilities > Reboot Finder

Voilá: Ziel erreicht!

Nach diesem letzten Reboot lassen sich evtl vorhandene USB-Festplatten wieder anschließen und die darauf befindlichen Filme bequem per nitoTV abspielen. Ob man die gefühlte Geschwindigkeitsverbesserung auch messen könnte? Diese Frage lasse ich mal im Raum stehen.

Videos für Apple TV konvertieren II (Elgato Turbo264 HD)

21. Juni 2009 19 Kommentare

turbo264HD.jpgVor einem halben Jahr hatte ich bereits einen Artikel verfasst, wo ich verschiedene Methoden vorstellte, MKV (Matroska Container und H264 mit “zu hohen” Bitraten) in Apple TV kompatible M4V Container umzuwandeln. Als Softwareempfehlung sprach ich damals für VisualHub (wird leider nicht mehr weiter entwickelt) und HandBrake (verschluckt sich an manchen Videos) aus.

Als Elgato den HD-fähigen Nachfolger ihres Turbo.264 Hardware-Encoder-Sticks vorgestellt hat, war klar: das Gerät muss zumindest angetestet werden. Und trotz Amazons problemlosem Rücktrittsrecht habe ich mich entschlossen, dieses Stück Hardware zu behalten!

Was bekomme ich

Im Lieferumfang ist neben dem Stick, der wie ein alter, zu dick geratener Speicherstick aussieht, ein wenig bedrucktes Papier und die Installations-CD samt Seriennummer auf der Rückseite.

Die Software hat es in sich: Sie besticht mit einer simplen Oberfläche, die den meisten meiner Anforderungen (Auswahl des Audiotracks, wobei Dolby Digital 5.1 wahlweise beibehalten wird und nur ein Geräte-Profil, beispielsweise Apple TV, gewählt wird) gerecht wird. Wer tiefer einsteigen möchte, kann sich in den Einstellungen auch mit Details wie Overscan, Interlacing-Modus oder Entropie-Codierung spielen.

Bild 2.png

Was leistet diese Lösung?

Im Gegensatz zu den reinen Softwarelösungen, die bei so manchem Video einfach abstürzen oder teilweise die Audiospur vermurksen, habe ich mit dem Stick noch keine Probleme entdecken können. Sämtliche Videos, die HandBrake zur Verzweiflung gebracht haben, liefen einwandfrei durch.

Natürlich muss auch die erzielte Geschwindigkeit verglichen werden. Für einen Film (100 Minuten, MKV) benötigte mein MacBook Pro (erste Generation) mit HandBrake etwa 6 Stunden. Elgatos Turbo.264 HD vollbringt das gleiche Werk in guten 2 Stunden.

Bild 1.pngBild 5.png

Aber auch für andere Szenarien, z.B. den Schnitt von Urlaubsvideos, ist Elgato gerüstet: Denn Exporte aus iMovie, QuickTime Pro, Final Cut Pro und EyeTV werden ebenfalls beschleunigt.

Was muss ich dafür auf den Tisch legen?

Die UVP liegt bei 149€, Amazon verlangt 136€ inklusive Versand.

iTunes Server (DAAPD) für Linux

11. April 2009 7 Kommentare

itunes.jpgWer mit einer relativ kleinen Festplatte (und irgendwann sind doch alle Platten relativ klein?!) vorlieb nehmen muss, spielt früher oder später mit dem Gedanken, einen Teil oder gar die komplette Musiksammlung auszulagern. Meine Sammlung würde mit knapp 25 GB auf dem Air einfach zu viel Platz beanspruchen.

Nun gibt es mehrere Lösungswege aus dem Dilemma:

  • Die iTunes Bibliothek (~/Music) auslagern
    • auf eine mobile 2,5″ USB-Festplatte
    • als Dateiserver-Freigabe
    • am Airport Extreme
  • Einen iTunes Server (DAAP) einrichten
    • alten Mac (mit iTunes)
    • Linux-Server (mit mt-daapd / Firefly)

Da nach Möglichkeit auch mehrere Computer/Benutzer gleichzeitig auf die Musiksammlung zugreifen sollen, habe ich mich für die Serverlösung entschieden. Einige aktuelle NAS (Netzwerkfestplatten), z.B. diese von Synology, haben iTunes Server Unterstützung ab Werk an Board.
firefly.jpg Wer aber sowieso einen Heimserver rumstehen hat, fährt mit der Softwarelösung Firefly (vormals mt-daapd) besser.

Screenshot.png

Eine schicke Installationsanleitung findet sich bei Rudkin on Linux. Hat bei mir mit der aktuellen Ubuntu Server Version einwandfrei funktioniert. Ich habe für das Musikverzeichnis noch eine Samba Dateifreigabe eingerichtet, um neue Songs hinzuzufügen.
Stabil läuft firefly derzeit nur unter Windows. Im Nightly Verzeichnis finden sich jedoch auch Versionen für Windows und Mac OS X. Nicht jeder Betreibt seinen Server mit Linux, oder doch?

Richtig schick wird die Lösung aber erst in Kombination mit mehreren über die Wohnung verteilten AirTunes Lautsprechern und einem iPhone als Fernbedienung.

Noch keine Lösung habe ich derzeit für die Musikverwaltung auf dem Server (ID3-Tags, Cover, etc.) sowie die Synchronisation mit einem iPod. Lösungsvorschläge?