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Archiv für die Kategorie ‘Technik’

FocalPrice Ableger für Apple Zubehör

14. Januar 2011 Keine Kommentare

Die meisten von euch werden FocalPrice.com ja schon kennen. Es handelt sich dabei um einen chinesischen Elektronik- und Gadgetversand, der weltweit kostenlos liefert –  und das zu sehr günstigen Preisen.

Gerade was Zubehör angeht, kaufe ich gerne bei FocalPrice und dem vergleichbaren Mitbewerber DealExtreme ein.

Nächsten Mittag, also am 19. Januar 2011, startet FocalPrice einen Ableger für Apple Zubehör mit dem Namen “iThrough – For Apple Accessories Only”. Nicht, dass mich das interessieren würde, aber unter euch sind laut Statistik ja einige Macianer…

Konkret wird es dort Zubehör für:

  • Mac
  • iPod
  • iPhone und
  • iPad

geben. Einen kleinen Überblick über die erhältlichen Produkte kann man sich ja schonmal bei Focalprice selbst verschaffen.

Ich rechte mit den üblichen Modalitäten:

  • Zahlung per Kreditkarte oder PayPal
  • Versand als internationales Einschreiben, Dauer ~ 2-3 Wochen
  • Zoll fällt auf Elektronik aus China nicht an, aber ggf. Einfuhrumsatzsteuer (19%) ab einem Warenwert von 22 Euro (je Sendung)

Wer auf Schnäppchen im Zubehörbereich aus ist, sollte sich diesen Link schonmal bookmarken:

http://www.ithrough.com/

Kostenloses Blackberry Playbook für Entwickler

13. Januar 2011 1 Kommentar

Die Aktion ist nicht neu, da sich aber gestern die Bedingungen gelockert haben, weise ich euch trotzdem darauf hin:

RIM, der Blackberry-Hersteller, verschenkt an alle Entwickler, die bis zum 15. März 2011 (zuvor 1. Februar) eine App für das bald erscheinende Playbook einreichen, ein ebensolches Gerät. Wer mit “Playbook” nichts anfangen kann, dem helfe ich mit einer Video-Review von der CES 2011 auf die Sprünge:

Die technischen Daten sind recht knackig (Dual-Core 1 GHz CPU, 1 GB RAM, FullHD-Playback, 2 HD Kameras, 7″ Display mit 1024×600 Pixel Auflösung) und das Betriebssystem erinnert an das auf Multitasking getrimmte Palms WebOS. Eine interessante Kombination.

Warum RIM das macht? Mobile Plattformen definieren sich aktuell über die Anzahl und Qualität der im Marktplatz verfügbaren Anwendungen. Ein Gerät ohne nennenswerte Apps wird nicht gekauft, für ein Gerät ohne ausreichend Nutzer entwickelt niemand. Um diesem Henne-Ei-Problem zu entkommen, lockt der Hersteller hier schon vor Marktstart Entwickler ins eigene Lager.

Welche Voraussetzungen müsst ihr und eure App erfüllen?

  • je Entwickler gibt es nur ein Playbook – unabhängig davon, wie viele Apps eingereicht werden
  • die Anwendung – und alle ggf. nötigen Korrekturen – müssen bis 15. März 2011 im App World Vendor Portal eingereicht sein
  • eure App muss in irgendeiner Form auch für andere nützlich sein und muss über mehr als eine Funktion (Beispiel: ein Bild anzeigen) verfügen
  • Programmierkenntnisse in Flex/Actionscript (AIR SDK) oder Webtechnologien (WebWorks SDK) sind von Vorteil
  • ein Windows PC oder Mac ist momentan noch unabdingbar

Details zu den Aktionsbedingungen und Bedingungen des Marktplatzes.

Wie funktioniert das grob?

  1. Tools runterladen (Achtung: der Flash Builder ist kostenpflichtig, kostenlose 30 Tage (FB 4) bzw 60 Tage (FB 4.5) Demoversion erhältlich)
  2. Einführung lesen (Windows / Mac) und ggf. Webcasts anschauen
  3. eigene App entwickeln
  4. beim Vendor Portal registrieren
  5. zum Notar gehen und Identität bestätigen lassen (hat mich 12,50€ gekostet und etwa 10 Minuten gedauert)
  6. App einreichen und warten
  7. über kostenloses Playbook freuen (Achtung: ggf. fallen Einfuhrabgaben – also Einfuhrumsatzsteuer und evtl. Zoll – an)

Ein guter Startpunkt ist diese Infoseite.

