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Archiv für die Kategorie ‘Mobilfunk’

Gadget: Pico Projector Rollei Innocube IC200T

12. April 2013 Keine Kommentare

Rollei Innocube Pico BeamerDinge, die klein genug sind, um sie immer in der Tasche dabei zu haben, üben auf viele Menschen eine besondere Anziehungskraft aus – ich nehme mich da natürlich nicht aus.

Ein Gadget, das es seit Kurzem in meinen Messenger-Bag geschafft hat, ist ein winzig kleiner Beamer von Rollei. Die technischen Daten sind beeindruckend: das Gehäuse aus Aluminium ist würfelförmig und kommt mit einer Seitenlänge von nur etwa 4,5 Zentimetern aus. Neben dem Akku, der laut Hersteller 2 Stunden halten soll (einen Wert, den ich im Test nicht ganz erreichen konnte) ist in dem Gehäuse auch Platz für eine lichtstarke LED, die das Bild mit 35 ANSI Lumen an die Wand wirft, und einen Lautsprecher. Das Gerät wiegt nur 129 Gramm.

Lieferumfang, Anschlüsse & Adapter

Der Innocube IC200T verfügt über zwei Eingänge: Micro-USB zum Laden sowie Micro HDMI für die Übertragung von Bildsignalen. Um den Anschluss zu erleichtern, legt der Hersteller einen MHL-Adapter (für viele moderne Smartphones) sowie ein HDMI-auf-Micro HDMI Kabel bei, das zum Anschluss an viele Notebooks genutzt werden kann. Für MacBooks, iPads und Geräte mit Micro HDMI Ausgang müssen jeweils noch Adapter bzw. passende Kabel besorgt werden – sofern nicht bereits vorhanden.

Ansonsten ist neben dem Würfel als solches und obligatorischem “Papierkram” auch noch ein Ladegerät mit in der Box.

Rollei Innocube Lieferumfang

Nutzungsszenarien

Ich habe den Innocube derzeit überwiegend in zwei Szenarios im Einsatz: zum einen für die Uni – natürlich nicht für Vorlesungen, sondern für Gruppenbesprechungen und Lerngruppen. Dank des Pico Projektors verwandle ich beinahe jede Wand in eine Präsentations-Fläche für Unterlagen oder in ein Whiteboard, wenn auf dem Tablet skizziert wird. Denn sobald drei oder mehr Personen versammelt sind, ist ein (Notebook-) Bildschirm einfach keine brauchbare Lösung mehr.

Zum anderen kam er in letzter Zeit immer häufiger fürs Heimkino-Feeling im Schlafzimmer zum Tragen: Am Kopfende des Bettes platziert wirft der Rollei Projektor ein etwa 1,50m breites Bild an die Decke. Noch bequemer lässt sich die Lieblings-Serie kaum genießen, oder?

Rollei Innocube Pico Beamer iPad und Mini Projektor

Die VGA-Auflösung im 4:3 Format ist für beide Fälle ausreichend.

Im Einsatz

Hat man im Raum für gedämpftes Licht gesorgt, kann es losgehen. Direkte Sonneneintrahlung verträgt sich erwartungsgemäß nicht mit einem Beamer – Texte lassen sich jedoch (abhängig von der Distanz zur Wand) bereits bei Bewölkung gut ablesen. Für einen Film empfehle ich jedoch, die Rollos runter zu lassen, damit schwarze Szenen dann auch tatsächlich schwarz sind. Ganz ohne Lüfter kommt der Innocube nicht aus – bei normalen Umgebungsgeräuschen nimmt man ihn kaum wahr, in leisen Filmszenen möglicherweise schon.

Die folgende Abbildung zeigt den Innocube IC200T im Einsatz bei gemäßigtem Tageslicht (8 Uhr morgens, bewölkt) mit angeschlossenem Smartphone. Natürlich ist das Szenario mit der Rauhfasertapete denkbar schlecht geeignet, aber die Lichtstärke wird dennoch ersichtlich.

Rollei Pico Projekt bei Tageslicht

Letztlich muss ich konstatieren, dass dieses kleine Gerät eine große Bereicherung für meine Technik-Sammlung ist. Der Mehrwert ergibt sich aus den winzigen Abmessungen und dem kaum spürbaren Gewicht, die es erlauben, den Beamer jeden Tag griffbereit dabei zu haben.

Links

Übrigens veranstaltet Rollei auf Facebook auch diverse Gewinnspiele. Wer sich also für Fotografie oder das Drehen von Sport-/Actionfilmen interessiert, sollte sich diese Links näher ansehen.

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Am 30. Januar startet BlackBerry 10

22. Januar 2013 Keine Kommentare

phonesIch möchte mich an dieser Stelle nicht dem Chor der “BlackBerry ist tot.” Sänger anschließen. Der kanadische Hersteller RIM hat seit jeher einiges richtig gemacht. Mit keinem anderen Gerät kann und konnte man so schnell und effizient kommunizieren. Mit wenigen Tastendrücken war alles erledigt, oft bevor man mit anderen mobile Betriebssystemen die entsprechenden Apps gestartet hatte. Man vergleiche dazu auch meinen Artikel von der CeBIT 2011.

