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Archiv für die Kategorie ‘Notebooks & PCs’

Gadget: Pico Projector Rollei Innocube IC200T

12. April 2013 Keine Kommentare

Rollei Innocube Pico BeamerDinge, die klein genug sind, um sie immer in der Tasche dabei zu haben, üben auf viele Menschen eine besondere Anziehungskraft aus – ich nehme mich da natürlich nicht aus.

Ein Gadget, das es seit Kurzem in meinen Messenger-Bag geschafft hat, ist ein winzig kleiner Beamer von Rollei. Die technischen Daten sind beeindruckend: das Gehäuse aus Aluminium ist würfelförmig und kommt mit einer Seitenlänge von nur etwa 4,5 Zentimetern aus. Neben dem Akku, der laut Hersteller 2 Stunden halten soll (einen Wert, den ich im Test nicht ganz erreichen konnte) ist in dem Gehäuse auch Platz für eine lichtstarke LED, die das Bild mit 35 ANSI Lumen an die Wand wirft, und einen Lautsprecher. Das Gerät wiegt nur 129 Gramm.

Lieferumfang, Anschlüsse & Adapter

Der Innocube IC200T verfügt über zwei Eingänge: Micro-USB zum Laden sowie Micro HDMI für die Übertragung von Bildsignalen. Um den Anschluss zu erleichtern, legt der Hersteller einen MHL-Adapter (für viele moderne Smartphones) sowie ein HDMI-auf-Micro HDMI Kabel bei, das zum Anschluss an viele Notebooks genutzt werden kann. Für MacBooks, iPads und Geräte mit Micro HDMI Ausgang müssen jeweils noch Adapter bzw. passende Kabel besorgt werden – sofern nicht bereits vorhanden.

Ansonsten ist neben dem Würfel als solches und obligatorischem “Papierkram” auch noch ein Ladegerät mit in der Box.

Rollei Innocube Lieferumfang

Nutzungsszenarien

Ich habe den Innocube derzeit überwiegend in zwei Szenarios im Einsatz: zum einen für die Uni – natürlich nicht für Vorlesungen, sondern für Gruppenbesprechungen und Lerngruppen. Dank des Pico Projektors verwandle ich beinahe jede Wand in eine Präsentations-Fläche für Unterlagen oder in ein Whiteboard, wenn auf dem Tablet skizziert wird. Denn sobald drei oder mehr Personen versammelt sind, ist ein (Notebook-) Bildschirm einfach keine brauchbare Lösung mehr.

Zum anderen kam er in letzter Zeit immer häufiger fürs Heimkino-Feeling im Schlafzimmer zum Tragen: Am Kopfende des Bettes platziert wirft der Rollei Projektor ein etwa 1,50m breites Bild an die Decke. Noch bequemer lässt sich die Lieblings-Serie kaum genießen, oder?

Rollei Innocube Pico Beamer iPad und Mini Projektor

Die VGA-Auflösung im 4:3 Format ist für beide Fälle ausreichend.

Im Einsatz

Hat man im Raum für gedämpftes Licht gesorgt, kann es losgehen. Direkte Sonneneintrahlung verträgt sich erwartungsgemäß nicht mit einem Beamer – Texte lassen sich jedoch (abhängig von der Distanz zur Wand) bereits bei Bewölkung gut ablesen. Für einen Film empfehle ich jedoch, die Rollos runter zu lassen, damit schwarze Szenen dann auch tatsächlich schwarz sind. Ganz ohne Lüfter kommt der Innocube nicht aus – bei normalen Umgebungsgeräuschen nimmt man ihn kaum wahr, in leisen Filmszenen möglicherweise schon.

Die folgende Abbildung zeigt den Innocube IC200T im Einsatz bei gemäßigtem Tageslicht (8 Uhr morgens, bewölkt) mit angeschlossenem Smartphone. Natürlich ist das Szenario mit der Rauhfasertapete denkbar schlecht geeignet, aber die Lichtstärke wird dennoch ersichtlich.

Rollei Pico Projekt bei Tageslicht

Letztlich muss ich konstatieren, dass dieses kleine Gerät eine große Bereicherung für meine Technik-Sammlung ist. Der Mehrwert ergibt sich aus den winzigen Abmessungen und dem kaum spürbaren Gewicht, die es erlauben, den Beamer jeden Tag griffbereit dabei zu haben.