Meine Erfahrungen

Ich habe nach Weihnachten angefangen, mich intensiver mit Tablet OS zu beschäftigen und bin jetzt mit der dritten ActionScript-App fertig. Sagen wir es so: es gibt schlimmeres. Die Doku ist zwar noch nicht vollständig, einige qnx-Elemente verhalten sich noch nicht so, wie man das erwartet, aber im Forum findet man oft schnell eine Lösung oder bekommt einen Tipp.

Meinen justdict.com Client habe ich am 8. Januar eingereicht, seit dem 11. ist er “under review”.

Jetzt stürze ich mich noch auf das neue WebWorks SDK, womit ich hoffe, meine webOS Apps (z.B. myGeoTools) bequem portieren zu können. Die Anwendungen werde ich aber dann hier nochmal gesondert vorstellen.

Was sagt ihr zur Aktion? Interessant? Seid ihr dabei?

Palm Pre 2 im Test

2. Januar 2011 18 Kommentare

Ein weiteres “Weihnachtsgadget” zum Vorstellen hier ist der neue Palm Pre 2, den es in Deutschland so noch gar nicht zu kaufen gibt. Irgendwie sind Palm die üblichen Entwicklergeräte (Pre Plus) ausgegangen, weshalb mich kurz vor Weihnachten per UPS ein nagelneuer Pre 2 aus den USA erreichte. Auch an dieser Stelle nochmal Danke in Richtung Sunnyvale.

Ich habe vom Unboxing ein kleines Video gemacht. Entschuldigt – wie üblich – das Gewackle. Vielleicht sollte ich mir tatsächlich mal ein Stativ zulegen…

Was denkt man sich nach dem Auspacken? Optisch kaum Neuerungen – an sich ja nicht schlecht. Ich mag den Formfaktor und das bestehende Zubehör (Touchstones, Ledertasche, etc.) kann so natürlich weiter verwendet werden.
Also erstmal ein Blick auf die inneren Werte:

Außerdem neu:

  • der microUSB Slot ist jetzt nicht mehr durch eine Schutzklappe verdeckt
  • die Front besteht nun aus kratzbeständigem Gorilla Glas statt Plastik
  • die Klavierlackoptik ist glücklicherweise einem matten Finish gewichen
  • und die Tastatur besitzt eine bessere Haptik (knackiger Druckpunkt)

webOS 2.0

An Bord ist auch die neue Version 2.0 des genialen Betriebssystems webOS. Besitzer älterer Palms bekommen das Update “demnächst” ebenfalls nachgereicht – Betatester (Entwickler) auch schon jetzt. Was mir am besten an Version 2.0 gefällt:

  • Autokorrektur “Textassistent”
  • Universelle Suchfunktion “Just Type”, die jetzt auch Anwendungen durchsucht
  • Stacks zum Gruppieren von geöffneten Anwendungen
  • Bürosuite Quickoffice vorinstalliert – samt Unterstützung für Google Docs, Dropbox, box.net, me.com, …

Der integrierte Flash Player hingegen interessiert mich weniger, ich meide Seiten, die ausschließlich in Flash verfügbar sind – auch auf meinem Rechner daheim. Andere angekündigte Features wie Exhibition (Touchstone-Anwendungen) und Synergy-Erweiterungen im Catalog fehlen bisher.

Im Praxiseinsatz

Um einen realistischen Geschwindigkeitsvergleich durchführen zu können, lasse ich in diesem Video einen Pre (erste Generation) gegen den neuen Pre 2 antreten. Beide mit einer o2 Karte ausgestattet und mit dem gleichen WLAN verbunden. Beide Geräte sind eingerichtet und haben ähnlich viele Anwendungen installiert.

Zu sehen ist das Einschalten, einige App-Launches (Mail, Facebook, Geocaching), der Browser, etc.

Tipps für Palm User

  • Preware: (von Palm geduldeter) Anwendungsmanager, der die Installation von Anwendungen aus Drittquellen für Hacks, Kernel-Erweiterungen, etc.pp. erlaubt
  • Latitude Updater: Google Latitude Erweiterung für die Maps-Anwendung
  • Battery Safer: versetzt euer Gerät zu bestimmten Uhrzeiten (Nachts) automatisch in den Flugzeugmodus, um Strom zu sparen
  • … und natürlich meine beiden Apps JustDict Free sowie MyGeoTools ;)

Shopping-Links kann ich diesmal nicht anbieten. Das Gerät ist ja (noch) nicht verfügbar in Deutschland.