Doch das Betriebssystem wirkte einfach altbacken, gerade im Vergleich zu den Full-Touch-Devices der anderen Hersteller. Die App-Auswahl war eher mau, oft teuer und von mäßiger Qualität. Für viele User darüber hinaus ein no-go: die Geräte mussten sich über einen speziellen und in Deutschland in der Regel nur gegen Aufpreis erhältlichen Datentarif (BIS) mit dem Internet verbinden. Ein “normaler” Internet-Tarif, wie in allen Smartphone Tarifen enthalten, reichte zwar zum Surfen, ermöglichte aber keine Kommunikation per E-Mail oder dem Instant Messenger BBM. Während ich der Firmenlösung (BES) ihre Daseinsberechtigung nicht absprechen möchte, werden mir Informatiker wohl zustimmen, dass die BIS-Vorteile Verschlüsselung und Komprimierung heutzutage keine mehr sind: Beim BIS laufen alle Nachrichten über einen zentralen Server (auf den Regierungen auf Wunsch Zugriff erhalten), die Verbindung dorthin ist verschlüsselt. Wenn nun das BIS Rechenzentrum Probleme hat (mehrfach auch in Europa geschehen), kommen gar keine Mails mehr an. Und sicherer als eine SSL-verschlüsselte End-to-End Verbindung zum selbst-gehosteten E-Mail-Server ist das natürlich auch nicht. Das zweite BIS-Verkaufsargument, nämlich die starke Kompression, zieht heutzutage bei schnellen Verbindungen, riesigen Inklusiv-Volumina und/oder Flatrates auch nicht mehr wirklich.

Ende 2010 begann RIM Experimente mit einem neuen Betriebssystem, basierend auf der Firmenübernahme von QNX, Hersteller eines RTOS, das unter anderem in Autos, Kraftwerken & Co zum Einsatz kommt. Erstes Produkt war Tablet OS, installiert auf dem eher mäßig erfolgreichen PlayBook 7″ Tablet. Leider, denn spätestens mit dem Update auf OS 2.0 wurde auch die zuvor schimpfende Presse besänftigt. Aber es war zugegebenermaßen auch nicht sonderlich klug von BlackBerry, das Gerät anfangs “unfertig” ohne eigenständige PIM (E-Mail, Kalender, Kontakte) Apps auszuliefern… Aber nicht nur das: die verfügbaren Apps waren (in Ermangelung von UI Guidelines) oft unschön anzusehen und die Anzahl mit wenigen tausend mehr als überschaubar. Viel schlimmer war: es fehlten die “Großen”.

Zwei Jahre später – Januar 2013

BlackBerry WorldThorsten Heins (von den Nordamerikanischen Fans oft einfach nur “Thor” genannt) hat vor einem Jahr das Ruder beim RIM übernommen. Der deutsche Manager wirkt an der Firmenspitze sympathisch, vielleicht gerade weil er nicht der geborene (Selbst-)Verkäufer ist. Seine Vorgänger, RIMs Firmengründer Jim Balsillie und Mike Lazaridis wirkten gerade zum Schluss etwas “festgefahren”.

Es kommt BlackBerry 10 und löst alle Vorgänger ab. BlackBerry 10 basiert auf QNX, macht aber vieles besser als Tablet OS und einiges besser als Google und Apple. Als App-Entwickler wurde mir seit Juni 2012 ein Entwicklungs-Gerät (Dev Alpha) zur Verfügung gestellt, mit dem sich etliche Features bereits testen ließen. Eine der von mit eingereichten Apps ist XRMT – eine Fernsteuerung für XBMC.

Ich muss vorweg schicken, dass BlackBerry sich mit BB10 treu bleibt. Schnelle Kommunikation steht weiterhin im Mittelpunkt, denn egal wo man gerade im System steckt: die Nachrichtenzentrale (BlackBerry Hub) ist nie mehr als einen Swipe entfernt:

Sehr schön gelöst ist auch die virtuelle Tastatur. Während 2013 noch mindestens ein Modell mit Hardware-Keyboard folgt, wird das erste Telefon, vermutlich BlackBerry Z10 genannt, ein Full-Touch-Device – völlig ohne Knöpfe auf der Vorderseite – sein. Gerade weil BlackBerry-User aber an ein gutes Schreiberlebnis gewöhnt sind, wurde unter anderem Technologie von TouchType (Hersteller von SwiftKey) eingekauft, die ein schnelles Tippen ermöglicht – auch in mehreren Sprachen gleichzeitig ohne manuelles Umstellen.

Aber auch an den anderen Schrauben wurde mächtig gedreht: so erreicht der (Webkit-basierte) Browser einen Spitzenwert  bei den gängigen HTML5 Tests und schlägt bei der Geschwindigkeit zumindest die mobilen Kontrahenten. Die “App World” wurde in “BlackBerry World” umbenannt und soll neben Filme und Musik auch eine erstaunlich hohe Anzahl Apps enthalten. Angesagt sind zum Launch >70.000 Apps, darunter befinden sich 90% der Top-600 Apps anderer Plattformen.

Auch technisch ist man mit dem Z10 auf Höhe der Zeit angekommen: NFC (samt Mobile Payments), LTE, 1,5 GHz Dual-Core CPU, 2GB RAM, per MicroSD erweiterbarer Speicher (16 GB on-board).

Ein schönes (vermutlich gegen irgendwelche NDA-Bestimmungen verstoßendes – siehe die 4x abgeklebte Seriennummer) Video habe ich bei telekom-presse.at gefunden:

Ich bin jedenfalls gespannt, welche Überraschungen RIM nächste Woche aus dem Hut zaubert und natürlich auf die finale Hardware. Sofern die einen Bericht wert ist, lest ihr selbstverständlich hier darüber…

BlackBerry 8520 Prepaid (CallYa)

10. September 2011 Keine Kommentare

Dank trulco durfte ich in den letzten Tagen ein BlackBerry Curve 8520 in Kombination mit dem ersten (und derzeit einzigen) BlackBerry kompatiblen Prepaid Tarif Deutschlands testen.

Von trnd bekam ich zum Testen ein Starterpaket mit folgendem Inhalt zur Verfügung gestellt:

  • BlackBerry Curve 8520 (mit microUSB-Kabel, 2GB microSD-Karte, Ladegerät, Headset, Software, etc.)
  • CallYa SIM-Karte (Startguthaben inklusive)
  • Anleitungen und Infos zur Testaktion
Das Paket gibt es so auch direkt bei Vodafone für 169,99€ zu kaufen.