Links

Übrigens veranstaltet Rollei auf Facebook auch diverse Gewinnspiele. Wer sich also für Fotografie oder das Drehen von Sport-/Actionfilmen interessiert, sollte sich diese Links näher ansehen.

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Tablet Shootout: Win8 vs iOS vs Android vs TabletOS

3. September 2012 Keine Kommentare

Kein Mensch braucht 4 Tablets. Naja, nur wenige. Entwickler und so…

Jedenfalls habe ich heute einen lange gehegten Plan umgesetzt und die vier Tablet Betriebssysteme mal im Direktvergleich gezeigt:

  • Android (4.0 auf einem HP Touchpad),
  • iOS (5.1.1 auf einem iPad, 3. Generation),
  • Tablet OS (auf einem BlackBerry PlayBook) und
  • Windows 8 Pro auf einem Intel Prototypen (ExoPC)

Absichtlich habe ich dabei keine Wertung vorgenommen, sondern zeige eher, dass für viele Szenarien das Betriebssystem eine eher untergeordnete Rolle spielt.

Hier das Video bei YouTube:

Wenn eurer Meinung nach ein wichtiger Aspekt fehlt oder ich ein spezielles Szenario auf den Geräten vergleichen soll, hinterlasst einfach einen Kommentar.

Tablet Highlights von der CeBIT 2011

3. März 2011 Keine Kommentare

Auch letztes Jahr gab es auf der CeBIT schon viele Tablets zu sehen. Brauchbar waren da allerdings noch wenige. Mittlerweile sind die Prozessoren (meist Dualcore) weiter, die Hardware dünner, leichter und vor allem hochwertiger. Deshalb hier (m)ein neuer Ausblick auf das Tablet-Jahr 2011.

(Marktstart und Preise beziehen sich auf Deutschland für das jeweilige Basismodell.)

Motorola XOOM
Marktstart: April 2011 (die ersten 3 Monate exklusiv bei der Telekom)
Einführungspreis: 700 €
Persönlicher Eindruck: Hmm, naja. Das ausgestellte Gerät hatte die finale Softwareversion installiert, verhielt sich aber dennoch träge und zickig (Programmabstürze und Probleme mit der Internetverbindung über HSDPA).

HTC Flyer
Marktstart: April 2011
Einführungspreis: 500 €
Persönlicher Eindruck: Netter kleiner Kasten, etwas schwer, aber hochwertig verarbeitet mit Alu-Unibody. Beste Innovation hier ist die Stiftbedienung, die unabhängig vom kapazitiven Multitouch-Display das Tablet zum Grafiktablett umfunktioniert, um Notizen zu schreiben oder Dinge zu markieren.

BlackBerry PlayBook
Marktstart: Juni/Juli 2011
Einführungspreis: 500-600 €
Persönlicher Eindruck: Obwohl das Display die gleiche Diagonale ausweist wie beispielsweise der HTC Flyer oder mein Archos 70 wirkt das Gerät von RIM sehr klein. Die gummierte Oberfläche fasst sich gut an, die Vorab-Version des Betriebssystems hat großes Potential. Hier wurde die Usability von webOS mit perfekter Geschwindigkeit (auf iPad-Niveau) kombiniert.

LG Optimus Pad
Marktstart: April 2011
Einführungspreis: 900 €
Persönlicher Eindruck: Das flotteste Android Tablet auf der CeBIT. Die Displaydiagonale bildet mit 9 Zoll eine schöne Zwischengröße zwischen iPad (10″) und den 7″ Tablets. Das Optimus Pad nimmt Filme mit zwei Kameras auch in 3D auf und kann diese über microHDMI an angeschlossenen 3D-Fernsehern ausgeben. Der Einführungspreis (seit Ankündigung schon um 100 Euro gesenkt) ist jedoch deutlich zu hoch.

Asus EeePad Transformer
Marktstart: Mai 2011
Einführungspreis: 450 €
Persönlicher Eindruck: Das einzige Android Tablet zur CeBIT, das ich sofort kaufen würde. Das Tablet lässt sich ins Scharnier einklicken, wodurch man ein Netbook mit vollwertiger Tastatur und Trackpad erhält. So macht Android 3.0 Spaß.