Habt ihr noch Fragen zum Gerät?

Android Tablet Archos 70

1. Januar 2011 1 Kommentar

Ein weiteres Gadget gab es diese Weihnachten geschenkt. Einen kleinen Testbericht will ich euch nicht vorenthalten.

Es handelt sich dabei um das Archos 70 Internet Tablet, das manche vielleicht schon auf der IFA 2010 im September zu Gesicht bekommen haben. Die vorweihnachtliche Lieferbarkeit war – gelinge gesagt – problematisch, aber das Glück mir hold.

Ein bisschen zur Technik: es handelt sich dabei um ein Gerät mit 7 Zoll Bildschirm. Verbaut hat Archos hier einen Multitouch-fähigen kapazitiven Touchscreen – ein deutlicher Fortschritt zu den alten resistiven (drucksensitiven) Bildschirmen und DAS Unterscheidungsmerkmal gegenüber den Billigheimern aus Fernost oder von 1&1. Aber auch die sonstige Ausstattung kann sich sehen lassen:

  • 8 GB (Flash) oder 250 GB (Festplatte) Speicherplatz
  • erweiterbar mit MicroSD Karten (max. 32 GB)
  • 1 GHz Cortex A8 Prozessor
  • WLAN 802.11 b/g/n
  • Bluetooth 2.1
  • Mini HDMI Ausgang
  • USB Host Modus: Anschluss von USB-Stick, Tastatur, etc.
  • Li-Polymer-Akku mit etlichen Stunden Laufzeit (siehe unten)
  • Android 2.2 “Froyo”

Das klingt gut, oder? Und erinnert ein wenig an die Spezifikationen des Samsung Galaxy Tab. Was unterscheidet die beiden Geräte?

  • geringere Bildschirmauflösung beim Archos 70 – dadurch weniger scharf, aber bessere Unterstützung für viele Apps (Stichwort: schwarzen Rahmen ala iPad)
  • kein eingebautes UMTS-Modul – stattdessen Tethering über Bluetooth, USB oder WLAN (Alternative: MiFi)
  • kein eingebauter GPS-Receiver – Anbindung per Bluetooth möglich
  • das Archos kommt ohne vorinstallierten Android Market und Google Apps – ein Trick schafft hier schnell Abhilfe
  • dafür bekommt man ein “reines” Android ausgeliefert ohne die Samsung-typischen Verunstaltungen der Oberfläche und “KIES”-Pflicht für Firmwareupdates
  • Das Archos kommt mit eingebautem Standfuß – praktisch für den Schreibtisch und unterwegs

Den geringfügigen Größenunterschied kann man sich bei collate.us visualisieren lassen:

Hauptunterschied ist aber der Preis. Das Archos 70IT wandert für etwa 250 € über die virtuelle Ladentheke während man für das Galaxy Tab mehr als das Doppelte (aktuell knapp 600€) zahlen muss.

Leistungstechnisch liegen die beiden ebenfalls dicht zusammen, laut Quadrant Benchmark führt das Archos 70 mit einem Score von etwa 1300 gegenüber dem Galaxy Tab mit etwa 1100.

Usability

Die tatsächliche Nutzbarkeit und Geschwindigkeit lässt sich oft schwer in Worte fassen. Deshalb war ich so frei, ein kleines Video aufzunehmen. Entschuldigt die Qualität – der Oscar für die beste Kameraführung muss wohl noch ein wenig auf mich warten…

Zu sehen ist unter anderem der Homescreen, einige App-Launches, Google Maps 5 (mit Vektorgrafiken), der neue Google Market, “Bilderrahmen”, der Dateibrowser sowie Archos’ Musik-App.

Tipps für Archos 70 Nutzer

  1. Besorgt euch zu Beginn gleich eine ordentliche Tastatur: mit SwiftKey oder Swype lässt sich gleich viel schneller tippen.
  2. Besser konfigurierbar und schlanker als der default Launcher ist der kostenlose Zeam Launcher (im Market).
  3. Stichwort Tasche: aus China bekommt man hier eine passende Ledertasche (~ 7 € inkl. Versand) und hier eine passende Hülle (~ 3 € inkl. Versand) geliefert. Habe beide in Benutzung.
  4. Tablet-optimierte Apps: Dolphin Browser HD, Twidroyd und natürlich Angry Birds, das auf dem großen Bildschirm richtig Spaß macht.