Die Hardware: BlackBerry Curve 8520

Das Curve 8520 ist das derzeit günstigste Einsteigermodell des kanadischen Herstellers Research in Motion (RIM), wurde bereits im August 2009 veröffentlicht, hat aber schon das neue optische Trackpad statt dem Navigationsball, der die “Brombeeren” anno dazumal berühmt machte. Das Alter merkt man dem Smartphone aber dennoch bei den technischen Daten an:

  • Perfekte Hosentaschengröße: 109 x 60 x 13.9 mm
  • Schön leicht: 106 Gramm (mit Akku)
  • Akkulaufzeit: bei mir etwa 2 Tage bei durchschnittlicher Nutzung (E-Mail-Push, Facebook, Twitter, …)
  • Display mit (leider nur) 320 x 240 px Auflösung
  • QWERTZ-Tastatur
  • 2 Megapixel Kamera (Fotos max: 1600 x 1200 px, Videos max: 320 x 240 px), ohne LED-Licht oder -Blitz
  • 256 MB Speicherplatz (durch microSD-Karten erweiterbar, max. 32 GB; im Lieferumfang: eine 2 GB Karte)
  • 512 MHz Prozessor
  • Kommunikation/Daten:
    • Quad-Band GSM (GPRS, EDGE): 850 / 900 / 1800 / 1900 (aber leider kein UMTS!)
    • WLAN 802.11b/g
    • Bluetooth 2.0 (mit A2DP für Stereo-Audio Übertragung)

Wer – von der aktuelle Gigahertz-Jagd geblendet – jetzt ein lahmes oder ruckeliges Smartphone-Erlebnis erwartet, wird schnell eines Besseren belehrt – meist läuft alles sehr flott.

Die eingebaute 2 Megapixel Fixfokus Kamera reicht für Schnappschüsse aus, die Farben werden meist brauchbar wieder gegeben. Wer höhere Ansprüche hat, wird mit der geringen Auflösung und dem fehlenden Blitz (oder LED-Licht) wohl nicht glücklich.

Sehr schmerzlich finde ich jedoch, dass der Hersteller auf UMTS- und GPS-Module verzichtet hat. Das heißt: unterwegs reicht die Geschwindigkeit dank RIMs Kompressionstechnik zwar locker aus, um E-Mails und BBM-Nachrichten in Echtzeit zu empfangen und senden, aber surfen auf “normalen” Webseiten macht mit maximal 236 kbps nicht wirklich Spaß. Und mal eben auf einer Karte die eigene Position anzeigen lassen oder gar Navigation im Auto: Fehlanzeige.

Für Android oder iPhone Nutzer enttäuschend: die BlackBerry App Word, wo Curve Nutzer Anwendungen herunterladen können. Es ist nicht nur die Auswahl stark eingeschränkt, sondern vor allem meist kostenpflichtig und nicht immer qualitativ überzeugend.

Wo das kleine Kraftpaket hingegen auch iPhone 4 und das Samsung Galaxy S schlägt sind die textgestützten Kommunikationsdienste, vor allem E-Mail und SMS. Schneller war ich noch nie. Sehr gut gefällt mir auch der BBM (BlackBerry Messenger), den ich trotz nur weniger BBM Kontakte mittlerweile intensiver Nutze als SMS. Er ist:

  • schnell und einfach – wie eine SMS
  • mit Anhängen (Bilder, Audio, etc.) – wie eine MMS
  • automatische Zustell- und Lesebestätigung
  • kostenlos
  • und leider nur zwischen BlackBerry Usern…

iPhone 4 - BlackBerry Curve - Galaxy S

Der Tarif: CallYa Smartphone Fun (BlackBerry)

Eins vorab: ich bin seit etwa zwei Jahren Vertragskunde bei o2 (im Tarif o2 o online) und meine Rechnungen überschreiten trotz Datenflat selten 20 Euro. Der voreingestellte CallYa Tarif hingegen ist gar nicht nach meinem Geschmack. Zu kompliziert und für mein Nutzungsverhalten einfach völlig unpassend.

  • Grundgebühr 12,48€ (2,49€ + 9,99€)
  • Darin enthalten: BlackBerry Dienste Flat (E-Mail, BBM, IM) + Internet (Drosselung ab 200 MB)
  • Je Gespräch zu Vodafone (Inland): 29 Cent
  • SMS zu Vodafone (Inland): 1. SMS/Tag: 29 Cent, 2.-100. SMS/Tag: kostenlos, ab der 101. SMS/Tag: 19 Cent
  • Je Gespräch ins Festnetz (Inland): 29 Cent
  • Je Minute in anderen Handynetze: 29 Cent
  • SMS in die anderen Handynetze: 19 Cent

Wer denkt sich denn so einen Tarif aus? Wo Preise in drei verschiedenen Abrechnungseinheiten ausgedrückt werden: €/Gesprächsminute, €/Gespräch und € für die erste SMS und dann ab der 101. wieder, jeweils unterschieden nach Netz. Ich will mir ehrlich gesagt nicht vor jeder Interaktion mit meinem Handy überlegen, welche Kosten denn dieses Mal auf mich zukommen bzw. welche Freunde im Vodafone Netz unterwegs sind (dank Rufnummernportierung ist das ja auch nicht einfach zu erkennen)…

Eventuell aufgrund eines Fehlers (denn laut der uninformierten CallYa Hotline in Kairo, Ägypten [sic!] wäre diese Kombination gar nicht möglich) kann man mit der auf dem Curve vorinstallierten “Mein CallYa”-App in die Tarifoption Smartphone Fun wechseln, die für die (wohl) gleiche Grundgebühr nicht nur eine SMS-Flat in alle Netze, sondern auch sonst einfache und günstige Konditionen bietet (9 Cent pro SMS und Gesprächsminute in alle inländischen Netze) bietet.