Asus EeePad Slider
Marktstart: April 2011
Einführungspreis: unbekannt
Persönlicher Eindruck: Witziges Konzept, das gut aussieht, aber in Sachen Verarbeitung und Handhabung hinter dem hausinternen Konkurrenten Transformer zurück bleibt. Die Tastatur ist nicht auf Notebook-Niveau und man verliert die Vorteile eines reinen Tablets, falls man die Tastatur unterwegs mal nicht benötigt.

ARCHOS
Am Stand von Archos gab es kaum interessante Neuigkeiten zu sehen, jedoch wurde die neue Produktlinie ARNOVA angekündigt. Auch bisher waren Archos Tablets beim Preis-/Leistungsniveau immer ganz vorne mit dabei, jedoch sollen mit ARNOVA neue Käuferschichten angesprochen werden. So verbaut man hier günstigere Komponenten, unter anderem resistive Touchscreens und mehr Kunststoff, um Preise unter 200 € realisieren zu können.

Das war also mein kleiner Tablet-Messe-Rundgang. Hier geht’s weiter mit den Handy-Highlights

Toshiba T110 Test + Linux Tipps [updated]

6. Januar 2010 3 Kommentare

Da ich im Dezember ohne MacBook Air gen München fliegen musste (warum lässt sich hier nachlesen), habe ich Ersatz beschafft.

Meine Anforderungen:

  • hohe Portabilität (10-13 Zoll)
  • geringes Gewicht (bis 1,5 kg)
  • guter Bildschirm (möglichst non-glossy, hohe Auflösung)
  • ausreichend Leistung für Eclipse und die Wiedergabe von 720p Filmen
  • und nicht zuletzt: gute Serviceoptionen

In diesem Bereich driften die Angebote weit auseinander. Auf der einen Seite gibt es den Premium-Sektor, z.B. lachte mich Lenovos X200s sehr an. Hier verzichtet man aber auf modernes Design und praktische Funktionen, wie eine Webcam, zugunsten von Business Features (Fingerabdruck Scanner, robustes Gehäuse). Leider ist aber der Preis in Deutschland happig (der Grundpreis liegt bei über 1600 Euro). Auf der andere Seite stehen Netbooks mit Atom Prozessor…

Nach einiger Recherche und dem Besuch von 3 Elektronikmärkten war der Kompromiss ein Toshiba T110. Auch wenn er nicht alle Punkte meiner Wunschliste erfüllt
- das Klavierlackgehäuse zieht Fingerabdrücke an
- das Display ist glossy
wird das Gerät zu einem sehr fairen Preis (um die 500 Euro) angeboten.

Dafür erhält man aber jede Menge Technik:

  • Intel Pentium Low Voltage (SU2700) Prozessor mit 1,3 GHz
  • 3 GB DDR3 RAM (800 MHz)
  • 250 GB Festplatte (5.400 rpm)
  • 11,6″ LED-backlit LCD Display im 16:9 Format
  • fantastische Auflösung (1366×768 Pixel)
  • GMA 4500M Grafikkarte
  • HDMI + VGA Ausgang (max. 1920×1200 Pixel)
  • guter Akku (Laufzeit unter Windows 7 etwa 6-7 Stunden, mit Ubuntu etwa 5, jeweils mit hellem Display und WLAN aktiviert)
  • WLAN 802.11b/g (leider kein n)
  • 5-in-1 Kartenleser (SD, Memory Stick (Pro), MMC, xD)
  • Windows 7 Home Premium vorinstalliert

Meine Einschätzung nach 3 Wochen: Die Tastatur ist gut, das Touchpad zu klein, aber okay. Das Display lässt sich mit maximaler Helligkeit trotz Spiegeleffekt aber ertragen.