Fazit

Archos ist mit dem Archos 70 ein tolles, erschwingliches Gerät gelungen. Eine Kaufempfehlung für Android-begeisterte Technikfreaks kann ich aussprechen, wer sich noch überzeugen will, findet wahrscheinlich im nächsten MediaMarkt ein A70 (oder das Schwestermodell Archos 101IT) ausgestellt.
Was mir hingegen nicht so gut gefällt ist die Anfälligkeit für Fingerabdrücke – sowohl auf dem Display als auch auf dem schwarzen Bereich darum – die hier über meine normale Aversion gegen glossy Bildschirme hinaus geht. Auch hat die aktuelle Firmwareversion noch kleinere Bugs (von der wohl nur Nutzer der inoffiziell verfügbaren GApps betroffen sind), um die sich Archos aber kümmern will. Einen Hersteller, der in Verbraucherforen aktiv ist, kann man eigentlich nicht genug loben…

Dropbox im eigenen Netzwerk mit PogoPlug

30. Dezember 2010 8 Kommentare

Der PogoPlug ist ein Gadget, das ich mir selbst zu Weihnachten gegönnt habe. Er hat einen NSLU2 im Heimnetzwerk abgelöst, der bisher dafür verantwortlich war, mehrere USB-Festplatten für alle anderen Geräte freizugeben.

Weil der PogoPlug einiges mehr kann als ein reiner NAS-Server und ich bisher sehr zufrieden bin, stelle ich euch das Konzept hier näher vor: dieser Kasten bringt eure Daten ins Internet. Es ist eine interessante Mischung aus NAS und Dropbox mit einigen Vorteilen: die Daten sind in eurem Wohnzimmer oder Büro (statt auf ausländischen Servern) und der Speicherplatz lässt sich jederzeit günstig erweitern – Folgekosten nach dem Kauf gibt es nicht.

1.) Setup

Der Hersteller CloudEngines verspricht, die komplette Einrichtung sei in 60 Sekunden zu machen. Das kann ich bestätigen: es ist wirklich kinderleicht:

  • Gerät auspacken, Strom, Netzwerkkabel und USB-Festplatten anschließen
  • Auf dem Computer my.pogoplug.com/activate öffnen und den 6 bebilderten Schritten folgen
  • eMail-Adresse bestätigen
  • Fertig.

Der komplette Prozess kommt ohne Fachchinesisch aus – keine IP-Adressen, keine Routerkonfiguration, nichts dergleichen. Der Pogoplug hat insgesamt vier USB Schnittstellen (eine vorne, drei hinten), kommt aber auch mit mehr Geräten (via USB-Hub) zurecht.

2.) Einstellungen

Nach der Einrichtung öffnet sich die Seite My Pogoplug (Deutsch: “Eigenes Pogoplug”) im Browser, wo sich der pinke Kasten inital konfigurieren lässt. Zum Beispiel lässt sich in den “Medieneinstellungen” verwalten, ob für MP3s Metadaten (Albumcover, Künstler, Liedtitel) verwaltet und für Videos Vorschaubilder und ggf. 10 Sekunden Vorschauclips gerendert werden sollen.

In der aktuellen Firmware neu dazugekommen ist die entfernte Druckfunktion. Eine eMail an print@mypogoplug.com reicht aus, um angehängte Inhalte auf freigegebenen Netzwerkdruckern auszudrucken – unabhängig davon, wo man gerade ist.

Mit dem Feature “Aktives Kopieren” lassen sich Daten sichern. Diese Sicherheitsmaßnahme funktioniert unter anderem:

  • von einem Ordner in einen anderen
  • von einer USB-Festplatte auf eine andere
  • von einem Client (lokaler Ordner) auf einen Pogoplug
  • von einem Pogoplug auf einen anderen Pogoplug

Natürlich ist das kein vollwertiger Ersatz für ein RAID-System, aber für den Heimgebrauch reicht es in vielen Fällen aus.