@Vodafone: hier bitte unbedingt nachbessern! Sowohl was die unübersichtlichen Tarife und -optionen angeht als auch Schulung der Hotline-Mitarbeiter. Ich bin ehrlich gesagt sehr froh, während der Testphase nichts aus eigener Tasche zahlen zu müssen…

Die Netzabdeckung war bisher durchwegs gut – selbst in neuen Gebäuden, wo o2 teilweise Probleme hat. Leider hat Vodafone aber viele Funkmasten direkt von GPRS auf UMTS umgerüstet und die Brückentechnik EDGE übersprungen. Dort surft man dann mit maximal 53,6 kBit/s.
Zwei Rechenbeispiele: die Anzeige einer kleinen Webseite (200 KB) dauert so über eine halbe Minute. Und eine Beispiel-App aus der App World mit 2 MB mehr als fünf Minuten…

Links

  1. CallYa Prepaid Tarif
  2. BlackBerry Curve 8520
  3. BlackBerry Messenger

USA Prepaid Tarif mit Daten

7. September 2011 14 Kommentare

Vor dem Problem stehen bestimmt viele: es soll einige Wochen (oder in meinem Fall Monate) in die USA gehen; iPhone oder Android Smartphone müssen natürlich mit. Vor Ort telefonieren und im Internet surfen ohne horrende Gebühren ist dabei oft mehr als ein nettes Gimmick.

Das mit den Gebühren schließt die Verwendung der deutschen SIM-Karte meist aus – zumindest ist mir kein Vertrag bekannt, der in den USA bezahlbare Telefonate und Internet enthält. Also muss eine neue US-amerikanische her. Doch das ist leichter gesagt als getan…

Denn anders als in der EU gibt es in den USA verschiedene konkurrierende Mobilfunkstandards, die aber untereinander teilweise nicht kompatibel sind. Deshalb hier zuerst eine kleine Übersicht der vier nationalen Funknetzbetreiber:

  • Verizon (CDMA2000)
  • Sprint (CDMA2000 / iDEN)
  • T-Mobile USA (GSM 1900 & UMTS 1700/2100)
  • AT&T (GSM 850/1900 & UMTS 850/1900)

Die beiden Erstgenannten kann man als Reisender außen vor lassen: CDMA und iDEN sind Standards, die ohne SIM-Karten funktionieren und somit für mitgebrachte Telefone unbrauchbar sind.

Mit einem Quadband-Smartphone kann man aber sowohl im Netz von T-Mobile USA als auch bei AT&T telefonieren und sogar surfen, allerdings maximal mit EDGE-Geschwindigkeit (~ 3x ISDN). Kompatibles (prüft euer Smartphone am besten vorher bei GSMarena auf kompatible 3G=UMTS Frequenzen) UMTS-Netz gibt es hingegen nur bei AT&T (in den USA exklusiver Vertragspartner der GSM iPhones).

Da “drüben” gerne mit Begriffen wie 3G, 4G oder “High Speed” um sich werfen, hier zur Sicherheit hier die tatsächlichen Geschwindigkeiten im Überblick:

  • GPRS: 53,6 kBit/s (1 MB: < 3 Minuten)
  • EDGE: 217,6 kBit/s (1 MB: < 1 Minute)
  • UMTS: 384 kBit/s (1 MB: < 30 Sekunden)
  • HS(D)PA: 7.372,8 kBit/s (1 MB: < 5 Sekunden)

Vorab sollte man sich allerdings über die – für deutsche Verhältnisse – miese Netzabdeckung im klaren sein. In Städten kämpft man oft mit Verbindungsabbrüchen, in ländlichen Gegenden gibt es vielerorts gar keinen Empfang. Hier gibt es Details zur Abdeckung von T-Mobile und AT&T (GoPhone auswählen) – im Gegensatz zu den Vertragstarifen dürfen Prepaid-Kunden nicht in Drittnetzen roamen.

AT&T Netzabdeckung USA

Prepaid Tarife (Telefonieren + Daten)

Sowohl T-Mobile und AT&T selbst als auch deren Reseller bieten interessante Prepaid-Tarife an. Hier ist meine persönliche Bestenliste (Stand Anfang September 2011):

  1. H2O Wireless $60 unlimited everything [Link]
    Netz: AT&T
    Kosten: 60$ / Monat
    Enthalten: unbegrenzt Telefonate (USA), 20$ Guthaben für internationale Telefonate, SMS (international), MMS (USA)
    Daten: unbegrenzt (3G)
  2. AT&T GoPhone $50 unlimted + data feature [Link]
    Netz: AT&T
    Kosten: 75$ / Monat (50$ + 25$ data)
    Enthalten: unbegrenzt Telefonate (USA), SMS (international)
    Daten: 500 MB (3G)
  3. SIMPLE Mobile $50 [Link]
    Netz: T-Mobile USA
    Kosten: 50$ / Monat
    Enthalten: unbegrenzt Telefonate (USA), SMS (international)
    Daten: unbegrenzt (max. EDGE)
  4. T-Mobile Monthly 4G Unlimited Talk, Text & Web [Link]
    Netz: T-Mobile USA
    Kosten: 50$ / Monat
    Enthalten: unbegrenzt Telefonate (USA), SMS (USA)
    Daten: unbegrenzt (max. EDGE)
Alle vier Tarife erlauben es euch, euer deutsches SIM-Lock-freies (Danke, Massi) iPhone oder Android Handy vollständig (Telefonate und Internet, E-Mail, Navigation & Co) in den USA zu nutzen. Von eurem Handymodell und Netz hängt es ab, welche Internetgeschwindigkeit zur Verfügung steht.