Zurück zum Betriebssystem: Windows kann ich – egal wie gut die Benutzeroberfläche bei 7 auch gelungen ist – nicht mit meinem Gewissen vereinbaren. Die Installation von Ubuntu gelingt mit einigen Tricks, unterliegt aber folgenden Beschränkungen:

  • Das eingebaute Mikro wird von ALSA nicht erkannt
  • Die Stromsparfunktionen sind Linux-typisch eher mau

Und jetzt noch ein Tipp, wie man Ubuntu (samt WLAN) vom USB Stick installiert bekommt:

  1. Unter Windows aktuelles BIOS Update von Toshiba herunterladen und installieren
  2. Ubuntu 9.10 (aktuelle Version, 32-Bit) herunterladen, Windows “USB Installer” herunterladen. USB Stick dann mit dem Tool erstellen.
  3. Computer herunterfahren, Neu starten und direkt per “ESC”-Taste ins BIOS Setup wechseln. Dort WLAN deaktivieren (sonst bricht Live CD mit einem Kernel Panic ab)
  4. BIOS-Einstellungen speichern, nach dem Neustart mit der “F2″-Taste den Boot Device Selector öffnen. Hier den USB Stick auswählen.
  5. Ubuntu normal installieren und einrichten. Achtung: Es steht nur LAN zur Verfügung, also ggf. Kabel bereithalten.

Jetzt kommt der (ziemlich dreckige) WLAN Fix:

  1. Windows XP Treiber für WLAN Karte hier bei Toshiba herunterladen. Im Terminal per

    sudo apt-get install ndiswrapper-common ndisgtk

    den ndis-Wrapper sowie die GUI dazu installieren.

  2. Den vermeintlich defekten Realtek Treiber sperren: dazu per

    sudo gedit /etc/modprobe.d/blacklist.conf

    die Blacklist laden und dort folgende Zeile ergänzen:

    blacklist rtl8187se

  3. Notebook herunterfahren, beim Neustart in die BIOS-Einstellungen wechseln, WLAN dort aktivieren, speichern, neu starten
  4. Unter “Systemverwaltung > Windows WLAN Treiber” nun den heruntergeladenen Windows Treiber installieren. Ab diesem Zeitpunkt funktioniert WLAN, doch leider ohne WPA(2)-Verschlüsselung
  5. Jetzt kommt der verblüffende Trick. Folgende Befehle im Terminal ausführen:

    sudo rmmod ndiswrapper;sudo modprobe rtl8187se

    Dadurch wird der ndis-Wrapper entladen und an dessen Stelle der “defekte” Treiber geladen. Voila: Alles funktioniert.

  6. Wer zu faul ist, diesen Trick bei jedem Neustart erneut ausführen, bastelt sich ein Bash-Script und lässt es per RC bei jedem Start laden.

[UPDATE]

Um es Ubuntu zu ermöglichen, die Displayhelligkeit zu regeln, einfach folgendes durchführen:

  1. Die Datei /etc/default/grub mit Superuser-Rechten zum Bearbeiten öffnen (sudo vi /etc/default/grub)
  2. In der Zeile GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT folgendes ergänzen:
    nomodeset acpi_backlight=vendor
  3. Zu guter Letzt noch die Konfiguration anwenden per sudo update-grub
  4. Jetzt lässt sich die Monitorhelligkeit mit den Hardwaretasten steuern.

[UPDATE]

Bei Fragen oder Tipps zu Linux auf diesem Gerät einfach melden!

Passwortmanagement mit LastPass

5. Januar 2010 4 Kommentare

Keine Frage, 1Password ist eine klasse Lösung. Allerdings mit einigen Nachteilen: Der Hersteller hält der Apple Plattform strikt die Treue. Will heißen: 1Password gibt es nur für OS X, iPhone + iPod touch.
Wer nun in der Arbeit Windows, zu Hause vielleicht Linux und unterwegs ein MacBook nutzt, schaut in die Röhre. Bis jetzt.

Seit einigen Wochen nutze ich nun LastPass als neuen Passwortmanager. Vom Funktionsumfang nehmen sich die beiden Produkte kaum etwas, der wichtigste Unterschied ist die Plattform: LastPass läuft “in der Cloud” als webbasierter Dienst.
Auf diesen webbasierten Dienst können dann unzählige Clients zugreifen, zum Beispiel

  • Extensions für Firefox, Safari, Google Chrome, Internet Explorer
  • Entschlüsselungssoftware “LastPass Sesame” (Premium)
  • Clients für iPhone, Blackberry, Windows Mobile, Android und Symbian S60 (Premium)

Sehr praktisch: der Datenbestand ist überall synchron.

