Heimautomatisierung mit RWE SmartHome
Eine schöne amerikanische Tradition, die in den letzten Jahren immer stärker auch zu uns rüber-schwappt, ist der Black Friday. Traditionell lassen sich an diesem Tag nach Thanksgiving besonders gute Schnäppchen machen.
Dieses Jahr war eins der von mir ergatterten Schnäppchen mein Einstieg in die Heimautomatisierung. RWE verkaufte an diesem “Smart Friday” genannten Tag das Starterset mit Basisstation und je einem Heizungsthermostat und einem Zwischenstecker für 99€ (statt 278,90€). Bei den Erweiterungs-Sets war drei zum Preis von einem angesagt.
Heimautomatisierung – worum geht es dabei eigentlich? Mir in erster Linie natürlich um die technische Spielerei. Entsprechende Lösungen erlauben es, Lampen, Heizungen und quasi beliebige elektrische Geräte mit dem Handy fernzusteuern. Oder eben “intelligent” zu automatisieren. Zum Beispiel indem man die Bad-Heizung nur zu bestimmten Stunden laufen lässt. Warum sollte es im Schlafzimmer den ganzen Tag warm sein, wenn ohnehin niemand zu Hause ist? Hier kommt also auch noch der Energiesparaspekt zum Tragen. Natürlich leisten die meisten Anlagen, RWE SmartHome eingeschlossen, viel mehr. Durch die Kombination mit weiteren Sensoren (Wandschaltern, Bewegungsmeldern, Tür- und Fenster-Sensoren, Rauchmeldern, Wandthermostaten, etc.) lässt sich der Komfort weiter steigern. Beispiele hierfür sind in Abhängigkeit von der Helligkeit automatisch öffnende und schließende Rolläden oder das durch Bewegung ausgelöste Ganglicht nachts. Aber natürlich sind auch Sicherheits-Szenarios möglich – SmartHome versendet auf Wunsch und gegen Aufpreis Kurznachrichten (SMS) und E-Mails.
Meine initiale Konfiguration
- SmartHome Zentrale
- 4 Heizungsthermostate (Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche, Bad)
- 2 Zwischenstecker für diverse in der Wohnung verteilte (Steh-) Lampen
Installation
Trotz kürzlicher Hausrenovierung habe ich mich mit Heizungen nie selbst auseinander gesetzt. Umso überraschter war ich über die Einfachheit des Vorgehens. Völlig ohne Werkzeug lässt sich das bisherige Thermostat durch das neue austauschen. Einfach das analoge im Uhrzeigersinn drehen (auf 0 stellen) und anschließend die metallene Schraube dahinter lösen. Der deutlich klobigere Ersatz wird dann an selbiger Stelle wieder angeschraubt. Je Heizkörper war das ein Aufwand von weniger als einer Minute.
Mit den Zwischensteckern verhält es sich ähnlich – diese werden einfach zwischen die Steckdose und den zu schaltenden Verbraucher geklemmt. Leider sind die Stecker arg groß bemessen und verschwenden so je nach Steckdosen-Situation zwei Plätze.
Ich habe anschließend die Erstkonfiguration vorgenommen. Das funktioniert nur per Silverlight (sic!) Browser-Plugin, ist aber ziemlich simpel: Die voreingestellten Räume kann man nach Belieben bearbeiten und dann Raum für Raum die SmartHome-Komponenten in den Suchmodus versetzen (einfach kurz den Knopf drücken). Zu guter Letzt lassen sich Profile anlegen, zum Beispiel zeitbasierte, die sich darum kümmern, welche Temperatur in welchem Raum zu welcher Zeit herrschen soll (ggf. auch für jeden Wochentag gesondert). Auch Ereignis-basierte Profile sind möglich, die durch “Auslöser” (z.B. Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Bewegung) betätigt werden. Für “Profis” gibt es Logik-Profile, die komplexere Steuerungsabläufe erlauben.
Steuerung
Neben Silverlight im Browser gibt es zur reinen Steuerung auch eine HTML5-Version, die alle modernen Handys zur Wohnungs-Fernbedienung macht. Speziell und ausschließlich für das iPad gibt es auch eine App, die allerdings nicht viel mehr als ein Wrapper um die HTML5-Seite zu sein scheint.
Fazit
RWE SmartHome ist eine Einsteiger-freundliche Lösung, die sich leicht installieren und einrichten lässt. Die Preise der Hardware sind im Großen und Ganzen okay. Im Laufe einiger Jahre kann man die Anschaffungskosten vermutlich durch Einsparungen bei den Elektro- und Gas/Öl-Rechnungen und den zusätzlichen Komfort rechtfertigen.
Nachbessern muss der Hersteller allerdings noch beim Kundenservice: Auf meine drei Anfragen per E-Mail kam bisher ausser der automatischen Bestätigung keine Antwort zurück. Als Informatiker stößt mir die Silverlight-Oberfläche übel auf, ausserdem fehlt bisher die Möglichkeit, per Programmier-Interface (API) auch andere Sensoren (bspw. Arduino-Sensoren oder mein Smartphone) einbinden zu können.
Links





















Wer mit einer relativ kleinen Festplatte (und irgendwann sind doch alle Platten relativ klein?!) vorlieb nehmen muss, spielt früher oder später mit dem Gedanken, einen Teil oder gar die komplette Musiksammlung auszulagern. Meine Sammlung würde mit knapp 25 GB auf dem Air einfach zu viel Platz beanspruchen.