Prepaid Tarife (Nur Daten)

Hier sieht es etwas magerer aus. Natürlich lassen sich die vorgenannten Tarife auch im UMTS-Stick oder -Modul nutzen, aber wozu für eine ungenutzte Telefonflat bezahlen? Deshalb hier reine Datentarife:

  1. H2O Broadband $50 [Link]
    Netz: AT&T
    Kosten: 50$ / 5 GB
  2. H2O Broadband $30 [Link]
    Netz: AT&T
    Kosten: 30 $ /  300 MB

H2O Wireless SIM vorab aktivieren

Einige Händler, z.B. bei eBay verschicken die SIM-Karten günstig auch nach Deutschland – ich habe für zwei Stück inklusive Versand nur etwa 3 € bezahlt. Die Lieferung kam zwei Wochen nach der Bestellung an. Wer direkt nach seiner Ankunft lossurfen oder -telefonieren will, lässt sich ein Starterset in die Heimat liefern und aktiviert es kurz vor Abreise online.

Alternativ gibt es die H2o Starterkits auch bei Best Buy und 7-Eleven für etwa 10$.

Vorwahl wählen bei H2O Wireless

Wenn ihr weitere interessante Angebote kennt: immer her damit. Ich erweitere diese Liste gerne!

Links:

webOS Entwickler Event in Berlin

20. Mai 2011 1 Kommentar

Nicht nur, weil ich webOS-Fan bin, sondern weil ich auch selbst echt gerne teilgenommen hätte, hier der Hinweis auf ein Entwickler Event in Berlin.

Es handelt sich dabei nicht um irgendeins, sondern um das erste von HP selbst initiierte webOS CONNECT Event in Deutschland.

Auf der Agenda stehen neben einer Eröffnungsrede von Richard Kerris (Vice Presicent of Worldwide Developer Relations, HP) auch die Case Studies mehrerer erfolgreicher App-Autoren (Wingedchariot, Radio.de, Newscope und Niels Kassube).
Anschließend werden Fragen der Entwickler beantwortet. Zum (spannenden) Schluss hört ihr noch einen Vortrag über die Entwicklung mit Enyo (JavaScript Framework) für das neue HP TouchPad (10″ Tablet), das kommenden Monat erwartet wird. Für Verpflegung wird gesorgt und die Location verspricht eine angenehme Atmosphäre…

(Ihr wisst nicht, wie schwer mir diese Zeilen fallen, weil ich NICHT teilnehmen kann!)

Termin
27. Mai 2011
17:30 – 20:45 Uhr

Veranstaltungsort
Venue – Spindler & Klatt
Köpenicker Str. 16-17 10997 Berlin, Germany
www.spindlerklatt.com

Eine kostenlose Anmeldung ist erforderlich.

Die Evolution am Handymarkt [CeBIT 2011]

3. März 2011 1 Kommentar

Eine Revolution im Mobilfunktmarkt wie die Jahre zuvor gab es 2011 auf der CeBIT nicht zu sehen. Die Hersteller waren dennoch fleißig, ihre Produkte mit neuen Features wie NFC (Near Field Communications = Kurzstreckenfunk: eine Technik, die künftig drahtlose Bezahlvorgänge vereinfachen könnte) oder 3D Kameras auszustatten.

Erster Hersteller auf meinem Messerundgang war Microsoft. Windows Phone 7 läuft ja bislang eher schleppend an. Das Interesse hielt sich auch am – ansonsten sehr gut besuchten – Microsoft-Stand zurück. Anstehen musste man jedenfalls nicht, um mit einem der ausgestellten WP7 Handys spielen zu können.

Apropos Windows Phone 7: Der neue Haus- und Hoflieferant Nokia war ebenfalls mit einem Stand vertreten, wenn auch in einer anderen Halle. Zu sehen gab es – wie erwartet – aber die “alten” Modelle mit Symbian^3.

Nebenan gab es bei Sony Ericsson das Xperia Play zu begutachten. Wer eine PSP-ähnliche Erfahrung vermutet, wird wohl enttäuscht werden. Die Ladezeiten und Grafik blieben bei meinem Test hinter der “richtigen” Spielekonsole zurück. Spaß macht es aber trotzdem und ich hoffe, dass dieses Gerät neue Impulse für die Spielebranche setzt, ihre Titel künftig auch für Android zu portieren.

Samsung hatte die Vorabversion ihres neuen Top-Modells Galaxy S 2 ausgestellt. Hut ab: So viel Technik in ein so kompaktes und leichtes Gehäuse packt sonst derzeit keiner. Wer sich an den Samsung-üblichen Softwareanpassungen (u.a. Touchwiz und KIES) nicht stört, findet mit dem S 2 einen perfekten Begleiter für unterwegs.

Überrascht hat mich BlackBerry. Nein, außer dem PlayBook gab es keine neuen Geräte zu sehen. Bisher hatte ich die Business-Telefone eher als “antik” belächelt, aber nach einigen Minuten Praxistest ließ sich das Bold (ohne Touchscreen) mit dem Trackpad mindestens genauso schnell bedienen wie das Handy, das ich täglich nutze. Auch das Spitzenmodell Torch mit Touchscreen und ausziehbarer Tastatur wusste zu gefallen.

LG schickt zwei neue Boliden ins Rennen. Beide unter dem Label Optimus, beide mit Zweikern-Prozessor und eingebautem HDMI Ausgang. Hauptunterschied ist die Kamera: Im Optimus P990 Speed kommt eine 8 Megapixel Kamera mit FullHD Video zum Einsatz, beim P920 3D sind es zwei 5 Megapixel Kameras, die gemeinsam 3D Filme aufzeichnen können. Nicht nur aufzeichnen kann das letztgenannte Modell, sondern das Display kann auch ohne Brille oder andere Hilfsmittel dreisimensionale Inhalte (Filme, aber auch Spiele) wiedergeben.

Kein Handy zeigt o2, aber den Prototypen eines Automaten mit zukunftsweisender Bezahltechnik: Per Anruf (künftig auch NFC) lässt sich bequem bargeldlos bezahlen. Dazu ruft man momentan die auf dem Automaten aufgedruckte Telefonnummer an, Sekunden später darf man das gewünschte Produkt wählen. Es folgt eine abschließende Bestätigungs-SMS.