Es gibt zwei Arten der Mitgliedschaft bei LastPass: die kostenfreie, die einem aber dennoch alle grundsätzlichen Funktionen bietet und eine Premium Variante, die darüber hinaus weitere Clients (Mobiltelefone, PCs) bietet und auf Werbung verzichtet. LastPass Premium kostet 12 $ / Jahr (etwa 8,60 €). So viel ist mir dieser praktische Service wert!

Um den Umstieg einfacher zu gestalten bietet der Dienst zahlreiche Importfunktionen, darunter Filter für:

  • Firefox Passwortmanager
  • 1Password
  • eWallet
  • KeePass
  • MyPasswordSafe
  • SplashID

P.S.: Alle Passwörter werden stets clientseitig verschlüsselt, bevor sie an den Dienst übertragen werden. Wer sich näher mit der eingesetzten Technik (“salted” hashing, etc.) auseinander setzen möchte, findet in den FAQ weitere Infos.

Links

Apple “Care” bei Jessen Lenz Rostock

29. Dezember 2009 6 Kommentare

Ein netter Leser hatte mich bei meinem letzten Ärgernis mit Apple (geplatzter Akku) auf den Apple Servicepartner in Rostock – Jessen Lenz aufmerksam gemacht.

Nur eine Woche später kam ich dank meines Zeitnotebooks (MB Air) in den zweifelhaften Genuss, genau diesen authorisierten Servicepartner zu testen. Woran kränkelte das Air?

  • der Lüfter hat nach einiger Zeit nervende (Schleif-)Geräusche von sich gegeben
  • das Scharnier am Display wies von Anfang an den Air-Serienfehler (Apple Support Artikel) auf, bot also immer weniger Festigkeit. Resultat: ein wackelnder / zufallender Monitor.

Natürlich kommen solche “Problemchen” in einem Notebookleben vor und eine generell schlechte Qualität würde ich Apple auch nicht unterstellen.

Traurig ist aber – mal wieder – der Service. Für 250 Euro gibt es im Apple Care Protection Plan einfach keine nennenswerte Leistung. Für deutlich weniger Aufpreis gibt es bei anderen Herstellern 3 Jahre Next-Day Vor-Ort (z.B. Toshiba 3 J, 172 Euro).
Hier also meine aktuelle Reparaturhistorie:

  • 10.12.2009 vormittags Anruf bei Apple Care, nette Mitarbeiterin, zwei Reparaturnummern bekommen
  • 10.12.2009 mittags Habe das Gerät bei Jessen Lenz in der Lagerstraße vorbei gebracht. Aussage: “Vielleicht schaffen wir das sogar bis zum kommenden Dienstag (15.12.)”
  • 13.12.2009 mir raucht ärgerlicherweise meine Time Machine Festplatte ab
  • 16.12.2009 Ich rufe bei Jessen Lenz an. Aussage: “Gerät ist schon repariert, aber noch nicht von Apple freigegeben.”
  • 21.12.2009 Ich rufe erneut bei Jessen Lenz an. Aussage: “Ist immer noch nicht freigegeben.” Das Angebot, meine Kreditkartendaten als Sicherheit zu hinterlegen, damit ich das Notebook über Weihnachten mit nach München nehmen kann, wurde ausgeschlagen. Noch schlimmer: ich bat darum, mir wenigstens meine wichtigsten Daten auf einen USB Stick sichern zu dürfen. Antwort: “Dafür holen wir das Gerät nicht aus unserem Lager”.
  • 29.12.2009 Erneuter Anruf meinerseits: ein Band erzählt mir, dass das Büro erst ab 11.01.2010 wieder besetzt sei.

[UPDATE vom 1.1.2010]

  • 01.01.2010 Bekomme – trotz Neujahr – telefonisch die Info, dass Apple den Ersatzteil-Status freigegeben hat. Am 4. Januar kann ich mir das Gerät abholen.

[/UPDATE]

[UPDATE 4.1.2010]

  • 04.01.2010 Wow! Habe das Notebook endlich zurück. Jetzt ab zu eBay damit!