3.) Daten übertragen & wiedergeben

Hier findet der Nutzer Clients für die drei großen PC-Plattformen (Windows, Mac OS X und Linux, 32 und 64 Bit) zum Download. Je nach Plattform integriert sich der Client mehr oder weniger elegant ins System (für Linux steht z.B. “nur” ein Kommandozeilenbefehl zum Mounten zur Verfügung). Der so verbundene Speicher ist dann nicht nur im lokalen Netzwerk verfügbar, sondern auch unterwegs – ohne Konfiguration (vgl. Selbstbaulösungen mit DynDNS, VPN, etc.) – verfügbar.

Streaming-Medienplayer (z.B. WLAN-Radios, Boxee Box, XBMC auf Apple TV, Playstation 3, XBox 360, u.a.) werden im lokalen Netzwerk vom integrierten UPnP Server gespeist.

Aber auch an die mobilen Nutzer wurde gedacht. Es gibt kostenlose Apps für:

  • Apple iPhone
  • Android
  • Blackberry
  • Palm webOS

Diese Apps können nicht nur Dateien runter- und hochladen, sondern erlauben es auch, Medieninhalte zu streamen. Bequemer geht kaum.

Und nicht zuletzt das geniale Webinterface, das alle wichtigen Funktionen von jedem Rechner der Welt aus verfügbar hält – inklusive HTML5 Video und Audio.

4.) Daten teilen und freigeben

Einzelne Dateien, Ordner, aber auch Diashows oder Drucker können anderen Nutzern freigegeben werden (Lesezugriff).
Darüber hinaus kann man auch Änderungen an Dateien und Ordnern per Twitter, Facebook, MySpace, als RSS-Feed oder eMail-Abo veröffentlichen lassen. Auch wenn mir spontan kein Szenario dafür einfällt: irgendjemand braucht das bestimmt. ;)

5.) Fazit

Ein tolles Gerät. Durch und durch. Zu dem Preis (UVP: 99€ – Straßenpreis meist deutlich darunter) erhält man jede Menge Leistung. Apropos Leistung: die Leistungsaufnahme liegt selbst unter “Volllast” unter 4W.
Etwas schade ist, dass sich mit der normalen Version nur ein Benutzer anlegen lässt. Rechtemanagement ist erst ab der Pro-Version integriert. Wem der Pogoplug schnell zu langweilig wird, kommt – ganz offiziell – als Root per SSH aufs Gerät (Linux-Kernel) und eigene Anpassungen vornehmen oder gleich eine alternative Firmware (OpenPogo / Plugbox Linux) aufspielen.
Und das beste zum Schluss: wer sich an der Gehäusefarbe stört: den Pogoplug gibt es zum einen auch in grau (leider selten), zum anderen lässt sich der pinke Gehäuseteil einfach entfernen.

Kaufen bei Amazon:

Amazon Weihnachtsschnäppchen: Cyber Monday

28. November 2010 2 Kommentare

Morgen läuft bei Amazon eine Verkaufsaktion der besonderen Art: 30 Artikel, die per Abstimmung von den Kunden selbst ausgewählt wurden, stehen zu deutlich reduzierten Preisen zum Verkauf.

Cyber Monday

Das ganze ist natürlich an die aus den Staaten stammenden Black Friday Aktionen angelehnt und funktioniert bei Amazon so:

  • Ab dem 29.11. um 0:00 Uhr ist eine Liste mit genauem Zeitplan der Angebote online.
  • Um 10:00 Uhr startet der Verkauf und geht dann bis 22:00 Uhr.
  • Jedes Produkt ist für 2 Stunden zum reduzierten Preis – der erst bei Beginn des Verkaufs bekannt gegeben wird – erhältlich.
  • Jeder Kunde darf maximal ein Exemplar jedes Artikels kaufen – und solange der Vorrat reicht.

Was wird es zu kaufen geben?

  • PlayStation 3
  • Fernseher
  • TomTom Go 730
  • Logitech Harmony 900
  • Microsoft Office Home & Student

Und: Rabatt auf alle Einkaufe in Amazons MP3 Musikladen. Also durchaus auch attraktive Weihnahtsgeschenke, oder?