Nicht ausgestellt hat leider HP/Palm. Es folgt noch ein allgemeines Fazit mit Highlights der CeBIT 2011, die weder mit Tablets noch Mobiltelefonen zu tun haben.

Tablet Highlights von der CeBIT 2011

3. März 2011 Keine Kommentare

Auch letztes Jahr gab es auf der CeBIT schon viele Tablets zu sehen. Brauchbar waren da allerdings noch wenige. Mittlerweile sind die Prozessoren (meist Dualcore) weiter, die Hardware dünner, leichter und vor allem hochwertiger. Deshalb hier (m)ein neuer Ausblick auf das Tablet-Jahr 2011.

(Marktstart und Preise beziehen sich auf Deutschland für das jeweilige Basismodell.)

Motorola XOOM
Marktstart: April 2011 (die ersten 3 Monate exklusiv bei der Telekom)
Einführungspreis: 700 €
Persönlicher Eindruck: Hmm, naja. Das ausgestellte Gerät hatte die finale Softwareversion installiert, verhielt sich aber dennoch träge und zickig (Programmabstürze und Probleme mit der Internetverbindung über HSDPA).

HTC Flyer
Marktstart: April 2011
Einführungspreis: 500 €
Persönlicher Eindruck: Netter kleiner Kasten, etwas schwer, aber hochwertig verarbeitet mit Alu-Unibody. Beste Innovation hier ist die Stiftbedienung, die unabhängig vom kapazitiven Multitouch-Display das Tablet zum Grafiktablett umfunktioniert, um Notizen zu schreiben oder Dinge zu markieren.

BlackBerry PlayBook
Marktstart: Juni/Juli 2011
Einführungspreis: 500-600 €
Persönlicher Eindruck: Obwohl das Display die gleiche Diagonale ausweist wie beispielsweise der HTC Flyer oder mein Archos 70 wirkt das Gerät von RIM sehr klein. Die gummierte Oberfläche fasst sich gut an, die Vorab-Version des Betriebssystems hat großes Potential. Hier wurde die Usability von webOS mit perfekter Geschwindigkeit (auf iPad-Niveau) kombiniert.

LG Optimus Pad
Marktstart: April 2011
Einführungspreis: 900 €
Persönlicher Eindruck: Das flotteste Android Tablet auf der CeBIT. Die Displaydiagonale bildet mit 9 Zoll eine schöne Zwischengröße zwischen iPad (10″) und den 7″ Tablets. Das Optimus Pad nimmt Filme mit zwei Kameras auch in 3D auf und kann diese über microHDMI an angeschlossenen 3D-Fernsehern ausgeben. Der Einführungspreis (seit Ankündigung schon um 100 Euro gesenkt) ist jedoch deutlich zu hoch.

Asus EeePad Transformer
Marktstart: Mai 2011
Einführungspreis: 450 €
Persönlicher Eindruck: Das einzige Android Tablet zur CeBIT, das ich sofort kaufen würde. Das Tablet lässt sich ins Scharnier einklicken, wodurch man ein Netbook mit vollwertiger Tastatur und Trackpad erhält. So macht Android 3.0 Spaß.

Asus EeePad Slider
Marktstart: April 2011
Einführungspreis: unbekannt
Persönlicher Eindruck: Witziges Konzept, das gut aussieht, aber in Sachen Verarbeitung und Handhabung hinter dem hausinternen Konkurrenten Transformer zurück bleibt. Die Tastatur ist nicht auf Notebook-Niveau und man verliert die Vorteile eines reinen Tablets, falls man die Tastatur unterwegs mal nicht benötigt.

ARCHOS
Am Stand von Archos gab es kaum interessante Neuigkeiten zu sehen, jedoch wurde die neue Produktlinie ARNOVA angekündigt. Auch bisher waren Archos Tablets beim Preis-/Leistungsniveau immer ganz vorne mit dabei, jedoch sollen mit ARNOVA neue Käuferschichten angesprochen werden. So verbaut man hier günstigere Komponenten, unter anderem resistive Touchscreens und mehr Kunststoff, um Preise unter 200 € realisieren zu können.

Das war also mein kleiner Tablet-Messe-Rundgang. Hier geht’s weiter mit den Handy-Highlights

Neues von HP (vormals Palm)

9. Februar 2011 2 Kommentare
Am heutigen Mittwoch stellte HP in San Francisco die neue Strategie für mobile Endgeräte vor. Hier (m)eine kurze Zusammenfassung:
Was wird getan, um webOS weiter zu entwickeln?
  • hunderte neuer Ingenieure
  • Integration mit den HP Labs
  • hervorragender Entwickler-Support durch Palm (Kann ich bestätigen!)

Was gibt es Neues beim Betriebssystem webOS?

  • Sprachwahl
  • Synergy (merging info from the cloud: Fotos, Kontakte)
  • Exhibition: Erkennt Standort beim Touchstone-Laden und zeigt darauf abgestimmte Inhalte an
  • drahtloses Drucken
Außerdem wurden gleich drei neue Geräte vorgestellt:

Veer

  • Miniatur des Pre2 in Kreditkartengröße
  • Specs
    • 2,6″ Screen, 320x400px
    • GPS
    • 5MP Camera
    • HSPA+
    • 800 MHz (Snapdragon)
    • Touchstone kompatibel
  • verfügbar im Frühling 2011

Pre 3

  • Specs
    • dünner als das Pre2
    • größeres Display: 3,6″ mit WVGA Auflösung
    • größere Tastatur
    • 5 MP Kamera mit Autofokus (HD Video samt Stabilisator)
    • eingebauter Kompass (endlich!)
    • 2 Versionen: HSDPA + EVDO
    • 1,4 GHz Qualcomm CPU
    • Touchstone kompatibel
    • verfügbar im Sommer 2011