[/UPDATE]

Ursächlich für diese extreme Verzögerung ist laut Jessen Lenz eine kleine Delle an der linken Seite des Monitors:

Widersprüchlich dazu sagt der Reparaturstatus auf apple.com, dass mein Gerät schon seit 15.12. zum Abholen bereit ist:

Wer gerade seine Thesis über TQM schreibt, jetzt aufpassen, denn genau so müssen Reparaturen laufen:

  • Reparaturzeit länger als einen Monat
  • proaktive Kundenkommunikation vermeiden
  • und ja nicht im Sinne des Kunden handeln

Was mich brennend interessiert: was machen mittelständische Firmen, die mit Apple Rechnern arbeiten müssen? Ersatzgeräte oder zugesicherte Reparatur-/Antwortzeiten (also das was man als professionellen Support bezeichnen könnte) gibt es ja beim angebissenen Apfel nicht! Also immer Ersatzgeräte im Lager halten!?

P.S.: Bevor mich Fanboys in den Kommentaren belehren: mir ist durchaus bewusst, dass Reparaturen besser verlaufen können und es auch zuvorkommende Service Partner gibt. Allen Münchnern empfehle ich z.B. dringend den (ggf. weiten) Weg nach Isen zu Agelero IT-Systeme bzw. direkt in den Apple Store. Aber: in Rostock gibt es keine Alternative!

Offener Abschiedsbrief an Apple [updated]

5. Dezember 2009 34 Kommentare

sadapple.jpgEigentlich wollte ich in diesem Artikel nur eine weitere Episode der Ärgernisse mit meinem MacBook Pro beschreiben. Eine Episode, die ihr vorzeitiges Ende in einer Strafanzeige gegen Apple genommen hätte.

Der eine oder andere Leser erinnert sich vielleicht an die Qualität meines MacBook Pros – immerhin hatte ich ja an anderer Stelle schon darüber berichtet. Seit heute steht fest, dass ich wohl in diesem Leben kein Apple Produkt mehr kaufen werde. Warum?

Zur Vorgeschichte

Heute früh sehe ich, dass mein MBP irgendwie komisch dasteht – anders als sonst. Dann habe ich das Gerät vorsichtig umgedreht und schockierendes entdeckt:

DSC_0008.jpg DSC_0010.jpg

Ja, der Akku hat sich ausgedehnt. Von Explosionsspuren zum Glück nichts zu sehen. Hier noch einige Detailansichten:

DSC_0002.jpg DSC_0005.jpg

Apple “Care”

Da es sich hier offensichtlich um einen Materialfehler handelt – immerhin ist der Akku noch keine 1,5 Jahre alt – versuchte ich, schnell jemanden ans Telefon zu bekommen, um mein Problem zu schildern und einen Tauschakku zu erhalten. Samstag ist dafür wohl nicht der richtige Tag, denn erst nach 44 Minuten (zu je 14 Cent / Minute) hatte ich jemanden an der anderen Seite.

Dann allerdings der Brüller: “Ihr Akku ist nicht explodiert.”, diese Ausdehnung sei ein “normales Verhalten am Ende der Lebenserwartung”. Apropos Lebenserwartung: die liegt gemäß Hotline bei 300 Zyklen, also einem guten Jahr bei notebook-typischer Nutzung.

  • Tauschakku? Nein.
  • Verständnis für meine Verärgerung? Nein.
  • Bezüglich des (kleinen) Kratzers auf meinem Glas-Schreibtisch wurde der Fall aber immerhin eskaliert.

Und wenn mich der Kundenservice einer Firma (ja, ich habe mich auch zum Vorgesetzten durchstellen lassen) so verärgert, dass ich direkt im Anschluss am liebsten zur nächsten Polizeidienststelle fahren möchte, um Strafanzeige zu stellen, läuft etwas falsch.

Abschied

Mein erster Mac war ein weißes iBook G4 im Jahr 2003. Es folgten PowerMac, PowerBook, MacBook Pro, Mac Mini und zuletzt ein MacBook Air. Dazu unzähliges Zubehör wie Displays, Peripherie, iPhones und Software.
Doch das ist nicht alles: nicht zuletzt dank meiner Lobeshymnen auf das gute Zusammenspiel zwischen Soft- und Hardware und dem Support aus einer Hand konnte ich viele Freunde vom Mac überzeugen. Mindestens 10 PC User sind so mittlerweile zu begeisterten Macianern geworden, so wie ich einst einer war.