Zur Aktion: Amazon Cyber Monday

Mobile Apps: Nativ vs Web

26. November 2010 2 Kommentare

Das Thema ist momentan in aller Munde, nicht nur die Abschlusskeynote beim Google Developer Day 2010 in München befasste sich mit dem Thema. Bevor ich jedoch mit meiner eigentlichen Argumentation beginne, möchte ich zum Verständnis kurz die Profiteure des bisherigen nativen App-Modells vorstellen. Das hilft, einzuschätzen, warum der eine oder andere argumentiert, wie er es tut…

Profiteur I: Die Plattformbetreiber (Apple, Google, Nokia, …)

  • “Exklusiv-Vertrieb” bestimmter Anwendungen
  • Kontrolle über die Inhalte
  • indirekte und direkte Gewinne (Registrierungs- und Einreichungsgebühren sowie in der Regel 30% aller App-Umsätze)

Profiteur II: Softwareentwickler

  • mehr Aufwand = mehr Gewinn

Deshalb hier mein Versuch einer neutralen Betrachung des Themas.

Modell 1: Native Apps

Jeder kennt sie, jeder nutzt sie. Hier zwei populäre Beispiele:

Sie sind bequem über einen zentralen App-Markt zu installieren und dann z.B. auch offline im Flugzeug nutzbar. Aber sind das schon alle Vorteile?

Die Frage ist: warum native Apps entwickeln?

  • Es gibt einen einfachen, zentralen Marktplatz (zum Suchen, Finden, Installieren von Apps).
  • Jede Plattform stellt standartisierte Bedienelemente (Buttons, Textfelder, etc.) bereit.
  • Den Betreiber des Marktplatzes bieten in der Regel eine Möglichkeit zur bequemen Monetarisierung.
  • Es ist dank nativem Code möglich, hohe Rechenleistungen zu erzielen.
  • Die meisten Anwendungen lassen sich auch komplett offline nutzen.
  • Neue Hardware-Features (Kamerazugriff, Accelerometer, 3D Beschleunigung) stehen schneller zur Verfügung.

Dem gegenüber stehen gewichtige Nachteile:

  • Hoher Aufwand und teuer, da die Anwendung für die gängigsten Plattformen bereit gestellt werden sollte.
  • Unterschiedliche Programmiersprachen und -konzepte (Java, C, C++, C#, VB usw.)
  • Entwicklung teilweise nur mit den Werkzeugen des Hersteller möglich, z.B. Apple: Entwicklung nur auf Macs (OS X) und XCode möglich.
  • Es sind viele Testgeräte (alleine für die Android Plattform sind aufgrund der Diversifikation einige) erforderlich.

Modell 2: Web Apps

Diese Technik der Anwendungsentwicklung wurde zur iPhone Markteinführung von Apple gepriesen. Erinnert ihr euch? Der Markt hat sich mittlerweile gewandelt – zum Glück. WebKit ist plattformübergreifend zur vorherrschenden Browser Rendering Engine avanciert. WebCore werkelt mittlerweile in Mobiltelefonen von Nokia, Apple, RIM, allen Androiden, Palm, etc. Eine Ausnahme stellen – natürlich – die Geräte aus Redmond dar: Windows Phone 7 und dessen angestaubte Vorgänger kommen mit mit einem mobilen Internet Explorer.

Wie sieht eine moderne WebApp also beispielsweise aus?

Inwiefern profitieren Entwickler von Web Apps?

  • Schnelle Entwicklung mit bewährten Techniken (HTML, Javascript, CSS) sind die Grundlage.
  • Dadurch erzielt man Kompatibilität mit (quasi) allen aktuellen Endgeräten.
  • Auf moderner Hard- und Software kann man zusätzlich HTML5 Features (z.B. Canvas, Gradient) und hardwarebeschleunigten CSS3 Animationen nutzen.
  • Auf offenen Standards basierende Konzepte und Protokolle garantieren Zukunftsfähigkeit.
  • Weitestgehende Unabhängigkeit von den “Zensur”-Maßnahmen der Hersteller durch Bereitstellung auf dem eigenen Server.
  • Freischaltung und Änderungen sind sofort verfügbar, nicht erst nach tagelanger Prüfung des Marktbetreibers.

Warum haben sich Web Apps dann nicht durchgesetzt?

  • iPhone User wollten – verständlicherweise – unter anderem Dateien hochladen und ihren Standort nutzen, beides war zur Einführung so nicht möglich.
  • Außerdem sind natürlich Anpassungen an unterschiedliche Betriebssysteme, Browser und Bildschirmauflösungen (per CSS) nötig.
  • Internetverbindung (zumindest beim Start) ist eine eher lästige Voraussetzung.
  • Die Auffindbarkeit – mangels Marktplatz – und die nicht stattfindende Installation sind Hemmnisse für den potentiellen Nutzer.

Modell 3: Wrapped Web Apps – “Polyfill” – die Zukunft?

Es gibt verschiedene Ansätze, die Vorteile beider Welten zu kombinieren. Allen voran möchte ich Palms Initiative nennen, die Webtechnologien seit der Einführung von webOS als hauptsächliche App-Umgebung vorgesehen haben. Das Mojo-Framework machts möglich und dessen Nachfolger Enyo steht bereits in der Startlöchern. Für webOS aber auch alle anderen großen Plattformen (Blackberry, Apple, bada und Symbian) gibt es Tools wie PhoneGap oder AppCelerator Titanium.

Das besondere an Wrapped Web Apps ist eine Art Runtime-Umgebung, die vom Toolkit mitgeliefert wird. Es handelt sich um einen modifizierten Browser, der die offline vorgehaltenen Webelemente nicht nur direkt vom Gerät öffnet, sondern darüber hinaus auch bestimmte Dienste (z.B. Zugriff aufs Telefonbuch, GPS-Position, Offline-Datenbanken, …) plattformunabhängig bereit stellt. Wer als Entwickler bequem mag, nutzt im Toolkit Javascript Frameworks wie jQuery mobile oder joapp und bekommt damit gleich eine ansprechende Oberfläche.

Wie sehen solche Apps dann z.B. aus?

Kaum Unterschiede zum Modell 1 erkennbar, oder?

Weiterführende Informationen:

Sind unter meinen Lesern mobile Entwickler? Wie sind eure Erfahrungen? Was nutzt ihr am liebsten und unter welcher Plattform?

KategorienMobilfunk, Technik Tags:

Grooveshark – Spotify for the rest of us

15. November 2010 Keine Kommentare

Während wir Deutschen weiterhin auf die (Proxy-freie und legale) Nutzung Spotify warten dürfen, habe ich mich in ein ähnliches Angebot verguckt: Grooveshark.

Flash Startseite Flash Playback HTML 5 Preview

Die US-amerikanische Firma bietet quasi die gleiche Funktionalität nur ohne den ganzen “Mist” aussenrum. Grooveshark ist:

  • kostenlos
  • ohne Anmeldung sofort nutzbar
  • IP-Sperren-frei (keine Sperre für Deutschland)

Ja, ihr habt richtig gelesen! Einfach www.grooveshark.com öffnen, nach einem Track suchen und dann wahlweise automatisch ähnliche Songs hinzufügen lassen (“Radio”) oder die Lieblingssongs selbst aus dem Katalog heraussuchen. Man kann alle Vorschläge mit den bekannten Funktionen als gut oder schlecht (Titel wird sofort übersprungen) markieren. Angemeldete Nutzer können Songs auch favorisieren und die angelegten Playlisten dauerhaft speichern.

Für faire 3$ im Monat wird man VIP-Mitglied. Dafür erhält man zum Beispiel:

  • native mobile Clients für iPhone (Cydia), Android, webOS und Blackberry
  • den Grooveshark Desktop (Adobe Air)
  • last.fm Scrobbling
  • und (Highlight): man kann die HTML5 Preview der Seite schon jetzt nutzen

Zu schön um wahr zu sein? Entgegen anderslautender Diskussionen im deutschen Raum scheint die Seite legal zu sein – siehe Wikipedia (EN).

Deshalb mein Tipp: einfach testen! (Und dann hier bedanken, falls es euch gefällt ;) )

JustDict – das neue “instant” Wörterbuch

14. November 2010 5 Kommentare

Die Idee entsprang aus einer Notsituation: für HP/Palm webOS gibt es bis zum heutigen Tag kein einziges offline Wörterbuch! Das hängt wohl mit der Faulheit der Entwickler zusammen, die Wörterbucher nachträglich – also erst nach der Installation – auf die Palm Geräte zu schieben. “Mitliefern” wie bei Apples iOS oder Android ist (leider) nicht möglich.

Also machte ich mich auf die Suche nach freien (Open Source, Creative Commons, etc.) Wörterbüchern. Fazit: es gibt nur eine “ordentliche” Quelle für diese Daten: StarDict und daran angelehnte Projekte. Hier findet man haufenweise GPL-lizenzierte und Public Domain Datenbanken, die man für eigene Projekte verwenden kann. Sofern man die Daten denn aufgearbeitet bekommt… Denn für den produktiven Einsatz im Web und auf mobilen Endgeräten ist eine relationale Datenbank besser geeignet als das DICT Format (RFC2229). Meine ersten “Erfolge” habe ich per Twitter dokumentiert:

Nach etlichen Stunden war dann endlich ein funktionaler – und halbwegs performanter (< 10 Minuten / Wörterbuch) – Konverter geschrieben. Am nächsten Schritt arbeite ich gerade: der nachträglichen, schrittweisen Übertragung der komprimierten Daten ans Telefon.

Bis dahin sind schon zwei “Nebenprodukte” entstanden.

Zum einen die Webseite justdict.com, die dank “Instant”-Funktion wie Google die Suchergebnisse sofort anzeigt:

Zum anderen ein erster webOS Client “JustDict Free”, der ohne offline Datenbank auskommen muss, als kostenloser Download im Palm App Catalog.

Screencast:

Und nun zu euch: Kritik? Feedback? Ideen?

Links:

Fazit zum Android Developer Lab 2010 Berlin

3. November 2010 Keine Kommentare

Gestern war ich in Berlin. Google und die Hochschule Beuth hatten eingeladen zum deutschen Android Developer Lab 2010.


Foto by pixelfahnder


Fotos by Falko Richter

An sich eine gute Idee, doch haben mir zahlreiche Organisationsmissstände den Spaß verdorben.

Bevor ich mit dem Tagesprogramm anfange, gleich der erste Missstand: es gab keine offizielle Agenda. Auf der Anmeldungsseite waren nur 4 Google Mitarbeiter aufgelistet und der grobe Zeitrahmen angegeben (10-17 Uhr). Bei Xing fand man weitere (inoffizielle) Informationen zum Event, dort wurde die Hoffnung auf eine kleine Gingerbread (Android 3.0) Einführung geweckt.

Die Veranstaltung war ziemlich schnell ausgebucht, 300 Registrierte wurden zugelassen.

Wer mit der Hoffnung, Neues zu hören, nach Berlin fährt und dann nur über das “alte” OS 2.2 (Froyo) erfährt, ist wohl berechtigt enttäuscht. Konkrete Nachfragen nach neuen Features wurden billig gekontert: “What is Gingerbread?”.

Konkret durften wir 4 englischsprachigen Vorträgen lauschen:

  • Einführung in die “neuen” Features von 2.2
  • bessere User Interfaces für Android
  • native Anwendungen (C/C++) für Android (NDK)
  • wie man “epische” (epic) Anwendungen erzielt

Wer diese Punkte mit der Agenda für den Google Developer Day 2010 kommenden Dienstag in München abgleicht wird dramatische Überschneidungen finden. Ein Besuch beider Veranstaltungen ist damit für den einen oder anderen Teilnehmer mit unnötigem Aufwand und Kosten verbunden.

Das Mittagessen war auch irgendwie nicht das wahre. Den Teilnehmern wurde empfohlen, die nahe Mensa zu nutzen. Das Preis/Leistungsverhältnis war zumindest bei meiner Mahlzeit nicht gerechtfertigt. Hier hätte sich der Gastgeber ruhig um Sonderkonditionen oder seperate Verpflegung bemühen können. Zumindest ein Hinweis auf die nahe “Fressmeile” mit zahlreichen asiatischen und türkischen Schnellimbissen wäre angebracht gewesen.

Ein weiteres organisatorisches Highlight war ein kurz vor Veranstaltungsbeginn aufgetauchter Link auf der Anmeldeseite der Hochschule, der sich wie folgt las:

Google has a really exciting present for you, [...] but it did not make it to this event in time, but for christmas.

Wer sich Hoffnungen machte, wurde enttäuscht. Der Link wurde wieder offline genommen, eine Klarstellung erfolgte nicht.

Man darf hoffen, dass die Hochschule aus diesem – zweiten – Lab lernt. Ich jedenfalls werde mich nur noch bei vorheriger Veröffentlichung der Themen auf den Weg nach Berlin machen. Trotzdem danke an die Jungs von Google! Die hatten Abends wohl noch ihren Spaß in der C-Base