TouchPad

  • Specs
    • Tablet aus glänzendem, schwarzen Plastik
    • 9,7″ Display mit einer Auflösung von 1024×768 Pixel
    • Video Anrufe (in Kooperation mit Skype)
    • 1 GB RAM
    • 1,2 GHz Dualcore Snapdragon
    • beats (by dr. dre) Lautsprecher (WTF?!)
  • Und sonst so?
    • neue, Tablet-optimierten Anwendungen (eMail, Kalender, Messaging, Fotogalerie)
    • die virtuelle Tastatur hat auch Ziffern / ist größenverstellbar
    • Medieninhalte: Sports Illustrated, viele andere Magazine und Amazon Kindle
    • Tethering mit dem Veer und Pre2
    • Zubehör: Schutzhülle, Touchstone Dock (lädt auch mit Schutzhülle)
  • WLAN-Version verfügbar im Sommer 2011, UMTS folgt später
Im Zusammenspiel bieten die neuen Geräte interessante Möglichkeiten:
  • Weiterleitung von SMS / Anrufen (Google Voice) vom Pre3 aufs TouchPad.
  • Touch to Share: Berühren sich zwei Geräte, können Inhalte (z.B. URL der gerade betrachteten Webseite) übertragen werden.

webOS soll in diesem Jahr auch für PCs eingeführt werden. Details hierzu gab HP jedoch noch nicht bekannt.

Ich mag webOS und freue mich wirklich darauf, es endlich auch auf Tablets zu sehen!
Eines der wichtigsten Kaufargumente heutzutage sind aber Apps. Und ob das Hauptproblem – die zu kleine Auswahl im Palm Catalog – nun ausschließlich mit Hilfe der Printmedien gelöst werden kann, bleibt unklar, aber zu hoffen.

Palm Pre 2 im Test

2. Januar 2011 18 Kommentare

Ein weiteres “Weihnachtsgadget” zum Vorstellen hier ist der neue Palm Pre 2, den es in Deutschland so noch gar nicht zu kaufen gibt. Irgendwie sind Palm die üblichen Entwicklergeräte (Pre Plus) ausgegangen, weshalb mich kurz vor Weihnachten per UPS ein nagelneuer Pre 2 aus den USA erreichte. Auch an dieser Stelle nochmal Danke in Richtung Sunnyvale.

Ich habe vom Unboxing ein kleines Video gemacht. Entschuldigt – wie üblich – das Gewackle. Vielleicht sollte ich mir tatsächlich mal ein Stativ zulegen…

Was denkt man sich nach dem Auspacken? Optisch kaum Neuerungen – an sich ja nicht schlecht. Ich mag den Formfaktor und das bestehende Zubehör (Touchstones, Ledertasche, etc.) kann so natürlich weiter verwendet werden.
Also erstmal ein Blick auf die inneren Werte:

Außerdem neu:

  • der microUSB Slot ist jetzt nicht mehr durch eine Schutzklappe verdeckt
  • die Front besteht nun aus kratzbeständigem Gorilla Glas statt Plastik
  • die Klavierlackoptik ist glücklicherweise einem matten Finish gewichen
  • und die Tastatur besitzt eine bessere Haptik (knackiger Druckpunkt)

webOS 2.0

An Bord ist auch die neue Version 2.0 des genialen Betriebssystems webOS. Besitzer älterer Palms bekommen das Update “demnächst” ebenfalls nachgereicht – Betatester (Entwickler) auch schon jetzt. Was mir am besten an Version 2.0 gefällt:

  • Autokorrektur “Textassistent”
  • Universelle Suchfunktion “Just Type”, die jetzt auch Anwendungen durchsucht
  • Stacks zum Gruppieren von geöffneten Anwendungen
  • Bürosuite Quickoffice vorinstalliert – samt Unterstützung für Google Docs, Dropbox, box.net, me.com, …

Der integrierte Flash Player hingegen interessiert mich weniger, ich meide Seiten, die ausschließlich in Flash verfügbar sind – auch auf meinem Rechner daheim. Andere angekündigte Features wie Exhibition (Touchstone-Anwendungen) und Synergy-Erweiterungen im Catalog fehlen bisher.

Im Praxiseinsatz

Um einen realistischen Geschwindigkeitsvergleich durchführen zu können, lasse ich in diesem Video einen Pre (erste Generation) gegen den neuen Pre 2 antreten. Beide mit einer o2 Karte ausgestattet und mit dem gleichen WLAN verbunden. Beide Geräte sind eingerichtet und haben ähnlich viele Anwendungen installiert.

Zu sehen ist das Einschalten, einige App-Launches (Mail, Facebook, Geocaching), der Browser, etc.

Tipps für Palm User

  • Preware: (von Palm geduldeter) Anwendungsmanager, der die Installation von Anwendungen aus Drittquellen für Hacks, Kernel-Erweiterungen, etc.pp. erlaubt
  • Latitude Updater: Google Latitude Erweiterung für die Maps-Anwendung
  • Battery Safer: versetzt euer Gerät zu bestimmten Uhrzeiten (Nachts) automatisch in den Flugzeugmodus, um Strom zu sparen
  • … und natürlich meine beiden Apps JustDict Free sowie MyGeoTools ;)

Shopping-Links kann ich diesmal nicht anbieten. Das Gerät ist ja (noch) nicht verfügbar in Deutschland.

Habt ihr noch Fragen zum Gerät?