Doch das ist jetzt vorbei. Nach 6 Jahren endet diese Romanze, denn ich werde einer Firma, die ihre Kunden so mies behandelt, nicht weiter mein Geld hinterher werfen. Adieu, Cupertino.

notebooks.jpg

PS: Und zum Glück läuft OS X ja nicht mehr nur auf Geräten mit Apfel-Logo…

PPS: Mein MacBook Pro gibt es demnächst auf eBay zu erstehen.

[UPDATE]

Der Apple Executive Support hat sich vorhin (9.12. vormittags) auf mein Fax hin gemeldet und sich für das Verhalten der Supporthotline und meine Unannehmlichkeiten entschuldigt. Für weitere Rückfragen hinterließ mir die Dame ihren Namen und ihre (kostenlose) Telefonnummer. Die versprochene eMail “Bestellung von Komponenten zur Selbstinstallation” mit kostenlosem Ersatzakku liegt mir mittlerweile vor. Die Wut aus meinem Bauch hat merklich nachgelassen, ein fahler Nachgeschmack bleibt aber: Warum muss man so “drastische” Maßnahmen ergreifen, bis sich was tut?

[/UPDATE]

doubleTwist – die iTunes Alternative

7. Oktober 2009 2 Kommentare

doubletwistlogo.jpg

Die gerade eben veröffentlichte Version von doubleTwist setzt den genialen Ansatz fort: Eine einzige schlanke Oberfläche, um die eigene Musiksammlung, Fotobibliothek und digitale Videothek mit nahezu beliebigen Endgeräten zu synchronisieren. Laut Homepage unterstützt die sowohl für Windows als auch für Mac OS X verfügbare Software momentan unter anderem:

  • Blackberry
    • Curve
    • Pearl
    • Storm
    • Bold
  • Android

    • HTC G1, Magic, Hero und Tattoo
    • Samsung Galaxy
  • Nokia
    • N-Serie, z.B. N95
    • E-Serie, z.B. E61i, E62
    • 5800 XPress Music
  • Sony Ericsson (Walkman und Cybershot Serie)
  • Palm Pre
  • Sony PSP
  • LG (Viewty und Shine)

supportedDevices.jpg

Your iTunes library on any device.
In seconds.

In der Windows Version werden außerdem iPods und Windows Mobile Geräte unterstützt. Die komplette Liste gibt es hier. Notwenige Konvertierungen nimmt doubleTwist dabei je nach Zielplattform on-the-fly vor. Und so sieht das ganze mit meinem G1 aus:

doubletwist1.jpg doubletwist2.jpg doubletwist3.jpg

Die Oberfläche ist wirklich gut gelungen. Auch bei der Geschwindigkeit dürfte sich Apple von Jon gerne eine Scheibe abschneiden.

Apropos: hinter diesem Projekt steht maßgeblich Jon Lech Johansen (aka DVD Jon), der nicht nur mit DeCSS den DVD Kopierschutz außer Gefecht setzte, sondern auch oft genug Apples Kopierschutz mit (jeweils kurzfristigem) Erfolg angegriffen hat.

Das spannendste neue Feature in Version 1.0b9 ist wohl der integrierte Amazon MP3 Store. Leider muss momentan eine Anschrift in den USA im Amazon Account gespeichert sein. Außerdem lassen sich jetzt auch komplette Playlisten per Drag’n'Drop überspielen. Die Listen werden auf Wunsch aus iTunes übernommen.

amazon1.png amazon3.png playlists.png

Mir fehlt noch

  • Musik und Fotos vom Gerät auf den Mac sichern
  • Zwang zur Registrierung eines Accounts macht (derzeit) keinen Sinn
  • vollautomatische Synchronisierung (ist wohl in der Windows Version bereits enthalten)

Zum Download!

[Verbesserungsvorschlag] Apple MobileMe

30. September 2009 1 Kommentar

mobileme.jpg

Alles synchron. Überall.

MobileMe pusht deine neuen E-Mails, Kontakte und Kalendereinträge drahtlos zu all deinen Geräten. So sind die Daten auf deinem iPhone, Mac und PC immer synchron. Dafür brauchst du nicht mal ein Kabel. Und das ist nur eine Möglichkeit, wie MobileMe dein Leben vereinfacht.

Nach dreimonatiger Testphase sind jedoch einige Schwachpunkte zu finden, wo Apple noch nachbessern sollte.

“My Gallery”

Genial um seine Fotos seinen Bekannten, Freunden, …. zu zeigen. Auch die Upload Funktion ist sehr gut gelungen und die Ansicht in der Foto Gallery ist sehr angenehm.

Mobile Me Gallery

Mobile Me Gallery

Problem: Man möchte seine Fotos vor unberechtigten Zugriffen schützten. Jedoch kann man online leider keinen Passwortschutz vergeben.

Alternative Lösung für User die den Upload ausschließlich mit iPhoto machen: Unter Einstellungen kann ein Passwortschutz vergeben werden (siehe Screenshots)

iPhoto Passwortschutz

“Kalender – Copy & Paste”

Sehr schön übersichtlich aufgebaut, jedoch fehlt hier etwas sehr dringend.

Problem: Copy & Paste Funktion fehlt. Damit hat Apple wohl so seine Probleme. Ich habe z.B. viele Termine die sich oft wiederholen jedoch nicht immer am gleichen Tag. Somit muss ich jeden Termin per Hand einzeln anlegen. In iCal kann man Termine kopieren.

“Kalender – Erinnerungen”

Problem: Für viele Termine brauche ich eine Erinnerung, zum Beispiel 1 Stunde vor Beginn. Auf me.com fehlt diese Funktion beim anlegen und bearbeiten von Terminen gänzlich. Der Workflow ist in jeder Hinsicht gestört. Wenn man einen Termin auf me.com anlegt, muss nach dem Synchronisieren auf dem iPhone nachgebessert werden!? Manche werden Fragen, warum den Termin nicht gleich auf dem iPhone erstellen? Antwort: Es geht mit einer vollständigen Tastatur und einer Maus viel schneller mehrere Termine anzulegen (wenn wie in der Arbeit z.B. nur ein Windows PC zur Verfügung steht). Das iPhone ist nur eine Notlösung für unterwegs.

“Mein iPhone suchen – Ortungsdienst”

Wer suchet der findet! Oder lässt me.com das erledigen. Mit dem neuen Ortungsdienst können verlorene/verlegte/gestohlene iPhones geortet werden, solange das iPhone an ist und vorher die nötigen Einstellungen vorgenommen worden sind.

Problem: Was sehr stört ist der Radius der angezeigt wird. Dieser liegt bei ca. 150 Meter, was die Suche doch sehr erschwert. Im Vergleich dazu habe ich ein Screenshot von dem mobilen Ortungsprogramm HeyWAY eingestellt. Dort zeigt die Nadel klar und deutlich an, wo sich das iPhone befindet. Warum also nicht auch bei me.com?

Ortung über me.com

Ortung über me.com

Ortung über HeyWAY

Ortung über HeyWAY

Fazit: Bleibt zu warten was sich noch alles bei me.com tun wird. Wie sagt man so schön: Es gibt jede Menge Potential nach oben.

KategorienNotebooks & PCs Tags:

iTunes 9 Review

10. September 2009 8 Kommentare

Da ist es also: iTunes 9.

Bildschirmfoto 2009-09-10 um 08.30.18.png

Bildschirmfoto 2009-09-10 um 08.46.47.pngUnd es kommt mit tollen neuen Features, wie beispielsweise

  • Home Sharing
    Ganz legal Musik zwischen den Computern (bis zu 5) im Heimnetzwerk tauschen
  • iTunes LP
    Kaufanreiz für komplette Alben
  • iTunes Store
    neue Optik mit besserer Übersicht

Nun aber zu den traurigen Angelegenheiten:

  • kein 64-Bit Cocoa
    sondern weiter an die alte Anwendung “drangepflanscht”
  • böse UI Fehlgriffe
    wie diese Buttons, die auch vom “Real Player” aus dem Jahr 1999 stammen könnten:
    Bildschirmfoto 2009-09-10 um 08.37.09.png
  • Geschwindkeitseinbußen
    gerade der Store fühlt sich jetzt richtig träge an. Die Aktivitätsanzeige bestätigt meine Vermutung: CPU-Auslastung zwischen 40-60% bei Nutzung des Stores.

Liebes Apple-Team: Bitte schreibt iTunes X komplett NEU!

Und was haltet ihr vom Update?

[Update]

Dank Wolf hier ein Screenshot der Bedienelemente aus iTunes 8:
iTunesOld.png