Mobile Apps: Nativ vs Web

26. November 2010 2 Kommentare

Das Thema ist momentan in aller Munde, nicht nur die Abschlusskeynote beim Google Developer Day 2010 in München befasste sich mit dem Thema. Bevor ich jedoch mit meiner eigentlichen Argumentation beginne, möchte ich zum Verständnis kurz die Profiteure des bisherigen nativen App-Modells vorstellen. Das hilft, einzuschätzen, warum der eine oder andere argumentiert, wie er es tut…

Profiteur I: Die Plattformbetreiber (Apple, Google, Nokia, …)

  • “Exklusiv-Vertrieb” bestimmter Anwendungen
  • Kontrolle über die Inhalte
  • indirekte und direkte Gewinne (Registrierungs- und Einreichungsgebühren sowie in der Regel 30% aller App-Umsätze)

Profiteur II: Softwareentwickler

  • mehr Aufwand = mehr Gewinn

Deshalb hier mein Versuch einer neutralen Betrachung des Themas.

Modell 1: Native Apps

Jeder kennt sie, jeder nutzt sie. Hier zwei populäre Beispiele:

Sie sind bequem über einen zentralen App-Markt zu installieren und dann z.B. auch offline im Flugzeug nutzbar. Aber sind das schon alle Vorteile?

Die Frage ist: warum native Apps entwickeln?

  • Es gibt einen einfachen, zentralen Marktplatz (zum Suchen, Finden, Installieren von Apps).
  • Jede Plattform stellt standartisierte Bedienelemente (Buttons, Textfelder, etc.) bereit.
  • Den Betreiber des Marktplatzes bieten in der Regel eine Möglichkeit zur bequemen Monetarisierung.
  • Es ist dank nativem Code möglich, hohe Rechenleistungen zu erzielen.
  • Die meisten Anwendungen lassen sich auch komplett offline nutzen.
  • Neue Hardware-Features (Kamerazugriff, Accelerometer, 3D Beschleunigung) stehen schneller zur Verfügung.

Dem gegenüber stehen gewichtige Nachteile:

  • Hoher Aufwand und teuer, da die Anwendung für die gängigsten Plattformen bereit gestellt werden sollte.
  • Unterschiedliche Programmiersprachen und -konzepte (Java, C, C++, C#, VB usw.)
  • Entwicklung teilweise nur mit den Werkzeugen des Hersteller möglich, z.B. Apple: Entwicklung nur auf Macs (OS X) und XCode möglich.
  • Es sind viele Testgeräte (alleine für die Android Plattform sind aufgrund der Diversifikation einige) erforderlich.

Modell 2: Web Apps

Diese Technik der Anwendungsentwicklung wurde zur iPhone Markteinführung von Apple gepriesen. Erinnert ihr euch? Der Markt hat sich mittlerweile gewandelt – zum Glück. WebKit ist plattformübergreifend zur vorherrschenden Browser Rendering Engine avanciert. WebCore werkelt mittlerweile in Mobiltelefonen von Nokia, Apple, RIM, allen Androiden, Palm, etc. Eine Ausnahme stellen – natürlich – die Geräte aus Redmond dar: Windows Phone 7 und dessen angestaubte Vorgänger kommen mit mit einem mobilen Internet Explorer.

Wie sieht eine moderne WebApp also beispielsweise aus?

Inwiefern profitieren Entwickler von Web Apps?

  • Schnelle Entwicklung mit bewährten Techniken (HTML, Javascript, CSS) sind die Grundlage.
  • Dadurch erzielt man Kompatibilität mit (quasi) allen aktuellen Endgeräten.
  • Auf moderner Hard- und Software kann man zusätzlich HTML5 Features (z.B. Canvas, Gradient) und hardwarebeschleunigten CSS3 Animationen nutzen.
  • Auf offenen Standards basierende Konzepte und Protokolle garantieren Zukunftsfähigkeit.
  • Weitestgehende Unabhängigkeit von den “Zensur”-Maßnahmen der Hersteller durch Bereitstellung auf dem eigenen Server.
  • Freischaltung und Änderungen sind sofort verfügbar, nicht erst nach tagelanger Prüfung des Marktbetreibers.

Warum haben sich Web Apps dann nicht durchgesetzt?

  • iPhone User wollten – verständlicherweise – unter anderem Dateien hochladen und ihren Standort nutzen, beides war zur Einführung so nicht möglich.
  • Außerdem sind natürlich Anpassungen an unterschiedliche Betriebssysteme, Browser und Bildschirmauflösungen (per CSS) nötig.
  • Internetverbindung (zumindest beim Start) ist eine eher lästige Voraussetzung.
  • Die Auffindbarkeit – mangels Marktplatz – und die nicht stattfindende Installation sind Hemmnisse für den potentiellen Nutzer.

Modell 3: Wrapped Web Apps – “Polyfill” – die Zukunft?

Es gibt verschiedene Ansätze, die Vorteile beider Welten zu kombinieren. Allen voran möchte ich Palms Initiative nennen, die Webtechnologien seit der Einführung von webOS als hauptsächliche App-Umgebung vorgesehen haben. Das Mojo-Framework machts möglich und dessen Nachfolger Enyo steht bereits in der Startlöchern. Für webOS aber auch alle anderen großen Plattformen (Blackberry, Apple, bada und Symbian) gibt es Tools wie PhoneGap oder AppCelerator Titanium.

Das besondere an Wrapped Web Apps ist eine Art Runtime-Umgebung, die vom Toolkit mitgeliefert wird. Es handelt sich um einen modifizierten Browser, der die offline vorgehaltenen Webelemente nicht nur direkt vom Gerät öffnet, sondern darüber hinaus auch bestimmte Dienste (z.B. Zugriff aufs Telefonbuch, GPS-Position, Offline-Datenbanken, …) plattformunabhängig bereit stellt. Wer als Entwickler bequem mag, nutzt im Toolkit Javascript Frameworks wie jQuery mobile oder joapp und bekommt damit gleich eine ansprechende Oberfläche.

Wie sehen solche Apps dann z.B. aus?

Kaum Unterschiede zum Modell 1 erkennbar, oder?

Weiterführende Informationen:

Sind unter meinen Lesern mobile Entwickler? Wie sind eure Erfahrungen? Was nutzt ihr am liebsten und unter welcher Plattform?

KategorienMobilfunk, Technik Tags: